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Presseaussendung vom 14.11.2005

A 7 Einhausung Bindermichl:

Schnellste Autobahnbaustelle Österreichs wird am 26. November 2005 eröffnet.

Die A 7 Einhausung Bindermichl bildet den Startschuss für die große Linzer Verkehrslösung. Die Gesamtfertigstellung wird nun bereits am 26. November 2005 - um mehr als drei Wochen früher als geplant - erfolgen.

- Sonntag, 20. November 2005 - Tag der offenen Tür - 10 bis 14 Uhr
- Samstag, 26. November 2005 - Eröffnung - Beginn 10 Uhr

Die A 7 Einhausung Bindermichl glänzt mit Superlativen. Sie ist

- die mit Abstand schnellste Autobahnbaustelle Österreichs. 
- die europaweit komplexeste Baustelle und
- die sicherste Tunnelanlage.

Innerhalb von nur zwei Jahren wird dieses Projekt unter vollem Verkehr mit täglich rd. 100.000 Fahrzeugen verwirklicht. Sie ist eine logistische Meisterleistung. Wir danken vor allem den Bauarbeitern und deren Firmen. Sie leisten exzellente Arbeit.

Mit der Fertigstellung des Bindermichl wird das wohl komplexeste Straßenbauvorhaben Österreichs der letzten Jahre in Rekordzeit umgesetzt. Dieses vorallem für die Anrainer wichtige Bauwerk wurde erst durch die Verdreifachung der Straßeninvestitionsmittel im Vergleich zu den 90er Jahren ermöglicht. Die Herstellung dieses modernen und sicheren Tunnels inkl. einer Verkehrsbeeinflussungsanlage bringt nicht nur eine Verbesserung der Umweltsituation für die Anrainer, sondern ist auch ein wesentlicher Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit.

Der ständig steigende Verkehr von und zur A 1 Westautobahn und die damit verbundene Lärmbelastung war für die Anwohner eine große Belastung. Mit ca. 100.000 Fahrzeugen pro Tag zählt die Mühlkreisautobahn im Bereich Bindermichl zu den meist befahrenen Straßen Österreichs. Die Absenkung und Einhausung der Stadtautobahn in diesem Bereich ist das bisher größte Lärmschutzprojekt der oberösterreichischen Landeshauptstadt. Die Untertunnelung der A 7 trägt wesentlich zur Steigerung der Wohn- und Lebensqualität der BewohnerInnen des Bindermichls und Spallerhofs bei. Das Projekt umfasst eine jeweils dreispurig geführte Richtungsfahrbahn mit zusätzlichen durchgehenden Pannenstreifern im Bereich des Tunnels Bindermichl, sowie die Ertüchtigung und Erneuerung der Autobahn im gesamten Projektsbereich zur Entlastung der angespannten Verkehrssituation in beiden Fahrtrichtungen vor.

Das städtebauliche Ziel ist die Schaffung eines neuen ca. 40.000 m² großen Parkes auf der neuen Tunneloberfläche und einer merklichen Erhöhung der Wohn- und Lebensqualität für ca. 3000 Bewohner der Stadtteile Bindermichl, Spallerhof und Niedernhart.

TAG DER OFFENEN TÜR AM 20.11.2005

Sonntag, 20. November 2005 - 10 bis 14 Uhr

Tag der offenen Tür

In der Weströhre (Zugang über den Kreisverkehr Bindermichl) kann die Betriebszentrale und der Tunnel besichtigt werden. Die Feuerwehr, das Rote Kreuz, die Autobahnmeisterei und die Projektleitung sowie der ÖAMTC informieren über die modernsten Sicherheitseinrichtungen in der A 7 Einhausung Bindermichl.

Dienstag, 22. November 2005

Fertigstellung Kreisverkehr Muldenstraße

Der Kreisverkehr auf der Spallerhofseite wird fertiggestellt. Wegen Asphaltierung des Anschlusses wird der Verkehr Muldenstraße durch den neuen Kreisverkehr geführt. Die Ampeln an der Kreuzung Bindermichl sind in Betrieb.

Freitag, 25. November 2005 - ab 20 Uhr

Sperre der A 7 im Bereich Bindermichl

Sperre der kompletten A 7 mit allen Auf- und abfahrten im Bereich Bindermichl. Der Verkehr wird großräumig umgeleitet.

ERÖFFNUNGSFEST AM 26. November 2005

Die Bauarbeiten laufen seit Sommer 2003. Die Oströhre des Tunnels Bindermichl wurde im Dezember 2004 für den Verkehr freigegeben, die Gesamtverkehrsfreigabe wird am 26. November 2005, um 10 Uhr im Rahmen eines Festaktes mit Vizekanzler Hubert Gorbach, Staatssekretär Mag. Helmut Kukacka, Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer, Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl, Landeshauptmann-Stellvertreter DI Erich Haider, Bürgermeister Dr. Franz Dobusch und ASFINAG-Vorstand Dipl.-Ing. Franz Lückler erfolgen.

Samstag, 26. November 2005 - 10 bis 14 Uhr

Festakt Eröffnung A 7 Einhausung Bindermichl

Teile der Autobahn werden als Parkfläche genutzt - die Verkehrsführung erfolgt laut beiliegender Skizze - zusätzlich steht ab 8 Uhr ein Shuttle-Zubringerdienst vom Landesdienstleistungszentrum zur Verfügung.

Sonntag, 27. November 2005

Freigabe der Einhausung

Freigabe der Einhausung - die innerstädtische Verbindung Unionstraße - Wiener Straße und umgekehrt ist durch die Einhausung möglich. Der Tunnel Bindermichl bleibt gesperrt.

Montag, 28. November 2005 - 5 Uhr

Freigabe der Tunnel Bindermichl für den Verkehr.

GESAMTKOSTEN 150 MILLIONEN EURO

Das Projekt der "Einhausung und Absenkung der A 7 im Bereich Bindermichl" beinhaltet folgende Einzelmaßnahmen:

  • zweiröhriger Autobahntunnel Bereich Bindermichl - 1062 m. 
  • zweiröhrige Autobahneinhausung Bereich Niedernhart - 580 m. 
  • Umbau der Anschlussstelle Muldenstraße in "Kreisverkehrsform" mit zusätzlichen Auf- und Abfahrtsspuren aus dem bzw. in den Tunnel. 
  • Ertüchtigung des Autobahnquerschnittes durch zusätzliche Spuren und durchgehende Pannenstreifen. 
  • Errichtung neuer bzw. Verbreiterung bestehender Direktrampen im Knoten Hummelhof. 
  • Errichtung neuer bzw. Sanierung bestehender Brückenobjekte im Projektsbereich. 
  • Errichtung zusätzlicher Lärmschutzwände

Weiters werden folgende städtebauliche Maßnahmen realisiert:

  • Errichtung einer Lärmschutzwand zum Schutz der höherliegenden Wohngeschoße im Bereich des Bogens Kopernikusstraße (Hummelhofknoten). 
  • Architektonische Gestaltung der Tunnelportale und der Lärmschutzwände. 
  • Städtebauliche Gestaltung der Tunneloberfläche (Nutzung als Park usw.)

Die Gesamtkosten inklusive notwendiger Grundeinlösen, Planung, Bau, Projektmanagement und Indexsteigerungen betragen ca. 150 Millionen Euro.

Zahlen und Fakten

Gesamte Betonkubatur: 200.000 m³
Gesamte Stahltonagen: 20.000 to
Gesamte Erdbewegungen: 800.000 m³
Lärmschutzmaßnahmen (offene Strecke): 12.000 m²
Lärmschutzmaßnahmen (im Tunnel): 25.000 m²

MODERNSTE SICHERHEITSEINRICHTUNGEN IM TUNNELBEREICH

Die Betriebs- und Sicherheitseinrichtungen im Tunnel Bindermichl und der Einhausung Niedernhart entsprechen dem modernsten Stand der Technik. Sicherheit im Tunnel hat oberste Priorität.

Aufbauend auf eine im internationalen Vergleich sehr kurze Fluchtweglänge von nur rund 150 m wurde ein Rettungskonzept entwickelt und durch eine rechnergestützte Selbstrettungssimulation überprüft.

Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit wird im Tunnel Bindermichl, erstmals in Österreich neben einer Vielzahl von sicherheitstechnischen Anlagen auch eine sogenannte Verkehrsbeeinflussungsanlage installiert, welche der Anpassung von dynamischen Verkehrszeichen an die aktuelle Straßensituation und somit der Lenkung der Verkehrsströme dient und die Verkehrsteilnehmer rechtzeitig über Verkehrsbehinderungen wie Unfälle, Staus etc., informiert. Bereits im Vorfeld auf der A 1 Westautobahn werden dafür Verkehrsinformationstafeln aktiviert, welche die Verkehrsteilnehmer großräumig umleiten.

Die Tunnelanlage Bindermichl/Niedernhart wird durch die Tunnelüberwachungszentrale (ÜZ-Wels) der ABM Wels rund um die Uhr überwacht. Dabei steht neben einer nach modernstem Standard konzipierten elektronischen Notfall- und Störungsmeldeanlage auch eine lückenlose Videoüberwachung der gesamten Tunnelstrecken und der Portalbereiche zur Verfügung. Über Fernwirkung kann von der ÜZ-Wels auch die gesamte Tunnelsteuerung bedient werden. Zur Verbesserung der Verkehrssicherheit wurden selbstleuchtende Bordsteinreflektoren aus LED installiert. Die durchgehende ca. 5 m hohe helle Beschichtung sowie die ebenfalls helle Beleuchtung lässt den Tunnel freundlich erscheinen und erhöht die Verkehrssicherheit.

Der Tunnelfunk gewährleistet einen sicheren Funkverkehr im Tunnel und nach außen bzw. zur Tunnelwarte für die Einsatzkräfte und den Erhaltungsbetrieb. Zusätzlich werden über diese Kabel die Frequenzen der Verkehrssender abgestrahlt, auf die der Tunnelwart allenfalls einsprechen kann.

Außerdem werden im Tunnelbereich laufend Messungen der Trübsicht, der Stickstoff-und CO2-Belastung sowie der Längsluftströmung durchgeführt. 

Pressekonferenz
Staatssekretär Mag. Helmut Kukacka
Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer
Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl
Bürgermeister Dr. Franz Dobusch
ASFINAG-Vorstand Dipl.-Ing. Franz Lückler

Weitere Gesprächsteilnehmer:
Ing. Gerhard Mysliwietz, Projektleiter A 7 Bindermichl;
Alois Lüftinger, Autobahnmeister Ansfelden.



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