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STADTPLANUNG/BAU
Presseaussendung vom 04.05.2009

Vorgezogener Baubeginn von mehr als 400 zusätzlichen Wohnungen in Linz läuft an

Linzer Sonderwohnbau-Programm sichert 1 500 Arbeitsplätze

Die Stadt Linz hat ein Konjunkturprogramm beschlossen, das bis 2015 261 Millionen Euro für arbeitsplatzsichernde Investitionen vorsieht. Zusätzlich dazu ist die Ankurbelung des Wohnbaus durch das Vorziehen von Bauprojekten beabsichtigt. Damit wird auch Ängsten entgegengesteuert, wonach die Wirkungen öffentlicher Aufträge für die Krisenbekämpfung zu spät eintreten. 

Mit dem Wohnbaureferat des Landes Oberösterreich konnte Planungsstadtrat Klaus Luger den vorzeitigen Bau zusätzlicher 400 geförderter Wohnungen in der Stadt Linz vereinbaren.  Dies bedeutet ein zusätzliches Investitionsvolumen von rund 120 Millionen Euro, das in Linz der Wirtschaft zugute kommt. Dieses 120-Millionen-Investment wiederum trägt zur Sicherung von knapp 1.500 Arbeitsplätzen in der Landeshauptstadt bei. Beim Wohnbau wirken sich die Investitionen besonders beschäftigungsintensiv aus, da zahlreiche Betriebe des Baugewerbes und des Baunebengewerbes davon profitieren.

Neben den für das heurige Jahr mit der Wohnbauförderung vereinbarten 582 Wohnungen hat die Bauverwaltung bereits 260 Baubewilligungen für sechs weitere Projekte erteilt, die zum Sonderwohnbau-Programm zählen. Für weitere 140 Wohnungen sind die Behördenverfahren bereits im Gange. „Wir bemühen uns mitzuhelfen, diese Sonderprojekte rasch zur Baureife zu bringen. Jetzt zählt das Tempo im Kampf um jeden Arbeitsplatz“, umreißt der für den Wohnbau und das Bauwesen zuständige Stadtrat Klaus Luger.

Damit wird in wirtschaftlich schwierigen Zeiten der Wohnbau zu einem wesentlichen Konjunktur-Beleber. Wie wichtig Beschäftigungsmaßnahmen sind, zeigt die jüngste Entwicklung des Arbeitsmarktes. Oberösterreich liegt mit einem Zuwachs von über 55 Prozent an der Spitze aller Bundesländer. Noch im März lag Salzburg mit 60 Prozent Zuwachs um fünf Prozentpunkte vor Oberösterreich. Die Arbeitsmarkt-Region Linz verzeichnet durch den hohen Industrieanteil mit 41 Prozent ebenfalls sehr hohe Zuwachsraten.

Mit der verstärkten Wohnbautätigkeit in Linz kann ein zweifacher Nutzen erreicht werden. Neben der Stärkung der Wirtschaftskraft durch gesteigerte Investitionen wird dem hohen Bedarf an Wohnungen in Linz Rechnung getragen.

Starker Zuzug nach Linz

Der Trend zur Abwanderung in die Randgemeinden hat sich, wie das Bevölkerungswachstum zeigt, in den vergangenen Jahren umgekehrt. Linz ist als Wohnort wieder sehr begehrt. Rund 1 000 Menschen verlagern pro Jahr ihren Hauptwohnsitz nach Linz. Deshalb sind jährlich etwa 500 bis 600 Neubauwohnungen nötig, um den Bedarf zu decken. Dies zeigen auch die Vormerkzahlen.

In Linz ist die Zahl der vorgemerkten Wohnungssuchenden mit 11 024 Personen oberösterreichweit am höchsten. 51 Prozent, somit mehr als die Hälfte aller Vormerkungen mit dringendem Wohnungsbedarf möchten – auch auf Grund besserer beruflicher Aussichten – nach Linz und suchen in der Landeshauptstadt Linz eine Wohnung.

Sonderwohnbau-Programm:

Baubewilligungen für 260 Wohnungen liegen vor, Vorbereitungen und Verfahren für weitere 140 Wohnungen bereits im Gange

Neben den für das heurige Jahr mit der Wohnbauförderung vereinbarten 582 Wohnungen hat die Bauverwaltung bereits 260 Baubewilligungen für vier weitere Projekte erteilt, die zum Sonderwohnbau-Programm zählen. Für weitere knapp 140 Wohnungen sind die Behördenverfahren bereits im Gange. „Wir bemühen uns mitzuhelfen, diese Sonderprojekte rasch zur Baureife zu bringen. Auch das Wohnbauressort von Landesrat Kepplinger trägt alles dazu bei, die bürokratischen Verfahren möglichst effizient abzuwickeln. Jetzt zählt das Tempo besonders“, sagt der für das Bauwesen zuständige Stadtrat Luger.

Projekt Wohneinheiten Baubewilligung
AREV - Winterhafen III  60 Baubewilligung erteilt
BRW - Semmelweisstraße  47 Baubewilligung erteilt
GIWOG - Hausleitnerweg 38  34 In Vorbereitung
GSA - Thanhoferstraße  30 Baubewilligung erteilt
GWG - Humboldtstraße  34 In Vorbereitung
LAWOG - Landesfrauenklinik  42 Baubewilligung erteilt
Neue Heimat - Kleinwörth  18 Einreichplanung
Neue Heimat - Paracelsusstraße  15 Einreichplanung
VLW - Karl-Steiger-Straße  39 Baubewilligung erteilt
VLW - Semmelweisstraße  47 Baubewilligungerteilt
WAG - Oed-Europastraße  40 In Vorbereitung
Summe  406  

Umsetzung des Wohnbau-Sonderprogramms:

Projekte in Bau oder kurz vor Baubeginn

Folgende Wohnbauvorhaben befinden sich auf Grund des Sonderwohnbau-Programms bereits in Bau oder stehen kurz vor Baubeginn.

Baubeginn bereits erfolgt: Thanhoferstraße - 30 Wohneinheiten

Die Genossenschaft für Stadterneuerung und Assanierung (GSA) errichtet auf einem Grundstück mit 8.260 Quadratmetern insgesamt 30 Mietkaufwohnungen sowie zwölf Reihenhäuser. Die gesamte Wohnanlage soll bis 2010 fertig gestellt sein. Die Wohnungsgrößen der in fünf Blöcken errichteten Wohneinheiten betragen zwischen 60 und 75 Quadratmeter, die Reihenhäuser haben zwischen 124 und 154 Quadratmeter Wohnfläche. Die Wohnanlage wurde von Architekt DI Franz Kneidinger entworfen.

Baubeginn im Juli: Semmelweisstraße – 47 Wohnungen

Bei der gemeinsam von der Baureform Wohnstätte und der VLW errichteten Wohnanlage an der Semmelweisstraße werden jeweils die letzten Bauabschnitte vorgezogen und noch im Frühsommer 2009 anlaufen.

In einem dritten Bauabschnitt errichtet die VLW 47 Mietwohnungen sowie die Baureform in einem vierten Bauabschnitt an der Semmelweisstraße 47 Mietwohnungen.

Das Gesamtbauvorhaben, das aus 125 Wohnungen der VLW sowie 119 Wohnungen der Baureform besteht, wird bis 2011 und somit ein Jahr früher fertig gestellt werden können.

Baufortsetzung fixiert: Landesfrauenklinik - 42 Wohnungen

Ebenfalls vorgezogen wird die zweite Bauetappe der LAWOG mit 42 Wohneinheiten beim Projekt „Wohnen beim Donaupark“. Im Rahmen einer ersten Bauetappe sind bereits 84 Wohnungen in Bau, im Rahmen der zweiten Bauetappe werden nun 42 Wohnungen und in zwei weiteren Etappen 44 sowie 42 Wohneinheiten auf dem Areal der ehemaligen Landesfrauenklinik durch die LAWOG errichtet. Die GWG baut parallel weitere 204 Wohnungen. Die Fertigstellung der gesamten Anlage erfolgt voraussichtlich bis 2011.

Bebauung Areal ehemalige Landesfrauenklinik

Bebauung Areal ehemalige Landesfrauenklinik

Baufortsetzung fixiert: Karl-Steiger-Straße – 39 Wohnungen

Im Rahmen eines zweiten Bauabschnitts an der Karl-Steiger-Straße errichtet die VLW insgesamt 39 Mietwohnungen in achtgeschoßiger Bebauung. Diese Bauetappe entsteht in unmittelbarer Nähe des ersten Bauabschnitts mit 33 betreubaren Wohnungen, der im November 2007 begann und im Juli 2009 übergeben werden soll. Die Planung für das Gesamtbauvorhaben stammt vom Architekturbüro Team M.

Baubewilligung erteilt: Winterhafen – Bauabschnitt West mit 60 Wohnungen

Ebenfalls vorgezogen wird der Bauabschnitt West des Projekts Donaupromenade der AREV am Winterhafen. Bis 2010/2011 werden hier in drei Bauabschnitten (BA Ost, BA Mitte und BA West) insgesamt 203 Wohnungen sowie 300 Garagenplätze errichtet. Die Bebauung erfolgt auf einem Areal von 20.000 Quadratmetern und läuft bereits auf vollen Touren. Die Baubewilligung wurde bereits erteilt, spätestens im Herbst können diese Bauarbeiten gestartet werden.

Umsetzung des Wohnbau-Sonderprogramms:

Projekte im Bewilligungsverfahren

Einreichplanung: Kleinwörth und Paracelsusstraße – 33 Wohnungen

Die Neue Heimat errichtet in Kleinwörth neben der Wohnanlage „Traunau-Linse“ nach Plänen von Architekt DI Fritz Matzinger ein Wohnhaus mit 18 Wohnungen, das unter dem Motto „Nachbarschaftliches Wohnen“ auch einen sozialen Aspekt verwirklicht.

Weiters kann ein nach Plänen von Architekt DI Steinkellner aus Wien an der Paracelsusstraße geplantes fünfstöckiges Wohnhaus der Neuen Heimat mit weiteren 15 Wohnungen ebenfalls früher als geplant realisiert werden.

Einreichplanung: Europastraße – 40 Wohneinheiten

Der Bauteil 3 der WAG mit 40 Wohnungen im Rahmen der Neubebauung zwischen Europastraße und Kokoschkastraße kann ebenfalls früher als ursprünglich vorgesehen errichtet werden. Es handelt sich dabei um den dritten Bauabschnitt einer in mehreren Baulosen errichteten Wohnanlage, die insgesamt 130 Miet- und Eigentumswohnungen sowie zwölf Reihenhäuser umfasst. Dieses Wohnbauvorhaben wird bis 2011 auf einer Fläche von zwei Hektar nach Plänen von DI Bernhard Rosensteiner realisiert.

In Vorbereitung: Hausleitnerweg – 34 Wohneinheiten

Am Hausleitnerweg und in unmittelbarer Nachbarschaft am Proschkogang plant die GIWOG in Ergänzung der dort bereits bestehenden Wohnbebauung die Wohnprojekte Hausleitnerweg III mit 34 Mietwohnungen und Proschkogang II mit 36 Mietwohnungen. Die Bebauung entsteht auf dem Areal des abgebrochenen ehemaligen voest-Werkshotels IV und V und wird viergeschoßig mit Dachgeschoß ausgeführt. Das Gesamtprojekt wurde von DI Jörg Stögmüller geplant.

In Vorbereitung: Humboldtstraße – 34 Wohnungen

An der Humboldtstraße errichtet die GWG insgesamt 34 Wohnungen und eine Krabbelstube, die die Wohnqualität in der Innenstadt steigern. Auf der Basis eines Entwurfs von DI Harald Radetzky sollen im Bereich der Humboldtstraße 3a und 5 ein Wohnhaus mit 20 Wohnungen sowie auf dem Grundstück Humboldtstraße 10 ein Wohnhaus mit 14 Wohneinheiten errichtet werden.

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Planungsreferent Stadtrat Klaus Luger zum Thema „Konjunkturpaket für den Wohnbau in Linz“)

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Magistrat der Landeshauptstadt Linz
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4041 Linz

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