Medienservice vom: 29.12.2022

Arbeitsplatz-Motor Linz: 107.000 Pendler*innen fahren täglich in die Stadt Belastung der Straßen ist nahezu wieder auf Vor-Corona-Niveau

Die Landeshauptstadt Linz ist mit 209.000 Arbeitsplätzen – das entspricht theoretisch einem Arbeitsplatz pro Einwohner – der Wirtschafts-Motor im Bundesland und ein österreichweit relevanter Wirtschaftsfaktor. Einen traditionell hohen Anteil der in Linz beschäftigten Arbeitnehmer*innen nehmen dabei die Pendler*innen ein. Laut Statistik Austria (Stichtag 31.10.2020) pendeln mehr als die Hälfte der in Linz arbeitenden Menschen – konkret 107.000 Personen – an Werktagen täglich aus dem Umland ein. Die meisten Einpendler*innen stammen aus dem Nachbarbezirk Linz-Land (ca. 26.000), aus Urfahr-Umgebung (20.500) beziehungsweise aus Freistadt (10.700), Perg (8.300) oder Rohrbach (6.000). 

Während die Corona-Pandemie durch Lockdowns sowie verstärkte Home-Office-Nutzung zu einem Rückgang des Motorisierten Individualverkehrs (MIV) auf höherrangingen Einfahrtsstraßen nach Linz – also Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen – geführt hat, verzeichnen aktuelle Verkehrszählungen der Stadt Linz nun wieder nahezu ein Erreichen der Werte von 2019. So passierten 2022 werktags 72.500 Fahrzeuge die A7 auf Höhe Hafenstraße – 2019 lag dieser Wert bei 73.200. Am A7-Zubringer Freindorf liegt mit 91.000 gezählten Fahrzeugen der aktuelle Wert über jenem von 2019 (89.200).

Ein stetiges Ansteigen wird auf höherrangigen Straßen beim Schwerverkehr verzeichnet: So lag beispielsweise der Schwerverkehrs-Anteil an der Leonfeldner Straße (B126) im Jahr 2013 noch bei 5 Prozent. Heute sind 7 Prozent der täglich 12.000 registrierten Fahrzeuge dieser Kategorie zuzurechnen.

Bei den mittelrangigen Linzer Straßenzügen zeigt sich hingegen ein differenzierteres Bild: So sank etwa bei der Zählstelle am Römerbergtunnel heuer die Anzahl der Fahrzeuge auf 19.000 im Vergleich zu 2019 (20.600), gleichzeitig stieg jedoch der Schwerverkehr auch hier deutlich an (2022: 4,1 Prozent / 2019: 3,7 Prozent).

„Vor allem im Stadtgebiet sind verallgemeinernde Aussagen zum Verkehrsaufkommen wenig valide, da sehr viele Faktoren zusammenspielen. Was jedoch fest steht, ist, dass für die Zukunft entscheidend sein wird, wie sich die Wahl der Verkehrsmittel der Verkehrsteilnehmer*innen entwickelt. Der Wirtschaftsstandort Linz braucht ein funktionierendes Verkehrssystem“, erklärt Mobilitätsreferent Vizebürgermeister Mag. Martin Hajart.

Vor allem für Pendler*innen seien Park&Ride-Angebote samt bester Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel wesentlich. Dafür werden im Linzer Süden und im Osten beispielsweise zusätzliche Angebote geschaffen. Zusätzlich wird intensiv daran gearbeitet, durch geplante zusätzliche Angebote den Radfahrer*innen-Anteil in der Stadt merkbar zu steigern. 

Hajart: „Unumgänglich sind auch die Regionalstadtbahnen ins östliche und westliche Mühlviertel, sowie der geplante Bau des Westrings, welcher es ermöglicht, Verkehr aus dem westlichen Mühlviertel direkter auf die Autobahn zu leiten.“ Vor allem Letzterer wird mit Verkehrsfreigabe der Brücke zu einer merkbaren Entlastung und Beruhigung der Linzer Innenstadt beitragen.

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