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SOZIALES
Presseaussendung vom 27.05.2009

Personaleinsatz in den städtischen Krabbelstuben, Kindergärten und Horten

Personalentwicklung seit dem Jahr 1990
Rund 25 Prozent mehr Kinder, aber mehr als Verdopplung des Betreuungspersonals in den städtischen Krabbelstuben, Kindergärten und Horten
Intensivierung der Betreuung bedeutet Qualitätssprung
Ab Herbst bis zu 90 zusätzliche PädagogInnen für städtische Kindergärten benötigt 

Seit dem Jahr 1990 beschäftigt die Stadt Linz um 420 MitarbeiterInnen mehr an Fachpersonal in ihren Krabbelstuben, Kindergärten und Horten. Dies entspricht einer Zunahme des Betreuungspersonals um exakt 128,4 Prozent. Im Vergleich dazu stieg die Zahl der betreuten Kinder um genau 26,9 Prozent. 

Die höchsten Steigerungen verzeichnen dabei die Horte mit einem Plus von 44,3 Prozent an betreuten Kindern, gefolgt von den in den Krabbelstuben betreuten Kindern (+ 32,3 Prozent). Immer noch 14,9 Prozent beträgt die Zunahme der Kinder in den städtischen Kindergärten in den vergangenen 20 Jahren.

Daraus resultiert, dass sich die Betreuungsintensität der Kinder verstärkt hat. „Es steht heute mehr Personal pro Kind zur Verfügung, wodurch ein individuelleres Eingehen auf die Kinder ermöglicht wird. Der Qualitätssprung in der Kinderbetreuung liegt sowohl in der Vollversorgung der Über-Dreijährigen als auch in einer pädagogisch wertvollen Betreuung“, interpretiert der Linzer Personal-Stadtrat Klaus Luger die statistischen Unterlagen.

Neben dem Fachpersonal ist die Entwicklung der letzten Jahre aber besonders vom vermehrten Einsatz so genannter Stützkräfte gekennzeichnet. Hier ist eine bedeutend höhere Intensivierung zu verzeichnen als beim alleinigen Fachpersonaleinsatz. Denn während sich die Anzahl der Stützkräfte seit dem Jahr 2000 verdoppelt hat, kam es beim Einsatz der SprachtrainerInnen sogar zu einer Vervierfachung.

Die Einführung des Gratiskindergartens wird eine Aufstockung der Personalressourcen ab September dieses Jahres um bis zu 90 PädagogInnen erfordern. Defacto gibt es durch den Gratiskindergarten keine Anmeldungen für einen rein vormittägigen Kindergartenbesuch. Aus heutiger Sicht kann ein Bedarf von bis zu 7 neuen Ganztagsgruppen und 57 neuen Nachmittagsgruppen zu erfüllen sein.

Dies würde weitere 58 pädagogische Fachkräfte sowie 32 pädagogische Hilfskräfte erfordern. In den städtischen Kindergärten würde dies einen Personalzuwachs 23,3 Prozent bedeuten. „Es wird einer großen Anstrengung des städtischen Kinder-Jugend-Service und der Personalverwaltung des Magistrates bedürfen, um die benötigten MitarbeiterInnen einstellen zu können“, verweist Personal-Stadtrat Luger auf die bereits stattfindende Einstellungsoffensive der Stadt Linz. 

1990 – 2008: 26,9 Prozent mehr betreute Kinder in Krabbelstuben, Kindergärten und Horten

Die Zahl der Kinder in den städtischen Einrichtungen der Krabbelstuben, Kindergärten und Horte hat sich innerhalb der letzten knapp 20 Jahre um etwas mehr als ein Viertel erhöht. Mit zusätzlichen 868 Kindern (44,3 Prozent)  ist der Zuwachs vor allem in den Horten am stärksten. Um fast ein Drittel erhöht hat sich die Zahl der in den Krabbelstuben betreuten Kinder (+ 32,3 Prozent), wäh-rend in den Kindergärten der Stadt Linz der Zuwachs bei knapp einem Sechstel liegt (+ 14,9 Prozent).

In der jüngeren Vergangenheit haben sich die Zuwächse etwas abgeflacht, woraus sich der Schluss ergibt, dass der Bedarf weitestgehend gedeckt ist. Den stärksten Anstieg an betreuten Kindern verzeichneten seit dem Jahr 2000 die Krabbelstuben mit einem Plus von 65 Kindern (+ 17,6 Prozent). Darauf hat die Stadt Linz mit den Krabbelstuben-Ausbauprogramm reagiert, das bereits in den Startlöchern ist. 

Die Zahl der Kinder in den Horten hat sich von 2 746 im Jahr 2000 auf 2 827 im Vorjahr leicht erhöht. Und etwa gleich hoch sind im Schnitt der letzen zehn Jahre die Kinderzahlen in den städtischen Kindergärten. Hier besuchten im Jahr 2000 insgesamt 3 491 Kinder einen städtischen Kindergarten, im Jahr 2008 waren es 3 409 betreute Kinder.

1989 2000 2008 Veränderung zu 1990
Krabbelstuben 278 303 368 + 32,3 %
Kindergärten 2 966 3 491 3 409 + 14,9 %
Horte 1 959 2 746 2 827 + 44,3 %
Summe 5 203 6 540 6 04 + 26,9 %

 Veränderungen der betreuten Kinder in den städtischen Einrichtungen

1990 – 2008: 110 Gruppen mehr für 1 400 zusätzliche Kinder

Durchwegs gestiegen ist dagegen die Gruppenanzahl seit dem Jahr 2000 in den Kindergärten, Horten und Krabbelstuben. Gab es im Jahr 2000 153 Gruppen in den städtischen Kindergärten, so erhöhte sich diese Zahl auf 169 im Jahr 2008. Dies entspricht einem Zuwachs von 10 Prozent.

Gar um mehr als 15 Prozent erhöhte sich die Zahl der Hortgruppen in den letzten neun Jahren (von 133 auf 154). Prozentuell im annähernd gleichen Ausmaß (13 Prozent) verlief die Entwicklung in den Krabbelstuben. Hier gab es  eine Steigerung von 31 auf 35 Gruppen in den städtischen Krabbelstuben.

Die Erklärung dieser Entwicklung liegt sowohl in einer Senkung der Höchstanzahl von Kindern je Gruppe als auch im dezentralisierten Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen.

Insgesamt hat sich die Zahl der Gruppen seit 1990 um 110 erhöht, 1 401 Kinder werden seit diesem Zeitpunkt mehr in den Kinderbetreuungseinrichtungen versorgt.

Entwicklung Kindergärten

Entwicklung der Gruppenanzahl in den Kindergärten 1990 – 2008

Entwicklung Horte

Entwicklung der Gruppenanzahl in den Horten 1990 - 2008

Entwicklung Krabbelstuben

Entwicklung der Gruppenanzahl in den Krabbelstuben 1990 - 2008

1990 2008 Veränderung
KindergartenpädagogInnen 141 262 + 85,8 %
KindergartenhelferInnen 65 124 + 90,7 %
Stützkräfte (Kindergarten) 0 16
HortnerInnen 79 236 + 198,7 %
Stützkräfte (Horte) 0 28
Pädagogisches Personal (Krabbelstuben) 25 53 + 112 %
HelferInnen (Krabbelstuben) 17 27 + 58,8 %
Stützkräfte (Krabbelstuben) 0 1
Summe 327 747 + 128,4 %

Höchstanzahl in den Gruppen in Vergangenheit nicht ausgeschöpft

Die durchschnittliche Kinderanzahl in den Gruppen der Kindergärten betrug im Jahr 2008 20,7 Kinder. Die gesetzlich erlaubte Höchstzahl von 23 Kindern wurde somit um 10 Prozent nicht ausgeschöpft. In den städtischen Horten befanden sich im Schnitt 18,7 Kinder in den einzelnen Hortgruppen. Hier wurde das Limit sogar um 18 Prozent unterschritten. In den Krabbelstuben liegt der Schnitt bei 10 Kindern – dies entspricht auch der Obergrenze.

Gesetzliche Änderung 2007: Senkung der Höchstgrenzen

Rahmenbedingung für die Veränderung der Gruppengrößen war eine Änderung des OÖ. Kinderbetreuungsgesetzes, das im Jahr 2007 in Kraft getreten ist. Damit wurden neue Höchstgrenzen für die maximalen Gruppengrößen gezogen. So sollen in Krabbelstuben maximal 10 Kinder in einer Gruppe sein, während in den Kindergärten und Horten 23 Kinder als Obergrenze festgelegt wurden.

Ab der Mindestanzahl von sechs Kindern müssen in einer Krabbelstube eine Fachpädagogin und eine Hilfspädagogin eingesetzt werden. In Kindergärten und Horten sind ab einer  Mindestanzahl von 10 Kindern eine Fachkraft und die erforderlichen Hilfskräfte bereit zu stellen.

Gruppengrößen nach § 7 OÖ. KBG:

Gruppengrößen Mindestgröße Höchstgrenze
Krabbelstuben 6 10
Kindergärten, Horte 10 23

728 MitarbeiterInnen in den Kinder- und Jugend-Services

Insgesamt arbeiteten im Jahr 2008 728 MitarbeiterInnen für die Betreuung der Kinder in der städtischen Dienststelle der Kinder- und Jugend-Services (gerechnet in Vollzeit-Äquivalenten). Neben den Krabbelstuben, Kindergärten und Horten stehen die MitarbeiterInnen auch für die verschiedenen Beratungsangebote und Betreuungseinrichtungen sowie für die Nachmittags-betreuung in den Hauptschulen zur Verfügung. Knapp 45 MitarbeiterInnen, wiederum als Vollzeitäquivalente gerechnet, stehen hier im Einsatz.

Sowohl die Arbeitsplätze für die pädagogischen Fachkräfte und Hilfskräfte in den Kindergärten und Krabbelstuben sowie die Arbeitsplätze für HortpädagogInnen sind seit dem Jahr 1990 deutlich gestiegen.

Stützkräfte für Kinder mit Handicaps

Stützkräfte werden in den Kindergärten und Horten zusätzlich von der Stadt Linz beschäftigt, um die Betreuung von Kindern mit besonderen Bedürfnissen gewährleisten zu können.

Im Jahr 2000 waren 16 MitarbeiterInnen bei der Stadt Linz angestellt. Die Zahl der MitarbeiterInnen stieg im Jahr 2008 fast um das Dreifache auf 44 Beschäftigte, um die pädagogische Arbeit mit sowohl körperlich als psychisch bzw. im Sozialverhalten benachteiligten Kindern zu unterstützen.

SprachtrainerInnen im Kampf gegen Sprachprobleme

Im Jahr 2006 wurden erstmals SprachtrainerInnen in den Kinder- und Jugend-Services der Stadt Linz eingestellt, um Kinder mit Sprachdefiziten professionell zu unterstützen.

Die Gruppe der SprachtrainerInnen umfasste hatte im Jahr 2006 10 Personen und stieg im Jahr 2008 fast um das Vierfache auf 38 MitarbeiterInnen.

Ursprünglich 17 zusätzliche Arbeitsplätze für 2009 geplant Gratiskindergarten erfordert bis zu 90 zusätzliche PädagogInnen

Im Dienstposten- und Stellenplan für 2009 waren ursprünglich 17 neue Arbeitsplätze vorgesehen, um ab September den neuen Kindergarten am Areal der ehemaligen Landesfrauenklinik in Betrieb nehmen zu können.

Geplante neue Arbeitsplätze 2009

Kindergartenleiterin 1
Hortpädagogin 5,625
Kindergartenpädagogin 6,75
Kindergartenhelferin 2
Krabbelstubenhelferin 2
Gesamt

 17,375


Die Einführung des Gratiskindergartens wird eine Aufstockung der Personalressourcen ab September dieses Jahres um bis zu 90 PädagogInnen erfordern.  Defacto gibt es durch den Gratiskindergarten keine Anmeldungen für einen rein vormittägigen Kindergartenbesuch. Aus heutiger Sicht kann ein Bedarf von bis zu 7 neuen Ganztagsgruppen und 57 neuen Nachmittagsgruppen zu erfüllen sein. Dies würde weitere 58 pädagogische Fachkräfte sowie 32 pädagogische Hilfskräfte erfordern. In den städtischen Kindergärten würde dies einen Personalzuwachs von 23,3 Prozent bedeuten. „Es wird einer großen Anstrengung des städtischen Kinder-Jugend-Service und der Personalverwaltung des Magistrates bedürfen, um die benötigten MitarbeiterInnen einstellen zu können“, verweist Personal-Stadtrat Luger auf die bereits stattfindende Einstellungsoffensive der Stadt Linz.

Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Stadtrat Klaus Luger zum Thema Pressekonferenz „Personalentwicklung in den Kinder- und Jugend-Services“.

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