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KOMMUNALES
Presseaussendung vom 21.02.2012

VHS-Vortragsreihe „Ökonomia“

Wirtschaft aus weiblicher Sicht

Am 29. Februar startet im Wissensturm eine Vortragsreihe zum Thema Wirtschaft aus feministischer Sicht. Die Reihe ist in Zusammenarbeit mit Attac (Netzwerk für demokratische Kontrolle der Finanzmärkte) und mit Förderung der österreichischen Gesellschaft für politische Bildung entstanden. Unter dem Titel „Ökonomia“ referieren an vier Abenden internationale Expertinnen über aktuelle Wirtschaftsfragen. Bewusst wurden diesmal nur weibliche Vortragende ausgewählt, um diesen stark männerdominierten Bereich zu polarisieren.

„Die VHS greift mit dieser Vortragsreihe gesellschaftlich relevante Themen aus feministischer Sicht auf und wird damit zur Plattform für aktuelle Fragen der heutigen Zeit“, so Bildungsstadträtin Mag.a Eva Schobesberger.

Erstmals gibt es bei dieser Vortragsreihe auch eine Videokonferenz mit einer Liveschaltung in die USA. Am ersten Abend, den 29. Februar, ist Univ.-Prof.in Stephanie Seguino aus Vermont/USA via Videokonferenz in englischer Sprache zugeschaltet. Kommentiert  wird ihr Vortrag von Dr.in Katrin Hirte, die als Mitarbeiterin am Institut für die Gesamtanalyse der Wirtschaft der Johannes Kepler Universität Linz tätig ist. Die Begrüßung zur Auftaktveranstaltung kommt von Stadträtin Mag.a Eva Schobesberger. Für die anschließende Diskussion steht für Fragen an die amerikanischen Wirtschaftswissenschaftlerin ein Dolmetsch zur Verfügung.

Bei dieser VHS-Vortragsreihe richten die Wirtschaftsexpertinnen neben einer Analyse der gegenwärtigen sozioökonomischen Entwicklung den Fokus auf Alternativen zum bestehenden kapitalistischen System. Im Detail werden Fragen zur bestehenden Marktwirtschaft, Geldtheorie, zum Wachstumsfetischismus, zum Verhältnis von privater Aneignung und der Bedeutung von Gemeingütern sowie die globalindustrielle Arbeitsteilung genau beleuchtet und diskutiert.

Den Anfang macht am 29. Februar der englischsprachige Vortrag von Univ.-Prof.in Stephanie Seguino mit ihrem Vortrag „'Rebooting' Is Not An Option - Toward Equitable Social and Economic Development“. Stephanie Seguino ist Professorin für Wirtschaft an der Universiät Vermont/USA. Ihre Schwerpunkte sind Makroökonomie, Globalisierung und soziale Schichtungstheorien. Derzeit erforscht sie den Gendereffekt der restriktiven Geld- und Kreditpolitik und daraus bedingte Verteilungseffekte auf Menschen verschiedener ethnischer Herkunft. Sie ist Präsidentin der internationalen Vereinigung für feministische Volkswirtschaft und leitete Forschungsprojekte für die Vereinten Nationen.

Am 7. März heißt es bei Prof.in Dr.in Margrit Kennedy „Geld regiert die Welt! Wer regiert das Geld? - Anstiftung zur Befreiung aus einem Denkgefängnis.“ Die Vortragende ist Architektin, Ökologin, Schriftstellerin und Kapitalismus-Kritikerin. Sie gilt als Freiwirtschafts-Befürworterin. Ihre Arbeit in ökologischen Projekten führte sie zu der Erkenntnis, dass die breitere Anwendung ökologischer Prinzipien durch einen grundsätzlichen Fehler im Geldsystem behindert wird. Seit den 80-er Jahren arbeitet sie an der Entwicklung alternativer Geldsysteme. Mit einer Gruppe engagierter Menschen baut Margrit Kennedy ein Netzwerk zur Umsetzung regionaler Komplementärwährungen auf.

Eine Woche später steht am 14. März der Vortrag von Univ.-Prof.in Dr.in Claudia von Werlhof unter dem Titel „Westend - Das Scheitern der Moderne als „kapitalistisches Patriarchat“ und die Logik der Alternativen“ auf dem Programm. Claudia von Werlhof ist emeritierte Professorin für Frauenforschung am Institut für Politikwissenschaft der Universität Innsbruck. Sie arbeitet an einer feministischen Gesellschaftstheorie des Patriarchats sowie den Alternativen dazu. Sie lebte und forschte jahrelang in Entwicklungsländern, insbesondere in Lateinamerika.

Beendet wird die Reihe am 21. März von  Silke Helfrich, die sich mit dem Thema „Wem gehört die Welt? Zur Wiederentdeckung der Gemeingüter“ auseinandersetzt. Silke Helfrich studierte Agrarwissenschaften. Ihr aktuelles Forschungsinteresse gilt den Ökonomietheorien, agrarische und agrarökonomische Ideengeschichte, soziologische Theorien sowie insbesondere Wissenschaftssoziologie und Policy Analyse.

Die Veranstaltungen beginnen jeweils um 19 Uhr im Wissensturm, nur der Eröffnungsabend startet bereits um 18:30 Uhr. Der Eintritt zur gesamten Veranstaltungsreihe ist kostenlos. 


www.linz.at/wissensturm.

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