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FREIZEIT/SPORT
Presseaussendung vom 14.05.2009

Entlastung für Vereine bei Betriebskosten

Für rund 60 Linzer Sportvereinsheime bzw. –räumlichkeiten leistet die Stadt Linz seit Jahrzehnten Betriebskostenzuschüsse. Im Rahmen des 1992 gestarteten Sportstättensanierungs- und –ausbauprogramms wurden die Vereinsheime in den vergangenen Jahren sukzessive erneuert und erweitert.

Unter anderem durch diese Attraktivierung der Vereinsinfrastruktur ist der Zulauf – vor allem im Nachwuchsbereich – stark gestiegen. Durch die größeren Mitgliederzahlen und die größere Nutzfläche in den Vereinsheimen fallen höhere Betriebskosten an.    

Um die Vereine akut zu entlasten, erhöht die Stadt Linz ihre Betriebskostenzuschüsse im Jahr 2009 einmalig um rund 27 Prozent. Insgesamt erhöhen sich durch Umschichtungen im Sportbudget damit im heurigen Jahr die Zuzahlungen der Stadt für die Betriebskosten der Vereine um rund 60 000 Euro auf 248 000 Euro.

Keine Betriebskostenzuschüsse durch das Land OÖ.

Die Betriebskostenzuschüsse der Stadt Linz sind für die meisten Vereine eine notwendige Voraussetzung, um den Sportbetrieb aufrecht erhalten zu können. Diese Entlastung leistet die Stadt Linz seit Mitte der 1980er Jahre. Das Land OÖ. hingegen bietet den Vereinen keine finanzielle Entlastung bei den Betriebskosten.

Nachhaltige Energieeinsparungen

Eine mittel- und langfristige Senkung der Betriebskosten ist nur durch energietechnische Maßnahmen und Veränderungen im Nutzungsverhalten zu erreichen.

Das Sportreferat der Stadt Linz bietet daher in Zusammenarbeit mit der LINZ AG den Sportvereinen Maßnahmenpakete für Verbesserungen im Bereich der Energieeffizienz an.

Zunächst wird anhand einer thermografischen Erstanalyse der Ist-Zustand des jeweiligen Vereinsgebäudes erhoben. Diese Basisanalyse enthält folgende Leistungen:

  • Allgemeine Schwachstellenermittlung in der Gebäudehülle mittels Wärmebildkamera
  • Auswertung des Protokolls und Kurzanalyse
  • Thermografisches Bildmaterial
  • Erläuterungen zur energetischen Sanierung des Objektes
  • Beratung über Einsparpotenziale

Darauf aufbauend ist die Planung und Durchführung weitere Effizienz-Maßnahmen möglich. Sie reichen von konkreten Sanierungsvorschlägen über die Erstellung eines Energieausweises bis zu Gesamtkonzepten und deren Durchführung durch ExpertInnen der LINZ AG.

„Ökologisch und wirtschaftlich gibt es zu energietechnischen Verbesserungen keine Alternative. Die positiven finanziellen Auswirkungen sind für die Vereine bereits nach kurzer Zeit deutlich spürbar“, so Umwelt- und Sportreferentin Vizebürgermeisterin Christiana Dolezal.

Basisanalyse für Vereine kostenlos

Für die Durchführung der Basisthermografie entstehen den Vereinen keine Kosten. Die anfallenden Kosten von 300 Euro pro Gebäude werden von der Stadt Linz und der LINZ AG getragen. Das Angebot kann von den Vereinen auf freiwilliger Basis in Anspruch genommen werden. 

Optimierungspotenzial

Nach Schätzungen von Schule und Sport Linz ist bei mindestens einem Drittel eine energietechnische Optimierung möglich.

Die neuen Produkte der LINZ AG – Energieberatung und Energiekonzepte beruhen auf einer detaillierten Analyse der vorhandenen Bausubstanz. Basis dieser Gesamtkonzepte stellt die Methode der Thermografie dar, um Wärmeverluste von Gebäuden sichtbar zu machen.

Information an die Vereine

Thermografische Analysen sind nur während der Heizperiode möglich. Um im Herbst rechtzeitig mit dem umfassenden Programm beginnen zu können, ist bereits in den Frühlings- und Sommermonaten eine entsprechende Koordination notwendig. Die Stadt Linz wird mit ihrem Angebot daher in den nächsten Wochen schriftlich an die Sportvereine herantreten und Einzelheiten wie z.B. den Anmeldungsmodus bekannt geben.

Wie funktioniert Thermografie?

Jeder Körper sendet elektromagnetische Strahlung aus. An Hand des sich aus der jeweiligen Temperatur ergebenden Farbenspektrums machen helle Einfärbungen eine hohe Energieabstrahlung (Energieverlust), dunkle Einfärbungen eine geringe Abstrahlung sichtbar.

Sichtbarkeit des Energieverlustes

Mittels einer Wärmebildkamera wird ein Infrarotbild vom kompletten Gebäude erstellt. Die Messungen werden in den Abend- oder Nachtstunden durchgeführt. Bei Nässe, Regen, Schneefall und starkem Wind sind sie nicht möglich. Thermische Schwachstellen sind häufig nicht abgedichtete Fensterbänke, Wärmestaus an Fenstern mit Vorhängen, Heizungen direkt unter den Fenstern, nicht isolierte Betonstürze, ein schlecht isoliertes Dach usw.

Vorzeigeprojekt Energiepark Plesching

Die Sanierung des Energieparks Plesching durch die LINZ AG ist ein praktisches Beispiel für eine erfolgreiche Umsetzung.

In dem zukunftsweisenden Projekt war die LINZ AG verantwortlich für die Planung und Umsetzung des Gesamtenergiekonzeptes. Neben der Berechnung von thermischen Sanierungsmaßnahmen für die einzelnen Wohnobjekte wurde auch die zentrale Heizungsanlage der 121 Wohnobjekte, den aktuellsten Umwelt- und Technikstandards entsprechend, völlig neu errichtet. Entsprechende Detailberatungen runden das einzigartige Energieeffizienz-Projekt ab.

Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Umweltreferentin Vizebürgermeisterin Christiana Dolezal und LINZ AG Generaldirektor Mag. Alois Froschauer zum Thema "Energieoffensive und Stärkung der Linzer Sportvereine durch eine Erhöhung der Betriebskostenzuschüsse".

Weitere Gesprächspartner:
DI Martin Sonnleitner, Leiter des Umwelt- und Technik-Centers der Stadt Linz
Michael Sageder, Schule und Sport Linz
Mag. Bernd Freisais, Linz-Energieservice GmbH-LES

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