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MOBILITÄT
Presseaussendung vom 09.06.2008

Ursachenforschung an Linzer Problemkreuzungen

Für das Mobilitätsreferat der Stadt Linz ist die Verkehrsicherheit oberstes Handlungsprinzip. Im permanenten Bestreben um die Sanierung von Unfallhäufungsstellen wird verstärkt auf modernste Methoden der Ursachenforschung gesetzt.

Auf Initiative von Mobilitätsstadtrat Jürgen Himmelbauer wurden in Umsetzung des Linzer Verkehrssicherheitsprogramms heuer bereits zum zweiten Mal vier Problemkreuzungen einer detaillierten Analyse unterzogen. Untersucht wurden diesmal die Kreuzungen Ferdinand-Markl-Straße / Haselgrabenweg, Rohrmayrstraße / Vogelfängerplatz, Rohrmayrstraße / Flötzerweg / Neubauzeile und Rohrmayrstraße / Dauphinestraße.

Im Bereich der Kreuzung Ferdinand-Markl-Straße / Haselgrabenweg hat die LINZ AG derzeit Probleme mit dem Straßenbahnbetrieb. Bei der Landwiedstraße / Albert Schöpf Straße / Eichendorffstraße gibt es eine unsichere Situation durch zwei Schutzwege innerhalb kürzester Distanz. Aufgrund des nahen Schulzentrums besteht bei der Kreuzung Rohrmayrstraße / Flötzerweg ein besonderes Sicherheitsbedürfnis für Kinder. Das gleiche gilt für die Kreuzung Dauphinestraße/  Rohrmayrstraße / Holzingerstraße – auch hier ist die Verkehrssicherheit der Kinder nicht ausreichend gegeben.

Analyse nach modernstem Stand der Technik

Wie bereits im Vorjahr wurde auch heuer das EPIGUS-Institut für ganzheitliche Unfall- und Sicherheitsforschung unter der Leitung von Univ.Prof. DI Dr. Ernst Pfleger mit der Untersuchung beauftragt.

Für die Analyse und die Erhebung genauer Daten wird mit Hilfe moderner Methoden der Unfallsimulation gearbeitet. Erweitert und verfeinert werden die Analysemethoden durch gezielte Blickverhaltensuntersuchungen mit dem „viewpointsystem“, das gewissermaßen die individuelle Sicht der VerkehrsteilnehmerInnen ermöglicht. Ein System, das sich in der Praxis bereits bewährt hat. Damit konnten bisher unerklärbare Unfälle aufgeklärt und bislang verborgene Gefahrenstellen an den untersuchten Kreuzungen aufgedeckt werden.

Zusammenfassung der Sanierungsvorschläge

Folgende Sanierungsmaßnahmen wurden für die untersuchten Linzer Kreuzungen vom EPIGUS-Institut für ganzheitliche Unfall- und Sicherheitsforschung empfohlen:

Kreuzung Ferdinand-Markl-Straße / Haselgrabenweg 

  • Neugestaltung der Lichtsignalanlage
  • Begrenzungslinien zur deutlichen Abhebung des Gleiskörpers von der restlichen Fahrbahn
  • Ausstattung mit Lane Lights
  • Schaffung eines Fahrbahnteilers als Aufstellfläche für Fußgänger im Bereich des Schutzweges
  • Linksabbiegefahrstreifen (-aufstellflächen)
  • Zusätzliche Fußgängerwarneinrichtungen (Warnschilder Straßenbahn) Kreuzung Landwiedstraße – Albert-Schöpf-Straße – Eichendorffstraße
  • Ausstattung der Lichtsignalanlage mit Druckanmeldung der Fußgänger mit zusätzlichen Hochsignalen, alle Signalgeber in LED - Ausführung
  • Markierung bzw. Weiterführung der Fahrstreifen der Richtungsfahrbahn Nordwest bis zum Schutzweg der Kreuzung Eichendorffstraße – Landwiedstraße
  • Markieren eines Haltepunktes für den Bus am Busfahrstreifen Landwiedstraße Fahrtrichtung Nordwest, sowie Freilegung der Sichtachsen

Kreuzung Rohrmayrstraße / Vogelfängerplatz 

  • Signalgeberausstattung mit zusätzlichem Hochsignal in LED - Ausführung
  • Versetzen einer Werbetafel, die die Verkehrslichtsignalanlage maskiert und sichtabschattet (Fahrtrichtung Süden)

Kreuzung Rohrmayrstraße / Flötzerweg / Neubauzeile

  • Signalgeberausstattung mit zusätzlichen Hochsignalen, alle Signalgeber in LED - Ausführung 
  • Neuausrichtung des vorhandenen Standsignalgebers (in Fahrtrichtung Nord links) in Straßenachse Neubauzeile 
  • Fahrbahnanhebung der „Parkplatzzone“ und Markierung einer Leitlinie 
  •  Versetzen des Gehweges zum Fahrbahnrand. Die Anlage eines Mehrzweckstreifens zur Fortführung des Radfahrstreifens wird empfohlen.
  • Fahrbahnanhebungen im Einfahrtsbereich des östlichen Flötzerweges Die Verkehrssicherheit kann bei geringen Einfahrtsgeschwindigkeiten gehoben werden, die Anlage eines Schutzweges ist vorrangig nicht notwendig.

Kreuzung Rohrmayrstraße / Dauphinestraße

  • Adaptierung des Hängesignals der Verkehrslichtsignalanlage (Versatz in Fahrbahnmitte) 
  • Ausstattung des rechten Standsignalgebers in der Dauphinestraße (Fahrrichtung West) mit einem zusätzlichen Hochsignal 
  •  Markierung von Fahrstreifen auf der Dauphinestraße in Fahrtrichtung Ost zur Verbesserung der optischen Führung 
  •  Markierung von Relationen (Richtungspfeile) und Trennung der Richtungsfahrbahnen in Fahrtrichtung West 
  •  Markierung der linken Begrenzungslinie des Radweges in Fahrtrichtung Osten nach dem querenden Schutzweg 
  •  Neuanlage des Schutzweges in Nord-Süd-Richtung 
  • Verbesserte Phasenabfolge und Vermeidung gegenseitiger Behinderungen und Gefährdungen am Kreuzungsplateau (abbiegende Fahrzeuge)

Die Ausstattungselemente kommen in den einzelnen untersuchten Fällen in Form eines „Bausteinsystems“ zur Anwendung, sodass bei ähnlichen Kreuzungstypen und Problemstellungen analoge Sanierungsmaßnahmen möglich sind.

Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Mobilitätsstadtrat Jürgen Himmelbauer über die Ursachenforschung an Linzer Problemkreuzungen.

Weiterer Gesprächspartern:
DI Dr. Ernst Pfleger (EPIGUS Institut für ganzheitliche Unfall- und Sicherheitsforschung)

Für Medienanfragen:
Silvia Kremsner

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