Medienservice vom: 28.09.2022

Linz zeigt vor wie‘s gehen kann Ziel ist Energiesparen auf breiter Basis

Neben dem Ukraine-Krieg beherrscht aktuell die Energiekrise die Medien. Viele Menschen sind in Angst und Sorge vor einem Zusammenbruch der Energieversorgung und explodierenden Preisen. Niemand jedoch muss befürchten, dass er im kommenden Winter vor kalten Heizkörpern sitzt. Die Stadt Linz hat aufgrund der angespannten Lage rechtzeitig vorgesorgt.  Die Erdgas-Speicherkapazitäten der Linz AG sind bereits zu mehr als 80 Prozent gefüllt. 

„Linz ist damit so gut aufgestellt wie kein anderes Bundesland und wohl auch keine andere Landeshauptstadt in Österreich. Nachdem die Linz AG lange Zeit auf Preiserhöhungen verzichtet hat, muss zwar ein Teil der Kosten durch die gestiegenen Energiepreise von den Verbraucher*innen mitgetragen werden. Die aktuelle Gaspreiserhöhung fällt aber ein Drittel geringer aus, als es die Indexwerte vorsehen würden", sagt der Linzer Bürgermeister Klaus Luger.

„Es geht nicht nur darum, dass Energie für die Menschen leistbar bleibt, sondern dort wo es möglich ist, Sparmaßnahmen einzuleiten. Das hilft uns, den Energieengpass besser zu bewältigen, ohne dass die Linzerinnen und Linzer zusätzlich zur Kasse gebeten werden. Die Stadt Linz ist deshalb auch im eigenen Bereich, konkret bei den städtischen Gebäuden, bereits seit längerem aktiv“, ergänzt der für Liegenschaften zuständige Stadtrat Dietmar Prammer.

Im Fokus von Energiesparmaßnahmen stehen daher alle städtischen Einrichtungen, auch die Linzer Schulen, Kinderbetreuungseinrichtungen und Seniorenzentren. Im Gegensatz zu den Verwaltungsgebäuden wird jedoch in diesen Einrichtungen die Gebäudetemperatur nicht auf 19 Grad gesenkt.

„Das heißt aber nicht, dass dort bei laufendem Betrieb die Heizungen zurückgedreht werden und die Kinder in kalten Klassen sitzen bzw. die Senior*innen frieren müssen. Wir möchten, dass die jeweils zuständigen Entscheidungsträger*innen und die vor Ort Verantwortlichen dazu beitragen, dass die Energiekosten in den Gebäuden im Rahmen bleiben. Das kann zum Teil durch ganz einfache Maßnahmen geschehen“, so Sozialreferentin Vizebürgermeisterin Karin Hörzing.

So werden beispielsweise die Direktor*innen und Schulwart*innen sowie die Leiter*innen der Seniorenzentren zum Energiesparen angeregt. Dabei soll nichts erzwungen, sondern das zuständige Personal durch Tipps zum Energiesparen motiviert werden. Oft genügt es schon, dass das Licht im Gang weniger lange eingeschaltet bleibt oder die Heizung in Arbeitsräumen nicht durchlaufen zu lassen, um Einsparungseffekte zu erzielen. 

Ergänzend wird seitens der Stadt eine Reihe sonstiger Maßnahmen getroffen. Neben der Einbeziehung von Expert*innen der Linz AG im Rahmen des regelmäßig tagenden städtischen Krisenstabes wird bis auf jene Bereiche, in denen es aus Sicherheitsgründen nicht möglich ist, die Beleuchtung in städtischen Gebäuden reduziert. Ebenso wurden Einsparungsmaßnahmen bei der Effektbeleuchtung getroffen, die nur mehr bis 23 Uhr eingeschaltet bleibt. 

Bei öffentlichen Gebäuden der Stadt, die zentral reguliert sind, wird die Temperatur auf 19 Grad gesenkt. „Aber Schulen, Kinderbetreuungs- und Pflegeeinrichtungen sind davon nicht betroffen“, so Vizebürgermeisterin Hörzing. 

Ein wesentliches Ziel der Linzer Stadtverwaltung besteht darin, sowohl mit gutem Beispiel voranzugehen als auch die Linzerinnen und Linzer mit „ins Boot“ zu holen.

„Mit den Maßnahmen im eigenen Wirkungsbereich der Stadt allein ist es nicht getan. Wir setzen auch viel daran, die Menschen fürs Energiesparen zu gewinnen. Neben verschiedenen Fördermodellen der Stadt bzw. der Linz AG, wie zum Beispiel für Solaranlagen, Heizungsumstellungen, kontrollierte Wohnraumlüftung und Wärmepumpen, forcieren wir Bewusstseinsbildung fürs Energiesparen auf breiter Basis“, stellt Stadtrat Dietmar Prammer abschließend fest. 

Die Linz AG bietet diesbezüglich spezielle Energieberatungen an. Dazu kommen Tipps für das individuelle Energiesparen, die von Fachexpert*innen des Geschäftsbereichs Planung, Technik, Umwelt ausgearbeitet wurden.

Alle Infos dazu unter folgenden Links: 

https://www.linzag.at/portal/de/privatkunden/zuhause/energiesparen

https://www.linz.at/umwelt/116987.php

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