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STADTPLANUNG/BAU
Presseaussendung vom 26.03.2009

Starker Trend zum Wohnen in der Innenstadt

500 Wohnungen in Citylage derzeit in Bau
weitere 220 vor Baubeginn
Bauvolumen sichert 2 500 Arbeitsplätze

Wanderungsbewegungen der letzten 20 Jahre aus den Städten in die Umlandgemeinden sind wieder stark rückläufig. Soziologen und Urbanisten stellen eine "Renaissance der Innenstadt" fest. Ein Trend, der besonders auch in Linz zu erkennen ist. 

Die BürgerInnen wissen die Qualitäten der Innenstadt zu schätzen, das zeigt die Nachfrage nach Wohnraum im Zentrum: Vielfalt, kurze Wege, das Nahverkehrsnetz, Geschäfte und kulturelle Angebote spielen eine wesentliche Rolle bei der Entscheidung in der Innenstadt zu wohnen. Auch der Anspruch, Arbeits- und Privatleben miteinander zu verknüpfen, gewinnt bei der Suche nach Innenstadtwohnungen zunehmend an Bedeutung.

Die Linzer Innenstadt ist deshalb durch eine zunehmende Wohnbautätigkeit geprägt. Aktuell sind mehr als 500 Wohnungen im direkten Innenstadtbereich in Bau, etwa 220 weitere stehen vor Baubeginn. Durch die Nutzung von Baulücken, Aufstockungen und den Umbau von Büros in Wohnungen wurde und wird hochqualitativer Wohnraum geschaffen. Mit der Verbauung des ehemaligen LILO-Areals an der Weingartshofstraße existiert ein weiteres Potenzial von bis zu 200 Wohnungen.

Die Stadt Linz forciert diesen Trend und unterstützt die künftigen Bedürfnisse der BewohnerInnen bereits jetzt. So wird in der Humboldtstraße eine Kinderbetreuungseinrichtung gebaut bzw. die Stelzhamer-Schule in der Figulystraße völlig modernisiert und erweitert. In der Herrenstraße setzte die Stadt Linz Akzente, um städtischen Lebensraum attraktiver zu gestalten. Dort werden die Flächen mit kreativen Maßnahmen so gestaltet, dass der gesamte Straßenraum nutzbar wird.

Durch die Neubauten und die Wohnraumsanierung wird vor allem das arbeitsintensive Baugewerbe und Baunebengewerbe angekurbelt, wodurch in Zeiten der Wirtschaftskrise zahlreiche Arbeitsplätze in der Region  gesichert werden. Das Volumen von rund 700 Neubauwohnungen sei geeignet, rund 2 500 Arbeitsplätze in der Baubranche zu sichern, beziffert Stadtrat Luger den Beschäftigungs-Effekt.

Trend Wohnungsprojekte – Konzentration auf Innenstadt

Trend Wohnungsprojekte – Konzentration auf Innenstadt

1. Renaissance der Innenstädte - Trend zu Stadthäusern

Durch die derzeitige Renaissance der Innenstädte ist auch in  architektonischer Hinsicht eine zunehmende Tendenz zur Schaffung von Lebenswelten festzustellen, die den Ansprüchen des 21. Jahrhunderts gerecht werden. So haben viele ArchitektInnen in den letzten Jahren das ästhetische und funktionale Potenzial von Stadthäusern wiederentdeckt. Die modernen Stadthäuser erfüllen auf innerstädtischen Flächen dieselben Funktionen wie ihre historischen Vorbilder und zeichnen sich durch kurze Entfernungen zu den wichtigsten Punkten der Innenstadt aus. Zusätzliche bauliche Maßnahmen, wie Dachterrassen, Dachbegrünungen, etc. und komfortable Ausstattung machen das Wohnen in der Stadt  zusätzlich attraktiv.

Angesprochen werden, je nach Lage und Ausgestaltung, nicht nur finanziell besser situierte Bevölkerungsschichten, sondern ebenso Paare zwischen 30 und 40 Jahren, denen eine Alternative zum flächenintensiven Reihenhaus- oder Einfamilienhausbau offeriert werden soll. Zudem suchen besonders Beschäftigte der Kreativbranchen die Nähe zur City, um Arbeits- und Privatleben möglichst eng miteinander zu verknüpfen.

2. Aktuell 500 Wohnungen in der City in Bau, 220 in Planung

Östlich der Landstraße:

In Bau: Areal der ehemaligen Landesfrauenklinik – 416 Wohnungen

Auf einer Bauplatzfläche von 35 374 Quadratmeter entstehen derzeit auf dem Areal der ehemaligen Landesfrauenklinik 416 Wohnungen. 440 Tiefgaragenplätze und 52 oberirdische Stellplätze sind in der Anlage vorgesehen. Der Bau der ersten GWG-Wohnungen (von insgesamt 204) wurde im April 2008 begonnen. Der letzte Bauabschnitt mit 59 Mietkaufwohnungen wird vorgezogen. Parallel baut die LAWOG insgesamt 212 Wohnungen. Der fünfgruppige Kindergarten wird ab heurigem Herbst zur Verfügung stehen, Baufertigstellung für die gesamte Anlage ist voraussichtlich 2011.

416 Wohnungen am Areal der ehemaligen Landesfrauenklinik in Bau

416 Wohnungen am Areal der ehemaligen Landesfrauenklinik in Bau

In Bau: Schubertstraße – 32 Wohnungen

Auf einem Grundstück an der Schubertstraße zwischen Goethestraße und Schillerstraße errichten die „Wohnungsfreunde“ seit März 2008 insgesamt 28 Mietkauf- sowie vier Eigentumswohnungen. Ein sechsgeschoßiger Baukörper entsteht an der Schubertstraße und ein viergeschoßiger im Innenhof – mit gemeinsamer Tiefgarage. Die Fertigstellung soll bis voraussichtlich Dezember 2009 erfolgen. Planer ist der Linzer Architekt MMag. Reinhard Stummer.

In Bau: Bismarckstraße - 20 Wohnungen

An der Bismarckstraße entstehen im Hotelkomplex „Park Inn“ am Hessenplatz 20 Wohnungen. Im Erdgeschoß des siebengeschoßigen Gebäudes, das Ende des Jahres bezugsfertig sein soll, ist ein 130 Quadratmeter großes Geschäftslokal geplant.

In Bau: Wohnhaus Scharitzerstraße 20 – 9 Wohnungen

Gebaut wird ein Wohnhaus mit neun Mietwohnungen, acht davon mit einer Größe von rund 55 Quadratmetern. Die Dachgeschoßwohnung umfasst zirka 100 Quadratmeter Wohnfläche. Die Wohnungen beginnen ab dem ersten Obergeschoß. Die  Fertigstellung erfolgt voraussichtlich Oktober 2009.

In Bau: Ecke Dametzstraße / Mozartstraße – 7 Wohnungen:

An der Ecke Dametzstraße / Mozartstraße entsteht derzeit ein viergeschoßiges Gebäude mit einer Nutzfläche von insgesamt 1.800 Quadratmetern und ausgebautem Dachgeschoß. Geplant sind drei Büros sowie sieben Mietwohnungen. Im Erdgeschoß ist ein Geschäftslokal mit 240 Quadratmetern vorgesehen. Die Tiefgarage umfasst insgesamt 22 Parkplätze.

Vor Baubeginn: Humboldtstraße – 34 Wohnungen

An der Humboldtstraße werden auf zwei Grundstücken 34 neue Wohnungen und eine Krabbelstube errichtet, die die Wohnqualität des Stadtviertels steigern werden. Der Baubeginn für dieses Projekt sollte bis Anfang 2010 erfolgen. Das Investment schlägt sich mit zirka 5,5 Millionen Euro zu Buche.

Vor Baubeginn: Scharitzerstraße / Landstraße – 24 Wohnungen

An der Ecke Scharitzerstraße / Landstraße errichtet die GWB insgesamt 24 Mietkauf- und Eigentumswohnungen mit Wohnungsgrößen von 53 bis 103 Quadratmetern auf der Basis eines Architekturwettbewerbs, den die Architekten Stummer / Fiereder gewonnen haben. Das Gebäude umfasst auch eine Geschäftszone im Erdgeschoß. Baubeginn ist Frühjahr 2009, die Fertigstellung soll 2011 erfolgen.

Vor Baubeginn: „JOKA- Haus“ Humboldtstraße / Bürgerstraße – 15 Wohnungen

Das markante Haus an der Ecke Humboldtstraße / Bürgerstraße, das seit jeher den Schauraum der Firma Joka beherbergt, wird saniert, modernisiert und umgebaut. Der Baubeginn nach Plänen des Linzer Architekten MMag. Arch. Reinhard Stummer ist bereits heuer im Sommer. Ein Jahr später soll dann der neue Komplex mit Tiefgarage fertig sein. Es entstehen 15 Wohnungen. Joka bleibt als Mieter des Erdgeschoßes am angestammten Platz. Entlang der Humboldtstraße sollen Büros entstehen.

Joka-Haus an der Humboldtstraße

Joka-Haus an der Humboldtstraße

Joka-Haus - Hofseite

Joka-Haus - Hofseite

Vor Baubeginn: „Kaindl-Areal“ Dametzstraße – 17 Wohnungen

Die Bauarbeiten am „Kaindl-Areal“ werden voraussichtlich noch im Frühjahr dieses Jahres anlaufen. Die Fertigstellung ist für Frühsommer 2010 geplant. Die Kosten für das Projekt der Letzbor Bau-Engineering GmbH betragen 4,7 Millionen Euro. Planer ist der Architekt Kurt Joanig.

Im ersten Bauabschnitt wird der an das denkmalgeschützten Eckhaus Graben/Dametzstraße angrenzende Gebäudeteil abgerissen. In der dadurch entstehenden Baulücke wird ein fünfgeschoßiges Gebäude mit zurückgesetztem Dachgeschoß errichtet. Es bietet Platz für sieben Wohnungen, 620 Quadratmeter Geschäftsfläche und 270 Quadratmeter Bürofläche. Vom benachbarten Kaindl-Haus bleiben das Erdgeschoß und die zwei Obergeschoße erhalten. Es wird um drei Geschoße und ein zurückgesetztes Dachgeschoß aufgestockt. Der Raumgewinn wird für zehn neue Wohnungen und rund 350 Quadratmeter Bürofläche genutzt. Im Erdgeschoß werden weiterhin 900 Quadratmeter Geschäftsfläche zur Verfügung stehen. Das erste Obergeschoß wird auch in Zukunft von der Tanzschule Andexlinger genutzt.  An der Dametzstraße sind große verglaste Loggien vorgesehen und im Innenhof Balkone. Die Dachgeschoßwohnungen erhalten Terrassen.

In Planung: Harrachstraße – 45 Wohnungen

In der Harrachstraße werden in zuvor von der Landesregierung und anschließend von der Energie AG genutzten Gebäuden auf einer Gesamtfläche von 4 300 Quadratmetern 45 Wohnungen sowie 680 Quadratmeter Büroflächen entstehen. Ein entsprechendes Projekt des Architekturbüros Wolfgang Kaufmann wurde vom Gestaltungsbeirat am 24. November 2008 befürwortet. Das Bauvorhaben umfasst Innenumbauten und Dachgeschoßausbauten in den Häusern 16, 16 a, 18 und 20. Zusätzlich entsteht eine Tiefgarage mit 80 Stellplätzen. Der Bau beginnt voraussichtlich Anfang 2010 und soll im Frühjahr 2011 fertig sein.

In Planung: Schubertstraße / Scharitzerstraße – 26 Wohnungen

Das Wohnbauprojekt an der Südwestecke der Kreuzung Scharitzerstraße /  Schubertstraße hat der Linzer Gestaltungsbeirat am 25. November 2008 positiv beurteilt. Auf einer derzeit unbebauten Fläche von 420 Quadratmetern wird ein Wohngebäude mit Büros im Erdgeschoß und 26 Wohnungen in sieben Obergeschoßen errichtet. Das Projekt ist gegenwärtig in der Einreichphase, der Baubeginn soll noch im Herbst 2009 erfolgen. Die Fertigstellung ist für 2011 geplant. Geplant wurde dieses Bauvorhaben vom Linzer Architekten MMag. Ernst Haas.

26 Wohnungen an der Schubertstraße / Scharitzerstraße

26 Wohnungen an der Schubertstraße / Scharitzerstraße

In Planung: Konrad-Vogel-Straße – 8 Wohnungen

In einer Baulücke an der Konrad-Vogel-Straße ist der Bau eines viergeschoßigen Wohnhauses geplant. Acht Wohnungen sollen darin Platz finden. Bauträger ist ebenfalls die UBM-Gruppe.

In Planung: Marienstraße 13 – 6 Wohnungen

In der Marienstraße 13 soll ein Wohnhaus mit acht Wohnungen auf vier Geschoße sowie ein ausgebautes Dachgeschoß erweitert werden. Dafür wurde bereits im März 2007 eine Baubewilligung erteilt. In den drei Obergeschoßen sollen insgesamt sechs Wohnungen komplett renoviert werden. Baubeginn ist eventuell noch heuer.

Wohnen an der Marienstraße in Planung

Wohnen an der Marienstraße in Planung

In Planung: Ecke Starhembergstraße / Bürgerstraße – 5 Wohnungen

In diesem Bereich soll ein bestehendes Objekt abgerissen und durch einen Neubau der Wohnungsfreunde ersetzt werden. Baubeginn ist voraussichtlich 2010.

Westlich der Landstraße:

In Bau: Landstraße 86 – fünf Wohnungen

Das denkmalgeschützte Geschäfts- und Wohnhaus eines Schweizer Versicherungsunternehmens wird seit dem Frühjahr 2008 generalsaniert. Zusätzlich wird das Dachgeschoß für fünf exklusive Wohnungen mit Terrasse ausgebaut. Das Bauvorhaben wird voraussichtlich im heurigen Herbst fertig sein.

In Bau: Waltherstraße 15 – 9 Wohnungen

An der Waltherstraße 15 wird im Auftrag von zwei privaten Eigentümern derzeit ein viergeschoßiges Haus generalsaniert und das Dachgeschoß ausgebaut. Dadurch ist die Schaffung von neun Wohnungen und von Büroräumlichkeiten möglich. Die Fertigstellung erfolgt bis Herbst 2009.

Vor Baubeginn: Ehemaliges Gebäude der VHS – Coulinstraße - 28 Wohnungen

Für das ehemalige Gebäude der VHS andere Coulinstraße ist ebenfalls eine Nutzung für Wohnbauzwecke vorgesehen. Neben Büroräumlichkeiten im Erdgeschoß sollen in den Obergeschoßen 28 Wohneinheiten mit Größen von 43 Quadratmetern bis zu 98 Quadratmetern errichtet werden.

In Planung: Ehemaliges Gebäude der PVA / Volksgartenstraße – 13 Wohnungen

Drei Objekte in der Volksgartenstraße im Ausmaß von knapp 8 300 Quadratmetern wurden durch die Übersiedlung der Pensionsversicherungsanstalt (PVA) im Mai 2008 frei. Diese Flächen wurden an drei verschiedene Nutzer verkauft.

In der Volksgartenstraße 8 ist eine Aufstockung des zweigeschoßigen ehemaligen Bürotrakts um weitere zwei Etagen und um ein Dachgeschoß geplant, womit 13 Wohnungen eingerichtet werden können. Der diesbezügliche Entwurf von Arch. Harald Markon passierte im Herbst den Gestaltungsbeirat, der Baubeginn soll in Kürze erfolgen. Für das Objekt Volksgartenstraße 14 wird derzeit eher eine Weitervermietung für Bürozwecke überlegt, im Haus Volksgartenstraße 32 sind Gesundheitseinrichtungen zu erwarten.

In Planung: LILO-Areal – hauptsächliche Nutzung für Wohnbau

Im Frühjahr 2008 haben die ÖBB Teile der Grundstücke des ehemaligen LILO-Areals an drei Investoren verkauft. Die neuen Eigentümer haben sich bereit erklärt, gemeinsam mit der Stadt Linz in einen Planungsprozess einzutreten. Das 13 400 Quadratmeter große Areal zwischen Böhmerwald- und Weingartshofstraße soll schwerpunktmäßig für den Wohnbau verwendet werden. Grundsätzliches Ziel soll eine Nutzung sein, die rund 70 Prozent der Flächen für den Wohnbau und rund 30 Prozent für gewerbliche Zwecke vorsieht.  

3. Aufstockungsprojekte: Chancen für Wohnraum in der City

Neben Neubauten schaffen Aufstockungsprojekte zusätzlichen hochwertigen Wohnraum. Seit 2001 wurden immerhin 145 Wohneinheiten auf diese Weise zusätzlich geschaffen (siehe Tabelle).

 Bauort/Aufstockungen Zahl der Wohnungen 
Untere Donaulände / Honauerstraße 27

Bismarckstraße 16

17
Dametzstraße 47 12
Eisenhandstraße 17-21, Noßbergerstraße 3 12
Klammstraße 1 10
Volksgartenstraße 28-30 9
Bürgerstraße / Humboldtstraße (Baubeginn Mai 09) 15
Bürgerstraße 3 9
Bürgerstraß 57 6
Promenade 22 5
Rudigierstraße 9 5
Goethestraße 16 3
Humboldtstraße 27 3
Figulystraße / Gärtnerstraße 2
Graben 32 2
Spittelwiese 5 2
Graben 30 2
Hessenplatz 8 2
Pfarrgasse14 2
Summe 145

4. Stadt-Initiative zur Altstadterhaltung fördert Rückkehr in die City

Den Trend zur Rückkehr in die Stadt unterstützt die städtische Altbau-Sanierung. In den vergangenen drei Jahrzehnten hat die Stadt Linz insgesamt 13,85 Millionen Euro für Gebäuderevitalisierungen bereit gestellt. Knapp neun Millionen Euro davon, also rund zwei Drittel, flossen direkt in die Linzer Altstadt. Im Vorfeld des Kulturhauptstadtjahres in den Jahren 2007 und 2008 wurden die Fördermittel jeweils von 100.000 Euro auf insgesamt 700 000 Euro erhöht. Heuer umfasst das Budget für Altstadtförderungen 350 000 Euro. Die Förderung der Stadt Linz beträgt jeweils bis zu 30 Prozent der förderungswürdigen Kosten und soll nicht mehr als 30 000 Euro ausmachen, um “Mitnahmeeffekte“ zu vermeiden. In begründeten Einzelfällen sind  auch höhere Förderungen möglich.

Allein in der engeren Linzer Altstadt wurden im Vorjahr für 16 Projekte 275 000 Euro an Förderungssumme genehmigt. Das Gebiet der „engeren Altstadt“ umfasst den Bereich zwischen Donau, Schlossmuseum, Promenade, Graben und Rechter Donaustraße. Derzeit befinden sich weitere acht Projekte am Start.

Kurz vor der Fertigstellung: Altstadt 6 und 8 – 18 Wohnungen

Durch den Zu- und Umbau des Freihauses Salburg werden 18 neue Wohnungen entstehen. Das lärmintensive Restaurant wird verlegt, soll dann über 200 Quadratmeter verfügen und wird eine Schallschutzfixverglasung erhalten. Neben der Erweiterung des zweiten Lokals im Erdgeschoß auf 135 Quadratmeter ist auch ein Umbau der bestehenden Wohngeschoße geplant und der gesamte Dachraum wird ausgebaut. Im Dachgeschoß entstehen vier neue Wohnungen mit Größen zwischen 100 und 180 Quadratmetern.

Baubeginn war im Herbst 2008, die Außenfassade wird im Frühjahr 2009 fertig. Mit der gesamten Fertigstellung kann noch heuer im Sommer gerechnet werden. Die Baukosten betragen 2,5 Millionen Euro. Die Wohnungssituation wird mit einem behindertengerechten Lift, Terrassen und Loggien im Innenhof sowie Gründächern wesentlich verbessert. Fassade und Fenster werden ebenfalls erneuert.

Kurz vor der Fertigstellung: Altstadt 13 – 16 Wohnungen

Das Wohn- und Geschäftshaus Altstadt 13 besteht aus dem Hauptgebäude und zwei rückwärtigen, unterschiedlich langen Seitenflügeln. Durch einen Neubau mit Treppenhaus und Lift werden die beiden Seitenflügel so verbunden, dass zwei Höfe entstehen. Im dritten Obergeschoß und im neu ausgebauten Dachgeschoß werden neun Wohnungen gebaut. Die bestehenden sieben Wohnungen werden modernisiert und mit Balkonen aufgewertet.

Im Erdgeschoß werden drei Geschäfte entstehen, es sind auch zwei Büros geplant. Alle 16 Wohnungen sind Mietwohnungen. Mitte 2008 wurde mit den Bauarbeiten begonnen. Die Gesamtkosten der Generalsanierung betragen 3,5 Millionen Euro. Die Fertigstellung erfolgt voraussichtlich bis Juli 2009.

Vor Baubeginn: Hauptplatz 18 – 15 Wohnungen

Das Feichtingerhaus wurde im Jahr 1456 erstmals urkundlich erwähnt. Heuer sollen im hinteren Hofbereich ein Gesamtumbau und eine teilweise Aufstockung eines Nebengebäudes entstehen. Für den Einbau eines Aufzuges wurde ein Förderansuchen für Stadterneuerung eingebracht.

In Planung: Hofgasse 21 – 2 Wohnungen

Das denkmalgeschützte Wohnhaus Hofgasse 21, am Fuße des Schlossberges, soll um ein Vollgeschoß und ein zurückgesetztes Geschoß aufgestockt werden. Nach dem Abbruch des Grabendaches soll ein großes Penthouse entstehen, das in zwei Wohnungen geteilt werden kann. Die insgesamt fünf Wohnungen erhalten einen Lift im Innenhof. Das oberste Geschoß ist im Norden zurückgesetzt. 

5. Sozial- und Bildungs- Infrastruktur in der City in Ausbau

Die Stadt Linz fördert den Trend zum Wohnen in der Innenstadt durch den Ausbau der Kinder-Betreuungseinrichtungen und einen Schulneubau.

Neu- und Umbau der Stelzhamerschule für Neue Mittelschule

Das Wiener Architekturbüro DI Clemens Kirsch hat den von der Stadt Linz EU-weit ausgeschriebenen Wettbewerb für den Umbau der an der Figulystraße gelegenen Stelzhamerschule gewonnen. Durch den Umbau des aus den 1970er-Jahren stammenden Gebäudekomplexes wird die Hauptschule 3 ein zeitgemäßes Schulgebäude erhalten, das auch für die Einführung der neuen Mittelschule optimale räumliche Voraussetzungen bietet. Die Volksschule bleibt in ihrer Raumstruktur unverändert. Sie wird mit einer neuen Fassade aufgewertet. Der Baubeginn ist für Anfang 2010 geplant. Die Fertigstellung soll im Sommer 2011 erfolgen.

Kindergarten, Krabbelstube und Hort für die Innenstadt

Neben dem in Bau befindlichen fünfgruppigen Kindergarten am Areal der Landesfrauenklinik (Fertigstellung im Herbst dieses Jahres) entsteht im Zuge des GWG-Wohnbauprojekts an der Humboldtstraße 3-5 auch eine viergruppige Krabbelstube mit 40 Plätzen. Baubeginn ist Winter 2009 / 2010, die Fertigstellung durch die GWG an die Kinder- und Jugend-Services soll bis Mitte 2011 erfolgen.

In dieser Woche erfolgte die Baustelleneinrichtung für den Hortneubau der Kreuzschwestern. Es werden bis Herbst 2010 an Stelle des bisherigen Übungshorts sechs neue Hortgruppen und zwei Turnsäle errichtet. Das alte Gebäude wurde im Vorjahr abgerissen. Die Baukosten betragen rund 5,6 Millionen Euro, die Stadt leistet einen Zuschuss in Höhe von 582 000 Euro.

Modernisierung des Altenheims der Kreuzschwestern

Das Altenheim Rudigier (Kreuzschwestern) wird derzeit neu- beziehungsweise umgebaut und dem erforderlichen Pflegestandard angepasst. Nach Fertigstellung soll es 100 pflegebedürftigen Menschen Platz bieten. Der erste Bauteil mit 60 Betten soll im November 2009, der zweite Bauteil mit 40 Betten im November 2011 fertig werden. Zu den Baukosten von 14,6 Millionen Euro steuert die Stadt Linz 1,4 Millionen Euro bei.

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Planungsstadtrat Klaus Luger über den Trend zum Wohnen in der Innenstadt)

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