Medienservice vom: 12.07.2022

Digitalisierungsturbo der Stadt Linz Stadt Linz setzt nachhaltige Impulse und treibt Digitalisierungs-Offensive weiter voran

  • Digitalisierungsschritte für Bürger*innen mit Erfolg umgesetzt

Von einer reinen Stahlstadt schaffte es Linz in den vergangenen Jahren zu einer wirtschaftlich erfolgreichen Stadt innovativer Technologie, Industrie und Kultur zu werden. Dem stetigen technologischen Wandel und Fortschritt ist kein Halt geboten, so auch den städtischen Digitalisierungsschritten und der innovativen Weiterentwicklung nicht. Neue Lösungsansätze für weitere Digitalisierungsschritte setzt die Lebensstadt mit ihrem Programm „Digitales Linz“. Die Initiative wurde im Vorjahr ins Leben gerufen, um der städtischen digitalen Zukunft gerecht zu werden. Zentrales Element stellt die Einbindung innovativer Ideen in allen wichtigen Handlungsfeldern dar, dazu ein intensiver Austausch von lokalen und internationalen Expert*innen. 

Ein zentraler Turbo konnte ebenso in der Stadtverwaltung gezündet werden. Fünf Einzelprojekte, wie Digitales Förderwesen oder Digitales Bauverfahren, stellen wesentliche Fortschritte dar. 

„Das Programm bietet uns die Möglichkeit, Digitalisierung als Teil des gesellschaftlichen Lebens zu betrachten. Dazu zählt die städtische Verwaltung ebenso. Denn damit soll den Bürger*innen der Kontakt zur Verwaltung und die Erledigung von Behördengängen erleichtert werden. Daher war der interne Antrieb durchaus ein wichtiges Mittel, um rasch den Weg zu einer unbürokratischeren und modernen digitalen Stadtverwaltung zu schaffen. Die Stadt setzt mit einer Vielzahl an Maßnahmen und Projekten kräftige Impulse, damit Linz auch für die nächsten Generationen ein zukunftsfähiger Arbeits- und Lebensraum bleibt“, ist Bürgermeister Klaus Luger überzeugt. 

„Das Programm „Digitales Linz“ ist eine strategische Initiative des Magistrats. Dabei spürt ein buntes Team an Expert*innen – auch aus Forschung und Wirtschaft – Digitalisierungsschritte für alle Bürger*innen auf. Der Fokus der digitalen Innovation liegt ganz klar auf der Einzigartigkeit der Stadt sowie den Linzerinnen und Linzern mit ihren Stärken und auch Bedürfnissen. Der Magistrat nimmt dabei eine Vorbildfunktion ein – mit gezielten Modernisierungsmaßnahmen in unserer Verwaltung. Mit zahlreichen Einzelprojekten zündeten wir einen Turbo in der Digitalen Stadtverwaltung – frei nach dem Motto ‚Nicht die Bürger*innen, sondern die Akten sollen laufen.‘ Viele Amtswege können inzwischen digital erledigt werden. Aber diese Liste an Möglichkeiten erweitert sich stetig“, informiert Magistratsdirektorin Mag.a Ulrike Huemer.

Kooperationen und ein bereits sehr vielfältiges und breites Netzwerk verhilft in diesen progressiven Zeiten zu dieser raschen Umsetzung. Mit dem Digital Innovation Hub Work (DIH.work) wird Klein- und Mittelunternehmen in ihren Digitalisierungsprozessen unter die Arme gegriffen. Smart Traffic erleichtert die Stadt- und Verkehrsplanung, um bestmögliche Verkehrskonzepte für die Bevölkerung entwickeln zu können. Digitale Bildung forciert eine zeitnahe Sensibilisierung mit digitalen Kompetenzen im Schulalter und sorgt für Weiterentwicklung auf Hochschulen oder in der Kulturvermittlung. Mit der Start-Ups und Innovations-Community können Schnittstellen geschaffen werden, um vorhandene Kompetenzen und Ressourcen gegenseitig zu nutzen. 

Eine digitale Stadt für alle

Die Stadt Linz ist Initiatorin des Programms „Digitales Linz“. Expert*innen aus der Region erarbeiten zukunftsweisende Inhalte und Projekte. Das Team besteht aus einem operativen Kernteam des Magistrats sowie aus einem Digital Board – eine Gruppe von Digitalisierungs-Expert*innen, die alle Interessen und Energien der Stadt bündelt und auf eine nutzenstiftende Digitalisierung ausrichtet. Die Expert*innen stammen aus der heimischen Kunst- und Kulturszene, der Industrie, der Wirtschaft, der Arbeitnehmervertretung, der Forschung und der Bildung, von Start-ups und aus der Innovator*innen-Community. 

Neben den eigenen, von den Expert*innen erarbeiteten Inhalten, fließen die Ideen der Bevölkerung in das Programm mit ein. Strategisch berücksichtigt werden zudem unter anderem die städtische Innnovationsstudie, die Klimastrategie, die Integrationsstrategie der Stadt Linz, die Wirtschaftsstandortagenda 2027, die City-Branding-Strategie sowie der „Pakt für Linz“.

„Digital Innovation Hub Work“ als Anlaufstelle für Klein- und Mittelbetriebe

Seit Juli 2021 ist Linz Standort eines von insgesamt sechs österreichischen Digital Innovation Hubs (DIH.work). Zur Stärkung des Wirtschaftsraums, der Verbesserung der Lebensqualität und der gesellschaftlichen Teilhabe fördert die Stadt Linz im Rahmen des „Digitalen Linz“ Projekte für fundierte Ausbildungen für die Berufe der Zukunft sowie Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel in der IT-Branche. Federführende Initiativen sind der Aufbau von Coding Communities in Linz oder Digital Innovation Hub Work, einem Innovationslabor in Zusammenarbeit mit Netzwerkbeteiligten aus Forschung und Bildung zur Förderung von Klein- und Mittelunternehmen (KMU).

Linz ist einer von insgesamt sechs österreichischen Digital Innovation Hubs (DIH). Dabei handelt es sich um Zusammenschlüsse von wissenschaftlichen Einrichtungen zur Unterstützung der Digitalisierung in Klein- und Mittelbetrieben mit Hilfe von Informationen, konkreten Workshops und Ausbildungsprogrammen. Vor allem KMU fehlen oftmals die entsprechenden Ressourcen, um sich intensiv mit den Vorteilen der Digitalisierung zu beschäftigen bzw. diese umsetzten zu können. Die Fragen betreffen den Einsatz von Künstlicher Intelligenz, 3D-Druck oder die Nutzung von Daten für neue Geschäftsmodelle. Um diese adäquat beantworten zu können, bedarf es an Beratungen durch Expert*innen, jedoch der Zukauf dieser Leistungen zu teuer ist. Hierbei unterstützt der Digital Innovation Hub Work. 

Linzer Innovations-Hauptplatz als Drehscheibe für digitale Ideen

Mit dem Innovations-Hauptplatz besitzt die Stadt Linz bereits seit 2019 eine zentrale Schnittstelle zwischen den Linzer*innen und der Verwaltung, der Kreativwirtschaft, den Start-Ups und der IT-Szene. Zahlreiche Projekte des Digitalen Linz konnten mithilfe der Plattform bereits realisiert werden. Der stetige technologische Fortschritt führt auch zu kontinuierlichen Updates der städtischen Projekte. 

Mit dem Hackathon „Linz hACkt“ findet ein Wochenende voller neuer, innovativer Ideen für die Linzer Stadtentwicklung statt. Alle Bürger*innen sind dabei eingeladen, Lösungen zu suchen, Chancen zu identifizieren und gemeinsam eine lebenswerte Zukunft für Linz zu entwerfen. Etablierte Veranstaltungen und Workshops wie diese bleiben fixer Bestandteil der Linzer Innovation.

So genannte Coding Communities bieten die Möglichkeit, jungen Menschen das Programmieren näher zu bringen und sie dafür zu begeistern. Coder Dojo Linz hat mit Unterstützung von Dynatrace und dem Innovations-Hauptplatz bei der „Coding Week“ im Oktober 2021 zwei offene Programmierclubs beim Lentos organisiert, bei denen Kinder und Jugendliche auf spielerische Weise einen ersten Einblick in die Welt des Programmierens bekommen haben. In Summe wurden mehr als 200 begeisterte Teilnehmer*innen gezählt.

Erstmals schrieb der Innovations-Hauptplatz heuer das Gründer*innen-Stipendium aus, welches Jungunternehmen in ihrer Gründungsphase unterstützen soll. Über zehn Einreichungen langten bei der städtischen Abteilung für Innovation, Wirtschaft und EU ein. Nach Prüfung dieser werden Mitte August die Erhalter*innen mit ihren Ideen präsentiert werden. 

Digitale Stadtverwaltung – nicht die Bürger*innen, sondern die Akten sollen laufen

Einer der Hauptschwerpunkte im Jahr 2022 stellen zahlreiche Digitalisierungsprojekte in der Stadtverwaltung dar. Organisationsentwicklung und Prozessmanagement werden gesamtheitlichen im Magistrat zusammengeführt und damit die erforderlichen Digitalisierungsschritte forciert. 

Dabei ist etwa die Etablierung von Data Excellence bzw. des Datenmanagements in der Stadtverwaltung ein Teil davon. Eine weitere Besonderheit zeigt sich in der Prozessabwicklung im Förder- und Bauwesen. So soll die Möglichkeit der digitalen Baueinreichung die Prozesse in Verfahren massiv beschleunigen. 

Ebenso erspart die Digitalisierung des Förderwesens zahlreiche Schritte bzw. erleichtert die Förderabwicklung – vom digitalen Antrag bis zum Fördernachweis. Damit sollen Amtswege direkt vom Handy aus erledigt werden oder rasch der*der richtige Ansprechpartner*in gefunden werden können. Sie ersparen Wege und Zeit und kommen vor allem den Bürger*innen zu Gute. Mittlerweile ist es möglich, ein Gewerbe anzumelden, Bewohner*innen-Parkkarten zu beantragen, Hunde an- und abzumelden sowie viele weitere Dinge. Bestehende Angebote und Services werden außerdem stetig ausgebaut, aber auch an neuen Innovationen, wie zum Beispiel an einem virtuellen Serviceschalter wird gefeilt.

Einen wichtigen Part stellt die Digitalisierung des Bürger*innenservice bzw. Teleservicecenter dar. So hält modernes Beschwerde- und Infomanagement das Ziel vor Augen, Qualität und Effizienz im Hinblick auf Bürger*innenanliegen zu verbessern. 

Durch die Überarbeitung des Sitzungsmanagements leitet die Stadt Linz Transparenz und offene Kommunikation den Bürger*innen gegenüber in die Wege. Durch Live-Streaming besitzen Bürger*innen künftig die Möglichkeit bspw. Sitzungen des Gemeinderates auch von zuhause oder unterwegs aus mitzuverfolgen. 

Auch Wirtschaftstreibenden, wie etwa Gastronomen, soll der Genehmigungsweg erleichtert werden. Dabei dient ein gesamtheitlicher Prozess und digitale Anträge als Weg zum Ziel, um Amtswege effizienter zu gestalten. 

Die digitale Stadtverwaltung rundet ihre Projekte mit jenem Einzelprojekt ab, auch Mitarbeiter*innen auf allen Ebenen der Digitalisierung zu sensibilisieren. Dabei stellt eine Awarenessoffensive einen wichtigen Bestandteil dar, um vor allem interne IT-Sicherheit etwa im Hinblick auf Phishing-Mails zu gewährleisten. 

„Die Digitalisierung der Services der Stadt ermöglicht sichere, transparente und rasch sowie einfach zugängliche Verwaltungsangebote. Digitalisierte Amtswege gibt es in Zukunft auch noch analog. Unsere Devise lautet: niemand darf von den Angeboten und Services ausgeschlossen sein – das zählt zu einer der Herausforderungen bei der Entwicklung neuer, innovativer Angebote“, erklären Bürgermeister Klaus Luger und Magistratsdirektorin Mag.a Ulrike Huemer.

KLIMALINZ – digitales Unterstützungstool für klimagerechte Planung

Ebenfalls in der Projektlandkarte des „Digitalen Linz“ angesiedelt ist das Projekt „KLIMALINZ“, das mit Jänner 2022 in die Entwicklungsphase gestartet ist. Im Zuge des EU-Forschungsprojekts CLARITY wurden unter der Leitung des AIT (Austrian Institute of Technology) neue digitale Lösungen und Werkzeuge für Klimaexpert*innen und Stadtplaner*innen entwickelt, um negative Auswirkungen der Klimakrise auf Europas Städte zu analysieren und entsprechende Gegenmaßnahmen abzuleiten. Die Stadt Linz war in diesem Projekt als Schwerpunktregion zum Thema Hitzebelastung beteiligt. Dabei wurde der Prototyp eines Bewertungstools für Klimarisiken und -anpassung entwickelt. Dieser erlaubt es, Klimagefahren und ihre potenziellen Auswirkungen auf Infrastruktur und Bevölkerung zu berechnen und die Auswirkung von Klimaanpassungsoptionen abzuschätzen.

Das darauf aufbauende Projekt KLIMALINZ soll diesen Prototyp für den täglichen Gebrauch in der stadtklimatischen Begleitplanung für Linz einsetzbar machen. Das digitale KLIMALINZ-Werkzeug wird dabei sowohl die internen Expert*innen der Stadtplanung und Stadtklimatologie bei der täglichen Arbeit als auch die externen Planer*innen (z.B. Infrastruktur- und Immobilienentwicklern oder Architekturbüros) bei Projekteinreichungen unterstützen.

Digitale Bildung als Wegweiser für Veränderung

Jegliche Veränderungsprozesse bedürfen auch der entsprechenden Expertise. Eine Auseinandersetzung mit Digitalisierung bedeutet ebenso, sich skills anzueignen sowie diese kritisch zu beleuchten. Also, die Vor- und Nachteile zu kennen und darauf aufbauend, Digitalisierungsprozesse umzusetzen. 

Aus diesem Grund etablierten sich bereits zahlreiche Projekte mit unterschiedlichen Altersklassen. Beginnend in den Horten, erhielten Schüler*innen durch die spielerische Vermittlung digitale Kompetenzen. Das Pilotprojekt „Cody21“ bedient sich hoher positiver Resonanz und wird von Schuljahr zu Schuljahr weiterentwickelt. Mit digitaler Grundbildung an Linzer Horten erhalten Kinder nachhaltigen Zugang zu digitaler Bildung. Durch ein gefestigtes Netzwerk mit der Programmierschule acodemy und der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich konnten diese Projekte realisiert werden. 

Mit dem kommenden Wintersemester 2022/23 zeigt sich ein weiterer Fortschritt in der digitalen Bildung. So führt das BRG Fadingerstraße einen neuen Schulzweig „Digitalisierung und Robotik“ ein. 

Die in der Entstehung stehende Technische Universität für Digitalisierung wird somit den Hochschulsektor in Linz erweitern und den akademischen Bildungsweg abrunden. 

Neben diesen Bildungseinrichtungen bereichern Kulturinstitutionen wie das Ars Electronica Center ebenso die digitale Bildungslandschaft. Mit Home Delivery oder dem Ars Electronica Festival am JKU Campus werden zentrale Zukunftsthemen präsentiert und vermittelt. Mit einem breit gefächerten Angebot ermöglicht das AEC einen gratis Zugang zu Ausstellungen, Besuche im Machine Learning Studio, zu Konzerten mit Echtzeitvisualisierungen, Vorträgen und Workshops mit Engineers und Scientists u.v.m

Entwickelt wurde das Programm nach den aktuell internationalen Standards mit dem Anliegen, jedes Kind bestens auf die Zukunft vorzubereiten und dabei eine sehr einfache Handhabung für die Pädagog*innen zu ermöglichen. Alle Linzer Hortkinder der dritten und vierten Schulstufe erhalten damit einen nachhaltigen Zugang zu digitaler Bildung. 

„Linz hat sich als führender Wirtschafts- und Industrieraum erwiesen, den es nun durch neue innovative Anreize weiterentwickeln zu gilt. Dies gelingt uns stets mit unseren zahlreichen Möglichkeiten, fachkundige Expert*innen bei uns anzusiedeln und aus dem in Linz bestehenden und entstehenden Potenzial zu schöpfen. Dadurch bedeutet die Linzer Digitalisierungsstrategie eine Drehscheibe der besten Ideen, die Bewährtes mit Neuem verbindet“, konkludieren Bürgermeister Klaus Luger und Magistratsdirektorin Mag.a Ulrike Huemer.

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Bürgermeister Klaus Luger und Magistratsdirektorin Mag.a Ulrike Huemer zum Thema „Digitales Linz“)

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