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BILDUNG
Presseaussendung vom 15.02.2012

Dichtes Netz an Bildungsangeboten

Die Volkshochschule Linz bietet mit einem breit gefächerten Angebot qualifizierte Unterstützung im Bildungsbereich. Individuelle Betreuung, maßgeschneiderte Lehrgänge und kostengünstige Angebote zählen zu den Stärken der Linzer Volkshochschule. Das vielseitige Programm hilft beim Lernen, ermöglicht berufliches Vorwärtskommen oder eröffnet Chancen für die persönliche Weiterentwicklung.

Neues Konzept für Hauptschul-Förderkurse

Auf Initiative von Bildungsstadträtin Mag.a Eva Schobesberger hat die Linzer Volkshochschule ihr bereits gut ausgebautes Förderprogramm für HauptschülerInnen nochmals erweitert. Vor zwei Monaten wurde mit dem kostenlosen Förderunterricht direkt in der Schule gestartet. Mit großem Erfolg, denn bisher nehmen acht Hauptschulen und rund 300 SchülerInnen in 29 Förderkursen das neue Angebot der VHS in Anspruch.

Bei dem österreichweit einzigartigem Projekt gibt es maßgeschneiderte Nachhilfe für HauptschülerInnen – punktgenau auf ihre Bedürfnisse abgestimmt und direkt in der Schule.

„Die individuellen und zum Teil kostenlosen Angebote der VHS werden immer wichtiger für ein funktionierendes Bildungssystem. Speziell der Förderunterricht in den Hauptschulen ist eine wichtige Unterstützung im Bildungsprozess der Linzer SchülerInnen und sorgt damit für mehr Chancengleichheit“, so die Linzer Bildungsstadträtin Mag.a Eva Schobesberger.

Förderkurse vor Ort

Das Konzept der „Nachhilfe auf Abruf“ basiert auf einer engen Zusammenarbeit zwischen den Schulen und der VHS. Wenn LehrerInnen feststellen, dass es für bestimmte SchülerInnen in einem Gegenstand Förderbedarf gibt, wird mit der VHS Kontakt aufgenommen. Gemeinsam werden dann Wochentag und Uhrzeit für den Zusatzunterricht fixiert, und die passende Lehrkraft für das Förderprogramm kontaktiert. Dieses Service hat für die SchülerInnen den Vorteil, dass sie keine Anfahrtswege zum Wissensturm haben, sondern die Kurse direkt an ihrer Schule besuchen können.

VHS als Partnerin der Schulen

Mit der „Nachhilfe auf Abruf“ gibt es Unterstützung in den drei Hauptgegenständen Deutsch, Mathematik und Englisch. In allen vier Schulstufen werden die Lerninhalte für den kostenlosen VHS-Förderunterricht gemeinsam mit den LehrerInnen festgelegt. Die Linzer SchülerInnen erhalten damit exakt dort Unterstützung, wo der Schuh drückt.
Durch die persönliche Absprache der Projektzuständigen der VHS mit den DirektorInnen und Lehrkräften der Linzer Schulen konnte das neue Angebot rasch koordiniert und im innerschulischen Ablauf verankert werden.

Die Volkshochschule sieht sich bei diesem Projekt als Partnerin der Schulen, die aus ihrem seit Jahren immer kleiner werdenden Budgets gezielte Förderungen kaum mehr leisten können.

Neu: Förderkurse für Polytechnische Lehrgänge

Seit Jänner 2012 werden die kostenlosen Förderkurse auch für SchülerInnen der Polytechnischen Lehrgänge angeboten. Sie können sich bei Problemen in den Fächern Englisch, Text- und Informationsverarbeitung, Buchhaltung und Kaufmännisch Rechnen im Wissensturm Unterstützung holen.

Sommerförderkurse werden fortgesetzt

Bereits drei Mal hat die VHS Linz im Sommer Gratis-Förderkurse für HauptschülerInnen der 1. bis 4. Klasse angeboten. Dabei wird der Lehrstoff laut Lehrplan aufgefrischt, gefestigt und Wissenslücken werden geschlossen. Da die Nachfrage nach diesem VHS-Service ständig steigt, sind auch im heurigen Jahr die Förderkurse fix im VHS-Sommerprogramm verankert.

Den kostenlosen Unterricht gibt es in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch, bestens betreut von engagierten LehrerInnen, aufgeteilt nach Klassen und in kleinen Lerngruppen. Die Motivation zum selbstständigen Lernen und zur Nutzung von Lernmaterialien zählt zu den wichtigsten Inhalten der Sommerkurse. Zusätzlich bietet die VHS noch eine Vorbereitung für HauptschülerInnen der 4. Klasse zum Übertritt in eine höhere Schule.

Erfolgreich angelaufen: Lehre mit Matura

Seit zwei Jahren wird mit großem Erfolg an der Linzer Volkshochschule die „Lehre mit Matura“ durchgeführt. Im vergangen Jahr haben 1.277 Lehrlinge dieses kostenlose Angebot in Anspruch genommen. Die Lehrlingsmatura besteht aus vier Gegendständen – Deutsch, Englisch und Mathematik sowie einem ausbildungsbezogenen beruflichen Fach. Ein Abschluss ist in zwei bis drei Jahren möglich.

Die Lehre mit Matura ist eine kombinierte Ausbildung, die sofern der/die ArbeitgeberIn einverstanden ist, in der Arbeitszeit  besucht werden kann. In der Praxis wird allerdings in der Freizeit gebüffelt und dann muss der/die ArbeitgeberIn auch nicht informiert werden. Lehrausbildung und Vorbereitung auf die Berufsmatura können zeitgleich gemacht werden. Ein Einstieg ist in allen Lehrberufen bereits ab dem ersten Lehrjahr möglich, empfehlenswert ist allerdings ein Start ab dem zweiten Jahr.

Die Lehrlingsmatura besteht aus vier Gegendständen – Deutsch, Englisch und Mathematik sowie einem ausbildungsbezogenen beruflichen Fach. Mit einer profunden Vorbereitung und dem entsprechenden Fleiß ist ein Abschluss in zwei bis drei Jahren möglich. Neu an dieser Ausbildungsschiene ist, dass drei der Prüfungen vor der Lehrabschlussprüfung absolviert werden können, die vierte – meist das berufsbezogene Fach – darf erst nach der Lehrabschlussprüfung beziehungsweise nach Vollendung des 19. Lebensjahres abgelegt werden. Wichtig ist es, eine der Prüfungen noch während der Lehre zu absolvieren, denn dann kann man noch fünf Jahre nach Lehrabschluss die Vorbereitungskurse kostenlos besuchen.

Die Berufsmatura bedeutet bessere Bildung und beste Chancen im Berufsleben. Der Spruch „Lehre mit Karriere“ gilt damit wirklich. Außerdem öffnen sich die Türen zu allen Fachhochschulen und Universitäten und sämtlichen weiterführenden Ausbildungen.

Unschlagbares Angebot: Berufsmatura

Bereits auf 15 Jahre Erfahrung kann die VHS bei der erfolgreichen Abwicklung der Berufsreifeprüfung zurückblicken. Damit können Personen, die eine Lehrabschlussprüfung, eine dreijährige Mittlere Schule, eine mindestens dreijährige Ausbildung nach dem Gesundheits- und Krankenpflegegesetz oder eine Meisterprüfung absolviert haben, nachträglich eine Berechtigung für Fachhochschulen, Universitäten und alle weiterführenden Ausbildungen, die eine Matura voraussetzen, erlangen.
Prüfungen müssen in Deutsch, Mathematik, Englisch und aus dem berufsbezogenen Bereich abgelegt werden. Die Volkshochschule bietet eine kostenlose Einstiegsberatung, ein flexibles modulares Kurssystem und den ebenfalls kostenlosen Besuch des Lernzentrums LeWis. Seit dem Herbst 2008 gibt es außerdem eine Lernplattform im Internet. Selbstverständlich geht die VHS-Berufsmatura auf die unterschiedlichen Vorkenntnisse und Lebensumstände der Menschen ein und stellt individuelle Bildungsplanung in den Vordergrund. Damit sind in der Linzer Volkshochschule optimale Rahmenbedingungen vorhanden, um die Matura nachzuholen.

Derzeit nehmen rund 117 Personen in 11 parallel laufenden Lehrgängen dieses Angebot in Anspruch. Nach wie vor ist das Preis/Leistungsverhältnis der VHS-Berufsmatura unübertroffen. Besonders interessant: Ein gültiger Linzer Aktivpass bringt eine 50prozentige Ermäßigung.

Bildungsabschluss für Erwachsene

Seit dem Jahr 2010 kann man im Wissensturm den Hauptschul- / Mittleren Bildungsabschluss nachholen. Das Grundbildungszentrum der Linzer VHS bietet die Möglichkeit, denjenigen die im bestehenden Schulsystem keine Chance gehabt haben, den Schulabschluss nachzuholen. Diese innovative und österreichweit neue Form der Hauptschulexternistenprüfung wurde im Grundbildungszentrum der Volkshochschule Linz entwickelt.

Dieser Lehrgang, der auf großes Interesse stößt, ist kostenlos und dauert drei Semester. Gleich zu Beginn steht anstelle eines herkömmlichen Einstufungstests ein Kompetenzberatungsmodul zum Thema „Selbsteinschätzung“ zur Verfügung. Zusammen mit einem ersten Beratungsgespräch können so die Grundlagen für einen persönlichen Bildungsplan entwickelt werden. Im Unterricht steht der Kompetenzerwerb anstelle von Detailwissen eindeutig im Vordergrund.

Die Prüfungen in den einzelnen Fächern werden jeweils zu Semesterende an einer Partnerschule der VHS Linz  abgenommen. Grundsätzlich orientieren sich Inhalt und Themen an den Lebenswelten von erwachsenen Personen und auch die Prüfungssituationen werden dementsprechend gestaltet.

Im abschließenden Modul „Outplacement“ wird neben Berufsorientierung auch Bewerbungstraining als Brückenschlag zum Arbeitsmarkt angeboten. Viele AbsolventInnen der vergangenen Jahre besuchten nach ihrem Abschluss weiterführende Schulen oder fanden eine Lehrstelle.

Mehr Chancen mit Schulabschluss

Über 47.000 OberösterreicherInnen haben keinen positiven Schulabschluss, und jährlich kommen rund 700 Jugendliche dazu, die das Bildungssystem ohne Abschluss verlassen.

Die Motive einen Abschluss nachzuholen sind unterschiedlich, jedoch überwiegt der Wunsch im beruflichen Alltag bessere Chancen zu haben. Derzeit nehmen rund 45 Personen in drei parallel laufenden Kursen dieses Angebot der VHS in Anspruch. Der Großteil der TeilnehmerInnen ist zwischen 25 und 30 Jahren und strebt weitere Qualifikationen an. Viele KursteilnehmerInnen sind aber auch jünger als 20 Jahre. Das bedeutet, dass viele bereits kurz nach dem Austritt aus der Schule den Pflichtschulabschluss nachholen möchten. Gründe dafür können sein, dass sich der Eintritt ins Berufsleben als schwierig herausstellt und deshalb eine Qualifikation für sie wichtig ist.

Kompetenzen sind gefragt

Kompetenzen sind weniger eng auf Anforderungen von Berufen oder Tätigkeiten bezogen, sondern allgemeine Dispositionen von Menschen zur Bewältigung bestimmter Anforderungen. Unter Kompetenzen werden Eigenschaften oder Fähigkeiten verstanden, die es ermöglichen, Anforderungen in komplexen Situationen erfolgreich zu bewältigen.

In der Volkshochschule stehen mit dem Kompetenzmanagement/Kompetenzprofil und der Kompetenzdiagnostik zwei Angebote zu diesem Thema zur Verfügung.

Das persönliche Kompetenzprofil macht Stärken sichtbar und nutzbar. Eingesetzt wird ein qualitätsgesichertes Verfahren, das seit 15 Jahren in der Schweiz, in Deutschland und in Österreich tausendfach erfolgreich angewendet worden ist. Erstellt wird ein persönliches Kompetenzprofil in einer Workshopreihe unter Anleitung von speziell ausgebildeten TrainerInnen. Damit werden alle in verschiedenen Lebens- und Arbeitsbereichen erworbenen Kompetenzen analysiert dokumentiert.

Seit Herbst 2010 steht mit KODE eine neue Form der Kompetenzdiagnostik auf dem Programm. Zusätzlich zum bewährten Standardprodukt „Kompetenzprofil" eröffnen sich dabei neue Sichtweisen auf individuelle Fähigkeiten in unterschiedlichen Bereichen.

KODE ist ein international anerkanntes, softwaregestütztes Kompetenztestverfahren, das ein rasches und differenziertes Gesamtbild der eigenen Kompetenzen ermöglicht. Es werden vier Kompetenzdimensionen (Personale Kompetenz, Aktivitäts-/Handlungskompetenz, Fach-/Methodenkompetenz, Soziale Kompetenz) erfasst, eine Kombination dieser vier Kompetenzen erlaubt wiederum einen Rückschluss auf insgesamt 64 Teilkompetenzen.

In anschließenden Interpretations- und Entwicklungsgesprächen erfahren die Teilnehmerinnen Spannendes über ihre eigenen Kompetenzen. Die Auswertungen des Checks gibt es selbstverständlich auch in schriftlicher Form. Mit den Ergebnissen, vor allem den Interpretationen können neue oftmals auch überraschende persönliche Einsichten gewonnen werden.

Das Verfahren von KODE wird nach individuellen Terminvereinbarungen durchgeführt und von speziell ausgebildeten ExpertInnen begleitet.

„Du kannst was“

Das Projekt „Du kannst was“ soll Personen ansprechen, die noch keinen Lehrabschluss haben, aber meist über sehr gute praktische Fähigkeiten verfügen. Ziel des Projektes ist, durch geeignete Maßnahmen einen Lehrabschluss zu ermöglichen. Das Erwachsenenbildung Forum Oberösterreich hat dieses Anliegen gemeinsam mit den Sozialpartnern aufgegriffen und sieht in der Anerkennung und Validierung informell und nonformal erworbener Kompetenzen einen Weg, das Erlangen einer formal anerkannten Ausbildung zu erleichtern.

Aufgrund der langjährigen Erfahrungen im Bereich der Feststellung von informell erworbenen Kompetenzen ist die VHS Linz Kooperationspartnerin im Projektnetzwerk „Du kannst was ". Eine Expertin ist mit der Entwicklung der Instrumente zur Feststellung der bereits vorhandenen berufsrelevanten Kompetenzen betraut worden. Diese Kompetenzdokumentationen (Portfolios) sind dann ein Kernstück des Anerkennungsverfahrens.

Außerdem ist die VHS in der aktuellen 2. Pilotrunde für das Prozessmanagement zuständig (Betreuung der TeilnehmerInnen, Schnittstellenmanagement zwischen den einzelnen Prozessphasen).

Ziel dieses Projektes ist die Entwicklung und Erprobung eines auf österreichische Rahmenbedingungen zugeschnittenen Modells zur Erfassung, Anerkennung und Validierung informell und nonformal erworbener Kompetenzen am Beispiel ausgewählter Berufe. Folgende Berufsabschlüsse sind derzeit über das Projekt “Du kannst was” möglich: Einzelhandelskaufmann/frau, LandschaftsgärtnerIn/GrünflächengestalterIn, MetallbearbeiterIn, UniversalschweißerIn, LagerlogistikerIn, ProduktionstechnikerIn, TischlerIn, IT-TechnikerIn, Installations- und GebäudetechnikerIn, Koch/Köchin und ElektrotechnikerIn.

Kontakte:

Nachhilfekurse für SchülerInnen, Lehre mit Matura, Berufsreifeprüfung:
Dr.in Dagmar Krenmayr; +43 732 7070 4340, dagmar.krenmayr@mag.linz.at
Hauptschulabschluss für Erwachsene:
Mag.a Sonja Muckenhuber, +43 732 7070 4343, sonja.muckenhuber@mag.linz.at
Kompetenzfeststellung, „Du kannst was“
Mag.a Elke Schildberger, +43 732 7070 4341, elke.schildberger@mag.linz.at

Weitere GesprächspartnerInnen:
Mag. Hubert Hummer (Direktor VHS)
Mag. Leander Duschl (Grundbildung VHS)
Dr.in Dagmar Krenmayr (Grundbildung VHS)
Mag.a Elke Schildberger (Grundbildung (VHS)

(Informationsunterlage für Bildungsstadträtin Mag.a Eva Schobesberger zur Pressekonferenz „Bildungsschwerpunkte der Volkshochschule Linz“)


www.linz.at/wissensturm.

KONTAKT

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E-Mail: info@mag.linz.at

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