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KOMMUNALES
Presseaussendung vom 28.10.2010

Bürgermeister Franz Dobusch verleiht Ehrenzeichen und Medaillen der Stadt Linz

Bürgermeister Franz Dobusch verleiht am Donnerstag, 28. Oktober 2010, um 17 Uhr im Gemeinderatssaal des Alten Rathauses drei Große Goldene Ehrenzeichen, sechs Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Wirtschaft, eine Wissenschaftsmedaille und vier Kulturmedaillen der Stadt Linz an 14 verdiente Persönlichkeiten.

Mit dem Großen Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Wissenschaft wird Univ.-Prof. Dr. Rudolf Ardelt ausgezeichnet.

Univ.-Prof. Dr. Rudolf Ardelt erwarb sich vor allem als langjähriger Rektor der Johannes Kepler Universität besondere Verdienste um das wissenschaftliche Leben in der oberösterreichischen Landeshauptstadt. Rudolf Ardelt wurde 1944 in Bad Hall geboren und begann nach dem Studium der Geschichte, Germanistik und Philosophie in Wien und Salzburg seine Universitätslaufbahn, die mit Auslandsaufenthalten und Lehrtätigkeiten an den Universitäten in Linz und Salzburg verbunden war. In den Jahren 2000 bis 2007 setzte Ardelt als Rektor der Linzer Johannes Kepler Universität wesentliche Impulse für die Entwicklung der universitären Ausbildungsmöglichkeiten in Linz und die Neustrukturierung von Studienangeboten.

Das Große Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Kultur erhält der ehemalige Linzer Kulturdirektor Mag. Siegbert Janko.

Siegbert Janko war bereits von 1976 an im Kulturbereich der Stadt Linz tätig, zunächst von 1976 bis 1986 in der Volkshochschule als Fachbereichsleiter und danach als stellvertretender Leiter. 1986 übernahm Siegbert Janko die Leitung des Kulturamts und wurde 1990 zum Kulturdirektor ernannt. Diese Funktion übte Janko bis zum vergangenen Jahr aus. Unter seiner „Regie“ wurden mehrere Meilensteine des kulturellen Lebens in Linz aus der Taufe gehoben, unter anderem das Linzer Pflasterspektakel, das LinzFest und schließlich der Europäische Kulturmonat im Jahr 1998 als Vorläufer zum Kulturhauptstadtjahr 2009. In die Ära Jankos als Kulturdirektor fielen auch das Jubiläum „500 Jahre Landeshauptstadt“ im Jahr 1990 und die Bewerbung zur Europäischen Kulturhauptstadt im Jahr 2004 bis hin zur Austragung dieses kulturellen Großereignisses. Auch die Entstehung wichtiger Linzer Kultureinrichtungen wie des Lentos, des Wissensturms, des Atelierhauses Salzamt sowie des Musiktheaters wurde von Janko begleitet und unterstützt.

Mit dem Großen Ehrenzeichen für Verdienste um die Humanität wird der ehemalige Linzer Bezirks- und Sozialverwaltungsdirektor Dr. Georg Lengauer ausgezeichnet.

Georg Lengauer wurde am 21. Mai 1948 in Ried/Innkreis geboren und trat im Anschluss an ein Jus-Studium in Salzburg im Jahr 1978 in den Dienst des Magistrats Linz. Nach führenden Funktion im Präsidialamt und im Organisationsamt wurde Lengauer mit Wirkung vom 1. Mai 1999 zum Linzer Bezirksverwaltungsdirektor bestellt. Diese Funktion übte er bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2008 aus. Neben den überwiegend behördlichen Aktivitäten in der Bezirksverwaltung standen vor allem soziale Aspekte im Mittelpunkt seiner beruflichen Aktivitäten. Georg Lengauer war unter anderem Vorstandsmitglied im Verein Jugend und Freizeit, Obmann des Sozialvereins B37, Mitglied des Vereins für suchtbegleitende Hilfe SUBSTANZ und Bezirksstellenleiter Linz-Stadt des Roten Kreuzes.

Mit dem Großen Ehrenzeichen für Verdienste um die Wirtschaft werden die Leistungen von Dipl.-Ing. Manfred Biermayer, Anton Gallistl, Direktor i.R. Hans Mixner, Center-Manager Werner Prödl, Komm.-Rat Hans Peter Raab und Mag. Leo Schiefer gewürdigt.

Dipl.-Ing. Manfred Biermayer wurde 1960 in Steyr geboren und arbeitete zunächst in der Informatikabteilung der Chemie Linz. 1989 machte er sich selbstständig und trug als Gründer und Miteigentümer des Unternehmens MIC Customs Solutions wesentlich zum Aufstieg dieser Hightechfirma und deren überregionaler Bedeutung bei. MIC Customs Solutions beschäftigt heute 150 MitarbeiterInnen, davon 100 im Linzer Stammhaus.

Anton Gallistl profilierte sich als erfolgreicher Restaurateur und Hotelier, zunächst in Deutschland und der Schweiz sowie ab Mai 1997 im neu eröffneten Pöstlingbergschlößl. Er legte den Grundstein für den hervorragenden gastronomischen Ruf des Schlößls und führt seit 2002 mit dem Cafe Vital im AKh sowie seit 2004 mit dem Cafe Capricio im Intersport Eybl Haus zwei weitere Lokale in Linz mit großem Erfolg.

Direktor i.R. Hans Mixner sammelte in einem Studium an der Wiener Wirtschaftsuniversität zunächst auf dem Reisebürosektor, unter anderem als Mitarbeiter des Österreichischen Verkehrsbüros, sowie als Verkaufsdirektor einer isländischen Fluggesellschaft Erfahrungen im Bereich der Wirtschaft. Nach einer Funktion als Verkaufschef des Wiener Austria Center gelang es Mixner, als Geschäftsführer in der Zeit von 1993 bis zu seiner Pensionierung bis September 2003 das Linzer Design Center als eines der attraktivsten Veranstaltungshäuser Europas zu positionieren und die Auslastung des Hauses mit zahlreichen internationalen Fachmessen zu sichern.

Center-Manager Werner Prödl war bereits sehr früh nach seiner beruflichen Laufbahn als Lehrling bei der Firma Meinl in führenden Funktionen im geschäftlichen Leben tätig, unter anderem als Assistent der Geschäftsleitung und späterer Verkaufsleiter beim Maximarkt, als Geschäftsführer der „Prima Kauf“-Lebensmittelmärkte, als Leiter des Uno Shopping Centers in Leonding und schließlich seit dem Jahr 2003 als Manager des Passage Linz und als Vorstandsmitglied des Linzer City Rings. Er engagierte sich besonders in den Bereichen Werbung, Marketing und Presse und setzte sein fundiertes wirtschaftliches Knowhow für den Aufstieg des innerstädtischen Geschäftshauses zu den führenden Einkaufszentren Oberösterreichs ein.

Komm.-Rat Hans Peter Raab leistete unter anderem als Obmann-Stellvertreter und seit 1995 als Obmann des Landesgremiums des Parfümeriehandels sowie seit 1990 auch im Bundesgremium des Parfümeriehandels einen wesentlichen Beitrag zum wirtschaftlichen Leben in Linz und Oberösterreich. Auf seine Initiative hin wurde in Zusammenarbeit mit dem WIFI und dem AMS auch eine Fachakademie zur Ausbildung von ParfümeriefachverkäuferInnen ins Leben gerufen. Seit dem Jahr 2000 übt Komm.-Rat Hans Peter Raab die Funktion eines Delegierten des Bundesgremiums zum Europäischen Verband des Parfümeriewaren-Einzelhandels aus.

Mag. Leo Schiefer verhalf nicht nur die Firma Schiefer Berufsmode in Österreich zu einem klingenden Namen, sondern legte gemeinsam mit Werner Prödl die Basis für den Erfolg des Linzer City Rings und die steigenden KäuferInnenzahlen in der Linzer Innenstadt. Seit 1991 engagiert sich Mag. Leo Schiefer im Linzer City Ring und übt seit dem Jahr 2003 die Funktion eines Obmanns dieser Vereinigung aus. In dieser Zeit wurden wichtige Weichen für die Stärkung der Wettbewerbsposition des Linzer Handels gestellt.

Mag.a Verena Wagner erhält für ihre Forschungstätigkeit auf historischem Gebiet die Wissenschaftsmedaille der Stadt Linz. Nach ausführlichen Recherchen publizierte Wagner im Jahr 2008 das zweibändige Gesamtwerk „Jüdisches Leben in Linz von 1849 bis 1943“. Verena Wagner unterrichtet seit 1989 evangelische Religion an verschiedenen Höheren Schulen in Linz und gestaltete im Jahr 2002 auch die Ausstellung „Jüdische Spuren an der Körnerschule bis 1938“. In ihrem vor zwei Jahren erschienenen Gesamtwerk „Jüdisches Leben in Linz“ erforschte und porträtiere Wagner das Leben von 30 jüdischen Familien von 1849 bis 1943.

Konsulent Hanns Bauer, Hubert Muthspiel, Dana Ployer und Waltraud Starck werden für ihre Verdienste um das kulturelle Leben in der oberösterreichischen Landeshauptstadt mit der Kulturmedaille der Stadt Linz ausgezeichnet.

Konsulent Hanns Bauer profilierte sich als Mundartdichter und Buchautor und trug mit einer Reihe von Buchpublikationen, Zeitschriftenbeiträgen und einer Vielfalt von Lesungen seit Jahrzehnten wesentlich zum Linzer Kulturgeschehen bei. Auch als Mitglied einer Theatergruppe und durch seinen essentiellen Beitrag für den Aufbau des Linzer Talenteförderungsclubs sowie als Verfasser von Gedichtbänden setzte Bauer kulturelle Akzente.

Hubert Muthspiel gilt als einer der „Österreichischen Maler des 20. Jahrhunderts“ und ist bereits seit 40 Jahren im Bereich der Bildenden Kunst tätig. Nachdem sein Interesse ursprünglich der Fotografie galt, begann Muthspiel im Alter von 30 Jahren zu malen und legte damit den Grundstein für ein einzigartiges Lebenswerk, das in 75 Einzel- und Gruppenausstellungen in Österreich, Deutschland und in der Türkei präsentiert wurde.

Dana Ployer engagiert sich seit Jahrzehnten im Bereich der Volksbildung in Linz und Oberösterreich. Dana Ployer, gebürtige Pragerin, konzentriert sich vor allem auf die Belebung des Osterbrauchtums und richtet bereits seit 1963 regelmäßig die Ostereierausstellung im Landeskulturzentrum Ursulinenhof aus. Ihrer Initiative sind auch Sonderausstellungsprojekte in Bayern, Ungarn und Südböhmen mit Unterstützung des oberösterreichischen Volksbildungswerks zu verdanken. Ployer setzte weiters als Obfrau des „Arbeitskreises Osterbrauchtum“ und als Organisatorin des Adventkunstmarktes im Ursulinenhof sowie als Restauratorin wertvoller alter Bilder prägende kulturelle Akzente.

Waltraud Starck wurde in Wiener Neustadt geboren und absolvierte zunächst eine Ausbildung in den Bereichen Physiotherapie, medizinische Massage und Kosmetik. Schließlich kombinierte sie den Gesundheitsberuf mit einem ausgeprägten kulturellen Engagement, das Waltraud Starck zur Schauspielausbildung in Linz führte. Bei Workshops mit Theater- und Spielgrößen sowie weiters als Sprecherin in Hörpielen und Filmen setzte Starck ihre Laufbahn im Kulturbereich fort. Dazu kamen Engagements als Gastschauspielerin im Linzer Kellertheater, im Musischen Zentrum und im Theater Phönix sowie als Ensemblemitglied im Theater des Kindes, dessen künstlerische und kaufmännische Leitung Starck schließlich 1991 übernahm. In ihrer Funktion als Leiterin des Theater des Kindes produzierte Starck insgesamt 47 Stücke, davon 44 als Theaterleiterin und drei als Eigenproduktionen.

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