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STADTPLANUNG/BAU
Presseaussendung vom 16.03.2009

Pressekonferenz: Linzer Osten

1 900 Wohnungen in Bau oder in konkreter Planung
Tabakfabrik bietet Chance für neue Stadtentwicklung

Regio-Liner erreicht 40% mehr Linzer als City-S-Bahn
Nebeneffekt des Tunnelbaus: Energiegewinnung aus Erdwärme

Die Stadtentwicklung im Linzer Osten ist geprägt von verstärktem Wohnbau, der Weiterentwicklung des Tabakfabrik-Areals und der Verkehrsplanung für den Regio-Liner. Die geplante Linzer U-Bahn würde die Stadtentwicklung im Osten der Landeshauptstadt unterstützen, würden doch um 40 Prozent mehr LinzerInnen erreicht als durch die City-S-Bahn. Als Zusatznutzen verweist der Linzer Planungsstadtrat Klaus Luger auf die Möglichkeit, aus dem U-Bahn-Tunnel Energie zu gewinnen.

Der Wohnbau konzentriert sich an den Arealen Landesfrauenklinik, Garnison- und Semmelweisstraße. Dort entstehen aktuell mehr als 800 Wohnungen. An weiteren 1 100 Wohnungen wird derzeit geplant, wobei der größte Teil am Areal des ehemaligen Frachtenbahnhofs gebaut werden wird. Am Gelände der Garnison-Kaserne wird an der Liebigstraße die soziale Infrastruktur des Linzer Ostens um ein Seniorenzentrum, betreubare Wohnungen sowie um eine Krabbelstube und um einen Kindergarten erweitert. Mit diesen mehr als 1 900 Wohnungen entfallen rund zwei Drittel des Neubauvolumens der Landeshauptstadt in den kommenden Jahren auf das östliche Stadtgebiet.

Mit dem Kauf der Tabakfabrik, für die die konkreten Verhandlungen derzeit noch laufen, verfügt die Stadt Linz über die Chancen, einen stadtentwicklerischen Impuls in der Übergangszone des Stadtzentrums zum östlichen Stadtgebiet zu setzen. Zahlreiche Varianten der Nutzung werden derzeit analysiert und diskutiert.

Infrastrukturell könnte der Osten von Linz vor allem vom Regio-Liner profitieren. Dieser verfügt über mehrere Vorteile gegenüber der ursprünglich geplanten City-S-Bahn, vollzieht er doch die Stadtentwicklung der letzten Jahre nach. Für die Landeshauptstadt Linz besitzt die Errichtung einer 2. Schienenachse in Nord-Süd-Richtung absolute Priorität, um eine Entlastung der Achse über die Landstraße und eine bessere Erreichbarkeit von neuen, sich erst entwickelnden Zielen in der Stadt zu gewährleisten. Im Vergleich zur City-S-Bahn mit etwa 19 000 Personen erreicht der Regio-Liner mit 27 000 Menschen, die direkt an der neuen U-Bahn-Linie wohnen, ein größeres Einzugsgebiet.

Weiters besteht die städtebauliche Chance, entlang der U-Bahn-Haltestellen und an kleinen Verkehrsknoten zusätzliche Subzentren zu entwickeln. Neben den bereits vorhandenen Stadtteilzentren wie etwa an der Wiener Straße, können durch die neuen Projekte in Linz Ost in Verbindung mit den Haltestellen des Regio-Liners neue lokale Zentren rund um die Tabakfabrik, um das Spitalsviertel, um den Lenaupark und um den neuen Stadtteil Frachtenbahnhof entstehen.

Energietechniker haben mittlerweile die Tunnelbauweise als neue Energiequelle entdeckt. Die im Boden vorhandene Wärme wird seit mittlerweile zwei Jahrzehnten zur Beheizung im Einfamilienhausbau verwendet. Nun machen Techniker weitere Fortschritte bei der Gewinnung von Erdwärme beim Tunnelbau. Damit ermöglichte die unterirdische Streckenführung des Regio-Liners einen ökologischen Zusatznutzen. In Wien laufen bereits erste Untersuchungen, die sich dem Thema der Geothermik in den U-Bahn-Tunneln widmen.

1. Wohnbau im Linzer Osten

Der Osten von Linz ist von regen Wohnbauaktivitäten geprägt. Teilweise laufen die Bauarbeiten bereits auf vollen Touren. An drei Standorten - Landesfrauenklinik, Garnison- und Semmelweisstraße – entstehen aktuell mehr als 800 Wohnungen. An weiteren 1 100 Wohnungen wird derzeit geplant, wobei der größte Teil am Areal des ehemaligen Frachtenbahnhofs gebaut werden wird. Mit diesen mehr als 1 900 Wohnungen entfallen rund zwei Drittel des Neubauvolumens der Landeshauptstadt in den kommenden Jahren auf das östliche Stadtgebiet.

In Bau: Landesfrauenklinik – 420 Wohnungen

Der Bau der großen Wohnanlage auf dem Areal der ehemaligen Landesfrauenklinik geht zügig voran. Auf einer Bauplatzfläche von 35 374 Quadratmeter werden dort 416 Wohnungen errichtet. Weiters sind 440 Tiefgaragenplätze und 52 oberirdische Stellplätze vorgesehen. Der Bau der ersten 79 GWG - Wohnungen von insgesamt 204 wurde im April 2008 begonnen. Im Rahmen dieses ersten Bauabschnitts entsteht auch ein Kindergarten, den die GWG für die Stadt Linz errichtet. Dieser erste Bauabschnitt wird bis zum Sommer dieses Jahres fertig sein.

Areal ehemalige Landesfrauenklinik
Areal ehemalige Landesfrauenklinik

Der zweite Bauabschnitt mit 66 Mietwohnungen begann im Jänner dieses Jahres und wird bis Sommer 2010 vollendet. Der dritte Bauabschnitt mit 59 Mietkaufwohnungen wird, früher als ursprünglich vorgesehen, ab Mai 2009 beginnen und bis Sommer 2011 fertig sein. Parallel baut die LAWOG insgesamt 212 Wohnungen. Die Gesamtplanung für das Areal beruht auf einem Entwurf der ARGE Drexel-Zweier aus Hohenems.

In Bau: Wohnanlage Semmelweisstraße – 250 Wohnungen

Im Herbst  2007 begann die Errichtung einer 244 Wohnungen umfassenden Wohnanlage an der Semmelweisstraße. Der Beirat für Stadtgestaltung hat das Projekt am 29. November 2005 nach Plänen des Architekturbüros Kneidinger befürwortet. Bauträger sind die Vereinigten Linzer Wohnungsgenossenschaften (VLW) und die Baureform Wohnstätte.

Auf dem ehemaligen Areal des Milchhofs im Nahbereich der Fachhochschule wird eine sechsgeschossige Bebauung mit Tiefgarage realisiert. Im Freien werden Besucherparkplätze errichtet, es stehen auch Behinderten-Parkplätze zur Verfügung.

Gebaut wird in 4 Etappen. Die ersten beiden Bauetappen umfassen 44 Wohnungen der VLW und 78 Wohnungen der Baureform. Diese Wohnungen werden voraussichtlich bis Ende 2009  fertig sein, die Gesamtfertigstellung soll bis 2011 erfolgen. Im Inneren der Anlage sind drei Punkthäuser vorgesehen, denen Gärten vorgelagert werden. Der Straßenraum wird durch lang gezogene Gebäuderiegel begrenzt.

In Bau: Wohnanlage Garnisonstraße – 140 Wohnungen

Auf dem Areal an der Ecke Semmelweisstraße / Garnisonstraße entstehen 138 Wohnungen der Wohnungsgesellschaft Familie in vier- bis sechsgeschoßiger Bauweise. Die Bauarbeiten laufen auf Hochtouren. 42 Wohnungen wurden am 20. November 2008 übergeben, am 20. Jänner 2009 erfolgte die Übergabe von weiteren 30 Wohneinheiten. Für 55 Wohnungen war der Baubeginn vor kurzem. Im Erdgeschoß der Wohnanlage werden drei Geschäfte und zusätzlich Büroflächen  eingerichtet. Auch Arztordinationen sind geplant. Mit der Gesamtfertigstellung ist bis Ende 2010 zu rechnen.

Weiters entsteht ein Studentenheim der WIST mit 135 Heimplätzen und elf Wohnungen bis Mitte 2009. Die Planung erfolgte durch Architekt Mag. Bernhard Rosensteiner.

Vor Baubeginn: Areal früherer UKh-Hubschrauberlandeplatz – Grillparzerstraße – 120 Wohnungen

Auf dem früheren Areal des Hubschrauber-Landeplatzes des Unfallkrankenhauses ist der Bau von 116 Wohnungen und Geschäften sowie Büros geplant. Bauträger für dieses Projekt sind die GWG und die Gesellschaft für den Wohnungsbau (GWB). Das Bauareal umfasst rund 10 000 Quadratmeter. Die Bebauung des Hubschrauberlandeplatzes ist als weitere Etappe der Umnutzung des Areals zwischen Blumau, Bulgariplatz und Westbahnstraße anzusehen. Diese Stadtumnutzung, bei der Betriebsareale und nicht mehr benötigte Flächen für Wohnbauten herangezogen wurden, begann mit der Bebauung im Westen des Bulgariplatzes mit Neubauten für Wohnungen, AMS und BFI.


Grillparzerstraße – ehemaliger UKH-Hubschrauberlandeplatz

Grillparzerstraße – ehemaliger UKH-Hubschrauberlandeplatz

Die neue Wohnbebauung auf dem Hubschrauberlandeplatz soll sechsgeschoßig ausgeführt werden. Die Planungen sehen einen Schallschutzriegel entlang der Lenaustraße sowie vier Punkthäuser im Zentrum vor. Der Entwurf stammt vom Architekturbüro Kaufmann und den x-Architekten. Nach dem derzeitigen Stand erfolgt der Baubeginn noch 2009, also früher als ursprünglich geplant.

In Planung: Frachtenbahnhof – 720 Wohnungen mit „Hängenden Gärten“

Nach Fertigstellung der Solarcity in Pichling stellt das Projekt Frachtenbahnhof das größte städtebauliche Zukunftsprojekt der Stadt Linz dar. Auf dem zirka 85 000 Quadratmeter großen Areal wird ein komplett neuer Stadtteil im Zentrum von Linz entstehen.

Die Freimachung des Geländes ist weit fortgeschritten und der Vertragsabschluss mit  der Firma Mathy steht unmittelbar bevor. Sie wird in den Südpark Pichling übersiedeln.

Das für den Frachtenbahnhof erstellte Leitprojekt sieht 718 Wohneinheiten und davon 50 betreubare Wohnungen vor. Dazu kommen ein achtgruppiger Kindergarten und rund 9 000 Quadratmeter Büroflächen. Die Bebauung soll zwei- bis maximal siebengeschoßig erfolgen.

Projekt Frachtenbahnhof

Projekt Frachtenbahnhof

Ein öffentlicher Park mit 13 000 Quadratmetern im Zentrum der Wohnbebauung und eine großzügige Grüngestaltung nach der Leitidee „Die hängenden Gärten von Linz“ mit größtmöglicher Begrünung an und auf den Bauwerken werden für hohe Wohnqualität sorgen.

Acht verschiedene Bauträger (GWG, GWB, Baureform Wohnstätte, WSG, LAWOG, Neue Heimat, GSA (Genossenschaft für Stadterneuerung und Assanierung), Familie) wurden zur Projektumsetzung eingeladen. 

In Planung: Poschacherstraße – 200 Wohnungen

Das Projekt wurde dem Beirat für Stadtgestaltung Ende Jänner 2009 in überarbeiteter Form vorgelegt, positiv bewertet und an die Planungsvisite weitergeleitet. Statt der ursprünglich geplanten zwei werden nun vier Gebäude entlang der Ostgrenze des Grundstücks angeordnet. Die drei Punkthäuser an der Westgrenze des Grundstücks wurden gegenüber dem ersten Entwurf verkleinert.

Der Beirat hat noch empfohlen, die Anordnung der vier Gebäude im Osten und die Abstände der Punkthäuser im Westen sowie die Lage der 31 Parkplätze im Norden des Grundstücks zu überarbeiten.

Wohnpark Poschacherschlössl

Wohnpark Poschacherschlössl

In Planung: Projekt Liebigstraße mit Seniorenzentrum, betreubaren Wohnungen und Kindergarten mit Krabbelstube

Im Frühjahr 2008 wurde ein Grundstück im Ausmaß von 14 200 Quadratmetern an der Liebigstraße vom Verteidigungsministerium an die ILG Immobilien Linz Gesellschaft um 2,15 Millionen Euro verkauft. Dieses Areal soll nach dem derzeitigen Stand der Planungen im Baurecht an die GWG vergeben werden, um dort ein Seniorenzentrum mit 120 Plätzen, weiters betreubare Wohnungen und einen Kindergarten oder Hort zu errichten.

Areal Liebigstraße

Areal Liebigstraße

2. Tabakfabrik als große Herausforderung für die mittelfristige Linzer Stadtentwicklung

Die Austria Tabakwerke AG hat entschieden, mit der Stadt Linz in konkrete Verhandlungen über den Kauf der denkmalgeschützten Linzer Tabakfabrik einzutreten. Damit können die Vertragsformulierungsgespräche beginnen. Für den Kauf des Fabrikgebäudes und des Donaupark-Stadions werden separate Kaufverträge abgeschlossen.

Das 1930 bis 1935 nach Plänen der  Architekten Prof. Dr. Peter Behrens und Prof. Dr. Alexander Popp errichtete Hauptgebäude der Tabakfabrik ist eines der bedeutendsten Industriedenkmäler Österreichs.

Städtebaulich kann die Tabakfabrik als Bindeglied zwischen dem Linzer Osten und der Innenstadt interpretiert werden. Aus diesem Grund kommt der Entwicklung von möglichen Nutzungsvarianten eine strategische Rolle in der weiteren Stadtentwicklung zu.

3. U-Bahn erschließt den Linzer Osten, bietet Chance zu weiteren Zentrumsentwicklungen und erreicht um 40 Prozent mehr Linzer als City-S-Bahn

Regio-Liner: Planung durch LINZ AG

Für die Landeshauptstadt Linz besitzt die Errichtung einer 2. Schienenachse in Nord-Süd-Richtung absolute Priorität, um eine Entlastung der Achse über die Landstraße und eine bessere Erreichbarkeit von neuen, sich erst entwickelnden Zielen in der Stadt zu gewährleisten. Die Linienführung des Regio-Liners, die derzeit im Detail geplant wird, berücksichtigt die Stadtentwicklung östlich des Linzer Zentrums von allen bisher diskutierten Verkehrslösungen am besten. Das Krankenhausviertel mit AKh, UKh, Landesfrauen- und Kinderklinik, wichtige Freizeiteinrichtungen wie der Donaupark, das Brucknerhaus, das Parkbad und die Eissporthalle, das Design Center, die Fachhochschule, das Franckviertel sowie die Wohnbauten am ehemaligen Landesfrauenklinik-Areal und an der Garnisonstraße mit dem neuen Studentenheim sind durch die neue Trasse des Regio-Liners besser erreichbar als durch die City-S-Bahn. Tausende Menschen könnten ihre Ziele im Urfahraner Zentrum mit direktem Anschluss der Peuerbachschule, der Berufsschulen und des Lentia 2000, östlich der Gruberstraße sowie zwischen Bulgariplatz und Franckviertel besser erreichen als bisher.

Vorteile des Regio-Liners auf Linzer Stadtgebiet gegenüber City-S-Bahn:

  • Nachvollziehen der Stadtentwicklung: Umsteigefreie Führung zu den wichtigsten Zielen im Linzer Osten und zum Hauptbahnhof
  • Direkte Anbindung des Franckviertels
  • Direkte Anbindung des Frachtenbahnhofs und des Lenauparks
  • Direkte Anbindung der südlichen Wienerstraße und des BBRZ, BFI, Arbeitsmarktservice (AMS) und des Verkehrsknotens Unionstraße
  • Kürzere Reisezeit durch geringere Beschleunigungs- und Verzögerungswerte sowie rascher Fahrgastwechsel durch Niederflurtechnik
  • Das Thema Eisenbahnbrücke bzw. zusätzlicher Brückenbau sowie die Zukunft des Donauparkstadions würden nicht berührt werden
  • Ersatzführung der Linien 1 und 2 über Trasse bei Störungen im Zentrum
  • Optimierte Umsteigemöglichkeiten zu den bestehenden Linien 1, 2, und 3

Regio-Liner erreicht mit direktem Einzugsgebiet von 27.000 Menschen um 42 Prozent mehr als die City-S-Bahn

Im Vergleich zur City-S-Bahn mit etwa 19 000 Personen, erreicht der Regio-Liner nach derzeitigen Analysen mit 27 000 Menschen, die direkt an der neuen U-Bahn-Linie wohnen, ein größeres Einzugsgebiet (Berechnungsbasis: Umkreis der Haltestellen von 300 Metern, der zu Fuß leicht erreicht werden kann). Dieser Vorteil wird bei gleich bleibenden Kosten gegenüber der City-S-Bahn von geschätzten 250 Millionen Euro möglich.

Regio-Liner vs. City-S-Bahn: Vorteile für Regio-Liner

Regio-Liner vs. City-S-Bahn: Vorteile für Regio-Liner

Vom Regio-Liner profitieren mehr Menschen   Vom Regio-Liner profitieren mehr Menschen

Vom Regio-Liner profitieren mehr Menschen

Städtebaulicher Vorteil: Entstehen neuer lokaler Zentren gefördert

Entlang der U-Bahn-Haltestellen und der kleinen Verkehrsknoten besteht die städtebauliche Chance, zusätzliche Subzentren zu entwickeln.

Neben den bereits vorhandenen Stadtteilzentren wie etwa an der Wiener Straße, können durch die neuen Projekte in Linz Ost in Verbindung mit den Haltestellen des Regio-Liners neue lokale Zentren rund um die Tabakfabrik, um das Spitalsviertel, um den Lenaupark und um den neuen Stadtteil Frachtenbahnhof entstehen.

Ökologischer Aspekt der Tunnelbauweise: Energiegewinnung durch Nutzung der Tunnelthermie

Die Nutzung von Erdwärme zur Beheizung von Wohnraum ist im Ein-familienhausbau bereits weit verbreitet. Seit mittlerweile knapp zwei Jahrzehnten findet diese Form der Energiegewinnung zunehmend mehr Verbreitung. Die Entwicklung des Öl- und des Gaspreises lassen Alternativen in diese Richtung zunehmend populärer werden.

Geothermie im Tunnelbau

Geothermie im Tunnelbau

Abseits vom Kleinhausbau setzen aber zunehmend auch innerstädtische Neubauten auf die Nutzung der Geothermik. Das Gebäude der Energie AG verwendet bereits das Grundwasser – unter Einsatz von Wärmepumpen – zur Gebäudekühlung. Das hat nicht zuletzt dazu geführt, dass bei der Baubewilligung für das benachbarte Musiktheater nicht dem Wunsch des Umweltanwalts nachgekommen werden konnte, da sich die Nutzung der Wärmedifferenz nicht mehr in einem wirtschaftlich vertretbaren Rahmen bewegt hätte.

Tunnelbauten als Energielieferanten

An der TU Wien läuft derzeit eine Studie, die sich intensiv dem Thema der Erdwärme widmet. Untersucht werden der Lainzer Tunnel und die Tunnel der Wiener U-Bahn. Der Lainzer Tunnel wird bereits jetzt dazu verwendet, um das Schulgebäude der Sportmittelschule Hadersdorf zu beheizen.

Tunnelthermie auch für Tunnelstrecken des Regio-Liners?

Die Wiener Linien verwenden für die Temperierung von einzelnen U-Bahnstationen (Schottenring, Taborstraße, Praterstern und Messe/Prater) an der U2 Wärme aus dem Umfeld der Tunnelschächte.

„Der Einsatz dieser zukunftsweisenden Technik sollte daher von Anbeginn an in die Planungen für die unterirdische Streckenführung des Regio-Liners einfließen. Geologen vertreten die Ansicht, dass es eine effiziente Nutzung der Erdwärme ermöglichen solle, drei große kalorische Kraftwerke zu ersetzen“, verweist Stadtrat Luger auf den möglichen ökologischen Zusatznutzen des Regio-Liners.

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