Medienservice vom: 04.10.2022 |Fotos zum Medienservice

Bürgermeister Klaus Luger zeichnete elf Personen aus Festsitzung am 3. Oktober 2022

Gestern Abend würdigte Bürgermeister Klaus Luger im Alten Rathaus als Zeichen der Anerkennung elf Persönlichkeiten für ihre besonderen Verdienste für die Stadt Linz.

Das Große Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Wirtschaft erhielt KR Ing. Karl Kletzmaier. Ein Großes Ehrenzeichen für Verdienste um die Wirtschaft wurde an DI Jochen Berrens und Dr. Josef Stockinger verliehen. Dr. Kurt Rammerstorfer und Martin Sturm wurden mit dem Großen Ehrenzeichen für Verdienste um die Kultur geehrt. Das Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Wissenschaft bekam Dr. Fritz Mayrhofer. Die Humanitätsmedaille der Stadt Linz verlieh Bürgermeister Klaus Luger an Mia Carolina Akerblom, Pierre Mario Loizenbauer, Dr.in Elisabeth Murhammer und posthum an Dr.in Heidemarie Lex-Nalis. Die Kulturmedaille erhielt an diesem Abend Prof. Felix Dieckmann.

KR Ing. Karl Kletzmaier ist eine Persönlichkeit, die seit über 60 Jahren mit der Linzer Wirtschaft verbunden ist. Begonnen hat er als Lehrling bei der Vöest, zu der er nach der Matura als Softwaretechniker zurückkehrte und als einer der ersten „Programmierer“ mit Großrechnern arbeitete. Dort lernte er Gunter Krippner kennen und gründete 1970 ein eigenes Unternehmen, das der Grundstein für die KEBA AG war. Heute ist die KEBA ein global agierendes Technologieunternehmen für Automatisierungslösungen für verschiedenste Branchen. Bis 2006 leitete Kletzmaier die KEBA AG als Vorstandsvorsitzender und ist seitdem deren Aufsichtsratsvorsitzender.

Auch DI Jochen Berrens machte sich um die Wirtschaft in Linz besonders verdient, weshalb ihm das Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Wirtschaft verliehen wurde. Die Karriere von Jochen Berrens startete nach einem Studiengang Maschinenbau an der Fachhochschule Karlsruhe im Jahr 1980 bei Opel in Rüsselsheim in der Motoren-Entwicklung. Über Stationen beim Weltkonzern DuPont und als Mitglied der weltweiten Geschäftsleitung Henniges Automotive führte sein Weg 2010 schließlich nach Linz zur Borealis Polyolefine Group. Dort setzte sich Berrens in verschiedenen Funktionen, zuletzt als Leiter des Public Affairs und Innovation Headquarters, mit großem Erfolg für Umsetzung und Weiterentwicklung innovativer Ideen ein. Der Aufstieg von Borealis Polyolefine trägt vor allem die Handschrift von Jochen Berrens.

Ein weiteres Großes Ehrenzeichen für Verdienste um die Wirtschaft erhielt Dr. Josef Stockinger, ehemaliger Generaldirektor der Oberösterreichischen Versicherung. Bereits neben seinem Jusstudium war er politisch aktiv und wurde zum Vorsitzenden der Österreichischen Hochschülerschaft in Wien. Später wechselte er in das Büro von Landesrat Leopold Hofinger. Danach war er Direktor des Oberösterreichischen Bauernbundes und ÖVP-Klubobmann im oberösterreichischen Landtag sowie Landesrat für die Bereiche Land- und Forstwirtschaft, Veterinärwesen, Gemeinden, Feuerpolizei und Katastrophenschutz. 2010 folgte sein Rückzug aus der Politik und der Wechsel in die Chefetage der Oberösterreichischen Versicherung. In den zehn Jahren seiner Leitung gelang es ihm, die Oberösterreichische Versicherung zum Marktführer in Oberösterreich zu machen.

Mit dem Großen Ehrenzeichen für Verdienste um die Kultur wurden Dr. Kurt Rammerstorfer und Martin Sturm ausgezeichnet. Mit Dr. Kurt Rammerstorfer, der 41 Jahre in verschiedensten Funktionen für den ORF tätig war und Ende 2021 den Ruhestand angetreten hat, wurde das Lebenswerk eines „Urgesteins“ der Öffentlichkeitsarbeit gewürdigt. Beim ORF Oberösterreich arbeitete er in der Radio-und TV-Berichterstattung sowie auch für den aktuellen Dienst im Studio Wien. Es folgte eine jahrelange Auslandstätigkeit und schließlich 1997 die Ernennung zum Chefredakteur des ORF Oberösterreich. Von 2011 bis 2021 war Rammerstorfer ORF-Landesintendant von Oberösterreich. Im Rahmen seiner Agenden hat Rammerstorfer die Entwicklung und das Leben in Linz stets aktuell begleitet und auf gesellschaftliche, kulturelle und politische Ereignisse in der oberösterreichischen Landeshauptstadt intensiv Bezug genommen.

Ebenfalls das Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Kultur erhielt der Kulturmanager Martin Sturm. Sein Wirken war und ist der Landeshauptstadt Linz eng verbunden. So hatte er gemeinsam mit Dr. Lachinger und dem nunmehrigen Kulturdirektor Dr. Julius Stieber die Dramaturgie für das Adalbert Stifter-Jahr 2005 über. Seit 1992 leitete Sturm bis zum April dieses Jahres mit dem Offenen Kulturhaus eines der spannendsten Kunsthäuser Oberösterreichs. In dieser Zeit war er für mehr als 100 Kunstprojekte, Themen Ausstellungen, Einzelpräsentationen und Symposien verantwortlich. Einen ausgezeichneten Ruf erwarb sich Sturm auch als Ausstellungskurator. Zu den bekanntesten Events zählte der „Höhenrausch“ und auch bekannte Linzer Kulturfestivals (Crossing Europe, Nextcomic und Ars Electronica) wurden von Sturm aktiv unterstützt.

Das Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Wissenschaft erhielt Archivdirektor a.D. Dr. Fritz Mayrhofer, MAS. Er gilt als Doyen und Mentor des Archivwesens der Stadt Linz. In 35 Arbeitsjahren in leitender Funktion trug Dr. Mayrhofer dazu bei, dass nicht nur wesentliche historische Erkenntnisse für Linz neu erforscht und wissenschaftlich aufgearbeitet werden konnten, sondern er hat sich auch als Verfasser von mehr als 250 Beiträgen in Fachpublikationen inklusive zahlreicher eigener stadtgeschichtlicher Werke als Autor profiliert. Zu seinen wesentlichen Verdiensten zählten unter anderem die Aufarbeitung der Stadtgeschichte im Rahmen des Projekts „Nationalsozialismus in Linz“ und das von ihm gemeinsam mit Willibald Katzinger herausgegebene zweibändige Werk zur Stadtgeschichte im Jubiläumsjahr „500 Jahre Landeshauptstadt“ 1990. Auch nach seiner Pensionierung im Jahr 2004 stellte und stellt Dr. Mayrhofer sein Wissen unentgeltlich weiterhin der Stadt Linz zur Verfügung.

Vier Persönlichkeiten, Mia Carolina Akerblom, Dr.in Heidemarie Lex-Nalis, Pierre Mario Loizenbauer und Dr.in Eisabeth Murhammer wurden mit der Humanitätsmedaille der Stadt Linz geehrt. Dr.in Heidemarie Lex-Nalis, die bereits verstorben ist, wurde in der Laudatio posthum gewürdigt.

GRin a. D. Mia Carolina Akerblom setzte sich als Gemeinderätin der Stadt Linz als Mitglied der FPÖ-Fraktion für die Fort- und Weiterentwicklung der Stadt Linz im Stadtparlament ein. Während ihrer Zeit im Linzer Gemeinderat war sie Mitglied des Ausschusses für Sicherheit, Gesundheit und Städtekontakte sowie Ersatzmitglied im Liegenschafts- und Integrationsausschuss. Ihre Interessen und Schwerpunkte umfassten eine breite Palette kommunalpolitischer Themen. Neben sozialen Aspekten standen die Sicherheit der Linzer Bevölkerung und damit zusammenhängende Fragen wie Suchtprävention sowie vorbeugende Maßnahmen gegen die Kriminalität im Fokus ihrer Anregungen. Auch Angelegenheiten der Gesundheit zählten zu ihren Themen. Dem Linzer Stadtparlament gehörte sie von 2015 bis 2018 an.

Dr.in Heidemarie Lex-Nalis, die die Ehrung posthum erhielt (sie ist am 24. Februar 2018 verstorben) war eine große Humanistin und Pionierin im Bereich der Pädagogik. Die Ehrung durch die Stadt Linz reiht sich in eine Phalanx von Auszeichnungen für ihr Lebenswerk ein. Zu ihren Lebensmittelpunkten zählte neben Kärnten und Wien unter anderem die Stadt Linz. Neben ihrer Lehrtätigkeit an der Bundesbildungsanstalt für Elementarpädagogik in Linz und ihren Aktivitäten bei den oberösterreichischen Kinderfreunden hat sich Frau Lex-Nalis für eine qualitative und quantitative Besserstellung der Elementarpädagogik in Österreich eingesetzt. Auch durch ein Projekt über Frauen im öffentlichen Raum, das sich mit der Sichtbarkeit von Frauen und ihren Leistungen in der Landeshauptstadt Linz einsetzt, hat sich Lex-Nalis profiliert.

Für seinen langjährigen Einsatz zur Forcierung von Therapien für körperbeeinträchtigte Kinder, Jugendliche und Erwachsene erhielt Pierre Mario Loizenbauer die Humanitätsmedaille der Stadt Linz. Er zählte zu den Gründern des vor etwa 25 Jahren auf Spendenbasis aufgebauten „Mehrfach Therapeutischen Zentrums“ in Kleinmünchen. In dieser Einrichtung wurden und werden zahlreiche Menschen mit Beeinträchtigungen betreut und therapiert. Neben seiner Tätigkeit in diesem Therapiezentrum, in dem Loizenbauer einen Großteil seiner Freizeitstunden verbrachte, engagierte er sich in weiteren sozialen Vereinen und sah im Vordergrund seines Schaffens immer den sozialen Anspruch und die Hilfe für die Menschen.

Für ihre Leistungen zur Verbesserung der Selbstbestimmung und Mitbestimmung von und für Frauen wurde Dr.in Elisabeth Murhammer mit der Humanitätsmedaille ausgezeichnet. Murhammer, beruflich Fachärztin für Physikalische Medizin und Rehabilitation sowie für Geriatrie, hat seit Mitte der 1990er Jahre maßgeblich im Vorstand des Autonomen Frauenzentrums Linz mitgewirkt. Sie hat im Sinne des demokratischen Diskurses feministische Positionen vertreten und war als Mitherausgeberin der „Linzer Stadtführerin“, der sich mit frauengeschichtlichen Stadtrundgängen befasst, sowie als Aktivistin von „Feminismus & Krawall“ aktiv. Sie setzte sich besonders für die Beseitigung von Ungleichstellung und Diskriminierung von Frauen aktiv ein.

Ein „internationaler Kulturbotschafter“, Prof. Felix Dieckmann, erhielt als besondere Würdigung seines Schaffens die Kulturmedaille der Stadt Linz. Geboren in Lüdenscheid in Deutschland, machte Dieckmann Linz zu seinem Lebensmittelpunkt. Insgesamt wirkte er etwa vier Jahrzehnte in Linz und setzte im Bereich der Opernregie und der Bildenden Kunst bedeutende Akzente. Am Landestheater inszenierte er mehr als 40 Werke, hauptsächlich Opern und Operetten. Darüber hinaus engagierte sich Dieckmann als bildender Künstler. Davon zeugen mehr als 60 Einzelausstellungen sowie 20 Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland. Dieckmann hat sich im Rahmen seines künstlerischen Schaffens auf Farbholzschnitte spezialisiert, aber auch zahlreiche Zeichnungen und Ölgemälde angefertigt. Durch sein umfassendes Schaffen und seine internationalen Kontakte ist er zu einem Kulturbotschafter für die Stadt Linz in der ganzen Welt geworden.

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