Medienservice vom: 08.07.2022 |Fotos zum Medienservice

Bürgermeister Klaus Luger hisste Flagge „Mayors for Peace“ 8.200 Städte im weltweiten Netzwerk für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen

Anlässlich des internationalen „Flaggentages“ der Bürgermeister für den Frieden am Donnerstag, 8. Juli, hisste auch Bürgermeister Klaus Luger die Flagge der „Mayors for Peace“ vor dem Alten Rathaus. Das Stadtoberhaupt setzte damit ein sichtbares Zeichen für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen. Dies wurde auch in der jährlichen Friedenserklärung der Friedensinitiative der Stadt Linz zum Krieg in der Ukraine im März unter anderem mit folgenden Worten festgehalten: „Die Invasion Russlands in der Ukraine ist ein Verstoß gegen die Charta der Vereinten Nationen und ein Akt der Aggression, die ein Verbrechen nach dem Völkerrecht darstellt und zu verurteilen ist. In beängstigender Weise setzt jetzt die russische Führung ihre Nuklearwaffen in Alarmbereitschaft, um dem Westen (USA, EU und NATO) zu drohen, obwohl dieser einen militärischen Einsatz in der Ukraine gegen Russland ausgeschlossen hat. An dieser Spirale der Gewalt zu drehen bedeutet, den Weltfrieden zu gefährden.“ Der weltweite Verband Mayors for Peace fordert mit dem Flaggentag den Verhandlungsbeginn für einen Verbotsvertrag von Atomwaffen. Heute gehören dem Netzwerk insgesamt 8.188 Städte in 166 Ländern und Regionen an, davon 117 in Österreich. 14 neue Städte haben sich heuer dem Netzwerk angeschlossen. Die Friedensstadt Linz ist seit 2006 Mitglied der Organisation. 

Das internationale Städtenetzwerk Mayors for Peace wurde im Jahr 1982 gegründet und geht auf die Initiative der Städte Hiroshima und Nagasaki zurück. Seit Bürgermeister Tadatoshi Akiba 2003 die Kampagne „2020 Vision“ ins Leben gerufen hat, hat sich die Zahl der Mitglieder mehr als verdreifacht. Ziel ist es, eine verbindliche Vereinbarung eines Zeitplans für die Abschaffung aller Atomwaffen und den Beschluss einer Nuklearwaffenkonvention durchzusetzen. Der Flaggentag der Bürgermeister für den Frieden wird von der Kampagne „atomwaffenfrei.jetzt“ unterstützt und erinnert an das Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofs vom 8. Juli 1996 – zustande gekommen im Auftrag der Generalversammlung der Vereinten Nationen. Nach diesem verstößt der Einsatz von Atomwaffen, ja bereits die Androhung des Einsatzes, gegen grundsätzliche Prinzipien des humanitären Völkerrechts. Weltweit besitzen neun Länder noch knapp 15.400 Atomwaffen. Mehr als 90 Prozent der Waffen gehören den USA und Russland. Auch Frankreich, Großbritannien, China, Indien, Pakistan, Israel und Nordkorea haben nach Angaben des Stockholmer Friedensforschungsinstituts Sipri Nuklearwaffen gelagert.

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