Medienservice vom: 22.07.2022

Linz trauert Gemeinderätin, Nationalratsabgeordnete und Europaparlamentarierin a.D. Dkfm. Ilona Graenitz verstorben

Die Stadt Linz trauert um Gemeinderätin a.D. Dkfm. Ilona Graenitz, die am 17. Juli 2022 im 80. Lebensjahr verstorben ist. Die Verabschiedung findet am 28. Juli 2022 um 13 Uhr am Friedhof Grinzing statt.

„Mit der Verstorbenen verliert die Landeshauptstadt Linz eine Pionierin der Frauenbewegung, die sich besonders für die Verbesserung der Lebensverhältnisse von Frauen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf eingesetzt hat. Ilona Graenitz hat auf lokalpolitischem Gebiet ebenso wie auf Bundesebene sowie im Europaparlament Außerordentliches für den gesellschaftlichen Zusammenhalt geleistet und gehört zu den herausragenden Politikerinnen, die die Linzer SPÖ hervorgebracht hat“, bedauert Bürgermeister Klaus Luger das Ableben von Ilona Graenitz.

Ilona Graenitz wurde am 15. März 1943 als Tochter einer kaufmännischen Angestellten und eines technischen Angestellten in Wien geboren. Nach dem Besuch der Volksschule und des Realgymnasiums absolvierte sie ein Studium an der Wirtschaftsuniversität Wien, das sie mit dem Titel Diplom-Kaufmann abschloss. 

Ihre berufliche Laufbahn führte sie unter anderem in die Chemie Linz AG und später in das Banken- und Versicherungswesen. Weiters war sie als Sprachenlehrerin und in der Erwachsenenbildung tätig. 

Zu ihren Aufgaben gehörten auch Funktionen als Managementtrainerin in Linz sowie als Direktorin einer Umweltorganisation in Brüssel.

Von 5. November 1979 bis 17. Dezember 1986 war Ilona Graenitz als SPÖ-Mandatarin im Linzer Gemeinderat als tätig. Während dieser Zeit gehörte sie dem Finanzausschuss, dem Wohlfahrtsausschuss, dem Kulturausschuss, dem Friedhofsausschuss, dem Kontrollausschuss sowie dem Planungs- und Hochbauausschuss an. Weiters war sie Mitglied der gemeinderätlichen Personalkommission.

Graenitz übte auch hochrangige Parteifunktionen aus, unter anderem als Mitglied des Stadt- und des Landesparteivorstands der SPÖ sowie als Mitglied des Bundesparteivorstands der SPÖ-Frauen. Von 1986 bis 1995 war Graenitz Abgeordnete zum Nationalrat und von 1991 bis 1995 Mitglied der parlamentarischen Versammlung des Europarates. Weiters gehörte Graenitz dem Europäischen Parlament in der Zeit von 1995 bis 1999 an. 

Auf sozialem Gebiet erwarb sich Graenitz in Linz auch Verdienste als Gründungsmitglied und erste Vorsitzende der Familien- und Jugendberatungsstelle „BILY“.

Weiters war Graenitz Ehrenmitglied des Verbands der Akademikerinnen Österreichs, Repräsentantin des Internationalen Verbands der Akademikerinnen bei der UNO in Wien und Vizepräsidentin der europäischen Vereinigung ehemaliger Abgeordneter der Mitgliedstaaten des Europarates. Für ihre Leistungen wurde sie unter anderem mit dem Großen Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet. 

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