Medienservice vom: 27.12.2022 |Fotos zum Medienservice

Segelflugplatz Linz-Ost für Biodiversität prämiert Naturkundliche Station nimmt Preis bei Festakt entgegen

Um die vielfältigen Lebensräume und die Biodiversität am Segelflugplatz Linz Ost gezielt zu fördern, hat die Naturkundliche Station (NaSt) der Stadt Linz ein umfassendes Konzept erarbeitet, welches die Umsetzung ökologischer Maßnahmen beinhaltet. Der Konzeptentwurf wurde beim vom Naturschutzbund und dem Klimaschutzministerium ausgeschriebenen „Grand Prix der Biodiversität“ ausgezeichnet und erlangte ein Preisgeld von 5.000 Euro. Bei einem feierlichen Abschlussakt im Dezember 2022 nahm Thomas Schiefecker (Leiter der Abteilung Botanischer Garten und Naturkundliche Station) gemeinsam mit Gudrun Fuß, Biologin bei der Naturkundlichen Station der Stadt Linz, die Auszeichnung entgegen.

„Ich gratuliere der Naturkundlichen Station zu dieser Prämierung. Sie bestätigt die hochprofessionelle und unverzichtbare Arbeit dieser städtischen Einrichtung, dafür gilt allen Mitarbeitenden mein Dank. Besonders umfassende und nachhaltige Konzepte wie diese sind unverzichtbar, um die Artenvielfalt zu erhalten“, betont Klimastadträtin Mag.a Eva Schobesberger.

Der Segelflugplatz Linz mit seiner stattlichen Größe von rund 30 Hektar ist im Industriegebiet die letzte grüne Oase und „Über-Lebensraum“ für unzählige Tier- und Pflanzenarten. Sein Mosaik an unterschiedlichen Lebensräumen wie Flurgehölze, magere Wiesenböschungen, blütenreiche Fettwiesen, Hochstaudenfluren und Gewässer macht diese Fläche für unzählige Organismen attraktiv und bietet ihnen oft die letzte Heimat im Linzer Stadtgebiet.

Das Preisgeld wurde zur Anlage eines neuen Amphibienteichs, zum Anbringen von Nistkästen verwendet. Gemeinsam mit den Fliegerclubs setzte man Sträucher und montierte an geeigneten Stellen Fledermausbretter und Mauerseglernistkästen. Infotafeln zum Gebiet und seinen Bewohner*innen werden demnächst noch aufgestellt.

„Vor allem im urbanen Bereich ist der Schutz von Lebensräumen zur Erhaltung von Tier- und Pflanzenarten ein wesentlicher Bestandteil für ganzheitlichen Klima- und Naturschutz. Vielfältige Grün- und Lebensräume wirken sich positiv auf das Stadtklima aus, stabilisieren Ökosystemkreisläufe und dienen der Erholung der Stadtbewohnerinnen und -bewohner“, führt Thomas Schiefecker, Leiter der Abteilung Botanischer Garten und Naturkundliche Station, aus.

„Nicht nur die klimatischen Veränderungen stellen die Natur in der Stadt vor große Herausforderungen, sondern auch die Verbauung oder gewerbliche Nutzung von einstigen Naturflächen. Durch unsere Forschung dokumentieren wir, dass etwa immer wieder Tierarten aus der Umgebung der Landeshauptstadt zu uns zuwandern, da sie hier passendere Lebensräume vorfinden, es umgekehrt leider auch immer wieder zum Verlust von Arten kommt“, ergänzt Mag.a Gudrun Fuß, Biologin bei der Naturkundlichen Station der Stadt Linz.

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