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AKH
Presseaussendung vom 30.10.2003

Matthias May – ein Kölner Maler in Linz

Durch die Gründung einer Kunstschule in Linz zu Beginn der Zwanzigerjahre stellte der Kölner Maler und Graphiker Matthias May (1884 - 1923) einen wesentlichen Impuls für das städtische Kulturleben jener Zeit dar. Anlässlich des dreißigjährigen Bestandsjubiläums des Nordicos präsentiert das Museum nun die erste große Retrospektive des beinahe vollständig in Vergessenheit geratenen Künstlers: Insgesamt 200 Werke - eine Auswahl von Selbstbildnissen, drei neu entdeckte Skizzenbücher sowie bislang unbekannte Privatfotos und 30 Werke seiner SchülerInnen werden von 31. Oktober 2003 bis 29. Februar 2004 präsentiert.

Die Schule

Seine erste künstlerische Ausbildung erhielt Matthias May an der Kunstgewerbeschule in seiner Heimatstadt Köln und später an der Akademie der Bildenden Künste in München. Die Heirat mit der Linzer Malerin Paula Pillesmüller führte Matthias May 1914 nach Linz. Sechs Jahre später gründete er hier eine Kunstschule, die sich nicht lange hielt, jedoch von Beginn an großer Beliebtheit erfreute. Zu seinen bedeutendsten SchülerInnen zählten: Vilma Eckl, Anton Lutz, Karl Vornehm, Rudolf Steinbüchler, Hanns Kobinger, Rudolf Feischl und Herbert Bayer, der später am Bauhaus Weltruf erlangte.

Umfangreiches Schaffen

Zu Beginn seines Schaffens setzte sich May vor allem mit einem der wichtigsten Vertreter des deutschen Realismus, Wilhelm Leibl, auseinander. Dies verlieh seinen frühen Arbeiten eine beinahe altmeisterliche Atmosphäre in einer in feinsten Farbnuancen abgestimmten Helldunkelmalerei. In seiner wichtigsten Schaffensperiode herrschte jedoch die Verwendung einer postimpressionistischen Palette vor, die auf einer intensiven Beschäftigung mit den deutschen Impressionisten basierte, allen voran Lovis Corinth. Die Rolle der Zeichnung erfährt in Mays Werk einen maßgeblichen Bedeutungswandel. Diente die Zeichnung anfänglich als Vorzeichnung, Skizze oder zur Bildfindung, so kann sie in seinem Spätwerk in den oftmals großformatigen Blättern in Farbkreide als gleichwertig neben der Malerei und Druckgraphik gesehen werden. Bei den Werken seiner kurzen Spätphase, er starb bereits 39-jährig, handelt es sich um figürliche Gruppenkompositionen, wobei sein Hauptaugenmerk auf dem „In Beziehung setzen“ von Akten lag. Seine letzten Arbeiten in Öl weisen Tendenzen zur Abstraktion auf.

Die Jubiläumsausstellung kann von Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr und Samstag und Sonntag von 14 bis 17 Uhr besichtigt werden. Der Eintritt beträgt für Erwachsene 4 Euro, ermäßigt 2,20 Euro. Am 1. November, 8., 24., 25. und 31. Dezember 2003 sowie am 1. und 6. Jänner 2004 ist das Nordico geschlossen. Während der Ausstellung ist ein reich bebildeter Katalog zum Sonderpreis von 19 Euro erhältlich.

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Vizebürgermeister Dr. Reinhard Dyk und Museums-Direktor Dr. Willibald Katzinger über die Ausstellung „Matthias May und seine Schule“)

Weitere Gesprächspartner:
Elisabeth Geirhofer/Ausstellungs-Kuratorin
Dr. Herfried Thaler/Ausstellungs-Organisator

Nordico.

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