Medienservice vom: 29.12.2022

Bilanz 2022 des Sicherheits- und Gesundheitsressorts Von der Blackout-Vorsorge bis zur Ukraine-Hilfslieferung

Vielfältige Schwerpunkte setzte im abgelaufenen Jahr 2022 das Sicherheits- und Gesundheitsressort. 

„Die vergangenen zwölf Monate waren – trotz der krisenhaften Rahmenbedingungen – sehr erfolgreich. So konnten wir nicht nur viele strategische Projekte auf Schiene bringen, sondern auch eine Vielzahl an niederschwelligen Angeboten für die Linzerinnen und Linzer realisieren“, resümiert Sicherheits- und Gesundheitsreferent Dr. Michael Raml das Jahr 2022. 

Einen wesentlichen Schwerpunkt stellte 2022 die Arbeit an der Blackout-Strategie der Stadt Linz dar. Diese wurde im November nach mehreren Monaten Vorbereitungszeit durch eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Expertinnen und Experten, vorgestellt. Diese Strategie regelt die exakten Abläufe der Stadtverwaltung im Falle eines länger andauernden, großflächigen Stromausfalls. So tritt bei einem Blackout ein exakt definierter Notfallplan in Kraft und es werden 17 so genannte Selbsthilfebasen im gesamten Stadtgebiet als Informations- und Kommunikationspunkte aktiviert. Die Blackout-Strategie umfasst auch niederschwellige Information von Bürgerinnen und Bürgern: Neben einer Kampagne inklusive eigener Blackout-Website (linz.at/blackout) fanden zwei große Informationsveranstaltungen im Festsaal des Neuen Rathauses mit jeweils mehreren hundert Besuchern statt. Darüber hinaus ging eine amtliche Information zu diesem Thema an alle Haushalte.

„Ich bedanke mich bei den zahlreichen Linzerinnen und Linzern für das große Interesse an diesem wichtigen Thema. Entsprechend dem Grundsatz ‚Vorsorgen schützt vor Sorgen‘ appelliere ich, die restliche Ferienzeit noch zu nutzen, um allfällige Einkäufe für einen krisenfesten Haushalt zu erledigen“, betont Raml.
Seit 2004 bietet die Stadt Linz bereits Kurse der Selbstverteidigungsschule Linz an. Alleine im abgelaufenen Jahr wurden sieben Kurse dazu abgehalten, davon fünf Angebote für Frauen und Mädchen, ein Papa-Sohn-Kurs sowie ein eigener Kurs für Seniorinnen und Senioren. Das stets rasch ausgebuchte Angebot wird 2023 fortgesetzt.

In seiner sechsten Auflage erschien 2022 der Sicherheitsratgeber der Stadt Linz, von dem 4.000 Exemplare produziert worden sind. In der gefragten Broschüre geben Expertinnen und Experten der Polizei, der Berufsfeuerwehr sowie des Kuratoriums für Verkehrssicherheit praktische Tipps und Hinweise, um sich selbst und das Zuhause vor unliebsamen Überraschungen zu schützen.

Im Bereich der Berufsfeuerwehr wurde der so genannte „Löwengang“ in der Hauptfeuerwache an der Wiener Straße realisiert: 520.000 Euro aus Mitteln des Kommunal-Investitionsgesetzes setzte die Stadt Linz ein, um das Ausrücken noch effizienter und einfacher zu machen.

„Der Zubau im Innenhof der Wache ermöglicht im Ernstfall den kürzesten Weg in die Fahrzeughalle. Zusätzlich wurde ein Garderobentrakt mit 150 Spinden und Schwerlastregalen für Spezialausrüstung errichtet. Damit hat zum ersten Mal in der Geschichte der Linzer Berufsfeuerwehr jeder Feuerwehrmann seinen eigenen Spind“, erklärt Sicherheitsstadtrat Raml. 

Vier Rüstlöschfahrzeuge der Berufsfeuerwehr wurden im vergangenen Jahr mit einem Defibrillator ausgestattet. Durch Erste-Hilfe-Maßnahmen noch vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes können wichtige Sekunden eingespart werden, wenn es um Leben und Tod geht.

Mit 1. Mai 2023 wird DI Stefan Krausbar (45) seinen Dienst als neuer Branddirektor der Stadt Linz antreten. Damit folgt er DI Dr. Wolfgang Puchner nach, der seinen Ruhestand antreten wird. Durch die Zeit zwischen der Auswahl im September 2022 und Krausbars Dienstantritt erfolgt eine optimale Übergabe. 

Maßgeblich beteiligt war die Berufsfeuerwehr auch an der Hilfsaktion der Stadt Linz im Rahmen der Städtepartnerschaften, die ebenfalls in den Verantwortungsbereich von Stadtrat Dr. Michael Raml fallen. So führten Linzer Feuerwehrmänner zwei Hilfskonvois für unsere ukrainische Partnerstadt Saporischschja an die ungarisch-ukrainische Grenze durch, wo diese an lokale Partnerorganisationen übergeben wurden.

Der Geschäftsbereich Gesundheit und Sport bot von Ende Oktober bis kurz von Weihnachten wie jedes Jahr eine Impfaktion gegen die „echte Grippe“ Influenza an. Diese Möglichkeit nahmen tausende Linzerinnen und Linzer in Anspruch. Ebenfalls großen Zulauf verzeichnete die FSME-Impfaktion im Frühling, die sogar um mehrere Wochen verlängert wurde.

„Durch die Übersiedlung des städtischen Impfservice in die Räumlichkeiten der ehemaligen Hypo-Bank vor dem Neuen Rathaus verfügt die Stadt nun wieder über optimale Infrastruktur, um das breit aufgestellte Impfangebot in vollem Ausmaß anbieten zu können“, erklärt Raml.

Von interessiertem Publikum gut aufgenommen wurden auch Projekte wie der erste Linzer Gesundheitstag: Unter dem Motto „Der Mensch im Mittelpunkt“ strömten mehrere hundert Besucherinnen und Besucher bei freiem Eintritt in das Alte Rathaus, um sich zu informieren und ihr Gesundheitsbewusstsein zu schärfen. Auf dem Programm standen unter anderem Informationsstände, Workshops, Gewinnspiele sowie Vorträge und Vorführungen.

Ein weiteres Highlight stellte das Stadtteilfest „Miteinand aktiv“ am Spallerhof/Bindermichl dar. Trotz Schlechtwetters folgten etwa 100 Gäste der Einladung und informierten sich zu den Themen Gesundheit, Soziales, Mobilität, Ernährung etc..

Wichtige Informationen in einem übersichtlichen Nachschlagewerk – das bietet der Linzer Gesundheitsratgeber, der 2022 in seiner dritten Auflage erschienen ist. Auf mehr als 100 Seiten findet sich darin ein Überblick über das städtische Gesundheitswesen sowie zu wichtigen Vorsorgemaßnahmen. Dabei wird kein Thema ausgespart: Interessierte können sich vom Thema Impfungen über Lebensmittelsicherheit bis hin zu Kontakten zu den Linzer Ärztinnen und Ärzten, Krankenhäusern und zur eCard informieren.

„Die vorliegende Bilanz bildet nur einen Bruchteil der im Bereich der Sicherheit und Gesundheit geleisteten, hervorragenden Arbeit der städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ab. Ich bedanke mich als zuständiger Referent bei jedem und jeder Einzelnen für ihren wertvollen Dienst zum Wohle der Allgemeinheit“, betont Sicherheits- und Gesundheitsstadtrat Dr. Michael Raml. 

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