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KULTUR
Presseaussendung vom 05.06.2009

Linz09 als Standortentwicklungsprojekt

Was mit der offiziellen Bewerbung im Jahr 2004 begonnen hat, hat sich mittlerweile zu einer echten Erfolgsgeschichte entwickelt: Linz ist Europäische Kulturhauptstadt 2009 und ist auf bestem Wege, diese große Chance für die Bevölkerung, die Kulturszene, das Stadtimage und für den Wirtschafts- und Arbeitsstandort Linz voll zu nutzen.

Zur Illustration der positiven wirtschaftlichen Effekte der Kultur-Investitionen und der Begleitmaßnahmen für das Kulturhauptstadtjahr 2009 hat Kulturreferent Vizebürgermeister Dr. Erich Watzl beim Institut für Volkswirtschaftslehre der JKU Linz eine Simulations-Studie in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse der Studie (Autoren: Prof. Dr. Friedrich Schneider, Mag. Michael Holzberger) liegen nun vor.

Dabei werden die quantitativen Effekte dargestellt. Nicht vergessen werden dürfen darüber hinaus die nachhaltigen qualitativen Effekte des Kulturhauptstadtjahres. Dazu gehören beispielsweise die nachhaltig positiven Effekte auf Kulturangebot, Kulturinteresse, Stadtimage und auf die internationale Bekanntheit der Stadt Linz.

Auch wirtschaftlich gehen die Impulse des Kulturhauptstadtjahres 2009 weit über die Kulturszene hinaus. Kulturangebot und Kulturinfrastruktur gehören heute im Standortwettbewerb zu den wichtigen „weichen Kriterien“ der Entscheidung für oder gegen eine Stadt.
 
Wie schon Mitte Mai 2009 in einer Pressekonferenz dargelegt, sind die zentralen Kennziffern in der Kulturhauptstadt-Zwischenbilanz sehr erfreulich: 473 000 Besucherinnen bis Ende April, 78 488 BesucherInnen im Ars Electronica Center, 61 084 Kontakte im 09-Infocenter am Hauptplatz sowie 191 999 Nächtigungen (+1,1 Prozent) von Jänner bis April 2009.

Arbeitsmarkt in Oberösterreich und Linz

Linz ist der zentrale Wirtschaftsstandort in Oberösterreich. 52,4 Prozent der Wirtschaftsleistung werden in der Stadt an der Donau erbracht. In Linz finden sich 34 Prozent der landesweiten Arbeitsplätze für unselbstständig Beschäftigte. Und täglich strömen 83 471 Menschen zu ihren Arbeitsplätzen in die Landeshauptstadt.

Daher ist Linz bei der Bekämpfung der Folgen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise ein ganz entscheidender Faktor. In Oberösterreich sind laut aktuellen Daten des AMS derzeit 27 049 Menschen ohne Arbeit, davon 4 105 in Linz. In der Stadt beträgt der Anstieg der Arbeitslosenzahl gegenüber Ende Mai 2008 damit 1 322 Menschen beziehungsweise 47,5 Prozent. Gegenüber dem Zeitraum vor Beginn der krisenhaften Entwicklung (Oktober 2008) gibt es in der Landeshauptstadt derzeit laut AMS um 1 180 Menschen ohne Arbeit mehr.

Gegliedert nach einzelnen Gruppen zeigen sich am Arbeitsmarkt im Großraum Linz laut AMS derzeit folgende Auffälligkeiten: Die höchsten Zuwächse gegenüber Mai 2008 gibt es in der Industrie (+57,5 Prozent) und im Sektor Handel/Verkehr (+43,6 Prozent). Nach Altersgruppen zeigen sich die höchsten Zuwächse in der Arbeitslosenzahl in der Gruppe der 45-49-Jährigen (+71,7 Prozent) sowie in der Gruppe der 20-24-Jährigen (+58,4 Prozent).

Grafik "Arbeitslose in der Landeshauptstadt Linz per Ende Mai" (Quelle AMS)

In einer Anfang April durchgeführten market-Umfrage bezeichnen 73 Prozent der LinzerInnen die Wirtschaftslage noch „sehr positiv“ oder „eher positiv“. 45 Prozent der BewohnerInnen der Landeshauptstadt gehen aber davon aus, im Lauf des heurigen Jahres von den Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise persönlich betroffen zu sein.

Was den Kampf um Arbeitsplätze und Erwerbschancen anbelangt, bescheinigt eine Studie des Wirtschaftsministeriums insbesondere baulichen Investitionen eine hohe Wirkung. Demnach löst jeder so investierte Euro eine Wirtschaftsleistung von 1,7 Euro aus. Jede Million Euro für Baumaßnahmen sichert kurzfristig in der Region 26 Arbeitsplätze. Insgesamt sind in Linz 14 980 Arbeitsplätze von Bauaufträgen unmittelbar abhängig.

Volkswirtschaftliche Studie belegt:

Erhebliche Umwegrentabilität durch das Kulturhauptstadtjahr

Laut einer aktuellen Analyse des Instituts für Volkswirtschaftslehre an der JKU Linz ist davon auszugehen, dass durch die erwähnten Maßnahmen im und im Vorfeld des Kulturhauptstadtjahres 2009 in ein zusätzliches Bruttoinlandsprodukt in Höhe von 426 Millionen Euro (2005 bis 2011) ausgelöst wird. Für diesen Zeitraum sind das zusätzliche 60,9 Millionen Euro pro Jahr. Dabei zeigen sich die höchsten Jahres-Effekte direkt im Jahr 2009: +117,7 Millionen Euro. Für die kommenden zwei Jahre ist jeweils mit Kulturhauptstadt-Impulsen von zusätzlichen 35,3 Millionen Euro an Wirtschaftsleistung in zu rechnen.

In Arbeitsplätzen ausgedrückt, schaffen beziehungsweise sichern die Maßnahmen für die Kulturhauptstadt im Zeitraum 2005 bis 2011 in Oberösterreich insgesamt 4 625 Arbeitsplätze. Pro Jahr ergibt sich damit ein Effekt von durchschnittlich 661 Arbeitsplätzen. Auch die Jobimpulse der Kulturoffensive sind im heurigen Jahr am stärksten: 1 278 gesichert beziehungsweise geschaffene Arbeitsplätze in Oberösterreich. Wie die Wirtschaftsleitung zeigt auch die Arbeitsplatz-Bilanz für 2010 und 2011 anhaltende positive Effekte des Kulturhauptstadtjahres: jeweils + 384 Arbeitsplätze.

Fazit der Studienautoren: „Die Simulationsergebnisse sind im volkswirtschaftlichen Sinn positiv zu bewerten. Die im Zusammenhang mit den ausgewählten Kulturprojekten und den Investitionen in Kulturbauten entstehenden volkswirtschaftlichen Effekte sind beachtlich.

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Vizebürgermeister Dr. Erich Watzl und Univ.-Prof. Dr. Dr.h.c.mult Friedrich Schneider über die äußerst positiven Ergebnisse einer Studie zur Umwegrentabiliät im Kulturhauptstadtjahr)

Powerpoint-Präsentation von Univ.-Prof. Dr. Dr.h.c.mult Friedrich Schneider (PPT, 826 kB) (neues Fenster).
Powerpoint-Präsentation von Vizebürgermeister Dr. Erich Watzl (PPT, 56 kB) (neues Fenster).

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