Medienservice vom: 30.06.2022 |Fotos zum Medienservice

Erfolgreiches Rad-Forum „Für Linz ordentlich in die Pedale treten“

Am Mittwoch, 29. Juni, fand im Alten Rathaus der Stadt Linz auf Einladung von Mobilitätsreferent Vizebürgermeister Mag. Martin Hajart ein Arbeitsgespräch im Rahmen des Linzer Radforums statt. Teilgenommen haben neben den Expert*innen der Mobilitätsplanung und des Verkehrsrechts der Stadt Linz auch Vertreter*innen der Polizei und der Radlobby. 

Vizebürgermeister und Mobilitätsreferent Hajart zieht eine sehr positive Bilanz: „Ziel des Zusammentreffens war, dass wir was den Radverkehr in Linz anlangt gemeinsam ordentlich in die Pedale treten. Das Radforum hat meine hohe Erwartung vollends erfüllt. Man spürte, dass alle Beteiligten an einem Strang ziehen, um etwas weiterzubringen.“

Im Rahmen der Dialogplattform wurden zahlreiche Themen zur Verbesserungen der Rahmenbedingungen für Radfahrerinnen und Radfahrer in Linz erörtert. Unter anderem zu folgenden Themen wurden Festlegungen, was die weitere Vorgehensweise anlangt, getroffen:

Linzer Fahrradstrategie:

Es soll eine vertiefte Grundlage für den Fahrradverkehr in Linz geben. Diese soll sich auf die auszubauende Fahrrad-Infrastruktur (Stichwort „Radwegenetz“), bewusstseinsbildende Maßnahmen, sicheres Abstellen von Fahrrädern, etc. beziehen. Ein entsprechender Antrag wird gerade vorbereitet.

Fahrradwege in den Linzer Osten (Hafenviertel):

Als besonders wichtig wird eine bessere Fahrradinfrastruktur in den Linzer Osten erachtet. Zwei Projekte, ein Radweg in der Lederergasse und einer in der Weißenwolffstraße, werden nun ausgearbeitet und sollen idealerweise bereits nächstes Jahr umgesetzt werden. Dies ist bereits jetzt angesichts der zahlreichen Familien, die am ehemaligen Landesfrauenklinikareal wohnen, ein Gebot der Stunde, und wird im Hinblick auf die Kultur- und Freizeit-Angebote (Posthof, Cineplexx, Hafenportal der Linz AG,…) sowie anstehende große Bauvorhaben immer wichtiger. 

Mehrzweckstreifen in der Stockhofstraße:

Viel diskutiert wurde über ein aktuelles Projekt in der Stockhofstraße, mittels dem man rasch eine Verbesserung für Radfahrende herbeiführen möchte. Dies gelingt über die Markierung eines Mehrzweckstreifens. Es wird noch eine Abstimmung zwischen der städtischen Mobilitätsplanung und der Radlobby bezüglich eines Kreuzungsbereiches erfolgen, um dann zeitnah das Projekt zu realisieren.

Schumannstraße soll zur Fahrradstraße werden:

In der Schumannstraße soll parallel zur Wienerstraße eine Fahrradstraße entstehen. Dies handelt sich um eine Vorwegnahme der geplanten Radwegertüchtigung des Verkehrsknotens Neue Welt, welche im Jahr 2023 angestrebt wird.

Nibelungenbrücke – „Fahrrad-Nadelöhr“ wird ab 2024 bereinigt:

Mit Verkehrsfreigabe der neuen Donaubrücke der A26 soll durch Reduktion der Fahrspuren mehr Platz für den Radverkehr geschaffen werden. Im gemeinsamen Projekt mit dem Land OÖ wurden Verkehrszählungen durchgeführt um alle Verkehrsteilnehmer zu erfassen, vor allem auch Fußgänger*innen und Radfahrer*innen. Diese Daten werden für Modellierungen und Simulationen genutzt um die kniffligen Anschlussbeziehungen nördlich und südlich der Brücke bestmöglich zu lösen.

"Durch Ausbau eines leistungsfähigen Radwegenetzes kann die nachhaltige Mobilitätswende vorangetrieben werden und der Umstieg auf bewegungsaktive Mobilitätsformen erleichtert werden! Mit der Freigabe einer Fahrspur für Radfahrende auf der Nibelungenbrücke wird diese nicht nur zu einer neuen Fahrradbrücke, sondern auch von der Stau- zur Mobilitätsbrücke!" meint Thomas Hofer von der Radlobby Linz.

Liebigstraße:

Von Seiten der Polizei wurden einige Problemstellen für Alltagsradler eingemeldet. Insbesondere die Liebigstraße wurde intensiver diskutiert. Eine vertiefte Prüfung durch die Mobilitätsplanung der Stadt Linz wurde vereinbart um auch hier Verbesserungen für Radfahrer*innen zu erreichen.

„Als Exekutive ist uns vor allem die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer ein großes Anliegen. Das Radforum bietet die Möglichkeit in der gemeinsamen Diskussion schnell Lösungswege zu finden“, so Heinz Felbermayr, Leiter des Verkehrsreferats beim Stadtpolizeikommando Linz. 

Synergien mit der Klimastabsstelle werden genutzt

Mobilität ist ein zentraler Baustein im Klimaschutz, die Zusammenarbeit mit der städtischen Klimastabsstelle soll bei verschiedenen Projekten vertieft werden. Der städtischen Klimakoordinator Oliver Schrot PhD MSc präsentierte verschiedene Fördermöglichkeiten um Rad- und Mobilitätsprojekte mitfinanzieren zu können. 
 

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