Medienservice vom: 14.07.2022 |Fotos zum Medienservice

Linzer Künstler*innen auf den Spuren Anton Bruckners Weitere sechs Projekte für das Brucknerjahr 2024 ausgewählt

In Vorbereitung auf das Anton-Bruckner-Jubiläumsjahr 2024 wird seit dem Vorjahr das Förderprogramm an_TON_Linz ausgeschrieben. Der Fokus liegt auf innovativen künstlerischen Projekten, die sich mit Anton Bruckner und seinem Werk auseinandersetzen. Kunst- und Kulturschaffende aller Sparten, Kulturvereine, Wissenschaftler*innen, Pädagog*innen und Kulturvermittler*innen sind eingeladen, Projektideen einzureichen, die eine zeitgemäße Interpretation des musikalischen Schaffens, neue Haltungen und Herangehensweisen zu Bruckners Person und Werk sowie innovative Vermittlungsansätze formulieren und die Brucknerrezeption damit für die Zukunft mitgestalten. Die prämierten Projekte werden auch Teil des Programms für das Brucknerjahr 2024 sein. Das Gesamtvolumen wurde 2022 erhöht und beträgt nun 25.000 Euro. 

„Die Tatsache, dass die Jury sechs Projekte ausgewählt hat, zeigt die besonders hohe Qualität der Einreichungen in diesem Jahr. Die enorme Bandbreite an thematischen Schwerpunkten vom Vermittlungsprojekt über Animationsfilm bis zur digitalen Musikkomposition beweist das innovative Potenzial der Linzer Kunst- und Kulturszene. Sie alle zeigen die Bandbreite einer zeitgemäßen Auseinandersetzung mit dem Phänomen Anton Bruckner“, betont Kulturreferentin Stadträtin Doris Lang-Mayerhofer. 

Folgende sechs von einer dreiköpfigen Jury ausgewählten Projekte sind vom Stadtsenat bereits beschlossen worden: 

„Vergissmeinnicht“ von Ingrid Gaier

Der Friseur Anton Bruckners hatte die Angewohnheit, die Haare des Komponisten zu sammeln. Ein Medaillon mit Bruckners Haar befindet sich heute noch im Stadtmuseum Nordico. Es bildet den Ausgangspunkt für einen Animationsfilm von Ingrid Gaier, der das Haupthaar Bruckners auf eine poetische filmische Reise schickt.

„Anton: Das Phänomen“ von Maria Pérez Díez

Warum hat Anton Bruckner eigentlich keinen Fan-Klub wie ihn jeder Pop-Star hat? Das haben sich sechs Sänger*innen aus Linz gefragt. Als begeisterte Bruckner-Bewunderer „The Bruckners“ treten sie an markanten Orten der Stadt auf und setzen sich öffentlichkeitswirksam mit dem Leben und Werk des Komponisten auseinander – natürlich ausgestattet mit den üblichen Fan-Devotionalien. 

„Die bunten Schuhe“ von Ivelin Stoyanova

Tanzbegeisterte Kinder an das Werk Anton Bruckners heranzuführen ist das Ziel dieses interaktiven Ballettprojekts. Auf intuitive Weise setzen sich die Teilnehmer*innen mit der Musik Anton Bruckners auseinander und gestalten gemeinsam Tanzchoreographie und Bühnenbild für eine Tanzvorstellung, in deren Mittelpunkt der Komponist steht. Das Vermittlungsprojekt richtet sich an Kinder im Alter von sieben bis zehn Jahren. 

„Und ich will mit Anton tanzen“ von SILK Fluegge KLISCOPE – Verein zur Förderung von urbanem und zeitgenössischem Tanz und Kunst

Der erste Satz der Neunten Sinfonie bildet die Basis für eine musikalische und tänzerische Auseinandersetzung mit dem Werk Anton Bruckners. Mit der Unterstützung durch den Musiker Fabian Rucker versucht die Tanzcompanie die Entwicklung einer eigenständigen Brucknerschen „Tanzschrift“. Die Choreografie will hier nicht eine Interpretation der Musik, sondern eine Übersetzung von Notation in Tanzelemente.

„Composition #7“ von Lucas Norer

Diese Raum- und Klanginstallation zitiert die umstrittene Aufführungspraxis der „Dunkelkonzerte“ aus der NS-Zeit und präsentiert die Siebte Sinfonie Anton Bruckners als Gegenstück dazu. Die Präsentation des Projekts ist als Dronen-Happening mit live interpretierter elektronischer Musik inszeniert. Die Aufführung findet im Kunstraum des bb15 in Linz statt.

„Pipes & Vibes“ von Werner Puntigam

Das für Anton Bruckner zentrale Instrument, die Orgel, wird in diesem Projekt in einen interkulturellen, interdisziplinären Kontext gesetzt. Der Linzer Musiker und Künstler Werner Puntigam lädt den St. Florianer Stiftsorganisten zum gemeinsamen Musizieren mit Künstler*innen aus Mozambique und Taiwan ein und ergänzt das musikalische Konzept mit einer Videoinstallation, die das gesamte Kirchenschiff in eine Projektionsfläche verwandelt. 

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