Medienservice vom: 22.09.2022

Startschuss für virtuelle Linz-Tour mit ​„Walk of Fem reloaded“ Infos via Augmented Reality über Leben und Wirken von berühmten Linzerinnen

Der „Walk of Fem“, zwischen Lentos und Brucknerhaus, informiert nun via Augmented Reality über Leben und Wirken von berühmten Linzerinnen. Der Boulevard ist nur eine von mehreren Stationen im öffentlichen Raum, die ab 2023 einen ganz besonderen Stadtrundgang ermöglichen wird.

Das Nordico Stadtmuseum Linz will in Zukunft seinen Besucher*innen eine neue Ebene der erfahrbaren Stadtgeschichte anbieten. Im Museum selbst sowie an historisch und touristisch relevanten Orten im öffentlichen Raum soll Augmented Reality (AR) die Möglichkeit bieten, mehr über Hintergrundgeschichten, Vergangenheit und Entwicklung der Stadt Linz zu erfahren. In Kooperation mit dem Tourismusverband, dem Frauenbüro der Stadt Linz sowie den Künstlerinnen Margit Greinöcker und Betty Wimmer wurde nun der „Walk of Fem“ als erste von mehreren für 2023 geplanten Augmented-Reality-Stationen im öffentlichen Raum umgesetzt.

„Das Stadtmuseum Nordico eröffnet im Herbst 2023 eine neue Sammlungspräsentation. Für uns war klar, dass wir in der neuen Dauerausstellung auch innovative Wege gehen wollen, um die Linzer Stadtgeschichte möglichst attraktiv und vor allem zeitgemäß für das Publikum aufzubereiten. Wir haben ein Augmented-Reality-Projekt entwickelt, das nicht nur das Stadtmuseum, sondern auch den Stadtraum auf eine lustvolle und spielerische Art und Weise miteinbezieht.“ Klaudia Kreslehner, Nordico Stadtmuseum Linz

„Als Linz Tourismus sind uns andere Formate und neue Zugänge besonders wichtig. Mit unserer Visit-Linz-App können die Menschen die Stadt spielerisch erleben, es ist eine gute digitale Ergänzung zu realen Erlebnissen. Ähnlich sehen wir die Digitalisierung des ‚Walk of Fem‘. Somit ist es künftig auf einfachem und modernem Wege möglich, die Frauen, die hier gewürdigt werden, mit ihrer Geschichte besser kennenzulernen“, Tourismusdirektor Georg Steiner.

Der „Walk of Fem reloaded“ erweckt das Wirken von sieben der über sechzig an der Donaulände präsentierten Persönlichkeiten mit einer Animation, die über die kostenlose App „Artivive“ abgerufen werden kann zum Leben. Dazu müssen Interessierte mit der App einfach den Schriftzug oder die Sterne am „Walk of Fem“ scannen und bekommen dann visuelle und auditive Informationen über ihr Smartphone. Unter den vorgestellten Persönlichkeiten sind Menschenrechtsaktivistin Ute Bock (1942-2018), Dienstmädchen Käthe Dirnesberger (1879-1967), Architektin Gabriele Heidecker (1961-2008), Autorin Eugenie Kain (1960-2010), Künstlerin Michaela Pfaffinger (1863-1898), Nonne und Krankenschwester Ernestine von Sternegg (1711-1762) und Mathematikern Olga Taussky-Todd (1906-1995). Auch das Nordico Stadtmuseum widmet sich aktuell und auch in Zukunft intensiv der Sichtbarmachung von Frauen in der Gesellschaft. Die Ausstellung Auftritt der Frauen. Künstlerinnen in Linz 1851 bis 1950 ist noch bis 16. Oktober zu sehen. Am 29.09. und 01.10. findet ein Symposium zum Thema statt. Im Anschluss setzt die Schau What the Fem? den Fokus auf feministische Perspektiven 1950 bis heute.

„Die Sichtbarkeit von Frauen, ihrer Verdienste und Biographien, ist eine unabdingbare Voraussetzung, um die tatsächliche Gleichstellung der Geschlechter zu erreichen. Das Stadtmuseum widmet sich dieses Jahr vorbildlich diesem Auftrag. Die Aufnahme des ‚Walk of Fem‘ in die AR-Tour trägt dazu bei, das Leben und Wirken verdienter Linzerinnen weiter in der Gesellschaft zu verankern.“ Eva Schobesberger, Stadträtin für Klima, Stadtgrün, Frauen und Bildung

„Wir haben das Stadtmuseum bei der Umsetzung der Augmentierung des ‚Walk of Fem‘ beraten und inhaltlich unterstützt. Es ist schön zu sehen, das unser Projekt, das wir 2008 mit dem Linzfest begonnen haben, und das wir 2021 dauerhaft an der Ernst-Koref-Promenade installieren konnten, immer noch weitergedacht und weiterentwickelt wird.“ Margit Greinöcker und Betty Wimmer, Künstlerinnen

Insgesamt sollen zehn Stationen im öffentlichen Raum und zehn Stationen im Museum ein Eintauchen in eine erweiterte Realität ermöglichen. Das AR-Erlebnis wird im kommenden Jahr vom Stadtmuseum Nordico in Kooperation mit Studierenden der Meisterschule für Kommunikationsdesign (mkd) umgesetzt.

„Die Augmented-Reality-Tour, die 2023 durch das Stadtmuseum Nordico und den öffentlichen Raum führt, wird unser touristisches und museales Angebot durch ein spannendes virtuelles Erlebnis bereichern. Mit dieser innovativen und interaktiven Kulturvermittlung setzt die Stadt erneut ein starkes Zeichen als UNESCO City of Media Arts.“ Doris Lang-Mayerhofer, Stadträtin für Kultur, Tourismus und Kreativwirtschaft

Weitere Sehenswürdigkeiten für den ab nächstes Jahr geplanten Linzer Stadtspaziergang mit dem Smartphone sind das afo (architekturforum oberösterreich), der Aphroditentempel im Bauernbergpark, die Grottenbahn, der Hauptbahnhof, die KAPU, die Nepomuk-Statue auf der Nibelungenbrücke, die Murals in den Promenadengalerien, die Tabakfabrik Linz oder die Pegel-Messstelle an der Donau. Im Nordico Stadtmuseum selbst werden in der neuen Dauerausstellung (ab Herbst 2023) Bilder und Objekte zum Leben erweckt und geben durch die Erweiterung in den digitalen Raum neue Informationen preis.

Das Projekt wird mithilfe einer Förderung des Bundesministeriums für Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport umgesetzt.

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