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30 Jahre Frauenbüro 30 Jahre konsequente Arbeit für mehr Gerechtigkeit

Das Linzer Frauenbüro hat vor drei Jahrzehnten seine Arbeit für die Gleichstellung von Frauen aufgenommen. Mit den unterschiedlichsten Projekten und Initiativen für Frauen und Mädchen wurde dabei vieles erreicht, und vor allem ein Bewusstsein für die Gleichstellung der Geschlechter und nachhaltige Unterstützungsangebote geschaffen. Dennoch gibt es viele Bereiche, in welchen Frauen aufgrund der gesellschaftlichen Verhältnisse nach wie vor benachteiligt sind. So zeigt der 2018 aktualisierte Frauenbericht der Stadt Linz auf, dass vor allem die Benachteiligungen von Frauen am Arbeitsmarkt viele langfristige Risiken für Frauen bergen. So sind Frauen in ihrer Erwerbsbeteiligung gegenüber Männern quantitativ vor allem aufgrund von Teilzeit-Arbeitsverhältnissen und qualitativ (beispielsweise aufgrund von Beschäftigungen in Niedriglohnbranchen, Positionen in niedrigeren Hierarchien) benachteiligt, was zu prekären finanziellen Lagen führen kann, vor allem dann, wenn Kinder vorhanden sind.

  • Das mittlere monatliche Bruttoeinkommen der unselbstständig erwerbstätigen Linzerinnen betrug im Jahr 2016 1.724 Euro. Frauen verdienten damit durchschnittlich 60,6 Prozent der durchschnittlichen Einkommen von Männern in Linz. Das geschlechtsspezifische Verdienstgefälle beträgt somit 39,4 Prozent. 
  • Auch wenn nur die Einkommen von Vollzeiterwerbstätigen verglichen werden, verdienen Frauen in Oberösterreich durchschnittlich über ein Viertel weniger (26,1 Prozent) als Männer.
  • Trotz steigender Qualifikation sind Frauen in Führungspositionen stark unterrepräsentiert.
  • 90 Prozent aller unselbstständig erwerbstätigen Frauen arbeiten im Dienstleistungssektor (Männer: 69 Prozent)
  • 48 Prozent aller erwerbstätigen Frauen sind teilzeitbeschäftigt. 

Eine Umverteilung der unbezahlten Betreuungsarbeit zwischen den Geschlechtern bleibt die wichtigste politische Empfehlung des zweiten Frauenberichts. Dies ist eine Grundvoraussetzung für eine eigenständige Existenzsicherung von Frauen. In vielen Bereichen führte die Pandemie jedoch zu einer Retraditionalisierung der Geschlechterrollen, weshalb es gerade jetzt einer aktiven Frauenpolitik auf allen Ebenen bedarf. 

„Nach wie vor hat die Frage nach Verteilungsgerechtigkeit nichts an Bedeutung verloren. Egal ob Macht, Geld oder unbezahlte Sorgearbeit – an der gesellschaftlichen Ungleichheit zulasten der Frauen hat sich noch nicht genug geändert und es bleibt vieles zu tun. Die 30-Jahr Feier des Linzer Frauenbüros ist allerdings Anlass, auch auf erfolgreiche und engagierte Frauenarbeit zurückzublicken und gleichzeitig Kraft zu schöpfen um gemeinsam für eine gerechtere Gesellschaft zu arbeiten und zu kämpfen“, so Frauenstadträtin Mag.a Eva Schobesberger.

Heute sind im Frauenbüro vier engagierte Mitarbeiterinnen beschäftigt und das Budget beläuft sich (inkl. aller Personal- und Verwaltungskosten) auf circa 580.000 Euro. Durch eine Vielzahl von Kooperationen, eigenen Veranstaltungen und Angeboten wird Bewusstsein für Geschlechtergerechtigkeit geschaffen und konkrete Unterstützung z.B. über die kostenlose Rechtsberatung für Linzerinnen ermöglicht.  

Meilensteine und Erfolge aus drei Jahrzehnten Linzer Frauenbüro

Die folgende Übersicht zeigt ohne Anspruch auf Vollständigkeit wichtige Projekte und Initiativen der vergangenen 30 Jahre und gibt Einblicke in die Arbeit des Linzer Frauenbüros.

1992

Entsprechend der Forderung verschiedener Frauenvereine, Aktivistinnen und Politikerinnen wurde in Linz ein Frauenbüro installiert. Frau Mag.a Gabriele Wagner wird die erste Frauenbeauftragte der Stadt Linz.

Basierend auf einem Gemeinderatsbeschluss nimmt zeitgleich auch der Frauenausschuss der Stadt Linz unter Vorsitz von Gemeinderätin Erika Rockenschaub die Arbeit auf. Seit den Anfängen vertritt das Frauenbüro die Interessen von Frauen und Mädchen in Linz und versucht, den immer noch tradierten Rollenbildern entgegenzuwirken.

1993

Erstmals wird der Internationale Frauentag gefeiert, ab 2000 dann jährlich.

Der Gemeinderat fasst einen Grundsatzbeschluss bezüglich der Vorbereitungsarbeiten für ein Frauengesundheitszentrum. Am 3. Mai 1996 nahm das Linzer Frauengesundheitszentrum schließlich seinen Betrieb auf.

Erstmals werden frauenspezifische Stadtrundgänge angeboten.

1997

Das Frauenbüro unterstützt das Frauenvolksbegehren, 11,17 Prozent der Wahlberechtigten (644.665 Personen) haben unterschrieben, in Linz gab es 137.214 Stimmberechtigte und 15.821 gültige Stimmen.

1998

Erstmals wird am 25. November der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen begangen; Seither werden im Aktionszeitraum „16 Tage gegen Gewalt gegen Frauen“ eine Vielzahl von Aktionen und Veranstaltungen organisiert. 

2000

Der Marianne.von.Willemer-Preis wird erstmals vergeben. Der Preis wird zunächst in der Kategorie Literatur und „computerunterstützte Literatur“ ausgeschrieben und ab 2004 getrennt als Literaturpreis und Preis für digitale Medien.

Ab diesem Jahr feiert das Linzer Frauenbüro jährlich den Internationalen Frauentag, seit 2010 steht er unter dem Motto „talk of fem“.

2003

Ein Arbeitskreis des Frauenausschusses setzt Initiativen zum Thema „Weibliche Lehrlinge in männerdominierten Berufen": Eine weitere Initiative ist die Sensibilisierung Linzer Betriebe zur Frauenförderung.

Elvira Tomancok wird Frauenbeauftragte der Stadt Linz.

2004

Selbstverteidigungskurse für Mädchen, Frauen und Seniorinnen starten und werden bis heute erfolgreich durchgeführt.

2005

Auf Initiative des Frauenausschusses startet das Pilotprojekt „Geschlechtssensible Kleinkindpädagogik“, das auf breite Zustimmung von Eltern und Fachkräften trifft.

2006

Der „Silberne Hexenbesen am Goldenen Band“ wird erstmals als Auszeichnung an eine besondere Linzerin verliehen. Der Preis wird seit 2012 als Frauenpreis der Stadt Linz vergeben. Dotiert mit 3.600 Euro wird damit nun ein konkretes Projekt ausgezeichnet, das sich durch herausragende Aktivitäten und besonderes Engagement für Frauen und Mädchen hervorhebt.

2007

Mit einem Gemeinderatsbeschluss wird gender budgeting in der Linzer Stadtverwaltung initiiert; eine interne Projektgruppe prüft das Budget auf seine Geschlechtergerechtigkeit.

2009

Erstmals gibt es in Linz mit Mag.a Eva Schobesberger eine Stadträtin für Frauen.

2010

In diesem Jahr findet erstmals am Internationalen Frauentag der „talk of fem“ statt.

Neue Frauenbeauftragte wird Mag.a Jutta Reisinger.

Management und Leadership für Frauen: im Wissensturm beginnt in Zusammenarbeit mit der Johannes Kepler Universität ein in Österreich einzigartiger Lehrgang zur Förderung von Frauenkarrieren. 

2011

Das 100-Jahr-Jubiläum zum Internationalen Frauentag wird mit der Wanderausstellung „Stille Heldinnen – 100 Jahre Linzer Frauengeschichte“ gefeiert.

Erstmals wird in Linz auf den Linzer Equal Pay Day mit Aktionen auf die ungleiche Bezahlung von Frauen und Männern aufmerksam gemacht. In der Folge gibt es auch am Equal Pension Day jährlich Aktionen der Bewusstseinsbildung.  

Der erste Linzer Frauenbericht wird präsentiert und dient seither als Basis, um für die Bedürfnisse der Linzerinnen zugeschnittene Maßnahmen zu setzen. Damit war Linz Vorreiterin in Österreich.  

„MiT“ – Mädchen in die Technik: Auf Initiative der Linzer Frauenstadträtin startet unter Federführung der Johannes Kepler Universität ein dreistufiges Technik-Projekt, das bereits im Volksschulalter ansetzt. Der Umgang mit Technik und modernen Technologien soll so früh wie möglich zu einem selbstverständlichen Erfahrungsbereich von Mädchen werden.

Volksschullehrer*innen arbeiten gemeinsam mit ihren Schülerinnen an verschiedenen Projekten zum Thema Technik.

2012

Erstmals wird der mit 3.600 Euro dotierte Frauenpreis der Stadt Linz verliehen.  

Mit dem Projekt „Koppelung von Auftragsvergaben an Frauenförderung“ setzt die Stadt Linz einen wesentlichen Schritt zur Förderung der wirtschaftlichen Gleichstellung von Frauen und Männern. Seither ist die Vergabe von öffentlichen Aufträgen der Stadt Linz unter bestimmten Bedingungen an Frauenförderung in den Unternehmen gekoppelt.

Das Präventionsangebot zur anonymen und kostenlosen Rechtsberatung für Linzerinnen wird eingeführt; das Frauenbüro finanziert Beratungsstunden im autonomen Frauenzentrum, damit sich Frauen juristisch informieren können. Dieses Angebot wurde seither immer weiter ausgebaut. 

Auf Antrag der Linzer Frauenstadträtin wird in der Sitzung des Gemeinderats am 8. März einstimmig ein Frauenförder- und Gleichstellungsprogramm für die Unternehmensgruppe Stadt Linz beschlossen. 

Zum ersten Mal findet in Kooperation mit dem Programmkino Moviemento die Filmreihe Frau.Macht.Film statt, im Zuge derer die Werke von Frauen gezeigt werden. 

2013

Start der Gewaltpräventionsworkshops „Mit uns nicht“ – in Kooperation mit dem autonomen Frauenzentrum (aFZ) und mit dem Fokus auf die Prävention sexueller Gewalt – in Schulen. 

In den darauffolgenden Jahren wurden weitere Präventionsworkshops für Schulen mit verschiedenen Kooperationspartner*innen wie dem Verein PIA sowie dem Verein PROGES angeboten und konsequent für die Pflichtschulen ausgebaut. Ab dem Schuljahr 2022/23 werden auch Gewaltpräventionsworkshops in Sonderschulen angeboten (Kooperationspartner*in: Verein SENIA).

Mit dem ersten Mädchen-Fußball-Aktionstag wird ein Angebot für Schulen geschaffen, im Zuge dessen Mädchen und junge Frauen sich in nicht-traditionellen Sportarten versuchen können. In den kommenden Jahren wurden diese Angebote um die Sportarten Rugby und auch Eishockey ergänzt.

2014

Erstmals wird der Internationale Mädchentag am 11. Oktober begangen. Seitdem finden jährlich in Zusammenarbeit mit verschiedenen Jugendeinrichtungen, Vereinen und Initiativen unterschiedliche Aktionen statt.

Das Frauenbüro bietet erstmals women-only-Schwimmkurse für Anfängerinnen an. Die Nachfrage nach diesem Angebot ist bis heute ungebrochen. 

2015

Erstes Linzer Frauenprogramm

Das erste Linzer Frauenprogramm wurde vom Gemeinderat am 5. März 2015 beschlossen und beinhaltet zahlreiche Maßnahmen, Empfehlungen und Ideen, um die Lebenssituation der Linzerinnen zu verbessern.

Entstanden ist in Zusammenarbeit mit verschiedenen Expert*innen, Frauengruppen, Organisationen und vor allem gemeinsam mit Linzer Stadtbewohnerinnen ein erster praxisorientierter Programmvorschlag, der alle relevanten Lebensbereiche von Frauen in der Stadt abdeckt.

Basis des vorliegenden Programms ist der erste Frauenbericht der Stadt Linz. Somit sind darin auch die bereits in Umsetzung befindlichen Vorschläge aus dem Frauenbericht enthalten. Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt jedoch bei dem vorliegenden Frauenprogramm auf den Maßnahmen und Ideen, die von den Stadtbewohnerinnen selbst eingebracht wurden.

Vier Eckpunkte des Linzer Frauenprogramms

  • Die Linzerinnen müssen sichtbar gemacht werden. Aufgabe der Stadt Linz ist es sowohl als Kommune als auch als Dienstgeberin verstärktes Augenmerk darauf zu legen und gleichzeitig die Mitbestimmungsmöglichkeiten zu optimieren. 
  • Die Verbesserung der Lebensqualität in den Stadtteilen und im öffentlichen Raum ist das zentrale Ziel. Dies reicht vom Schaffen von Räumen für Frauen zur Kommunikation bis hin zu ideellen Entwicklungsräumen, die dem Empowerment von Frauen dienen.
  • Durch umfassende Vernetzung wird die Stärkung von Frauen in der Kommune angestrebt. Linz verfügt über ein großes, funktionierendes Netz an Beratungseinrichtungen und anderen Einrichtungen der Soziokultur. Es gibt eine Reihe von Vernetzungsstrukturen, an denen die Linzer Fraueneinrichtungen und auch das Linzer Frauenbüro beteiligt sind. Je anonymer Wohnstrukturen und soziale Räume sind, umso schwerer fällt es vor allem Frauen mit Versorgungspflichten oder älteren Frauen, sich mit anderen Frauen auszutauschen oder zu vernetzen. Während der Erstellung des Frauenprogramms war dieses Thema eines der am häufigsten angesprochenen.
  • Ein Bündel gesellschaftlicher Rahmenbedingungen und sozialstaatlicher Maßnahmen sind die Voraussetzung für die soziale Sicherheit von Frauen. Die Fortsetzung frauenspezifischer und frauenpolitischer Bildungsmaßnahmen sowie Aktivitäten zum Durchbrechen von Geschlechterstereotypen sollen die Linzerinnen hier ebenso stärken wie etwa Unterstützungsangebote für Frauen bei ihrem beruflichen Werdegang.

Die Eckpunkte des Frauenprogramms legen die Basis für zahlreiche Initiativen und Schwerpunkte in der Stadt Linz. 

2016

In Kooperation mit der Johannes Kepler Universität werden erstmals „Geschlechtssensible Workshops für Volksschülerinnen zum Thema Berufsbilder und traditionelle Rollenbilder“ abgehalten.

2017

Seit 2017 wird in Kooperation mit der Arbeiterkammer sowie mit dem autonomen Frauenzentrum mittlerweile zwei Mal jährlich die Vortragsreihe „Rechtstipps“ angeboten. Folgende Themenbereiche werden dabei abgedeckt: Karenz und Wiedereinstieg in den Beruf; Lebensgemeinschaft, Partner*innenschaft und Ehe; Staatliche Pension und Hürden für Frauen.

2018

Zweiter Linzer Frauenbericht: Aufbauend auf dem Ersten Linzer Frauenbericht (2011) ist Ende 2018 der Zweite Frauenbericht der Stadt Linz erschienen und zeigt anhand aktueller Daten, in welchen Bereichen Frauen trotz formaler Gleichstellung nach wie vor Diskriminierungen und Benachteiligungen begegnen. Der Frauenbericht liefert wichtige Anhaltspunkte für die Gleichstellungspolitik und bietet Entscheidungsgrundlagen für politische Schwerpunktsetzungen.

In Kooperation mit dem Kinderkulturzentrum Kuddelmuddel wird das geschlechtersensible Puppentheater „Josefine“ uraufgeführt, in dem kindgerecht (Geschlechter-)Stereotype thematisiert und hinterfragt werden. Das Stück wird seitdem jährlich aufgeführt und kann von städtischen Kindergärten kostenlos besucht und abgerufen werden. 

2019

Maria Schwarz-Schlöglmann Lecture zum Gewaltschutz: In Kooperation mit der JKU sowie dem Gewaltschutzzentrum wurde 2019 die Maria Schwarz-Schlöglmann Lecture zum Gewaltschutz ins Leben gerufen und findet seither jährlich statt. Maria Schwarz-Schlöglmann (1958-2018) – Gründerin des Gewaltschutzzentrums – setzte sich unermüdlich für die Rechte von Frauen und Gewaltopfern ein. Sie sah den Kampf gegen häusliche Gewalt auch als Kampf für die Rechte der Frauen. Mit ihrem Engagement setzte Maria Schwarz-Schlöglmann Maßstäbe, die für Österreich und viele andere europäische Staaten zum Vorbild wurden. 

Im Gedenken an diese große Linzerin wurde diese Veranstaltung/Lecture ins Leben gerufen, welche die Erinnerung an ihren außerordentlichen Einsatz hochhält und entsprechende thematische Schwerpunkte setzt. Mit wissenschaftlichen Vorträgen, praxisnahen Diskussionen und interdisziplinärem Austausch soll die Auseinandersetzung mit den Themen Gewalt und Opferschutz forciert werden.

2020

Seit 2020 gibt es im Familienzentrum Pichling ein eigens städtisches Projekt zur opferschutzorientierten Täterarbeit mit dem Ziel der Verbesserung der Situation von Frauen und Kindern, die von Partnerschaftsgewalt betroffen sind. Damit ist Linz Vorreiterin im Gewaltschutz auf kommunaler Ebene. 

Pandemie-bedingt wurden 2020 einige Angebote ausschließlich online durchgeführt. Die seit 2017 bestehende Rechtstipps-Reihe erweist sich dabei als besonders erfolgreich und erfreut sich enormen Interesses. 

2021

Gemeinsam mit der Vernetzungsstelle für Frauen* in Kunst und Kultur in FIFTITU% wurde eine Online-Kampagne konzipiert, um auch auf Social Media die ökonomische Benachteiligung von Frauen zu thematisieren. Die Kampagne „Kein Witz. Ist so. #CloseTheGap“ rückt anhand von vier Clips exemplarisch folgende Hauptursachen in den Fokus: Niedrige Löhne in „typischen Frauenberufen“, Teilzeitarbeit und Care Arbeit, Gender Pay Gap und Karenz und Care Arbeit.

WALK OF FEM: Der WALK OF FEM würdigt auf der Ernst-Koref-Promenade zwischen Lentos Kunstmuseum und Brucknerhaus wichtige Linzer Persönlichkeiten, und stellt diese einer breiten Öffentlichkeit vor. Von den beiden Linzer Künstlerinnen Margit Greinöcker und Betty Wimmer wurden im ersten Umsetzungsschritt im Mai 2021 63 Sterne angebracht.

2022

In vielen Bereich führte die Pandemie zu einer Retraditionalisierung der Geschlechterrollen und zu verstärkter ökonomischer Benachteiligung von Frauen. Zudem beweist die hohe Zahl an Frauenmorden in Österreich, dass die Gesellschaft nach wie vor patriarchal strukturiert ist. Das Frauenbüro arbeitet daher daran, gemeinsam mit den Linzer Frauenorganisationen den Gewaltschutz auszubauen und tritt auf allen Ebenen für Geschlechtergerechtigkeit ein. Wie bereits in den Vorjahren setzt das Frauenbüro auf Sensibilisierung und Information. Im Rahmen der Sprechblasen-Aktion sind wieder alle aufgerufen, ein deutliches Zeichen gegen Gewalt zu setzen. In allen öffentlichen Toiletten, in den Rathäusern, sowie in Krankenhäusern und auch Genossenschaftshäusern werden (rückstandslos entfernbare) Sticker mit der Nummer der Frauenhelpline angebracht. Zudem soll zum Thema Sexismus ein Maßnahmenpaket mit der Stadtkommunikation erarbeitet werden. 

Des Weiteren möchte das Frauenbüro mit zukünftigen Veranstaltungen Gesundheits- und Körperbewusstseinsthemen in den Fokus rücken.

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Frauenstadträtin Mag.a Eva Schobesberger zum Thema „30 Jahre Frauenbüro“

Weitere Gesprächspartnerinnen:
Mag.a Brigitta Schmidsberger, Personaldirektorin 
Mag.a Jutta Reisinger, Frauenbeauftragte 
 

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