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BILDUNG
Presseaussendung vom 20.05.2009

Stadt fördert neues Masterstudium und neues Universitätsinstitut

Als verlässliche Partnerin der Johannes Kepler Universität erweist sich einmal mehr die Stadt Linz. Durch städtische Subventionen – sie liegen in der Juni-Sitzung des Gemeinderates zur Beschlussfassung vor – könnte die Universität ab dem Wintersemester 2009 das Masterstudium „Politische Bildung“ bieten und ein neues Institut für Wirtschafts- und Gesellschaftsanalyse gründen, falls die universitären Gremien entsprechende Beschlüsse fassen. Für das Masterstudium wären im Zeitraum 2009 bis 2011 insgesamt 424 000 Euro vorgesehen. Der Finanzierungsrahmen für das Institut für Wirtschafts- und Gesellschaftsanalyse umfasst 303 750 Euro zwischen 2009 und 2012.

Neues Institut für Wirtschafts- und Gesellschaftsanalyse

Die derzeitige Wirtschaftskrise interdisziplinär analysieren könnte ab Herbst 2009 das neue Institut für Wirtschafts- und Gesellschaftsanalyse. Leiter des vorerst bis Ende 2012 finanzierten Drittmittelinstituts soll Univ.-Prof. Dr. Walter Ötsch vom Institut für Volkswirtschaftslehre sein. Das neue Institut soll eng mit dem Zentrum für Soziale und Interkulturelle Kompetenz der Johannes Kepler Universität zusammenarbeiten. Dieses Zentrum wäre außerhalb der Fakultäten positioniert und könnte die Zusammenarbeit verschiedener Wissenschaften organisieren.  Da die Universität die Gründung des Instituts für Wirtschafts- und Gesellschaftsanalyse nicht selbst finanzieren kann, leistet die Stadt Linz bis 2012 eine Startfinanzierung in Höhe von 303 750 Euro. Der restliche Finanzbedarf wird durch Partner und vom Zentrum für Soziale und Interkulturelle Kompetenz aufgebracht.

Arbeitsschwerpunkte des neuen Instituts:

  • Interdisziplinäre Erforschung der Wechselwirkungen und Einflüsse von Gesellschaft, Medien, Politik und Wirtschaft, die zur aktuellen Wirtschaftskrise geführt haben.
  • Auseinandersetzung mit den Schnittstellen von Ökonomie, Soziologie, Politikwissenschaft, Philosophie, Geschichtswissenschaften und Psychologie.
  • Betrachtung der Entstehungsgeschichte ökonomischer Theorien und ihrer Wirkungen im Alltagsdenken und im Denken der Eliten.
  • Publikation der Forschungsergebnisse in Fachjournalen und in Buchform.
  • Pflege von Kontakten mit internationalen Forschungseinrichtungen, die sich ähnlichen Themenstellungen widmen.
  • Lehrveranstaltungen über die Forschungsergebnisse für Studierende der Johannes Kepler Universität.
  • Betreuung von Diplomarbeiten und Dissertationen.

Das Institut soll Wert auf die gesellschaftliche Relevanz der Fragestellungen und die Verknüpfung theoretischer und empirischer Fragestellungen legen. Grundprinzipien der Forschungsarbeit wären methodischer Pluralismus, theoretische Offenheit und die Ablehnung von Dogmen jeder Art.

Neues Master-Studium „Politische Bildung“

Als zweite österreichische Universität nach der Donauuniversität Krems könnte die Johannes Kepler Universität ab dem Wintersemester 2009 das viersemestrige Master-Studium „Politische Bildung“ anbieten. Es wurde am Institut für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte konzipiert. Die Koordination der Vorbereitungsarbeiten erfolgte durch Universitätsassistent Dr. Thomas Hellmuth. Die Stadt Linz würde den Start des Master-Studiums durch die Übernahme der Studienkosten von 424 000 Euro für die Jahre 2009 bis 2011 ermöglichen.

Das neue Studienangebot wäre unter anderem ein Ergänzungsangebot für diverse Lehramtsstudien und eine Fortbildungsmöglichkeit für Lehrkräfte. Ein Studienabschluss in Politischer Bildung würde überdies eine gute Kompetenzbasis für Tätigkeiten im öffentlichen Dienst, nationalen und internationalen Einrichtungen im sozialen und politischen Bereich, in der Jugend- und Sozialarbeit, der Erwachsenenbildung sowie für politische Tätigkeiten sein.

Voraussetzungen für das Master-Studium ist ein abgeschlossenes geistes- und kulturwissenschaftliches oder geistes- und wirtschaftswissenschaftliches Bachelor- oder Diplomstudium oder ein Lehramtsstudium an einer Universität oder Pädagogischen Hochschule.

Modularer Aufbau

Das Master-Studium wäre modular aufgebaut und könnte auch berufsbegleitend absolviert werden.
Inhaltliche Fixpunkte wären:

  • Grundlagen politischer Bildung
  • Politik, Medien und Kultur
  • Gender-Fragen
  • Politische Bildung – Praxisbeispiel
  • Projekt Sozialwissenschaftliche Projektforschung
  • Berufsbezogenes Projekt

Zusätzlich müssten drei der folgenden Module zur Ergänzung der bisherigen Qualifikation belegt werden:

  • Politische Ideen und Systeme
  • Politik und Recht
  • Historische Grundlagen
  • Grundlagen der Didaktik

Weitere drei Module dienten der berufsorientierten Schwerpunktsetzung. Zur Wahl stehen:

  • Politik – Recht
  • Geschichte
  • Globalisierung und Nachhaltigkeit
  • Wirtschaft
  • Erziehungswissenschaften und Erwachsenendidaktik

Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Bildungsreferent Stadtrat Johann Mayr zum Thema "Stadt fördert neues Masterstudium und neues Universitätsinstitut".

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