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MOBILITÄT
Presseaussendung vom 21.12.2005

Öffentlicher Verkehr – Bilanz 2005

Wesentlicher Teil der Linzer Verkehrsplanung ist die Verlagerung vom motorisierten Individualverkehr hin zu alternativen Mobilitätsformen. Der sanften Mobilität und damit vor allem auch dem öffentlichen Nahverkehr wird große Bedeutung eingeräumt.

Mit hohem Investitionsaufwand förderte die Stadt Linz heuer den weiteren Ausbau des Öffentlichen Verkehrs. Insgesamt über 23 Millionen Euro wurden in infrastrukturelle Maßnahmen investiert. Zu den Schwerpunkten 2005 zählen die Verlängerung der Linie 2 und die Errichtung und der Ausbau von Busspuren. Weiters standen auch die Sanierung von Haltestellen im Linzer Stadtgebiet auf dem Programm. So wurde unter anderem die Bushaltestelle Mitterweg um 12.000 Euro saniert und umgebaut.

Bei den Verkehrsanteilen im Bereich der sanften Mobilität liegt der Öffentliche Verkehr mit 24 Prozent an der Spitze, gefolgt von den FußgängerInnen mit 21,9 Prozent und den RadfahrerInnen mit 5,3 Prozent.

Die Einladung zum Umsteigen ins öffentliche Verkehrsmittel wird von den LinzerInnen angenommen. Die LINZ LINIEN verzeichnen eine erfreuliche Entwicklung bei den Fahrgästen. Nutzten 2004 87,5 Millionen Fahrgäste das Angebot der LINZ LINIEN, waren es heuer über 90 Millionen, die den öffentlichen Verkehrsmitteln den Vorzug gaben. Vor allem bei den Einzelfahrscheinen ist ein kontinuierliches Plus zu verzeichnen. So stieg im Oktober 2005 die Zahl der Einzelfahrscheine um 30 Prozent. Auch bei den Monatskarten liegt heuer eine leichte Steigerung vor, die Zahl der Jahreskarten ist gleich geblieben.

Erfolgreich verlief auch das von der Stadt Linz mitgetragene Dialogmarketing der LINZ LINIEN. Rund 6000 Haushalte in Wegscheid und der Neuen Heimat wurden angeschrieben. Über 3000 Personen erhielten dann detaillierte Informationen über Angebote und Services der öffentlichen Verkehrsmittel. 500 Interessierte bekamen außerdem ein Testticket, um die Vorzüge von Bus und Straßenbahn direkt ausprobieren zu können. Diese Aktion wird mit anderen Stadtteilen auch im kommenden Jahr fortgesetzt.

Bus zum Pleschingersee

Auf vielfachen Wunsch der Bevölkerung wurde heuer die Buslinie 33 bis zum Pleschingersee verlängert. Dazu musste der Seeweg ausgebaut und damit „bustauglich“ gemacht werden. Zugleich wurde die Fahrbahn von der Einmündung Mauthausener Straße bis südlich der bestehenden Brücke auf sechs Meter verbreitert. Nach dem Sammelgerinne entstand außerdem eine 500 Quadratmeter große Busumkehrschleife, um ein problemloses Wenden zu ermöglichen.

Auch die beidseitigen Gehsteige am Brückenkopf mussten für die Linienbusse abgesenkt werden. Bauliche Veränderungen bei der Mauthausner Straße waren notwendig, um das Abbiegen für die Busse zu erleichtern. Alle Fahrflächen erhielten natürlich noch eine neue Asphaltdecke. Die Kosten für dieses Projekt betrugen 130.000 Euro.

Busspur Lenaustraße

Um den öffentlichen Personennahverkehr weiter zu attraktiveren, wurde heuer die Busspur Lenaustraße im Abschnitt Friedhof- bis Hamerlingstraße eingerichtet. Dieses Bauvorhaben stellte einen sehr wichtigen Lückenschluss zwischen den bereits bestehenden Busspuren in der Humboldtstraße und Hamerlingstraße dar.

Das Projekt umfasste die Errichtung einer ca. 380 Meter langen und drei Meter breiten Fahrspur nur für Busse. Sie schließt an die beiden bestehenden, stadtauswärts führenden Fahrstreifen in westlicher Richtung an. Der vorhandene Geh- und Radweg wurde großteils abgetragen und an der Grundstücksgrenze neu errichtet. Dazwischen entstand ein durchgehender 2,5 Meter breiter Grünstreifen. Ebenfalls angepasst und erweitert wurde die öffentliche Beleuchtung in diesem Bereich.

Die Kosten für diese Baumaßnahmen trugen das Land OÖ mit 60 Prozent und die Stadt Linz mit 40 Prozent. Der Anteil der Stadt lag bei 224.000 Euro.

Verlängerung Stadtteillinie 104

Ebenfalls im heurigen Sommer wurden die baulichen Voraussetzungen für die Verlängerung der Stadtteillinie 104 in die solarCity geschaffen. Die Linie führt von der Mönchgrabenstraße durch die solarCity und dreht beim Parkplatz vor dem Kindergarten um. Zunächst musste die Fahrbahn zwischen Libellenweg und Ziehrerfeldstraße auf einer Länge von 160 Metern auf 5,5 Meter verbreitert werden. Gleichzeitig entstand auf einer Seite ein 1,5 Meter breiter Gehsteig. Die Kosten für diese Umbauten beliefen sich auf 85.000 Euro. Rechtzeitig zu Schulbeginn, Anfang September, hat der neue Stadtteilbus seinen Betrieb aufgenommen.

Straßenbahnverlängerung Linie 2

Mit der Verlängerung der Straßenbahnlinie 2 wurde Anfang September 2005 das neue Zentrum der solarCity Pichling direkt an das öffentliche Verkehrsnetz angeschlossen.

Im Juni 2004 erfolgte der Spatenstich für die 2,3 Kilometer lange Strecke. Die Straßenbahn führt nun von der Hillerstraße über den Tunnel der Umfahrung Ebelsberg bis zu den Gleisen der Westbahn. Hier wird die Linie 2 in den neuen Umsteigeknoten „Bahnhof Ebelsberg“ eingebunden, der voraussichtlich im Frühjahr 2007 in Betrieb geht. Nach Unterfahrung der Westbahn verläuft die neue Trasse entlang der Heliosallee zur Haltestelle Neufelderstraße und weiter bis zur Endstation direkt im Zentrum der solarCity. Die Kosten von 14,5 Millionen Euro teilten sich Stadt Linz und das Land OÖ..

Busspur Kärntnerstraße

Nach der Fertigstellung der Nahverkehrsdrehscheibe Hauptbahnhof wurde sofort mit den Aus- und Umbauarbeiten für den Öffentlichen Verkehr an der Kärntnerstraße begonnen. Neben der Verbreiterung der Fahrbahn entstand zwischen der Spinne Waldeggstraße und der Ausfahrt Landesdienstleistungszentrum eine eigene Busspur. Sie ist 140 Meter lang und wird durch einen Grünstreifen getrennt geführt. Mitgeplant wurde bereits die Weiterführung der Busspur innerhalb der Fahrbahn bis hin zur Blumauerstraße.

Ebenfalls neu errichtet wurden zwei Haltestellen beim Bahnhof und auf der gegenüberliegenden Seite bei der BH Linz Land. Durch eine Glas-Aluminium-Überdachung bieten die beiden Wartestellen auch entsprechenden Witterungsschutz. An der Nordseite der Kärntnerstraße sind außerdem ein baulich getrennter Gehsteig und Radweg entstanden.

Die Entfernung der Gleise der Linie 3 und die Adaptierung der Fahrleitung für den Bus waren ebenso wie die Anpassung und Erneuerung der Ampel und der Straßenbeleuchtung Teil des groß angelegten Sanierungsprogramms um 2,17 Millionen Euro. Rund eine Million Euro wurde außerdem alleine für die Förderung des Öffentlichen Verkehrs investiert.

(Informationsunterlage für Mobilitätsstadtrat Jürgen Himmelbauer zur Pressekonferenz „Bilanz Öffentlicher Verkehr“)

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