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KOMMUNALES
Presseaussendung vom 07.07.2005

Bürgerbefragung 2004 – Ergebnisse

Umfangreiche Befragung von Linzer BürgerInnen zu kommunalen Themen

Im Oktober 2004 hat die Stadt Linz nach Umfragen im Jahr 1995 und 1999 erneut eine breit angelegte Bürgerbefragung gestartet. Mehr als 45.000 Hauptwohnsitz-LinzerInnen im Alter zwischen 18 und 75 Jahren erhielten einen Fragebogen. Für die Auswertung lagen insgesamt 21.069 Fragebögen vor, die Rücklaufquote lag um 45 Prozent.

Ziel der Befragung war es, das Meinungsbild der Linzer Bevölkerung zu verschiedenen Themenstellungen zu erhalten, ihre Wünsche und Anliegen zu erfahren. Damit bekommen Politik und Verwaltung eine wesentliche Grundlage für künftige Entscheidungen unter dem Aspekt der Kundenorientierung.

Neben der Möglichkeit in offenen Fragen Probleme und Wünsche zu deponieren, wurden in geschlossenen Fragen die Eigenschaften der Wohngegend, die Beurteilung der Infrastruktur, der Parkplatzsituation und der Belästigung durch Lärm erhoben.

In Zusammenarbeit mit der Polizei war ein Schwerpunkt der Umfrage 2004 die Einschätzung der öffentlichen Sicherheit. Neu aufgenommen wurden zwei Fragen zu Bildungsangebot und Arbeitsplatzsituation.

Stadtteilverbundenheit

Unverändert hoch ist die Verbundenheit mit Linz und dem Stadtteil. 87 Prozent leben gerne in ihrem Viertel, nur acht Prozent würden lieber in einem anderen Stadtteil von Linz  bzw. vier Prozent lieber auswärts leben.

Öffentliche Sicherheit

Die Sicherheit bildete 2004 in Zusammenarbeit mit der Polizei  mit einem umfangreichen Fragenkomplex einen Schwerpunkt bei der Befragung. Generell sind 38 Prozent der Bevölkerung mit der Arbeit der Polizei zufrieden, 22 Prozent teilweise zufrieden und 19 Prozent unzufrieden.

Gefragt nach der Eigenschaft „gefährlich“, meinen 8 Prozent, dies träfe für ihren Wohnbereich zu. 22 Prozent der Befragten meinen, dies trifft zum Teil zu; für 42 Prozent trifft dies eher nicht zu und für 18 Prozent überhaupt nicht.

Mit der Erreichbarkeit des nächsten Polizeiwachzimmers sind 55 Prozent zufrieden, 21 Prozent zum Teil und 17 Prozent unzufrieden.

Sicher in ihrer Wohngegend fühlen sich 81 Prozent, 18 Prozent unsicher. 1999 fühlten sich 86 Prozent sicher und 13 Prozent unsicher. 1995 fühlten sich 75 Prozent sicher und 23 Prozent unsicher.

Sehr deutlich zeigte sich der Wunsch der Bevölkerung nach einer präsenten Polizei. In der offen formulierten Frage nach künftigen Schwerpunkten zur Erhöhung der Sicherheit, wurden Präsenz und verstärkte Kontrollen mit 32 Prozent am häufigsten genannt. Dies zeigt sich auch bei der Einschätzung von vorgeschlagenen Maßnahmen nach Wichtigkeit und Zufriedenheit. Während die Wichtigkeit von Polizeistreifen zu Fuß als sehr hoch eingeschätzt wird, ist die Zufriedenheit mit der Polizei in diesem Bereich am geringsten. 80 Prozent finden die Maßnahme wichtig, nur 19 Prozent sind mit der Präsenz zufrieden.

Als wichtig schätzen 85 Prozent der Befragten die Bekämpfung des Drogenhandels ein und 89 Prozent die Bekämpfung der Straßenkriminalität. Am zufriedensten sind die Befragten mit der „Polizei als Freund und Helfer, 44 Prozent sind hier zufrieden, 17 Prozent unzufrieden.

Bei den Kontrollen wünscht die Bevölkerung, dass besonderer Wert auf Alkoholkontrollen und auf Jugendschutzkontrollen gelegt werden soll.

25 Prozent geben an, selbst schon einmal Betroffene(r)/Opfer einer Straftat gewesen zu sein. 52 Prozent waren dabei mit der Behandlung durch die Polizei zufrieden, 22 Prozent zum Teil und 21 Prozent unzufrieden.

Bei den Ängsten, selbst Opfer einer Straftat zu werden, liegen die Befürchtungen der Befragten hauptsächlich bei Eigentumsdelikten und Sachbeschädigung. Weniger Angst haben sie vor Körperverletzungen. So besteht für 7 Prozent die Angst, Opfer eines tätlichen Angriffs zu werden, während 19 Prozent Angst vor einem Wohnungseinbruch haben. Umgekehrt halten 63 Prozent der Befragten die Gefahr, Opfer einer Körperverletzung zu werden, für eher gering, während dies nur 39 Prozent bei der Gefahr eines Wohnungseinbruchs glauben.

Verkehr

Die Verkehrsituation für FußgängerInnen und RadfahrerInnen wird etwas besser als 1995 und in etwa gleich wie 1999 eingeschätzt. Die Verkehrssituation für AutobenützerInnen wird in etwa gleich wie 1995 und etwas schlechter wie 1999 eingeschätzt. Mit der Verkehrssituation für FußgängerInnen sind 72 Prozent zufrieden und 9 Prozent unzufrieden. Die Situation für RadfahrerInnen halten 54 Prozent für gut und 13 Prozent für nicht gut. Bei der Einschätzung für AutobenützerInnen sind 51 Prozent zufrieden und 17 Prozent unzufrieden.

Das Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln in der Wohngegend wird auf hohem Niveau weiter gut eingeschätzt (85 Prozent sind zufrieden, nur fünf Prozent unzufrieden).

Parken

Hier wurde auch abgefragt, wie viel man bereit wäre, für einen Parkgaragenplatz zu zahlen. Es zeigt sich die Bereitschaft, für einen Garagenplatz zu zahlen. Im Schnitt sind die an einem Parkgaragenplatz interessierten LinzerInnen bereit, 35 Euro für einen Garagenplatz zu bezahlen. 23 Prozent sind bereit, über 50 Euro auszulegen.

Infrastruktur

Die Fragen in diesem Bereich erfassten die Zufriedenheit mit jenen Angeboten und Einrichtungen, die im täglichen Leben benötigt bzw. genutzt werden. So zum Beispiel die Versorgung mit praktischen ÄrztInnen, mit Einkaufsmöglichkeiten, Betreuungsangeboten für Kinder, Jugendliche und Senioren, mit Grünflächen und Parks sowie mit der die Sauberkeit von öffentlichen Flächen. Hier zeigt sich bei den meisten Fragen eine Verbesserung bzw. eine in etwa gleich bleibende Tendenz.

Bildungsangebot und Arbeitsplatzsituation

Beide Bereiche werden von der Bevölkerung relativ gut eingeschätzt. Mit dem Bildungsangebot sind 75 Prozent zufrieden und nur drei Prozent unzufrieden.

Beim Arbeitsplatzangebot sind 43 Prozent zufrieden und elf Prozent unzufrieden.

Information

Der Bericht liefert in seiner Dichte wesentliche Entscheidungshilfen für Politik und Verwaltung. Die Bevölkerung wird über die Ergebnisse über das Stadtmagazin Lebendiges Linz informiert. Zudem wird die Möglichkeit bestehen, den Bericht im Internet unter www.linz.at abzurufen. Der Bericht kann auch in Druckversion bzw. auf CD-ROM angefordert werden.

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz „Bürgerbefragung 2004 - Ergebnisse“ von Bürgermeister Franz Dobusch)

Weitere Gesprächspartner:
Präsidialdirektor Dr. Ernst Inquart
Dr. Max Sieger, Leiter der Stadtforschung Linz
Bürgerbefragung 2004.

Kontakt:
Stadtkommunikation Linz  Tel.: +43 732 7070 1343

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