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KULTUR
Presseaussendung vom 13.11.2006

Kunstwürdigungspreise 2006 der Stadt Linz

Montag, 13. November 2006, 11 Uhr, Altes Rathaus

Am Montag, 13. November 2006, überreicht Bürgermeister Franz Dobusch um 11 Uhr im Alten Rathaus die Kunstwürdigungspreise 2006 der Stadt Linz an folgende Persönlichkeiten: Architekt Univ.-Prof. DI Franz Riepl in der Sparte Architektur, Georg Ritter in der Sparte Bildende Kunst, an Dr.in Ursula Hentschläger und die Künstlergruppe Time´s up in der Sparte Design, an Margit Schreiner in der Sparte Literatur und in der Sparte Musik an Prof. Fritz Hinterdorfer.

Architekt Univ.-Prof. DI Franz Riepl wurde 1932 in Sarleinsbach geboren, studierte Architektur an der Technischen Universität Wien und war nach seiner Assistententätigkeit an der Technischen Hochschule in München (1958-1962) von 1963 bis 1967 Mitarbeiter und Partner des Architekten Prof. Johannes Ludwig in München. Seit 1967 leitet er sein eigenes Architekturbüro in München und lehrte zwei Jahrzehnte (1980-2000) als Universitätsprofessor an der Technischen Universität Graz. Die Schwerpunkte seiner Arbeit lagen im ländlichen Siedlungswesen.

Er verwirklichte Kirchenzentren, Sportanlagen, Wohnanlagen, Schulen, Gemeindezentren sowie veterinärmedizinische Einrichtungen in Österreich und Deutschland. Mit dem BDA-Preis Bayern wurde er für das Evangelisch-Lutherische Gemeindehaus Fischen, die Landesanstalt für Tierzucht Grub und die Frühmesskapelle Geldersheim ausgezeichnet. In Linz plante er die Wohnanlage Ennsfeld in Ebelsberg, die Pädagogische Akademie der Diözese Linz, sanierte die Anlage Makarthof und entwickelte Liftanlagen am Bindermichl und an der Muldenstraße.

Georg Ritter, 1956 in Linz geboren, absolvierte von 1977 bis 1981 das Studium Bühnenbild am Mozarteum in Salzburg und studierte Visuelle Gestaltung an der Kunstuniversität Linz. Seit 1999 unterrichtet er Malerei am Institut für bildende Kunst und Kulturwissenschaften. Als Gründungsmitglied hat sich Ritter von 1981 bis 2004 in der Stadtwerkstatt engagiert. Er war mitbeteiligt am Aufbau von Radio FRO und vom Freien Radio Freistadt. Gemeinsam mit Peter Hauenschild entstehen seit 1989 großformatige Zeichnungen.

Dr.in Ursula Hentschläger teilt sich den Preis in der Sparte Design mit der Künstlergruppe Time´s up. Hentschlägers Stärke liegt im Aufbau virtueller Raumdramaturgien, die Gruppe Time´s up entwickelt konkrete räumliche Inszenierungen.

1963 in Linz geboren, lebt Frau Hentschläger als promovierte Kommunikationsexpertin und freie Autorin in Wien. Zusammen mit Zelko Wiener – er ist im September dieses Jahres leider plötzlich verstorben – hat sie 1999 die Vereinigung „Zeitgenossen“ als intermediale Forschungsplattform im Internet gegründet. Auftraggeber für Forschungsaufträge zur Medien- und Grundlagenforschung waren die deutschen Universitäten Frankfurt und Erfurt, die Universität für Angewandte Kunst in Wien oder das Verkehrsministerium.

Sechs Buchprojekte entstanden unter anderem mit Zelko Wiener und Katharina Gsöllpointner. Gemeinsam mit Zelko Wiener kreierte Frau Hentschläger für die Ars Electronica das Projekt „Phantasma“, eine Auseinandersetzung zwischen Antike und Gegenwart. Die menschlichen Hybride waren an der Fassade des Ars Electronica Centers zu sehen.

Time´s up erhält ebenfalls den Kunstwürdigungspreis in der Sparte Design. Die Gruppe engagiert sich seit zehn Jahren künstlerisch im Linzer Hafen. Die Mitglieder sind Experten aus den Bereichen Kunst, Informatik, Mechanik, Kognitionswissenschaft, Soziologie, Neue Medien oder Mathematik.

Time´s up konstruiert interdisziplinäre Medienprojekte, die ganze Räume in Anspruch nehmen und das Publikum einbinden. Projekte wurden bereits mehrmals bei der Ars Electronica gezeigt. Für 2009 haben sie das Projekt Twixtville vorgelegt, eine real gewordene Fiktionswelt, angesiedelt auf einer frei erfundenen Landkarte.

Margit Schreiner wurde 1953 in Linz geboren und studierte Germanistik und Psychologie an der Universität Salzburg, seit 1983 ist sie freie Autorin. 1989 debütierte sie mit den Erzählungen „Die Rosen des Heiligen Benedikt“. Der Roman „Haus, Frauen, Sex“ ist auch als Hörbuch erschienen und wurde in Stuttgart und Wien aufgeführt. Am 7. Oktober 2006 hatte „Haus, Frauen, Sex“ mit Gerhard Polacek unter der Regie von C.C. Weinberger in München Premiere. Von Oktober 2003 bis Oktober 2004 schrieb Margit Schreiner für „Die Rundschau“ wöchentlich eine Kolumne mit dem Titel „Bruno und ich“. 52 Geschichten von „Bruno und ich“ sind 2005 erschienen. Voriges Jahr ist auch der jüngste Roman mit dem Titel „Buch der Enttäuschungen“ vorgestellt worden.

Prof. Fritz Hinterdorfer, Jahrgang 1936, wurde in Sarmingstein bei Grein geboren und absolvierte in Linz bei den ÖBB eine Berufsausbildung als Maschinenschlosser. Er war bis 1966 Facharbeiter in der Hauptwerkstätte, dann pädagogischer Gebietsreferent und später Bezirkssekretär der Österreichischen Kinderfreunde für Oberösterreich. 1972 wurde er Landesbildungssekretär der SPÖ Oberösterreich und zwei Jahre später Landesstellenleiter des Dr.-Karl-Renner-Instituts. Von 1979 bis 1981 war Prof. Hinterdorfer im Kulturamt der Stadt Steyr tätig und wechselte anschließend zum damaligen Kulturamt der Stadt Linz.

1964 wurde Prof. Hinterdorfer, der eine Ausbildung zum Singschullehrer und Kapellmeister am Brucknerkonservatorium abgeschlossen hat, die Leitung des Chors der Chemie Linz übertragen. 1973 wurde er zum Landeschorleiter des Österreichischen Sängerbundes und 1974 zum Bundeschorleiter-Stellvertreter gewählt. 1982 hat Prof. Hinterdorfer die künstlerische Leitung und die Position des Kapellmeisters beim Linzer Kammerorchester übernommen. Seit 1986 ist er Mitglied im Europäischen Musikrat und seit dem Jahr 2000 übt er die Funktion des Präsidenten der IDOCO aus. Er engagierte sich besonders 1996 beim Internationalen Bundessängerfest des Österreichischen Arbeitersängerbundes oder 2003 beim 14. IDOCO Chor- und Musikfest. Heuer wurde Prof. Hinterdorfer der Ehrentitel „Konsulent für Musikpflege“ verliehen.

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