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KOMMUNALES
Presseaussendung vom 14.07.2005

Infrastrukturelle Entwicklung in Urfahr

1. Infrastrukturelle Maßnahmen für das soziale Netz

Neubau des Seniorenzentrums in Urfahr

Der Neubau des Seniorenzentrums Franz Hillinger wurde vom Linzer Gemeinderat im Juni 2004 beschlossen. Das bestehende Seniorenzentrum an der Mühlkreisbahnstraße in Urfahr ist ein reines Wohnheim und seit 1977 in Betrieb.

Der Neubau des Seniorenzentrums wird von der GWG durchgeführt und im Jänner 2006 nach Plänen von Architekt Mag. Herbert Karrer begonnen. Im Frühjahr 2008 werden die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Der neue Mittelpunkt für ältere Menschen wird am bisherigen Standort errichtet und 130 BewohnerInnen in einem fünfgeschoßigen Hofgebäude Platz bieten. Ausweichquartiere gibt es in den betreubaren Wohnungen der GWG an der Rudolfstraße und im Seniorenzentrum Keferfeld/Oed.

Derzeit leben noch 56 BewohnerInnen im Seniorenzentrum Franz Hillinger. Nach deren Übersiedlung in die benachbarten betreubaren Wohnungen an der Rudolfstraße wird die GWG mit den Vorbereitungsarbeiten für den Abbruch anfangen. Dieser soll spätestens ab November 2005 beginnen.

Betreubares Wohnen Haselgrabenweg

Die Baureform errichtet an der Ecke Ferdinand-Markl-Straße/ Haselgrabenweg 15 betreubare Wohnungen mit je 50 Quadratmeter und sieben frei finanzierte Wohnungen mit Größen zwischen 50 und 110 Quadratmeter. Baubeginn war im Jahr 2004, die Anlage kann noch heuer eröffnet werden.

2. Infrastrukturelle Maßnahmen für die Sicherheit

Hochwasserschutz für Alt-Urfahr-West

Am 23. September 2004 hat der Linzer Gemeinderat einen Grundsatzbeschluss für das Projekt „Mobiler Hochwasserschutz Alt-Urfahr-West" gefasst. Die Kosten von 8,1 Millionen Euro werden zu 50 Prozent vom Bund, zu 30 Prozent vom Land OÖ. und zu 20 Prozent von der Stadt Linz getragen.

Aus Platzgründen und im Sinne des Ortsbildschutzes wird eine mobile Hochwasserwand gebaut. Diese wird wie in der Stadt Krems aus Untergrunddichtung, Brüstungsmauer und aufgesetzten Dammbalkenelementen bestehen.

Derzeit bereiten die städtischen Dienststellen die Ausschreibung der Bauarbeiten vor. Der Baubeginn wird noch im Oktober dieses Jahres sein. Der Hochwasserschutz kann dann bis Ende 2006 fertig gestellt sein.


Neues Zeughaus für die Feuerwehr Pöstlingberg

1,4 Millionen Euro investiert die Stadt Linz in den Um- und Neubau des Zeughauses der Freiwilligen Feuerwehr Pöstlingberg. Nach den Plänen der Linzer Architekten DI Andreas Dworschak und DI Wolfgang Mühlbachler entsteht ein zweigeschoßiger Neubau anstelle des bisherigen Garagentraktes. Das dreigeschoßige Hauptgebäude ist ein Altbau aus dem Jahr 1903 und wird für die Zwecke der Feuerwehr adaptiert. Die Projektleitung übernimmt das Gebäudemanagement Linz.

Der Spatenstich findet am 14. August statt. Im September wird mit den Bauarbeiten begonnen. Das moderne Feuerwehrhaus soll im August 2006 fertig sein.

3. Autobahnanschluss Universität und Science Park

Autobahnanschluss Universität

Nach sieben Jahren Verhandlungen und Projektentwicklung ist eine positive Entscheidung für den A7 Anschluss in Linz/Auhof gefallen. Damit erreicht die Stadt Linz ihr Ziel, die Bevölkerung des Auhofs vom Durchzugsverkehr in die Umlandgemeinden zu entlasten. Derzeit wird die Altenberger Straße von rund 18.000 Kfz täglich frequentiert. Dies entspricht etwa der Hälfte der Verkehrsbelastung der Brennerautobahn. Rund die Hälfte der Fahrten entfallen auf den Verkehr von und in die Umlandgemeinden. Mit der Errichtung des Autobahnanschlusses Universität wird auch die Erreichbarkeit der A7 - Mühlkreisautobahn wesentlich erleichtert.

Geplant ist ein Vollanschluss südlich der Kleingartensiedlung Franz Josef. Errichtet wird zunächst der von der Stadt Linz befürwortete Halbanschluss mit Kosten von 5,6 Millionen Euro. Im Herbst wird das UVP-Verfahren eingeleitet, eine Ausschreibung des Projektes könnte im ersten Halbjahr 2006 erfolgen. Der Baubeginn ist voraussichtlich 2007.
Die Planung liegt beim Land OÖ., das Verbindungsstück zur bestehenden Landesstraße wird vom Land OÖ. mit 500.000 Euro finanziert. Die Kosten werden zwischen ASFINAG, Land OÖ. und Stadt Linz gedrittelt.

Der Autobahnanschluss Universität ist eine entscheidende Voraussetzung für die Errichtung des Science Parks der Johannes Kepler Universität. Ein weiterer Effekt ist die bessere Erreichbarkeit der Universität aus Richtung Linz.

Science Park der Kepler Universität

Für Forschung und Entwicklung ist die Errichtung eines Science Parks an der Johannes Kepler Universität geplant. Damit soll ein Zentrum entstehen, in dem Wirtschaft und Forschung eng zusammenarbeiten. Nicht nur in den bewährten Sparten wie Mechatronik oder Werkstoffwissenschaften, sondern auch in Bereichen wie Life Sciences, Medizintechnik sowie Kommunikationstechnologie soll es zukunftsorientierte Betriebsansiedlungen geben.

Auf der Fläche des Universitäts-Sportinstituts (USI) an der Altenbergerstraße soll der Science Park in vier Etappen mit einer Gesamtfläche von etwa 35.000 Quadratmeter entstehen. Ab dem Frühjahr 2006 soll eine 1. Etappe auf 15.000 Quadratmetern realisiert werden. Eine Übersiedlung der Universitätsexposituren voest und Freistädterstraße könnte 2009 erfolgen.

Architekt DI Helmut Eisendle hat einen Masterplan erstellt. Er war die Grund-lage für einen Architekturwettbewerb mit 40 Projekten. Das Siegerprojekt ist am 1. Juli von einer Jury unter dem Vorsitz von Architekt DI Peter Riepl entschieden worden: Sieger sind die Architekten Günther Katherl (Vöcklabruck), Martin Haller (Mittelberg, Vorarlberg) und Ulrich Aspetsberger (Linz), die das Team caramel architekten bilden.

Die Baukosten für die erste Etappe belaufen sich auf 18 Millionen Euro. Bauherr ist die BundesimmobiliengesmbH (BIG).

4. Maßnahme zur Stärkung des Urfahraner Zentrums:

Modernisierung Einkaufspassage Lentia

Im September wird das überarbeitete Projekt Lentia wieder der Linzer Planungsvisite vorgestellt. Es sieht eine Modernisierung der bestehenden Einkaufspassage und einen Zubau vor. Die Einkaufspassage bietet etwa 10.000, die früheren Räumlichkeiten der Neuen Galerie 4.000 und das ehemalige Musikschulwerk ungefähr 1.000 Quadratmeter Verkaufsfläche. Nach dem Bebauungsplan sind ein Zubau bis zur Hauptstraße sowie eine Erweiterung der Geschäftsflächen auf maximal 20.000 Quadratmeter zulässig.

5. Maßnahmen zur Grünlandsicherung

Der Druck auf die Stadtplanung, bislang als Grünland gewidmete Grundstücke in Bauland umzuwidmen, ist in Urfahr konstant hoch. Nachdem die Wohngebiete entlang der Urfahraner Hauptachsen eine relativ hohe Verbauungsdichte aufweisen, kommt dem Schutz größerer zusammenhängender Grünflächen ein besonders hoher Stellenwert zu.



Eine an den Interessen von GrundbesitzerInnen orientierte Widmungspolitik ist im Sinne einer seriösen Raumordnung abzulehnen. Weitläufige Grünzonen rund um die Universität, entlang des Wasserschutzgebietes Heilham, an den nördlichen Siedlungsrändern zum Grüngürtel sowie im Anschluss an das Pleschinger Augebiet sollen auch für künftige Generationen erhalten bleiben.

6. Infrastruktureller Bedarf für die Bewältigung des fließenden Verkehrs

4. Donaubrücke mit Tunnels

Die Finanzsituation der ASFINAG und ihre weitreichenden Verpflichtungen für die Nordumfahrung Wien (3,4 Milliarden Euro) lassen das Projekt Westring weiterhin als ungesichert erscheinen. Für die Verbesserung der Verkehrssituation in Urfahr wäre die Realisierung der 1. Etappe des Westrings (Donaubrücke und Tunnelanlagen bis zum Bahnhof) besonders wichtig. Eine alleinige Errichtung der Donaubrücke wird von der Stadt Linz weiterhin entschieden abgelehnt.

Verkehrsneuregelung im Zentrum Urfahrs

Für die Weiterentwicklung des Urfahraner Zentrums bedarf es einer Neuregelung der West-Ost-Durchquerung. Mit der Realisierung der 1. Etappe des Projektes Westring ergäbe sich die Chance, die Rudolfstraße in östlicher Richtung in den Hinsenkampplatz sowie in die Wildbergstraße zu führen. Eine Verlegung der Straßenbahnlinie 1 in die Friedrichstraße und in Folge die Schließung der Fußgängerunterführung Hinsenkampplatz wären daraus resultierende, positive Konsequenzen.

Der Linzer Gemeinderat beschloss bereits am 22. Jänner 2004, eine Studie des Landes Oberösterreich zu diesem Thema mit einem Sechstel der Kosten mitzufinanzieren. Nach letzten Verhandlungen wird der Kostenanteil der Stadt Linz auf ein Drittel erhöht, sodass der Vergabe der Studie durch das Landes OÖ. nichts mehr im Wege stehen sollte.

7. Offene Punkte der infrastrukturellen Stadtentwicklung in Urfahr

Neugestaltung des Jahrmarktgeländes

Die Rahmenbedingungen für das im Juni 2003 prämierte Projekt von Architekt Boris Podrecca haben sich zwischenzeitlich stark verändert. Die Errichtung eines Donausteges für den Rad- und Fußgängerverkehr ist dafür ebenso verantwortlich wie die Pläne des Ars Electronica Centers, einen Zubau zum bestehenden Museum zu errichten. Die aufschiebende Wirkung des Bescheides ist bis 30. September 2007 begrenzt. Die weitere Vorgangsweise wird zwischen den beteiligten städtischen Dienststellen nach Abschluss des Wettbewerbes für den Donausteg zu entscheiden sein.

City-S-Bahn

Das 200 Millionen Euro Projekt wurde in den sechsjährigen ÖBB-Rahmenplan für Oberösterreich für den Infrastrukturausbau aufgenommen. Eine Realisierung des Verkehrsprojektes, das die Verbindung zwischen Mühlkreisbahnhof und Hauptbahnhof herstellt, wäre ab 2010 möglich. Die Bauzeit beträgt für die rund 6 Kilometer lange Strecke etwa vier bis fünf Jahre.

Die Planung der City S-Bahn wird vom Bund zu 60 Prozent finanziert, das Land OÖ. leistet einen Kostenbeitrag von 40 Prozent. Für die notwendige Elektrifizierung der Mühlkreisbahn müsste das Land OÖ. zu den rund 21,5 Millionen Euro mindestens ein Drittel der Investitionskosten beitragen.

Noch nicht gelöst sind Fragen wie die Finanzierung der Errichtung, Betriebsführung und Verkehrsdienstevertrag, die Zukunft der Eisenbahnbrücke und die Finanzierung der neuen Straßenbrücke.

Projekt Donausteg

Für den Donausteg am Standort Wildbergstraße wird ein zweistufiger EU-weiter Wettbewerb für ArchitektInnen und TragwerksplanerInnen ausgeschrieben. Aus den TeilnehmerInnen der ersten Wettbewerbsstufe werden fünf Teams ausgewählt. Das Siegerprojekt soll im Frühjahr 2006 präsentiert werden. Als Baubeginn ist frühestens Mitte 2007 denkbar. Rechtzeitig vor Beginn des Kulturhauptstadtjahres soll die Fuß- und Radwegverbindung über die Donau Ende 2008 fertig sein.


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