Medienservice vom: 19.12.2022 |Downloads zum Medienservice

Rückschau auf 2022: zu Corona kamen Ukraine-Krieg und Energiekrise Trotz Inflation und Energiekrise: stabiles Linzer Budget, sichere Energieversorgung für den Winter

  • Zwei neue Stadien, Tabakfabrik expandiert, neuer Auftritt der „Marke Linz“ 
  • Maßnahmen für Klimaschutz und Energiewende
  • Verbesserungen für Kinderbetreuung und in der Pflege
  • Investitionen für den Zusammenhalt

Das Jahr 2022 neigt sich dem Ende entgegen. Ein Jahr, in dem sich für Linz vieles positiv entwickelte. Gleichzeitig folgten der Krisenbewältigung der Covid-19-Pandemie weitere Herausforderungen. Energieverknappung und gestiegene Inflation zeigen Folgen, die vielen Menschen Angst machen und die ökonomische Erholung nach der Corona-Krise wieder einbremsen. Auch die Linzer Wirtschaft leidet darunter. Obwohl so viele Menschen wie noch nie Beschäftigung finden, sorgen die aktuellen Preissteigerungen für Besorgnis. 

Die wirtschaftliche Entwicklung wird neben teurer gewordenen Rohstoffen auch durch den Mangel an Fachkräften gebremst, der sich aufgrund der Bevölkerungsentwicklung noch verstärken wird. Für einen Industriestandort wie Linz hat dies besondere Auswirkungen.

„Es gibt leider kein generelles Patentrezept gegen diese Krisen. Aber es gäbe Möglichkeiten zur Abhilfe, die nicht von der Stadt allein bewältigt werden können, sondern nur mit Unterstützung auf Landes- und Regierungsebene. So sollten neben wirksamen Maßnahmen gegen die Teuerung Betriebsgründungen erleichtert werden. Abermals betone ich die Entbürokratisierung der Gewerbeordnung, um durch den Abbau unnötiger Hürden Unternehmensneugründungen zu forcieren. Ein weiterer Schritt auf diesem Weg wäre es, Arbeitskräften mit Migrationshintergrund den Zugang zum Arbeitsmarkt zu erleichtern. Für die Region Linz, als Wirtschafts-Champion Nummer 1, würde sich damit die internationale Wettbewerbsfähigkeit verbessern. Ebenso durch die Forcierung der Digitalisierung in Verwaltung und Betrieben, für die ich mit Nachdruck eintrete“, zeigt Bürgermeister Klaus Luger Lösungsmöglichkeiten auf.

Die ökonomische Beeinträchtigung der Linzer Wirtschaft durch Covid-19 verminderte sich vergleichsweise. Das Wirtschaftsgefüge leidet nach wie vor neben dem latenten Personalmangel, insbesondere in der Pflege, unter pandemie- und grippebedingten Krankenständen und Arbeitsausfällen. Der Schaden durch Corona für Linz beläuft sich mittlerweile auf fast 100 Millionen Euro. Ein Betrag, der durch Steuereinnahmen nur teilweise abgedeckt werden kann. Hinzu kommt die Teuerungswelle, die die Budget-Sorgen größer werden ließ. Dennoch sieht die Stadtregierung aufgrund sorgfältigem Wirtschaften die Linzer Finanzen nicht in Gefahr. Der prognostizierte Mehrbedarf für das Jahr 2023 von rund 57 Millionen Euro sei aber zu kompensieren.

Für das soziale Linz steht der Mensch im Vordergrund. Insbesondere in Krisenzeiten sind rasche und unbürokratische Unterstützungen das A und O. So sieht sich die Linzer Stadtpolitik auch weiterhin dem gewachsen, jenen Menschen zu helfen, die nicht auf die „Butterseite“ des Lebens gefallen sind und die unter den jetzigen Krisen besonders leiden. 

„Die Stadtverwaltung kann diese Probleme freilich nicht allein bewältigen. Auch wenn wir durch das 65 Millionen schwere Investitionsprogramm ,Pakt für Linz‘ die jüngste wirtschaftliche Erholung und den Aufschwung am Linzer Arbeitsmarkt mitbegleitet haben, kommt es jetzt darauf an, durch staatliche Lenkungsmaßnahmen, Preisbremsen und einen Schulterschluss über die Parteigrenzen hinweg für Stabilität zu sorgen“, appelliert Bürgermeister Klaus Luger.

Als Negativum ist die Störung des sozialen Friedens durch die Gewaltexzesse am 31. Oktober anzuführen. Bürgermeister Klaus Luger spricht sich in diesem Zusammenhang für Nulltoleranz aus. „Linz ist eine sichere Stadt, in der Gewaltbereitschaft und Ausschreitungen keinen Platz haben. Für mich gilt, dass solche Entwicklungen von Anfang an mit allen polizeilichen und rechtlichen Mitteln eingedämmt gehören.“

Bürgermeister Luger fordert in diesem Zusammenhang eine bessere personelle Ausstattung und bessere juristische Möglichkeiten für die Polizei, um bereits im Vorfeld derartige Ereignisse verhindern zu können.

Erfreulicherweise etabliert sich Linz weiterhin als digitaler und innovativer Hot Spot Österreichs. Zusätzlich zur sukzessiven Digitalisierung von Service- und Verwaltungsleistungen symbolisiert sich das Leadership von Linz in der Digitalisierungsbranche auch in der erfolgreichen Standortentscheidung für die Digital-Universität. 

„Ein weiteres Plus in diesem Jahr und ein Entwicklungsschritt für die Zukunft der Stadt stellt die Konzeption des neuen Markenauftritts von Linz dar. Das neue Corporate Design als zeitgemäße Visitenkarte trägt dazu bei, dass wir im Wettbewerb der Städte auch visuell ganz vorne stehen“, betont Bürgermeister Klaus Luger. „Das Corporate Design mit dem neuen Logo ist nicht nur innovativ, es wurde auch aus den Werten und dem Charakter der Stadt entwickelt.“

Weitere Meilensteine zeigen sich in der städtebaulichen Entwicklung: selten zuvor wurde in Linz derart viel gebaut und geschaffen wie jetzt. Zahlreiche Baukräne prägen aktuell das Bild der Stadt. Neben dem zügigen Baufortschritt bei zwei neuen topmodernen Fußballstadien wachsen Großprojekte wie das „Quadrill“ bei der Tabakfabrik und das „Hafenportal“ in die Höhe.

Der Klimawandel nahm 2022 auch auf regionaler Ebene breiten Raum ein. Auch hierbei setzte sich Linz das Ziel, entsprechende Maßnahmen und Vorkehrungen zu treffen, um den negativen Effekten entgegenzuwirken. Nicht zuletzt galt die Energieverknappung als Turbo für raschere Umsetzung. Demzufolge will Linz Europäische Klimahauptstadt werden. Dafür wurden mit einem Stadtentwicklungsplan, der Klimaschutz und Digitalisierung für die künftige Genese der Stadt priorisiert, wesentliche Weichen gestellt.

Hinzu kommt, Linz zum „Kompetenzzentrum“ für Wasserstoff aus erneuerbaren Quellen zu etablieren. Auf Initiative der Stadt wurde dafür ein „Hydrogen Board“ gegründet. Dieses besteht aus wichtigen Playern aus Industrie, Forschung und Verwaltung, die Empfehlungen erarbeiten. Die städtische Klimastabsstelle koordiniert diese. Ziel ist, die Linzer Industriebetriebe mit Wasserstoff aus erneuerbaren Energieträgern zu versorgen und internationale Betriebe anzulocken, die auf Wasserstoff als Energie der Zukunft setzen.

Auch die stadteigene Linz AG spielt eine entscheidende Rolle, etwa im Hinblick auf den potenziellen Einsatz von wasserstoffbetriebenen Fahrzeugen im öffentlichen Verkehr bzw. beim rascheren Umstieg von Gas auf erneuerbare Energien. Auch im Hinblick auf die Versorgungssicherheit erweist sich die Linz AG als zentrale Stütze der Stadt.

Neben ihrer stabilen finanziellen Liquidität erfüllt die Linz AG als Zugpferd der Unternehmensgruppe Linz alle Voraussetzungen dafür, dass die Linzer*innen den diesjährigen Winter in gut geheizten Wohnungen und mit genügend Strom trotz der allgemeinen Energieknappheit komfortabel überstehen. Dies sichern die mit mehr als 90 Prozent gefüllten Gasspeicher.

Auch die aufgrund der Rohstoffpreisentwicklung leider unvermeidlichen Preisanpassungen für Konsument*innen bleiben unter dem durchschnittlichen Indexwert. Denn im Gegensatz zu anderen Bundesländern, wie Niederösterreich oder teilweise Wien, hat die Linz AG noch zu relativ günstigen Konditionen Gas einlagern können.

„Linz hat bereits viele Krisen bewältigt. Ich erinnere an die Metamorphose von der grauen Industriestadt zur Vorzeigestadt bei der Luftreinhaltung und an die Bewältigung der Verstaatlichten-Krise in den 1980er Jahren sowie an den ökonomischen Wiederaufschwung nach dem Einbruch durch die Corona-Epidemie 2020. Ich bin überzeugt, wir werden auch aus der aktuellen Krisensituation verstärkt hervorgehen. Dazu brauchen wir die Unterstützung aller politischen Kräfte in dieser Stadt ebenso wie die Solidarität der Linzer*innen“, zeigt sich der Linzer Bürgermeister Klaus Luger optimistisch und tritt für einen Schulterschluss über Parteigrenzen hinweg ein.

Covid 19: Linz setzt auf Impfangebote und Beratung

In Bezug auf die Corona-Pandemie zeichnete sich heuer, so wie in allen anderen Städten und Gemeinden in Österreich, auch in Linz eine Entspannung ab. Die Bettenkapazitäten in den Spitälern zur Versorgung von Covid-Patient*innen bleibt ausreichend. Die Stadt Linz offeriert in Ergänzung zu den Impfmöglichkeiten beim Land Oberösterreich sowie bei den niedergelassenen Hausärzten kostenlose Möglichkeiten für Covid-19-Schutzimpfungen. Aktuell stehen in der Stadt Linz zwei öffentliche Impfstraßen zur Verfügung. Gemeinsam mit den Einsatzorganisationen Arbeiter-Samariter-Bund und Rotes Kreuz ermöglicht die Stadt Linz beim Volkshaus Ebelsberg und mit dem Impfservice im Neuen Rathaus kostenlose Covid-19-Schutzimpfungen für alle Menschen.

Bei ihrer kommunalen Impfkampagne geht die Stadt Linz neue Wege. Auf der Seite linz.at/impf-info informieren digitale Impfberater*innen in elf Sprachversionen über die neuesten Entwicklungen rund ums Thema Corona. Der Bund stellte der Stadt Linz für die Ausarbeitung und Umsetzung der Impfkampagne 1,9 Millionen Euro zur Verfügung. Davon sind rund 730.000 Euro ausgabenseitig verplant. Der Linzer Gemeinderat wird die verbleibenden Mittel für Maßnahmen zum Teuerungsausgleich einsetzen.

Digitale Impfberatung in elf Sprachen

Ukraine-Krieg

Zur Covid-Pandemie kam heuer der Ukraine-Krieg. Energieverknappung und gestiegene Inflation sind die Folgen, die vielen Menschen Angst machen und die ökonomische Erholung nach der Corona-Krise wieder einbremsen. 

Die Stadt Linz war und ist bemüht, den betroffenen Menschen in der Ukraine zu helfen und sandte zwei Tranchen mit dringend benötigten Hilfsgütern in die ostukrainische Partnerstadt Saporischschja. Den Transport wickelte die Linzer Berufsfeuerwehr ab. Neben wirksamer Hilfe vor Ort geht es auch darum, den Ukrainer*innen, die in die Landeshauptstadt geflüchtet sind, zu helfen.

Es handelt sich im Gegensatz zu jenen Menschen, die 2015 zu uns gekommen sind, teilweise um hochqualifizierte Arbeitskräfte. In diesem Zusammenhang hat sich der Linzer Bürgermeister wiederholt dafür ausgesprochen, diesen Menschen den Zugang zum Arbeitsmarkt zu erleichtern. 

Linzer Hilfskonvoi für die Ukraine

Die durch den Krieg ausgelöste Verknappung zog steigende Energiepreise nach sich. Die Stadt allein ist nicht in der Lage, die Teuerungswelle sozial abzufedern. Der Aktivpass kann hier nur beschränkt helfen.  „Während viele Menschen in den Städten und Gemeinden jeden Euro zweimal umdrehen müssen, machen Unternehmen wie zum Beispiel die OMV und andere staatliche Energieunternehmen Rekordgewinne. Auch durch die Mineralölsteuer kommt infolge der erhöhten Preise viel mehr Geld in das Bundesbudget. Diesbezüglich ist die Bundesregierung aufgerufen, dieses Geld zu verteilen, und zwar nicht mit der Gießkanne, sondern sozial gestaffelt an die Haushalte“, appelliert der Linzer Bürgermeister an den Bund.

Die Stadt Linz trifft darüber hinaus alle denkbaren Vorkehrungen, damit die Linzer*innen gut über den Winter kommen. Die Gasspeicher der stadteigenen Linz AG sind zu mehr als 90 Prozent gefüllt. Damit sichert die Linz AG, dass Haushalte und die von ihr versorgten Betriebe den Winter gut überstehen. Aufgrund der Tatsache, dass die Linz AG rechtzeitig vorsorgte und zu vergleichsweise günstigen Konditionen Gas einlagerte, blieben die leider unvermeidlichen Preiserhöhungen unter den Indexwerten.

Die Erdgasspeicher sind gut gefüllt

Die Situation in Linz zeigt sich zudem entspannter als beispielsweise im Osten von Österreich, weil für die Stromproduktion nur mehr 51 Prozent Gas eingesetzt wird. 40 Prozent kommen bereits von Biomasse und Bio-Abgasen. Um die Lage zu stabilisieren, tritt der Linzer Bürgermeister für staatliche Lenkungsmaßnahmen und eine gezielte Preispolitik ein, da der Markt allein die Preisentwicklung nicht regeln kann.

Der Linzer Bürgermeister sieht in der aktuellen Energiekrise jedoch auch eine Chance. Die Verknappung von Gas und Öl wird dazu beitragen, dass sich die Energiewende in Richtung Photovoltaik, Erdwärmenutzung und Windkraft beschleunigt. Die Linz AG verfolgt bereits die richtigen Ansätze.

Linz bei Digitalisierung noch besser aufgestellt
IT-Branche macht Wirtschaft krisenfest

„Wenn Covid etwas Positives bewirkt hat, dann ist es der Digitalisierungsschub, mit dem sich die Gründer*innen an die veränderte Situation angepasst haben. Sie nutzten und nutzen digitale Leistungen, um sich für die Zukunft vorzubereiten“, sagt Bürgermeister Klaus Luger, der auch die Wirtschaftsagenden der Stadt wahrnimmt.

Der Trend geht immer mehr in Richtung digitaler Modelle, die die Betriebe zukunftsfit machen. „Daran wird sich auch die Wirtschafts- und Start Up-Förderung der Stadt in den kommenden Jahren orientieren“, so Luger.

In den vergangenen beiden Jahren wurden jährlich jeweils rund 1.000 Unternehmen in Linz gegründet. Im Zusammenspiel traditioneller Handels- und Gewerbebetriebe mit kreativen Neugründungen entwickelt sich so der Wirtschaftsraum Linz erfolgreich weiter. Denn diese Unternehmen befruchten sich gegenseitig, die etablierten Betriebe profitieren zum Beispiel von durch IT-Start Ups entwickelten Apps und Softwarelösungen.

Die Covidkrise zeigte, dass Start Ups und Hightechunternehmen diese besser überstanden als andere Branchen. Sie konnten von der Ausnahmesituation sogar profitieren, da die Nachfrage nach digitalen Dienstleistungen in Zeiten der Lockdowns und Kontaktbeschränkungen nach oben ging.

Zudem machten die Möglichkeiten des Home-Office digitale Unternehmen quasi „coronaresistent“. Auch sind digitale Start Ups weit weniger von steigenden Rohstoffpreisen abhängig als andere Wirtschaftszweige.

Strada del Start Up in der Tabakfabrik

Städtische Start Up-Offensive – Musterbeispiel Tabakfabrik 

Beschleunigt wird der digitale Gründerboom in Linz durch die Unterstützung von Start Ups. Ein Beispiel dafür, wie sehr Start Ups und die Kreativszene die Wirtschaft krisenfest machen und ankurbeln können, ist die Tabakfabrik Linz, das Zentrum der Kreativwirtschaft und Digitalisierung in Linz schlechthin.

Quadrill: Expansion der Tabakfabrik

Mit der Errichtung des Quadrill findet das „Wirtschaftswunder“ in der Linzer Tabakfabrik seine Fortsetzung. Nach dem Ausbau der Magazine 1 und 2 und der Inbetriebnahme der „Linzer Bier“-Brauerei haben in der Tabakfabrik bereits jetzt knapp 3.000 Personen Zugang zu einem Arbeitsplatz. Das zu Ende gehende Geschäftsjahr 2022 sorgte zudem für einen Gewinn von 300.000 Euro – dieses Ziel war ursprünglich erst für 2023 geplant.

Direkt am Standort entstehen aktuell auf der neben den Stadien wohl größten Linzer Baustelle 18.000 m² Büroflächen, 8.400 Quadratmeter Wohnflächen und zahlreiche Geschäfte. Nach den Aushubarbeiten für die Tiefgarage wächst das Projekt sukzessive in die Höhe. Im Zentrum steht der Quadrill-Tower mit 109 Metern Höhe. Nach der Fertigstellung im Jahr 2025 sollen in der Tabakfabrik 5.000 Menschen leben und arbeiten. Das sind fast 20mal so viele wie vor dem Kauf des Areals durch die Stadt Linz.

Großbaustelle für das Quadrill; Foto: Pertlwieser

Chris Müller verlässt nach 10 Jahren Tabakfabrik

Zwar wird mit 1. Mai 2023 mit Chris Müller ein zentrales Bindeglied das Managementboard der Tabakfabrik Linz verlassen. Nichtsdestotrotz bedankt sich die Stadt Linz für den über zehn Jahre langen innovativen und dynamischen Input. Für Müller stand die konsequente Ausrichtung an einer diversen Ansiedlungsstrategie, die auf die Synergieeffekte der Durchmischung baut, klar im Fokus. Mit seiner Strategie reagierte die Tabakfabrik Linz nicht nur auf aktuelle Trends, sondern richtete sich auf einen nachhaltigen Aufbau.

Neues Corporate Design für die Stadt

Neuer Markenauftritt der Stadt 

Ein weiterer Mosaikstein im Rahmen dieser Entwicklung in diesem Jahr waren die Entwicklung eines neuen Logos und eines neuen Markenauftritts der Stadt, der das sich ständig fortentwickelnde Linz symbolisiert. Damit sollen die für eine Markenidentität erarbeiteten Werte der Stadt wie lebendig, innovativ, natürlich oder zusammen besser transportiert werden. 
Außerdem hat Linz eine eigens für die Stadt entwickelte serifenlose Schrift mit dem Namen „Lentia Nova“ initiiert. Sogenannte feine „Ink traps“ in den Ecken sollen sie lebendig und einzigartig machen. Auch der städtische Farbenkatalog wurde überarbeitet.

 Neuer Foto-Hotspot am Hauptplatz

Enter_Tainer für die Linzer*innen

Teil der neuen Unternehmensstrategie ist es, die vielfältigen Aufgaben- und Wirkungsbereiche des Magistrates sowie der Unternehmensgruppe Linz näher an die Bürger*innen zu bringen. Demnach bietet nun der seit Mai bereitgestellte Enter_Tainer am Hauptplatz den diversen städtischen Geschäftsbereichen eine Bühne. Innovationen, Leistungen der Stadt Linz, Kinderprogramme, aber auch kulturelle Highlights verwandeln den 13 m2 großen Raum in den Enter_Tainer. Damit schuf die Stadt Linz einen Ort, der für innovative und kreative Momente bereitsteht. Mit den wechselnden Themen verwandelt sich der Container in eine Spielwiese, ein Labor sowie in einen Garten. Eintauchen ist auch als Hörerlebnis möglich – mittels eines QR-Codes am Container können Interessierte das Innere betreten und mehr erfahren: https://www.linz.at/digitaleslinz/podcast.php.

Für den Dezember ergriff die Stadt Linz die Sozial-Initiative „Linz für Linz“. Im Rahmen dieser Aktion besteht die Möglichkeit, Spenden für die Linzer Sozialmärkte, die Volkshilfe Oberösterreich oder die Tiertafel direkt am Hauptplatz abzugeben. 

Der „Enter_Tainer“

Blackout-Strategie

Neuerungen zeigen sich nicht nur im äußeren Erscheinungsbild – die Stadt Linz setzte auch ihre internen Prozesse fort und präsentierte heuer etwa ihre Blackout-Strategie. Mit konkreten Maßnahmen und wichtigen Vorkehrungen sieht sich Linz im Fall eines großflächigen Stromausfalles gut gerüstet. Ausführliche Materialien und die klare Einteilung der Kompetenzen und Aufgaben im Ausnahmezustand sorgen für eine gute Basis, auf die Situation vorbereitet zu sein. Zudem daten die zuständigen Ressorts nun im 2-Wochen-Takt über die einzelnen Maßnahmen up. Sämtliche Informationen sind jederzeit auf der städtischen Webseite abrufbar: https://www.linz.at/blackout/116827.php

In diesem Fall spielt auch das Bundesheer eine wesentliche Rolle. Das partnerschaftliche Verhältnis der Stadt Linz mit dem Bundesheer etablierte sich bereits während der Covid-19-Pandemie. Ohne die Unterstützung der zahlreichen Grundwehrdiener wären Test- und Impfstandorte wie etwa das Design Center Linz wohl kaum möglich gewesen.

„Dies zeigt, wie wichtig funktionierende Einsatzstrukturen und eine professionelle Zusammenarbeit aller handelnden Organisationen sind. Die intensive Partnerschaft zwischen dem Militärkommando Oberösterreich und der Stadt Linz stärkt unsere gemeinsamen Bemühungen, um ein reibungsloses Krisenmanagement auch in Ausnahmesituationen zu gewährleisten“, betont Bürgermeister Klaus Luger im Rahmen der Angelobungsfeier von weiteren 260 Grundwehrdienern im Oktober am Linzer Hauptplatz.

Angelobung Oktober 2022: Stadt Linz

Wirtschaftliche Erholung durch Pakt für Linz:
Zahlreiche Projekte initialisiert

Mit insgesamt 65 Millionen Euro Investitionsvolumen initiierte die Stadt Linz im Zuge der Covid-Krise den „Pakt für Linz“. 26 Millionen Euro förderte der Bund, wodurch sich dies doppelt rentierte. Die Palette der umgesetzten Infrastrukturprojekte umfasste eine Reihe an Vorhaben.

Highlights stellen etwa Projekte zum Ausbau der Kinderbetreuung und die Modernisierung von Seniorenzentren dar. Dazu kamen neue Freizeit- und Sportanlagen, die Sanierung von Straßen, Geh- und Radwegen, Maßnahmen zur Innenstadtbelebung und Attraktivierung der Märkte sowie ein Kulturpaket. Auch der Klimaschutz wurde mit Begrünungs- und Bepflanzungsmaßnahmen forciert.

Investitionen und Erfolge im Sport: 
Zwei neue Fußballstadien nehmen Gestalt an

Auch in sportlicher Hinsicht wurden heuer Akzente gesetzt. So nehmen zwei hypermoderne Fußballstadien Gestalt an. Auf der Gugl entsteht die neue länderspieltaugliche Raiffeisen-Arena für mehr als 20.000 Zuschauer*innen. Auch die Arbeiten für das neue Donauparkstadion des FC Blau-Weiß gehen zügig voran. Mit Hilfe von Stadt und Land wird dort das neue Domizil der „Blau-Weißen“ auf dem Dach des Möbellagers von XXX Lutz errichtet.

 
Raiffeisenarena des Lask; Luftbild: Pertlwieser
 
Das neue Stadion des FC BlauWeiß; Luftbild:  Pertlwieser

Linz bekam eine Radarena 

Linz ist heuer zudem zum Mittelpunkt des heimischen Radsportgeschehens avanciert. Nicht nur der spektakuläre Start der Radrundfahrt am Hauptplatz im heurigen Frühsommer hat dies vor Augen geführt. Nachdem seit fast zwei Jahren der hello yellow Pumptrack im Industriegebiet als Treffpunkt der Radsportszene fungiert, bekam die Landeshauptstadt eine österreichweit einzigartige Einrichtung: die privat errichtete hello yellow Radarena in unmittelbarer Nachbarschaft des Cineplexx.


Das neue Linzer Velodrom 

Ebenso wie der Pump Track wurde die Anlage auf Initiative der Firma Schachermayer errichtet und dient Mitarbeiter*innen und Gästen als Freizeitangebot.

Seit dem Sommer können die Radrennfahrer*innen auf einem 200 m langen Rundkurs losspurten. Das hello yellow Velodrom besteht aus aus Accoyaholz und ist sechs Meter breit. Es ist als Ort der Begegnung gedacht, der für Mitarbeiter*innen und Gäste – nach Absolvierung eines Einführungstrainings durch den Verein Velodrom Linz – frei nutzbar ist.

Europäische Tischtennismeisterin Polcanova

Stolz blicken die Linzer*innen auch auf die Leistung im Tischtennis. Sofia Polcanova, die seit 2008 für die Linz AG Froschberg spielt, holt den europäischen Meistertitel im Tischtennis nach Linz. Im August begeistert sie zahlreiche Zuseher*innen mit ihrer sportlichen Geschicklichkeit. Polcanova legt eine Erfolgsserie bei der EM hin – sie gewinnt im Einzel, räumt im Doppel – gemeinsam mit Bernadette Szocs – ab und beweist sich im Mixed – gemeinsam mit Robert Gardos – mit Bronze.

Klimaschutz:
Ukraine-Krise als Turbo für Energiewende

Als indirekte Folge des Ukrainekonflikts zeigen sich auch Maßnahmen für den Klimaschutz. So wurden einerseits durch Rohstoffknappheit bzw. Lieferkettenprobleme Projekte für die Klimaneutralität, wie anstehende Gebäudesanierungen und Modernisierungen erschwert. Andererseits werden jedoch Maßnahmen für eine größere Energieautarkheit vorgezogen. 

Photovoltaikanlagen – 20 Millionen Euro Investitionen

So setzte sich heuer die Photovoltaik-Offensive auf städtischen Gebäuden weiter fort. In Kooperation mit der Linz AG soll so der Verbrauch fossiler Energieträger reduziert werden. Unter anderem soll das neu geschaffene Instrument der „Erneuerbaren Energiegemeinschaften“ (EEG) genutzt werden. Zu diesem Zweck dient die Gründung der neuen Gesellschaft „Linzer Energiegemeinschaft“, deren Eigentümerin die Immobilien Linz GmbH ist. Dies ermöglicht es, dass einzelne Objekte der Stadt den Strom über die eigenen Grundstücksgrenzen hinweg produzieren, speichern, aber auch gemeinsam verbrauchen können. Dadurch erhöht sich die Anzahl der Photovoltaikanlagen, die wirtschaftlich tragfähig sind, um ein Vielfaches. Die Errichtungskosten belaufen sich für den Vollausbau auf ca. 15 bis 20 Millionen Euro. Dadurch ergibt sich der jährliche Vorteil der Stadt Linz auf rund eine Million – um diesen Betrag wird die Einsparung beim Strombezug aus dem Netz (basierend auf den aktuellen Strompreisen) höher sein als die Errichtungs-, Finanzierungs- und Betriebskosten der Anlagen. Damit leistet die Photovoltaik-Offensive zwei wesentliche Beiträge: sie ist ein zentraler Schritt auf dem Weg zur Klimaneutralität und eine erhebliche Entlastung des städtischen Haushalts im Hinblick auf steigende Energiekosten.

Photovoltaikanlage der Linz AG auf dem Dach der Firma Pappas

In Kooperation der städtischen Immobilien Linz GmbH mit der Linz AG werden zahlreiche Gebäude mit Photovoltaikanlagen ausgestattet. Unter anderem sollen Anlagen auf den Dächern des Design Center Linz, der Feuerwache Nord, der Edmund-Aigner-Schule und der Theodor-Grill-Schule errichtet werden. Die Arbeiten werden von den städtischen Geschäftsbereichen GMT und ILG abgestimmt.

Eines von zahlreichen bereits umgesetzten Projekten für Solar-Strom ist eine mit der Sparkasse Oberösterreich realisierte Anlage in der Innenstadt. Weiters wurden Solaranlagen auf Wohnbauten errichtet. Zudem wurden auch für die Edmund-Aigner-Schule am Froschberg und die Theodor Grill-Schule in Auwiesen Photovoltaikprojekte konzipiert.

Energie-Transformation durch Wärmewandler

Als Folge der Ukraine-Krise forciert die Linz AG nun die Energie-Transformation. So soll im Kraftwerkspark Linz Mitte das Großprojekt eines sogenannten „Wärme-Wandlers“ realisiert werden. Dabei handelt es sich um eine innovative Kombination aus Kondensationsanlage und Wärmepumpe zur Wärmerückgewinnung. Mit der neuen Anlage – der österreichweit größten ihrer Art – soll der erneuerbare Energieanteil in der Fernwärmeerzeugung um 10 bis 15 Prozent erhöht werden.

Hier entsteht der größte Wärmewandler Österreichs

Im Reststoffheiz- und im Biomasseheizkraftwerk wird am Standort Linz-Mitte (Nebingerstraße) bereits heute neben Strom umweltfreundliche Wärme aus Abwärme produziert. Im Strom-Erzeugungsprozess fällt neben der Abwärme auch ein Teil Abgas an. Der hohe wärmeenergiereiche Wasserdampf-Anteil dieses Abgases (die Restabwärme) wird künftig genutzt. Der „Wärme-Wandler“ gewinnt durch Kondensation jene Wärmeenergie, die im Wasserdampf noch enthalten ist. Mittels Wärme-Pumpentechnologie wird dann die aus der Kondensation gewonnene Wärme fürs Fernwärme-System nutzbar gemacht.

Förderung von Wasserstoff 

Auch die Bestrebungen, fossile Energien durch zukunftsweisende Technologien zu ersetzen, erhalten durch die aktuelle Energiekrise Auftrieb. Linz kommt hier eine besondere Aufgabe zu, weil die ansässige Industrie satte 15 Prozent des CO2-Ausstoßes in Österreich verursacht und die Industrie ihre Abhängigkeiten von Öl und Gas reduzieren muss.  

Das größte Potenzial für die Zukunft bieten Wasserstoff-Technologien, zum Beispiel im Einsatz im öffentlichen Verkehr oder in der Strom- und Wärmeerzeugung. Schätzungen zufolge wird klimafreundlicher und CO2-neutraler Wasserstoff bereits im Jahr 2030 günstiger sein als viele fossile Energieträger.

Dem Wasserstoff gehört die Zukunft - Pilotanlage der voest alpine 

Dass eine CO2-freie Herstellung von Wasserstoff möglich ist, zeigt die Pilotanlage H2Future der voestalpine, in der „grüner“ Wasserstoff produziert wird. Ein erster Schritt, um künftig grünen Stahl wirtschaftlich produzieren zu können und Wasserstoff als Energieträger in vielen weiteren Bereichen einzusetzen. Um diesen Prozess effizient zu gestalten und alle Handlungsfelder im Blick zu behalten, wurde von der Stadt Linz das Hydrogen-Board ins Leben gerufen, das sich aus Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Politik und Industrie zusammensetzt. Ziel des Beratungsgremiums ist es, eine städtische Gesamtstrategie für die Transformation hin zur Wasserstoff-Technologie zu entwickeln und zu begleiten. Es wurden bereits Vorschläge eingebracht, wie Wasserstoff im öffentlichen Verkehr eingesetzt werden könnte. Im Fokus stehen jedoch unzweifelhaft die Industrie und das Potenzial, grünen Wasserstoff für die Herstellung von synthetischen Chemikalien und Treibstoffen zu nutzen. Linz hat damit die Chance, beim Thema Wasserstoff eine Vorreiterrolle einzunehmen.

Begrünungsmaßnahmen in der Innenstadt

Mit sichtbaren Maßnahmen zur Begrünung des Rathausviertels und den Vorbereitungen für die Neugestaltung der Kroatengasse wurde heuer bereits ein weiteres großes Projekt für den Klimaschutz in Linz gestartet. Rund 1.000 Bäume sollen in den nächsten Jahren gepflanzt werden, wobei zahlreiche Straßenzüge, unter anderem die Bürgerstraße, die Schillerstraße, die Schubertstraße, die Ferihumerstraße, die Weingartshofstraße und die Leonfeldner Straße im Fokus für Bepflanzungsmaßnahmen stehen. 

Begrünung für das Rathausviertel

Am augenscheinlichsten ist der Fortschritt der Begrünungsmaßnahmen im Rathausviertel. Zusammen mit bereits umgesetzten Projekten wie der beidseitigen Lindenallee am Hauptplatz oder den Bepflanzungen beim Nordico wird das „grüne“ Rathausviertel für mehr Lebens-Aufenthaltsqualität in der Innenstadt sorgen.

In Planung befinden sich ebenso zwei weitere „Oasen“, wie vom Hauptplatz bekannt. Dies ist Teil der zuletzt eingereichten Projekte im Rahmen des Klimafonds.

Auf dem Weg zur Klimahauptstadt

Linz soll bis 2025 Klimahauptstadt werden. Und nicht nur das: Die Stadt setzt sich zum Ziel, bis 2040 klimaneutral zu sein.

Neben einer Klimastabstelle dient ein jährlich mit einer Million Euro dotierter Klimafonds der Förderung von klimarelevanten Projekten in Linz. Bisher wurden bereits 27 Projekte aus diesem Fonds gefördert. Um die Begrünung der Stadt als probates Mittel gegen die Hitzewellen voranzutreiben, arbeitete die Stadt Linz auch den entsprechenden rechtlichen Rahmen aus. Dieser wird künftig allen Planungen und Bauvorhaben zugrunde liegen und so bereits im Ansatz Maßnahmen zur Verbesserung des Stadtklimas festlegen. Dach- und Fassadenbegrünungen sowie Baumpflanzungen sind ein wirksames Mittel gegen Hitzeinseln.

 Mit der seit Jahresanfang rechtskräftigen „Ediktalverordnung Nr.2“ können solche Begrünungsmaßnahmen den Bauwerbern künftig vorgeschrieben werden. Zudem werden bestehende Bebauungspläne nachgeschärft und Begrünungsmaßnahmen verbindlich eingefordert. Das Ziel ist die Sicherung des städtischen 50-Prozent-Grünanteils. Die dafür ausschlaggebenden Rechtsgrundlagen sind der Flächenwidmungsplan und das örtliche Entwicklungskonzept.

 Dachbegrünung ist in Linz nun verpflichtend; Foto: Pertlwieser

Climate Action Days

Erstmals fanden im September dieses Jahres die Climate Action Days statt. Mit dieser programmreichen, zweitägigen Veranstaltung verwandelte sich Linz für ein Wochenende zum Klimazentrum Österreichs. Ein Symposium zum Thema „klimasoziale Stadt“ galt mit Impulsvorträgen, Workshops und einer Poster-Session zu bisher geförderten Klimafondsprojekten als Auftaktveranstaltung. Am Hauptplatz sorgte eine spannende Mischung aus Science Slam, Live Musik und Pub Quiz für ein ausgiebiges Programm. Dabei füllten Auftritte wie jener des ORF-Stargastes Marcus Wadsak mit seinem interaktiven Vortrag „Klimawandel: Fakten gegen Fake & Fiction“ oder des Kabarettisten Berni Wagner die Reihen.

Weitere Programmpunkte zeigten Exkursionen, die zum Mitmachen einluden. Weitere Highlights stellte etwa eine Abseilaktion der „Climbers for Future“, die „Vision klimaangepasste Gemeinde“ von KlimaKonkret sowie „Klimawandel mehrsprachig“ vom Integrationsbüro der Stadt Linz dar.

Investitionen für den Zusammenhalt

Linz zählt zu den lebenswertesten Städten Österreichs, auch in Bezug auf die Sozialleistungen. So garantiert die Stadt Linz die Vollversorgung in der Kinderbetreuung. Dies stellt eine unabdingbare Voraussetzung für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf dar. Investitionen in Soziales erweisen sich, vor allem auch in Krisenzeiten wie diesen, besonders wichtig, um den Zusammenhalt in der Stadt zu sichern.

Insgesamt 17,3 Millionen Euro wurden heuer für den Ausbau von Kindergärten, Horten und Senioreneinrichtungen bereitgestellt. 

Neue Kinderbetreuungseinrichtung in Pichling

Dieser Betrag inkludiert auch zahlreiche Erneuerungen in Linzer Schulen. Beispiele dafür sind Erweiterungen, Sanierungen und Neuausstattungen bei der Sport-Mittelschule Kleinmünchen, der Dorfhalleschule im Franckviertel, die Volksschule und der Hort in Pichling sowie die Volksschule Aubrunnerweg.

38,5 Millionen Euro für Kinderbetreuung

Positive Ergebnisse gaben die Verhandlungen zwischen dem Land Oberösterreich, den Gewerkschaften und Dienstgeber*innen sowie dem . Städte- und Gemeindebund die Kinderbetreuung betreffend. Die erst kürzlich präsentierten Maßnahmen sehen vor, spürbare Verbesserungen in den Kinderbildungs- und Kinderbetreuungseinrichtungen zu schaffen. Mit dem Paket von 38,5 Millionen Euro sollen 20 konkretisierte Maßnahmen in den kommenden Jahren umgesetzt werden. Diese betreffen beispielsweise die Erhöhung von Gehältern von Pädagog*innen und Helfer*innen. Ebenso erhöht sich der Urlaubsanspruch für pädagogische Fachkräfte. Um wieder bessere Betreuungsverhältnisse schaffen zu können, folgt nun die stufenweise Reduktion der Gruppengrößen im Kindergarten. 

„Mit diesem Ergebnis bekräftigen wir, die hohe Qualität der Kinderbetreuung auch in Zukunft abzusichern. Für mich stehen die Lebenschancen unserer Kinder im Mittelpunkt des Handelns. Ausreichende Öffnungszeiten, bestmögliche Infrastrukturen und gute Arbeitsbedingungen für die  Mitarbeiter*innen sind dafür Voraussetzung. Insgesamt 38 Millionen Steuergeld sichern dieses Bemühen ab“, zeigt sich der . Städtebundpräsident Klaus Luger zufrieden. 

Modernisierungsmaßnahmen in den Linzer Seniorenzentren

Bauliche Erneuerungs- und Verbesserungsmaßnahmen erhielten auch Linzer Seniorenzentren. Nach der Abschaffung fast aller Doppelzimmer in den vergangenen Jahren investierte die Stadt heuer vor allem in Gebäudesanierungen, aber auch in Projekte zur Digitalisierung. So wurden etwa Tablets für die Pflegekräfte zur Verfügung gestellt, um sie bei der Arbeit zu entlasten und ihnen so mehr Zeit für den Kontakt mit den Bewohner*innen zu geben. Dass die Landeshauptstadt Linz im Sozialen nach wie vor punkten kann, beweist auch die Tatsache, dass aus dem jährlichen Gesamtbudget von ca. 900 Millionen Euro jeder dritte Euro in soziale Leistungen fließt. Dazu zählen auch Beratungs- und Informationsangebote, die für die Menschen als Anlaufstelle vor allem auch in Krisenzeiten besonders wichtig sind.

 Modernisierungsmaßnahmen in den Linzer Seniorenzentren

Fachkräftestrategie in der Pflege 

Ein wesentlicher Meilenstein für die Pflege war die längst fällige Fachkräftestrategie. Auch diese konnte in diesem Jahr präsentiert werden. Denn die Herausforderungen in der Pflege sind allseits bekannt – Fachkräftemangel, der Anstieg älterer und hochbetagter Personen. Damit einhergehend zeichnet sich ein Anstieg der Pflegebedürftigkeit bei gleichzeitig geringen Einstiegen in Pflegeberufe von jüngeren Personen ab. Dieser demografische Wandel erfordert ein entschiedenes Handeln. Demzufolge wurde eine . Fachkräftestrategie in der Pflege erarbeitet, die in diesem Jahr präsentiert wurde. 

„Das Pflegepersonal leistet Unglaubliches für die Bevölkerung. Nicht zuletzt zeigten die pandemischen Auswirkungen, wie sehr wir auf unsere Mitarbeiter*innen angewiesen sind. Daher ist es an der Zeit, unseren Fachkräften Perspektiven für Entlastungen im Berufsalltag zu bieten sowie neue Wege im Recruiting einzuschlagen. Die 50 Maßnahmen sind ein redliches Bemühen von Land, Städte- und Gemeindebund in diesen Bestrebungen“, ist Bürgermeister Klaus Luger überzeugt. 

Zentrale Handlungsfelder des Maßnahmenkataloges stellen die Entlastung von Mitarbeiter*innen, die Gewinnung von neuen Fachkräften, die Weiterentwicklung der Ausbildung und Personalentwicklung, die Stärkung der Führungskräfte sowie die Ausweitung der Digitalisierung und Innovationen. Damit soll das Bekenntnis zur Sicherstellung der Qualität in der Pflege und Betreuung sowie die Unterstützung der Pfleger*innen gewährleistet werden. 

Digital Mile – zentraler Innovations-Hotspot

Modernisierung lässt sich gleichzeitig in der Wirtschaft großschreiben. Mit dem sukzessiven Ausbau der Digitalen Meile im Hafenviertel stellt Linz ihre innovative Seite unter Beweis. Bereits 2021 setzte die Stadt einen klaren Schwerpunkt darauf, die Digital Mile weiter auszubauen, zu attraktivieren und eine effiziente Organisationsstruktur aufzubauen. So gab es im September grünes Licht für den weiteren Ausbau der Dynatrace im Beirat für Stadtgestaltung. Der Ausbau des Linzer Weltmarktführers für Software-Intelligence-Lösungen an seinem Herkunftsort Linz lässt das gesamte städtische Areal auch zukünftig ganz im Zeichen der Digitalisierung und geballten IT-Power stehen.

Dynatrace / Visualisierung PLANET architects/A&S Bauconsult

Neuer Siemens-Innovationshub für gebündelte Power

Ein weiteres Highlight in der Technologie-Branche zeigte sich in der Eröffnung des neuen Siemens-Innovationshub nahe der Wiener Straße. Die Siemens AG ist mittlerweile seit 120 Jahren in Oberösterreich präsent. Nun werden rund 700 Mitarbeiter*innen an einem Standort gebündelt. Der Innovationshub ist Teil der Techbase in der Wolfgang-Pauli-Straße, in dem die Siemens auf den Wohlfühlcharakter baut. Schwerpunkte des Digitalisierungs- und Automatisierungsspezialisten liegen im neuen Kompetenzzentrum auf Digitalisierung und Dekarbonisierung.

Foto: Markus SchiederFirma Siemens, Fotos: Schieder Markus

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz mit Bürgermeister Klaus Luger zum Thema „Rückschau auf 2022“)

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