Medienservice vom: 12.12.2022

Neuaufstellung des Klimabeirates der Stadt Linz: acht Expert:innen für die Periode 2022 bis 2024 Neun Projekte aus dem Klimafonds positiv bewertet

Der Klimabeirat der Stadt Linz stellt die sachverständige Beratung des Stadtsenates im Hinblick auf klimabezogene Projekte dar, insbesondere solche, die ganz oder zum Teil aus Mitteln des Klimafonds realisiert werden sollen. Zudem fungiert der Klimabeirat als Beratungsgremium für städtische Gremien. Der Klimabeirat der Stadt Linz ist interdisziplinär. Ihm gehören derzeit acht unabhängige Expert:innen und zusätzlich der Stadtklimakoordinator als nicht-stimmberechtigtes Mitglied an. Mit der neuen Periode bis Ende 2024 wurde der Klimabeirat durch Beschluss des Stadtsenats neu besetzt.

Die Expertise der Klimabeiratsmitglieder erstreckt sich über möglichst diverse Kompetenzen, die für den Klimafonds relevant sind:

  • Univ.-Prof.in Mag.a Dr.in Erika Wagner (Expertin für Umweltrecht)
  • DI Dr. Horst Steinmüller (Experte für Erneuerbare Energien)
  • Mag. rer. nat. Simon Tschannett (Experte für Meteorologie)
  • DI Dr. Philipp Wintersberger (Experte für automatisiertes Fahren)
  • Mag.a Jasmine Chansri (Expertin für Zivilgesellschaft)
  • Dipl.-Ing. Dr.techn. Helmut Kreiner (Experte für Nachhaltiges Bauen)
  • Marianne Dobner (Expertin für Klimabildung, Klimakommunikation)
  • Mag.a Gerlinde Larndorfer-Armbruster (Expertin für Boden- und Klimaschutz)
  • Oliver Schrot, PhD MSc (Stadtklimakoordinator, Experte für Klimaschutz)

Im November versammelte sich der neu konstituierte Klimabeirat zum ersten Mal. In der jüngsten Sitzung wurden insgesamt elf neu eingereichte Projekte bewertet. Die in den Klimafonds der Stadt Linz eingereichte Fördersumme belief sich auf knapp 900.00 Euro. Die Projekte deckten thematisch die Aspekte Mobilität, nachhaltiges Bauen, Konsum, Digitalisierung, Kultur und Bewusstseinsbildung ab - klarerweise mit einem konkreten Klimaschwerpunkt.

Eine positive gemeinschaftliche Bewertung des Klimabeirates der Stadt Linz im Sinne der Empfehlung „förderungswürdig“ konnten insgesamt neun klimarelevante Projekte erhalten:

  • Das Projektvorhaben „Lock’N’Charge V3.0 – die Entwicklung eines Prototyps“ hat zum Ziel, eine Absperrmöglichkeit mit Ladefunktion für Kleinstfahrzeuge zu errichten. Die vorgeschlagene Förderhöhe liegt hier bei 21.600 Euro.
  • Mit insgesamt 4.000 Euro soll im Projektvorhaben „Handhabbare Solarenergie“ über digitale Medien Bewusstsein für tragbare PV-Anlagen geschaffen werden.
  • Das stadteigene Projektvorhaben „Auf dem Weg zur Klimaneutralität – Aktualisierung des Energieflussdiagrammes der Stadt Linz“ setzt sich zum Ziel, die Daten des Energieeffizienzprogrammes aus 2011 mittels einer externen Beauftragung zu aktualisieren. Die Abteilung Stadtklimatologie und Umwelt wird dabei fachlich unterstützen. Die vorgeschlagene Förderhöhe liegt hier bei 39.000 Euro.
  • Das Projektvorhaben „Erweiterung Stadtoase 2.0“ setzt sich zum Ziel mind. zwei weitere überhitzungsgefährdete Flächen in Linz temporär zu begrünen. Damit soll Bewusstsein und ein Ort für Begegnung und Erholung geschaffen werden. Für das Projekt wird eine Förderhöhe von 60.000 Euro vorgeschlagen.
  • Mit 97.000 Euro sollen beim Projektvorhaben „Temperaturmessstandorte“ 50 Standorte für die Temperaturmessungen mittels externen Beauftragung festgelegt werden. Daraus lassen sich unter anderem vertiefte Information über das Linzer Stadtklima erforschen. Die Abteilung Stadtklimatologie und Umwelt wird dabei fachlich unterstützen.
  • Das Projektvorhaben „Klimasoziales Linz“ soll mit einer Förderhöhe von insgesamt 112.426 Euro die Verknüpfung der Klimakrise mit der sozialen Krise auf breiter Basis herstellen. Mit interaktiven Workshops sollen mit vulnerablen Gruppen, Stakeholdern im zivilgesellschaftlichen Bereich und interessierten Linzer:innen neue Handlungsmöglichkeiten für eine zukünftige Entwicklung diskutiert werden.
  • Mit 35.000 Euro soll im Zuge des Projektes „SKAI Linz“ eine Beratungstätigkeit zu fassadenintegrierte Photovoltaikinstallationen angeboten werden, die vor allem Planer:innen und Architekt:innen zu Gute kommen soll.
  • Das stadteigene Projektvorhaben „Denke global – handle lokal – „Klimabildungsoffensive im Magistrat Linz“ setzt sich zum Ziel, ein breites Bewusstsein für die Mitarbeiter:innen der Stadt Linz zu schaffen. Dabei wird einerseits ein online learning tool und andererseits Workshops und Vorträge von verschiedenen Expert:innen angeboten. Für das Projekt wird eine Förderhöhe von 30.000 Euro vorgeschlagen. Der Geschäftsbereich Personal und Zentrale Services wird dabei fachlich unterstützen und extern durch ein facheinschlägiges Unternehmen begleitet.
  • Mit 220.800 Euro ist im Projektvorhaben „WIST Heim ‚Barbara‘ – Neue Wege für eine klimaneutrale Stadt“ eine klimafreundliche Sanierung, Einrichtung einer Erneuerbaren Energieerzeugungsanlage, E-Ladestationen uvm. geplant. Für die Umsetzung sollen die Bewohner:innen des Studierendenheims aktiv zur Umgestaltung eingeladen werden. Das Vorhaben hat großes Potential, ein Leuchtturmprojekt zu werden.

In den kommenden Sitzungen des Linzer Stadtsenats und Gemeinderates sollen die Projekte vorgelegt und die offiziellen Beschlüsse für diese neuen Klimafondsprojekte fallen.

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