Medienservice vom: 09.12.2022

Begegnungszone am Linzer Hauptplatz wirkt: 85 Prozent der Autofahrer*innen fahren langsamer als 25 km/h Tempolimit sorgt für mehr Sicherheit, freut sich Vizebürgermeister Martin Hajart – und weist Weg für weitere Beruhigung der Innenstadt

Die Begegnungszone am Hauptplatz funktioniert einwandfrei - zu diesem Schluss kommen die Experten der Stadt, nachdem die Auswertung der mobilen unverdeckten Geschwindigkeitsmessung vorliegt. Diese wurde bekanntlich am Montag, 7. November, aufgestellt und für zwei zeitliche Phasen, konkret von 7. November (13.12 Uhr) bis 10. November (23.52 Uhr) sowie von 14. November (10.58 Uhr) bis 17. November (12.23 Uhr), im Detail ausgewertet.

Mit dem Ergebnis, dass im ersten Beobachtungszeitraum 89 Prozent der Autofahrer*innen langsamer als 25 km/h fuhren, im Detail waren zwischen 7. und 10. November exakt 10.018 Autofahrer*innen (von insgesamt 11.200) mit weniger als 25 km/h unterwegs. Der schnellste fuhr übrigens mit 47 km/h, ein zweiter Autofahrer*innen war schneller als 40 km/h. Im Zeitraum von 14. bis 17. November waren 82 Prozent langsamer als 25 km/h (11.264 von insgesamt 13.710 Autos). 

In einer Begegnungszone gilt ein Tempolimit von 20 km/h, vor der Einführung galt am Hauptplatz eine 30-km/h-Beschränkung. „Das zeigt, dass die Begegnungszone deutlich zur Beruhigung am Hauptplatz beiträgt und dadurch die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer*innen erhöht“, zieht Vizebürgermeister Hajart eine positive Bilanz. Pro Tag fahren über 3.000 Autos über den Hauptplatz, die Verkehrsspitze liegt meist zwischen 17 und 18 Uhr.

„Das Beispiel Hauptplatz zeigt, dass Begegnungszonen für alle Verkehrsteilnehmer*innen Vorteile bringen können. Den nächsten Schritt machen wir dann gleich angrenzend, nämlich in der Domgasse“, sagt Hajart, der auch die Verkehrsberuhigung in der ganzen Innenstadt vorantreiben wird.

Primär werden aktive Mobilität – sprich das zu Fuß gehen und das Radfahren – sowie auch öffentliche Verkehrsmittel ausgebaut, zudem soll der Durchzugsverkehr sukzessive reduziert werden. Ein Beispiel ist der Hessenplatz, wo der Gehsteig auf Kosten der Fahrspur verbreitert wird, um dadurch die Qualität für Fußgänger*innen, Radfahrer*innen und auch Wirtschaftstreibende zu erhöhen. Für eine gesteigerte Aufenthaltsqualität trägt vor allem auch die fortschreitende Baumbepflanzung im Zentrum der Landeshauptstadt bei.

Ein weiterer großer Schritt zur Innenstadtberuhigung wird nach Verkehrsfreigabe der Westringbrücke, die für 2024 geplant ist, erfolgen. Dann wird der Hauptplatz vom Durchzugsverkehr befreit, dazu werden auf der Nibelungenbrücke zwei Fahrspuren für Radfahrer*innen freigegeben. „Zusätzlich werden noch weitere verkehrsberuhigende Maßnahmen in der Innenstadt folgen – mit dem Ziel, die Aufenthaltsqualität für die Anwohner*innen und gleichzeitig auch die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer*innen zu erhöhen“, sagt Vizebürgermeister Martin Hajart.

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