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GESUNDHEIT
Presseaussendung vom 28.02.2012

Betriebliche Gesundheitsförderung

Um den Herausforderungen einer Verwaltung gerecht zu werden, die sich an den BürgerInnen und den MitarbeiterInnen orientiert, hat die Stadt Linz im Jahr 2002 begonnen, systematisch das Thema der „Gesundheit der städtischen MitarbeiterInnen“ stärker in den Mittelpunkt zu rücken.

„Die betriebliche Gesundheitsförderung ist ein wesentlicher Beitrag zur  Gesundheitsvorsorge. Arbeit soll nicht krank machen. Dieses Ziel erfordert die engagierte Zusammenarbeit von ArbeitgeberInnen und MitarbeiterInnen. Fragen der Arbeitsplatzgestaltung spielen dabei ebenso eine Rolle wie ein motivationsförderndes Betriebsklima“, ist Stadtrat Mayr überzeugt.

Betriebliches Gesundheitsmanagement

Das betriebliche Gesundheitsmanagement hat das Ziel, die individuelle Gesundheit und das Gesundheitsbewusstsein zu erhalten, zu fördern und zu verbessern. Die Arbeitszufriedenheit und die Motivation sollen dadurch gesteigert, die Gesundheitsquote erhöht und letztendlich die Dienstleistungsqualität für die BürgerInnen optimiert werden.

Die gesundheitsgerechte Gestaltung von Arbeitsbedingungen in technischer, arbeitsmedizinischer, organisatorischer, kommunikativer und personeller Sicht unter Einbeziehung aller betrieblich Handelnder muss permanent weiterentwickelt werden, je nach den aktuellen Entwicklungen und Erfordernissen im Magistrat.

Der Gesundheitsförderung der städtischen MitarbeiterInnen kommt eine strategische Bedeutung zu. In einer gesundheitsfördernden Verwaltungskultur wird den MitarbeiterInnen signalisiert, dass es dem Arbeitgeber wichtig ist, sie als aktives, motiviertes und gesundes Personal zu erhalten.

Ziele des Gesundheitsmanagements

Das betriebliche Gesundheitsmanagement der Stadt Linz umfasst alle Maßnahmen, die zur Erreichung der Ziele und damit zur Förderung der individuellen Gesundheit und zu einer gesunden Organisation beitragen können:

  • Steigerung der Arbeitszufriedenheit und Arbeitsmotivation
  • Förderung der Zusammenarbeit und des Betriebsklimas
  • Verbesserung der Dienstleistungsqualität
  • Erhöhung der Gesundheitsquote
  • Förderung des Gesundheitsbewusstseins
  • Reaktion auf die demografische Entwicklung der städtischen MitarbeiterInnen

Drei Säulen

Das betriebliche Gesundheitsmanagement basiert auf drei Säulen. Beim Arbeitsschutz und der Arbeitssicherheit (1. Säule) geht es dem Betriebsärztlichen Dienst und externen Sicherheitsfachleuten vor allem um die Prävention von Krankheit.

Die betriebliche Gesundheitsförderung als zweite Säule sorgt mit dem Arbeitskreis Gesundheit und dem Gesundheitsförderungsprogramm AM PULS für die Förderung von Gesundheit.

Die dritte Säule, das Betriebliche Eingliederungsmanagement, kümmert sich mit dem Personalmanagement, der Personal- und Organisationsentwicklung und der Arbeitsmedizin um die Wiedereingliederung von Erkrankten.

Instrumente des betrieblichen Gesundheitsmanagements

Betriebsärztliche Dienst

Der Betriebsärztliche Dienst wurde 1948 vom Linzer Gemeinderat gegründet und betreut heute mit zwei Arbeitsmedizinerinnen  6.600 MitarbeiterInnen aus allen Berufsgruppen und Organisationen. Er zählt  zur Dienststelle  Präsidium, Personal und Organisation und arbeitet fachlich unabhängig und weisungsfrei.

Neben den gesetzlich vorgeschriebenen betriebsärztlichen Aufgaben konzentriert er seine Arbeit auf betriebliche Erfordernisse und zukünftige Entwicklungen. Alle erhobenen Daten und Untersuchungsbefunde unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht.

Bedienstetenschutz

Die gesetzliche Grundlage ist das OÖ. Gemeindebediensteten-Schutzgesetz. Zahlreiche Maßnahmen des ArbeitnehmerInnenschutzes gewährleisten über den gesetzlichen Standard hinaus, dass die Arbeitsbedingungen der städtischen MitarbeiterInnen verbessert werden.

Zusätzlich sind im Bedienstetenschutz zwei Arbeitsmedizinerinnen des Betriebsärztlichen Dienstes tätig.

Sicherheitskraft

Seit dem Jahr 2002 vergibt die Stadt Linz die Leistung der Sicherheitskraft an externe Firmen. Derzeit ist die Fa. Shebl & Partner Sicherheitsfachkraft bei der Stadt Linz. Sie muss auf Basis der bereits durchgeführten Arbeitsplatzevaluierungen und den erhobenen Gefährdungspotenzialen bestimmte Mindesteinsatzzeiten einhalten.

AM PULS

Seit 2002 sorgt das betriebliche Gesundheitsförderungsprogramm AM PULS für die ganzheitliche und nachhaltige Sicherung der Gesundheit und Arbeitsfähigkeit.

Arbeitskreis Gesundheit

Der Arbeitskreis Gesundheit ist seit dem Jahr 2002 das zentrale Steuerungsgremium der betrieblichen Gesundheitsförderung im Magistrat und den Unternehmen AKh GmbH, SZL Seniorenzentren Linz GmbH sowie der für Informations- und Kommunikationstechnik zuständigen IKT GmbH. Wesentliche Aufgaben des Arbeitskreises sind:

  • Planung und Entscheidung über die Umsetzung von Maßnahmen
  • Erstellung von Qualitätskriterien
  • Aufbau von Netzwerken
  • Evaluierung, Kontrolle und Bewertung

Projekte des betrieblichen Gesundheitsmanagements

Betriebliche Suchthilfe und Prävention

Das betriebliche Suchthilfeprogramm gilt für alle MitarbeiterInnen des Magistrats und umfasst alle Suchtarten. Im Zentrum steht ein schriftlicher Vertrag, der für zwei Jahre bindend ist. Nach einem erfolgreich bewältigten Programm gibt es kein Hindernis für die weitere berufliche Laufbahn.

Gesundheitswoche Bad Aussee

Die Gesundheitswoche in Bad Aussee startete im Jahr 2006 mit einer zweijährigen Pilotphase. Ursprünglich für 45 MitarbeiterInnen der Unternehmensgruppe Stadt Linz gedacht, wurde das Platzkontingent wegen des Erfolgs verdoppelt. Von 2006 bis 2011 nahmen 490 MitarbeiterInnen teil.

Die TeilnehmerInnen wählen aus den Modulen Ernährungswissenschaften, Physiotherapie und Arbeitspsychologie ein Wochenprogramm mit Aktivitäten zur Bewegung, Ernährung und Lebensführung.

Betriebliches Eingliederungsmanagement

MitarbeiterInnen werden nach Langzeitausfällen mit einem Stufenplan wieder in den Arbeitsprozess integriert.

  • Wiedereingliederung am Arbeitsplatz
  • Wiedereingliederung in der Dienststelle
  • Wiedereingliederung an einem anderen Arbeitsplatz im Magistrat
  • Bei Bedarf: Wiedereingliederung in der Unternehmensgruppe Stadt Linz

Burn-out-Prophylaxe

Als Schwerpunkt wird im Jahr  2012 ein Coaching-Kurs mit einem erfahrenen Psychologen zum Thema Burn-out für AbteilungsleiterInnen angeboten.

Arbeitspsychologische Beratung

Zwei Tage im Monat bietet ein Psychologe des Betriebsärztlichen Dienstes ein vertrauliches Entlastungsgespräch für MitarbeiterInnen an, das als spezielle Einrichtung zur Burn-out-Prävention dient.

Work-Life-Balance Coaching

Ein Team von externen PsychologInnen und TrainerInnen des Betriebsärztlichen Dienstes steht mit Coachingerfahrung für die professionelle Begleitung zur Verfügung, um stressbedingte Gesundheitsbeeinträchtigungen und Erkrankungen zu verhindern oder zu minimieren.

Fairness am Arbeitsplatz

Ein Team von ausgebildeten FairnessberaterInnen, die diese Aufgabe zusätzlich zu ihrer beruflichen Tätigkeit erfüllen, unterstützt MitarbeiterInnen bei Belastungen durch soziales Fehlverhalten, ungelöste Konflikte, Mobbing, sexuelle Belästigung, Diskriminierung wegen Behinderung, Herkunft, Religion, sexueller Orientierung oder politischer Anschauung.

Gesundheitszirkel in den Dienststellen

Gesundheitszirkel sind innerbetriebliche Arbeitskreise, in denen sich die MitarbeiterInnen mit ihren Arbeitsbedingungen auseinandersetzen. GesundheitsmoderatorInnen unterstützen diesen Prozess.

Gesundheitstag für MitarbeiterInnen

Von der Stadtverwaltung wird im Abstand von zwei bis drei Jahren regelmäßig ein Gesundheitstag unter einem bestimmten Motto mit Vorträgen, Praxistests und Workshops organisiert. Beim zweiten Gesundheitstag konnten um 40 Prozent mehr TeilnehmerInnen für das Thema Gesundheit mobilisiert werden als bei der ersten Veranstaltung. Das Interesse für den heuer stattfindenden dritten Gesundheitstag ist bereits jetzt sehr groß.

Gesundheitsförderprogramm für Lehrlinge

Als fixer Bestandteil der Lehrlingsausbildung wurden die Seminare Suchtprävention, Erste Hilfe und das Gesundheitsprogramm FIT 4 YOU integriert. Die jungen Menschen lernen über die Gefahren im Umgang mit Drogen, erwerben in Erster Hilfe wichtige Fähigkeiten für den Ernstfall und trainieren ihre Motorik, Körperhaltung und Arbeitstechnik unter Anleitung von PhysiotherapeutInnen im Fitnessraum und in der Kletterhalle.

Generationen im Arbeitsleben

Das steigende Durchschnittsalter der MitarbeiterInnen ist auch für den öffentlichen Dienst eine große Herausforderung. Eine Altersstruktur mit hohen Anteilen älterer MitarbeiterInnen erfordert die Weiterentwicklung der Fort- und Weiterbildung sowie ein umfassendes Gesundheitsmanagement. So sollen Präventionsangebote für typische Gesundheitsrisiken dieser Altersgruppe  zur Erhaltung der Beschäftigungsfähigkeit beitragen. Der öffentliche Dienst gewinnt dadurch als Arbeitgeber weiter an Attraktivität.

„Treff – Plus“ Bewegungsraum

Im Rahmen des internen Seminarpogrammes gibt es zahlreiche Angebote zur Förderung der körperlichen Fitness. Die Stadt Linz hat in der ehemaligen Kantine des Neuen Rathauses einen Bewegungsraum für MitarbeiterInnen eingerichtet, der von der Aus- und Weiterbildung für Gymnastik- und Yoga-Kurse genutzt wird.

Corporate-Wellness-Center

Im SVM-Clubgebäude an der Semmelweisstraße 29 hat die Stadt Linz ein professionelles Fitnessstudio für MitarbeiterInnen eingerichtet, das der Sportverein des Magistrats führt.

Weitere GesprächspartnerInnen:
Präsidialdirektor Dr. Ernst Inquart
Dr.in Brigitte Eichinger, Leiterin Betriebsärzlicher Dienst

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz „Betriebliche Gesundheitsförderung“ mit Personalreferent Stadtrat Johann Mayr)

Ergänzende Informationen (PDF, 95 kB) (neues Fenster).

KONTAKT

Magistrat der Landeshauptstadt Linz
Hauptstraße 1-5
4041 Linz

Tel: +43 732 7070 0
Fax: +43 732 7070 54 2110
E-Mail: info@mag.linz.at

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