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FINANZEN
Presseaussendung vom 09.11.2010

Freiwilliger „Konzernabschluss“ der Unternehmensgruppe Stadt Linz

4,3 Milliarden Euro Bilanzsumme

Eigenmittelanteil mit 47 Prozent sehr solide

Die Stadt Linz hat zum 31. Dezember 2008 wie bereits im Jahr davor einen freiwilligen Konzernabschluss für ihre Unternehmensgruppe Stadt Linz (UGL) erstellt. Darin einbezogen sind die Stadt Linz, die städtischen Tochterunternehmen, die Mehrheitsbeteiligungen GWG, DCB und LILO sowie die 50 Prozent-Beteiligung am Flughafen Linz. Dargestellt werden das Vermögen sowie das Eigen- und Fremdkapital zum Stichtag 31. Dezember 2008 und die daraus ableitbaren betriebswirtschaftlichen Kennzahlen.

Die Unternehmensgruppe zählt zu den größten Dienstleistern der Landeshauptstadt und bietet den Linzer Bürgerinnen und Bürgern ein großes Leistungsspektrum.

„Der Konzernabschluss der UGL zeigt ein positives betriebswirtschaftliches Ergebnis. Mit einer Eigenmittelquote von 47 Prozent liegt die Unternehmensgruppe Stadt Linz über den im Leitindex der Wiener Börse ATX berücksichtigten Unternehmen, die im Durchschnitt eine Eigenmittelquote von 40 Prozent aufweisen“, ist Finanzreferent Stadtrat Johann Mayr mit dem Konzernergebnis der UGL zufrieden.

UGL - Konzernabschluss

In der Unternehmensgruppe Stadt Linz bestehen aufgrund der unterschiedlichen Rechtsformen auch unterschiedliche Buchführungs- beziehungsweise Rechnungssysteme. Während die Stadt Linz als Gebietskörperschaft ihre Buchführung auf der Grundlage der finanzwirtschaftlich orientierten Kameralistik erstellt und auf – freiwilliger Basis – eine Vermögensrechnung (Quasi-Bilanz) führt, unterliegen die UGL-Unternehmen dem erfolgswirtschaftlichen doppischen Buchführungsstil (Doppik) und sind zur Aufstellung einer Bilanz verpflichtet.

Konsolidierungskreis Unternehmensgruppe Stadt Linz

Der Konsolidierungskreis umfasst die Stadt Linz und ihre „verbundenen“ Unternehmen sowie das Gemeinschaftsunternehmen Flughafen Linz GesmbH.

Änderungen im Beteiligungsspiegel

Gegenüber 2007 hat die Stadt Linz die Anteile an der GWG von 90 Prozent auf 95 Prozent und an der Design Center Betriebsgesellschaft von 72 Prozent auf 85 Prozent aufgestockt.*)

Die folgende Tabelle zeigt die konsolidierten Unternehmen der UGL im Überblick:

*) Bei GWG und Design Center Betriebsgesellschaft  hält die Stadt Linz neben der direkten Beteiligung noch jeweils einen Fünf-Prozent-Anteil indirekt über die ILG KG beziehungsweise die LIVA. Der Anteil ist damit um fünf Prozent  höher als das direkte Beteiligungsausmaß der Stadt Linz. 

Vollkonsolidierung (VK) bedeutet eine vollständige Aufnahme des Vermögens und des Kapitals in die Konzernbilanz. Die Anteile der anderen (fremden) Gesellschafter werden in der Konzernbilanz unterhalb des Eigenkapitals in der Rubrik („Anteile anderer Gesellschafter“) eigens ausgewiesen. Bei der Flughafen Linz GesmbH handelt es sich um ein klassisches Gemeinschaftsunternehmen. Diese Gesellschaft steht jeweils zur Hälfte im Eigentum der Stadt Linz sowie der Verkehrsholding GmbH. Sie wird daher im Konzernabschluss mit einer Quote von 50 Prozent berücksichtigt .

UGL - Konzernbilanz

Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2008 beträgt 4,254 Milliarden Euro. Im Vorjahr betrug die Bilanzsumme 3,991 Milliarden Euro. Die Steigerung um 263 Millionen Euro ist aktivseitig mit der Erhöhung des Sach- und Finanzanlagevermögens und passivseitig mit Zuwächsen bei den Verbindlichkeiten bei rückläufigem Eigenkapital zu begründen.

Aktiva

Das Anlagevermögen der UGL zum 31. Dezember 2008 betrug 3,7 Milliarden Euro. Gegenüber 2007 ist dies ein Anstieg um 254 Millionen Euro. Davon entfallen 133 Millionen Euro auf die Sachanlagen und 123 Millionen Euro auf die Finanzanlagen. Die immateriellen Vermögensgegenstände reduzierten sich um rund zwei Millionen Euro.

Sachanlagevermögen

Der weitaus größte Vermögenswert sind mit 3,291 Milliarden Euro die Sachanlagen wie Gebäude und Grundstücke (2 782 Millionen Euro). Die höchsten Vermögenswerte bei den Grundstücken und Gebäuden besitzen die LINZ AG (944 Millionen Euro), die Stadt Linz (810 Millionen Euro), die Immobilien Linz KG (689 Millionen Euro) und die GWG (286 Millionen Euro).
Im Detail kam es beim Sachanlagevermögen zu Zuwächsen in den Bereichen „Anlagen in Bau“ (96 Millionen Euro), Grundstücke und Gebäude (18 Millionen Euro) und Betriebs- und Geschäftsausstattung (17 Millionen Euro).

Finanzanlagevermögen

Das Finanzanlagevermögen der UGL beträgt zum 31. Dezember 2008 406 Millionen Euro. Der Anstieg um 123 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr ist auf die Aufstockung der Anteile der LINZ AG an der Energie AG um 4,065 Prozent; (damit Gesamtanteil 10,315 Prozent) und der OÖ Ferngas um 6,84 Prozent; (damit Gesamtanteil 28 Prozent ) zurück zu führen.

Umlaufvermögen

Das Umlaufvermögen der UGL zum 31. Dezember 2008 erhöhte sich um 8,2 Millionen Euro auf 501 Millionen Euro. Grund dafür ist vor allem der Anstieg bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2008 der UGL beträgt 1,6 Milliarden Euro. Der Eigenkapitalrückgang von 2007 auf 2008 ist insbesondere durch den Rückgang der Vorschüsse aus der durchlaufenden Gebarung und der Tilgung der Kaufpreisrestschuld gegenüber der ILG begründet.

Der Anstieg der Verbindlichkeiten um 342 Millionen Euro auf 1,8 Milliarden Euro betrifft hauptsächlich die Position „Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten“ (269 Millionen Euro). Dies ist im Zusammenhang mit der Finanzierung der zahlreichen Investitionen zu sehen. So betrug das Investitionsvolumen der UGL im Jahr 2008 505 Millionen Euro. Das ist eine Steigerung um 80 Prozent im Vergleich zu 2007.

Der Sonderposten für noch nicht verwendete Förderbeiträge resultiert aus Förderungszusagen von Land und Bund für das Kulturhauptstadtjahr 2009.

Die Bau- und Anschlusskostenbeiträge sind ein Sonderposten der LINZ AG und können  als betriebswirtschaftliches Eigenkapital betrachtet werden.

Kennzahlen

Das positive betriebswirtschaftliche Gesamtbild für die Unternehmensgruppe Stadt Linz unterstreichen auch die Kennzahlen:

Von der Bilanzsumme entfallen rund 87 Prozent (3,7 Milliarden Euro) auf das Anlagevermögen. Diese sehr hohe Anlagenintensität spiegelt das Bekenntnis der Stadt Linz und ihrer Unternehmen zur Vermehrung des öffentlichen Eigentums durch eine starke Investitionstätigkeit wider.

Der Anlagendeckungsgrad (zeigt die Finanzierung des Anlagevermögens durch Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital) beträgt 98 Prozent. Die „goldene Bilanzregel“ ist dadurch erfüllt.

Die Eigenmittelquote beträgt 47 Prozent. Eigenmittelquoten von mehr als 30 Prozent gelten in Fachkreisen als sehr gut.

Die im Leitindex der Wiener Börse ATX berücksichtigten Unternehmen (ohne Banken und Versicherungen) hatten vergleichsweise 2008 im Durchschnitt eine Eigenkapitalquote von 40 Prozent.

„Der freiwillige Konzernabschluss der Unternehmensgruppe Linz zeigt das gute Wirtschaften der Stadt und ihrer Unternehmen. Ziel ist die bestmögliche Servicierung der Linzer Bevölkerung und die Sicherung der Daseinsvorsorge für die Linzerinnen und Linzer bei effizientem Ressourceneinsatz“, erklärt Finanzreferent Stadtrat Mayr.

(Informationsunterlage für die Pressekonferenz von Finanzstadtrat Johann Mayr über den freiwilligen „Konzernabschluss“ der Unternehmensgruppe Stadt Linz)


Ergänzende Informationen (PDF, 23 kB) (neues Fenster).

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