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KOMMUNALES
Presseaussendung vom 17.07.2007

Klimt- und Noldegemälde im Lentos

Arbeitskreis um Klärung bemüht

Die Stadt Linz bekennt sich seit Jahren zu einer aktiven Aufarbeitung der NS-Zeit. Seit 1998 wird die Herkunft der Bildbestände der ehemaligen Neuen Galerie der Stadt Linz auf Initiative von Bürgermeister Franz Dobusch wissenschaftlich untersucht.

Über Auftrag von Bürgermeister Franz Dobusch und Magistratsdirektor Dr. Erich Wolny beschäftigt sich ein Arbeitskreis intensiv mit der Provenienz der Sammlungsbestände der Museen der Stadt Linz. Davon betroffen sind daher auch das „Damenbildnis“ von Gustav Klimt und die „Maiwiese“ von Emil Nolde. Es muss unter anderem wissenschaftlich geklärt werden, ob es sich bei dem im Lentos befindlichen Damenbildnis tatsächlich um das von den Erben beanspruchte Portrait der Ria Munk handelt.

Eine endgültige Klärung der Provenienz liegt aber selbstverständlich im hohen Interesse der Stadt Linz und des Lentos Kunstmuseum Linz. Ab Herbst werden sich die Arbeiten zur Provenienzforschung nochmals intensivieren.

Bürgermeister Franz Dobusch betont, dass die Stadt Linz nicht ein Bild mit Gewalt verteidigen möchte, sondern es soll objektiv festgestellt werden, ob ein Restitutionstatbestand gegeben ist.

In der Vergangenheit hat die Stadt Linz bereits zwei Bilder zurückgegeben, obwohl formalrechtlich keine Veranlassung dazu bestanden hatte. Die Rückgabe erfolgte aus moralischen Erwägungen. Diese Gemälde waren Lesser Uri’s „Näherin“ und „Stadt am Fluss“ von Egon Schiele.

Die Stadt Linz bemüht sich seit Jahren um eine umfassende Aufarbeitung ihrer nationalsozialistischen Vergangenheit. Beispiele dafür sind zahlreiche Straßenbenennungen, wie Franz Jägerstätter und Robert Bernardis, und Gedenktafeln für Opfer und Widerstandskämpfer des NS-Regimes.

1996 beschloss der Linzer Gemeinderat einstimmig die Durchführung eines wissenschaftlichen Projektes über den „Nationalsozialismus in Linz“. Bis zum Jahr 2000 sind vier große Publikationen des Archivs der Stadt Linz, begleitet von Symposien und Wanderausstellungen, entstanden.

Linz hat sich wie kaum eine andere Stadt in den vergangenen 15 Jahren ernsthaft und auf wissenschaftlicher Basis mit seiner NS-Vergangenheit auseinandergesetzt und wird sich genauso ernsthaft mit der Klärung der Rechtsgrundlage der beiden Lentos-Gemälde befassen.

Linzer Publikationen zum Thema Nationalsozialismus (neues Fenster).
Aufarbeitung Nationalsozialismus (neues Fenster).

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