Seitenanfang

DE   EN   | SCHRIFT: A    A+   A++ | KONTRAST +| Österreichische Gebärdensprache
Stadt Linz - Presse
Stadt Linz - Startseite
 » Juni 2012 »  »  »  » Presse-Archiv » Presse »  » Startseite
FRAUEN
Presseaussendung vom 13.06.2012

„20 Jahre Frauenbüro der Stadt Linz“

20 Jahre für die Gleichstellung von Frauen

Das Linzer Frauenbüro hat vor zwei Jahrzehnten seine Arbeit für die Gleichstellung von Frauen aufgenommen. Mit den unterschiedlichsten Projekten und Initiativen für Frauen und Mädchen wurde dabei vieles erreicht, und vor allem ein Bewusstsein für die Gleichstellung der Geschlechter geschaffen.

„Nach wie vor hat allerdings die Frage nach Verteilungsgerechtigkeit nichts an Bedeutung verloren. Egal ob Macht, Geld oder unbezahlte Sorgearbeit - an der gesellschaftlichen Ungleichheit zulasten der Frauen hat sich oftmals noch nicht viel Entscheidendes verändert und es bleibt vieles zu tun. Die 20-Jahr Feier des Linzer Frauenbüros ist allerdings Anlass, auf erfolgreiche und engagierte Frauenarbeit zurückzublicken“, so Frauenstadträtin Mag.a Eva Schobesberger.

Großes Frauenfest mit Elfriede Hammerl

Bei einem Fest am 14. Juni im Alten Rathaus feiert das Linzer Frauenbüro sein 20-Jahr Jubiläum, und alle LinzerInnen sind dazu herzlich eingeladen. Die Festrede „Macht, los! – 20 Jahre. Eine Bilanz“ hält die österreichischen Feministin und Autorin Elfriede Hammerl. Die renommierte Journalistin ist gesellschaftspolitisch hoch engagiert und gehört zu den Mitinitiatorinnen des österreichischen Frauenvolksbegehrens 1997. Für ihre pointierten Texte zu sozialer Gerechtigkeit erhielt sie 2003 den vom Presseclub Concordia vergebenen Publizistikpreis in der Kategorie Menschenrechte.

2010 wurde die Autorin mit dem Johanna Dohnal-Anerkennungspreis ausgezeichnet. Im vergangen Jahr folgte der von der Gewerkschaft verliehene „Kurt-Vorhofer-Preis“ für Politikjournalismus, mit der ihre konsequent kritische Haltung gegenüber Mächtigen, ihre stilistische Brillanz und ihre journalistische Aufklärungsarbeit gewürdigt wurden.

Neben der prominenten Festrednerin sorgen Videos, ein Quiz mit Gewinnspiel, das „open office“ im Frauenbüro und eine spezielle Raum- und Licht-gestaltung im Foyer und im Innenhof des Rathausgevierts für einen besonderen Rahmen bei der 20-Jahr-Feier. Die Musik kommt an diesem Abend erstmals von einem Frauenquartett der Magistratsmusik und von DJini Godez.

Highlights aus zwei Jahrzehnten

Die folgende Übersicht zeigt ohne Anspruch auf Vollständigkeit wichtige Projekte und Initiativen der vergangenen 20 Jahre und gibt Einblicke in die Arbeit des Linzer Frauenbüros:

1992

Entsprechend der Forderung verschiedener Frauenvereine, Aktivistinnen und Politikerinnen wurde in Linz ein Frauenbüro installiert. Frau Mag.a Gabriele-Wagner wird erste Frauenbeauftragte der Stadt Linz.

Basierend auf einen Gemeinderatsbeschluss nimmt zeitgleich auch der Frauenausschuss der Stadt Linz unter Vorsitz von Gemeinderätin Erika Rockenschaub die Arbeit auf. Seit den Anfängen vertritt das Frauenbüro die Interessen von Frauen und Mädchen in Linz und versucht, den immer noch tradierten Rollenbildern entgegenzuwirken.

1993

Erstmals wird der Internationale Frauentag gefeiert, ab 2000 dann jährlich.

Der Gemeinderat fasst einen Grundsatzbeschluss bezüglich der Vorbereitungsarbeiten für ein Frauengesundheitszentrum. Am 3. Mai 1996 nahm das Linzer Frauengesundheitszentrum schließlich seinen Betrieb auf.

Erstmals werden frauenspezifischen Stadtrundgänge angeboten und aufgrund der großen Nachfrage bis heute laufend ausgebaut. 

1997

Das Frauenbüro unterstützt das Frauenvolksbegehren, 11,17 Prozent der Wahlberechtigten (644.665 Personen) haben unterschrieben, in Linz gab es 137.214 Stimmberechtigte und 15.821 gültige Stimmen.

1998

Erstmals wird am 25. November der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen begangen; seit 2003 wird jährlich für 16 Tage die Fahne „frei leben ohne gewalt“ vor dem Alten Rathaus gehisst.

2000

Der Marianne.von.Willemer-Preis wird erstmals vergeben. Der Preis wird zunächst in der Kategorie Literatur und „computerunterstützte Literatur“ ausgeschrieben und ab 2004 getrennt als Literaturpreis und Preis für digitale Medien.

Ab diesem Jahr feiert das Linzer Frauenbüro jährlich den Internationalen Frauentag, seit 2010 steht er unter dem Motto „talk of fem“.

2003

Ein Arbeitskreis des Frauenausschusses setzt Initiativen zum Thema „Weibliche Lehrlinge in männerdominierten Berufen": Eine weitere Initiative ist die Sensibilisierung Linzer Betriebe zur Frauenförderung.

Elvira Tomancok wird Frauenbeauftragte der Stadt Linz.

2004

Selbstverteidigungskurse für Mädchen, Frauen und Seniorinnen starten und werden bis heute erfolgreich durchgeführt.

2005

Auf Initiative des Frauenausschuss startet das Pilotprojekt „Geschlechtssensible Kleinkindpädagogik“, das auf breite Zustimmung von Eltern und Fachkräfte trifft.

2006

Der „Silberne Hexenbesen am Goldenen Band“ wird erstmals als Auszeichnung an eine besondere Linzerin verliehen. Der Preis wird seit heuer als Frauenpreis der Stadt Linz vergeben. Dotiert mit 3.600 Euro wird damit erstmals ein konkretes Projekt ausgezeichnet, das sich durch herausragende Aktivitäten und besonderes Engagement für Frauen und Mädchen hervorhebt.

2007

Mit einem Gemeinderatsbeschluss wird gender budgeting in der Linzer Stadtverwaltung initiiert; eine interne Projektgruppe prüft das Budget auf seine Geschlechtergerechtigkeit.

Erste Frauenstadträtin in Linz

2009

Erstmals gibt es in Linz mit Mag.a Eva Schobesberger eine Stadträtin für Frauen.

2010

In diesem Jahr findet erstmals am Internationalen Frauentag der „talk of fem“ statt.

Neue Frauenbeauftragte wird Mag.a Jutta Reisinger.

Das Institut für Frauen- und Geschlechterforschung an der Johannes Kepler Universität wird mit der Erstellung des ersten Linzer Frauenberichts beauftragt. Die wissenschaftliche Studie soll Daten und Fakten über die aktuelle Lebenssituation der Linzerinnen liefern.

Management und Leadership für Frauen: im Wissensturm beginnt in Zusammenarbeit mit der Johannes Kepler Universität ein Lehrgang zur Förderung von Frauenkarrieren. Dieser bisher in Österreich einmalige und innovative Universitätslehrgang richtet sich an Frauen, die sich zur Führungskraft weiterentwickeln oder die in der Karriereleiter noch weiter aufsteigen wollen. Die Inhalte des Universitätslehrgangs umfassen das Spektrum modernen Managementwissens.

Gegen Gewalt an Frauen: Unter dem Motto „Wir pfeifen auf Gewalt“ lädt das Linzer Frauenbüro zum ersten Mal alle LinzerInnen zum Lautwerden ein. Mit einem Pfeifkonzert wurde auf „Gewalt an Frauen“ gepfiffen und damit ein deutlich hörbares Zeichen gegen Gewalt gesetzt. Eine Reihe von zusätzlichen Angeboten begleitet die 16 Tage gegen Gewalt an Frauen. Das Linzer Frauenbüro lädt zu kostenlosen Workshops und Vorträgen in den Linzer Wissensturm. Die Themen reichen über Schutz bei Stalking, einem Anti-Gewalt-Training, einem Selbstverteidigungsworkshop bis hin zum Vortrag über häusliche Gewalt gegen Frauen.

2011

Das 100-Jahr-Jubiläum zum Internationalen Frauentag wird mit der Wanderausstellung „Stille Heldinnen – 100 Jahre Linzer Frauengeschichte“ gefeiert.

Erstmals wird in Linz am 30. September am equal pay day mit einer Rabattaktion auf die ungleiche Bezahlung von Frauen und Männern aufmerksam gemacht. 23 Linzer Einrichtungen und Betriebe, von den Museen der Stadt Linz über Lebensmittelhandel, Textilien und Gastronomie bis hin zur Apotheke unterstützen diese Aktion. Zusätzlich sorgt ein eigens produzierter Spot, der sich mit dem Thema Gleichstellung befasst, für mediale Aufmerksamkeit.

Der erste Linzer Frauenbericht wird präsentiert und dient seither als die Basis um für die Bedürfnisse der Linzerinnen zugeschnittene Maßnahmen zu setzen.

Frauen-Kino-Reihe: monatlich wird in Zusammenarbeit mit dem ein filmischer Frauenschwerpunkt gesetzt und Regisseurinnen und Filmemacherinnen einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt.

16 Tage gegen Gewalt an Frauen: eine umfangreiche Vortrags- und Work-shopreihe im Wissensturm für Frauen und SchülerInnen befasst sich mit diesem Thema.

„MiT“ - Mädchen in die Technik: Auf Initiative der Linzer Frauenstadträtin startet unter Federführung der Johannes Kepler Universität ein dreistufiges Technik Projekt, das bereits im Volksschulalter ansetzt. Der Umgang mit Technik und modernen Technologien soll so früh wie möglich zu einem selbstverständlichen Erfahrungsbereich von Mädchen werden. VolksschullehrerInnen arbeiten gemeinsam mit ihren Schülerinnen an verschiednen Projekten zum Thema Technik.

Im Linzer Wissensturm startet mit der Vortragsreihe „Femfocus“ ein feministischer Schwerpunkt zum Thema Arbeitsrealitäten von Frauen. In Zusammenarbeit mit der Johannes Kepler Universität, Institut für Frauen- und Geschlechtsforschung gibt es insgesamt vier Vorträge, die sich mit den Arbeitsrealitäten von Frauen im globalisierten Europa auseinandersetzen.

2012

Erstmals wird der mit 3.600 Euro dotierte Frauenpreis der Stadt Linz verliehen und dabei ein konkretes Projekt ausgezeichnet. Das Projekt „FRAGILE Holzwerkstatt – Ausbildungswerkstatt für junge Frauen im handwerklichen Bereich“ wird einstimmig als Siegerprojekt ausgewählt.

Frauenprogramm der Stadt Linz: aufbauend auf dem Ersten Linzer Frauen-bericht wird das Frauenprogramm erstellt. Alle Linzerinnen sind eingeladen, sich an den kommenden Workshops im heurigen Herbst in fünf verschiedenen Stadtteilen zu beteiligen.

Mit dem Projekt „Koppelung von Auftragsvergaben an Frauenförderung“ setzt die Stadt Linz einen wesentlichen Schritt zur Förderung der wirtschaftlichen Gleichstellung von Frauen und Männern. Eine interdisziplinäre Projektgruppe entwickelt derzeit einen Leitfaden, wie künftig öffentliche Auftragsvergaben der Stadt an frauenfördernde Maßnahmen geknüpft werden können. Dabei werden alle Möglichkeiten und rechtlichen Rahmenbedingungen geprüft, um Frauenförderung im Rahmen der öffentlichen Auftragsvergabe zu implementieren. In Zukunft soll damit die Vergabe von öffentlichen Aufträgen der Stadt Linz unter bestimmten Bedingungen an Frauenförderung in den Unternehmen gekoppelt sein.

Präventionsangebot: anonyme und kostenlose Rechtsberatung für Linzerinnen im Autonomen Frauenzentrum; das Frauenbüro finanziert zusätzliche Beratungsstunden, damit sich Frauen juristisch informieren können.

Mit der Veranstaltungsreihe SexWork(s) im Wissensturm wird in zwei hochkarätig besetzten Vortrags- und Diskussionspanels begonnen, die aktuellen rechtlichen Regelungen von Sexarbeit im nationalen und internationalen Vergleich zu erörtern. Veranstalter ist das Institut für Legal Gender Studies unter der wissenschaftlichen Leitung von Dr.in Elisabeth Greif in Kooperation mit dem Frauenbüro der Stadt Linz und der Volkshochschule Linz.

Auf Antrag der Linzer Frauenstadträtin wird in der Sitzung des Gemeinderats am 8. März einstimmig ein Frauenförder- und Gleichstellungsprogramm für die Unternehmensgruppe Stadt Linz beschlossen. Zunächst soll eine Arbeitsgruppe von MitarbeiterInnen der Stadt und den Tochtergesellschaften installiert werden.

Ziel ist es, ein gemeinsames Frauenförder- und Gleichstellungsprogramm auszuarbeiten und einzurichten. Dieses Förderprogramm betrifft alle Unternehmen, die im Alleineigentum oder Mehrheitsbeteiligung der Stadt stehen, wie GWG, Ars Electronica, LIVA, Ordnungsdienst der Stadt Linz, LINZ AG und soll auf dem bereits bestehenden Programm der Stadt Linz „Gleiche Rechte – Gleiche Chancen“ das bereits für Magistrat Linz, AKh, Seniorenzentren und Informations- und Kommunikationstechnologie gilt, aufbauen und entsprechend fortgesetzt werden.

Aktuelle Schwerpunkte
1. Frauenbericht der Stadt Linz

Als Basis für konkrete frauenpolitische Maßnahmen, Projekte und Initiativen dient der 2011 erstellte erste Frauenbericht der Stadt Linz. Die wissenschaftliche Studie bietet die Möglichkeit, fundiert an Lösungen und Veränderungsprozessen zu arbeiten. Der erste Linzer Frauenbericht gibt anhand statistischer Daten und ExpertInnen-Analysen einen umfassenden und vertiefenden Einblick in die diversen Lebensbedingungen und Lebensformen der Linzerinnen. Die gesammelten Daten wurden gemeinsam mit Linzer ExpertInnen analysiert und interpretiert und Vorschläge für konkrete Maßnahmen runden die wissenschaftliche Studie ab.

In einem zweiten Arbeitsschritt hat es im Oktober 2011 fünf themenspezifische Workshops mit rund 70 Linzer ExpertInnen aus Verwaltung, Politik, Infrastruktureinrichtungen oder Vereinen gegeben. Beginnend mit der Thematik junger Frauen in Linz haben die TeilnehmerInnen mit großem Engagement Themen wie Bildung und Arbeitsmarkt, frauenspezifische Gesundheit und Sexualitäten oder die Möglichkeiten und Grenzen politischer und soziokultureller Partizipation von Frauen in Linz diskutiert. Ein wichtiger Part der Workshops ist der Entwicklung von Maßnahmenvorschlägen gewidmet worden.

Bei allen Diskussionsrunden sind wesentliche Erkenntnisse über bestimmte Gruppen von Frauen, etwa Frauen mit Behinderungen und Beeinträchtigungen, Frauen mit Migrationshintergrund oder ältere und hochbetagte Frauen sowie bildungsbenachteiligte Frauen, gewonnen worden. Zusätzlich sind auch Unterschiede zwischen verschiedenen Linzer Stadtteilen herausgearbeitet worden.

Alle TeilnehmerInnen haben sich von der bereichsübergreifenden Arbeit begeistert gezeigt, da in dieser Konstellation Frauenarbeit in Linz bisher noch nie umgesetzt worden ist. Alleine durch diese Workshops ist der Grundstein für eine weiterführende Kooperation der unterschiedlichsten Interessensvertretungen gelegt worden.

Grundlagenarbeit Frauenprogramm

Der „Erste Frauenbericht der Stadt Linz“ beinhaltet neben einem umfassenden Einblick in die Lebensbedingungen und Lebensformen der Linzerinnen eine Auflistung von Empfehlungen und Maßnahmenvorschlägen für die politischen AkteurInnen der Stadt Linz.

Aufbauend auf den Frauenbericht wird nun, unter Einbindung von ExpertInnen und Vertreterinnen der diversen Gruppen von Linzerinnen – also partizipativ – das Frauenprogramm erstellt.

„Typisch Frau“

Eines der wesentlichsten Themen ist nach wie vor die Frage nach der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die Entlastung von Frauen bei der Haus- und Familienarbeit, aber auch im Bereich der Pflege und Fürsorge sind eine Herausforderung, die vor allem gesellschaftliches Umdenken erfordert.

Mit großen und kleinen Projekten, wie zum Beispiel das „Papamonat Modell Linz“ wird versucht, Veränderungen in Gang zu setzen. Um frischgebackenen Vätern die Möglichkeit zu geben, von Anfang an eine intensive Beziehung zu ihren Kindern aufzubauen, bietet die Stadt Linz ihren Mitarbeitern eine zusätzliche Woche bezahlten Sonderurlaub. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist eine der wichtigsten Herausforderungen in der österreichischen Familienpolitik. Untersuchungen zeigen, dass die Kinderbetreuung weiterhin zu mehr als 90 Prozent Frauensache ist. Nach wie vor zählt diese Aufgabe also zu den „rein weiblichen“ Angelegenheiten, während die Männer mit ihrem Job die Familie ernähren. Der neue Papamonat ist eine Chance, mehr Väter zu motivieren, in Karenz zu gehen.

Aber auch die Berufswelt von Frauen ist ein weites Aufgabengebiet. Angefangen von gerechter Bezahlung bis hin zu Aufstiegsmöglichkeiten sind Frauen in vielen Fällen immer noch benachteiligt. Um Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern auszugleichen, versucht das Linzer Frauenbüro auf verschiedenen Ebenen etwas zu bewegen. So sollen mehr Mädchen in „Männerberufe“ und Burschen in „Frauenberufe“ einsteigen, um damit traditionelle Rollenbilder zu hinterfragen und aufzubrechen.

Weiters sollen Frauen von Haus- und Familienarbeit entlastet werden, um wieder Vollzeit in ihren Beruf einsteigen zu können.

Ebenfalls Thema sind die immer noch bestehenden Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern. 2011 betrug der Einkommensunterschied für die Linzer Frauen konkret minus 25,2 Prozent. Dafür gibt es mehrere Ursachen, aber zwei Drittel davon sind nach wie vor reine Diskriminierungsfaktoren: Frauen verdienen weniger, weil sie Frauen sind. Einkommensunterschiede dürfen keine Selbstverständlichkeit sein und das Frauenbüros weist mit zahlreichen Aktivitäten unter anderem mit dem equal pay day auf diese gesellschaftlichen Schieflage hin.

Kunst und Engagement

Ähnlich wie in anderen Bereichen nehmen Frauen in der Kulturszene nicht den Platz ein, der ihnen gebührt. Die Förderung von Frauen im künstlerischen Bereich und die Auszeichnung besonderer Projekte wird jedes Jahr mit der Verleihung von zwei Preisen dokumentiert. Der Marianne.von.Willemer Preis wir alternierend ein Jahr als Literaturpreis und im Jahr darauf an digitale Netzkünstlerinnen vergeben.

Frauenpreis der Stadt Linz

Heuer wurde erstmals der Frauenpreis der Stadt Linz verliehen. Mit 3.600 Euro wird ein konkretes Projekt ausgezeichnet, das sich durch herausragende Aktivitäten und besonderes Engagement für Frauen und Mädchen hervorhebt.

Von Frauen für Frauen

Die Mitarbeiterinnen im Linzer Frauenbüro Claudia Essenhofer, Brigitta Gschaider, Anita Gasperl und die Leiterin, Frauenbeauftragte Mag.a Jutta Reisinger organisieren jedes Jahr eine Vielzahl von Veranstaltungen und bieten ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm für Frauen. Die Frauenstadtrundgänge, der Lauf- und Walkingtreff im Hummelhofwald, die Frauen Kinoreihe im Moviemento und VHS-Veranstaltungen sind Teil des vielseitigen Angebotes.

Selbstverständlich ist das Linzer Frauenbüro auch Anlaufstelle bei Problemen. Zu seinen Kernaufgaben zählt es, die Anliegen, Bedürfnisse und Wünsche der Bewohnerinnen der Stadt Linz zu ermitteln, und so strukturellen Benachteiligungen entgegenzuwirken. Daher ist das Frauenbüro im ständigen Kontakt mit Bewohnerinnen der Stadt, mit Fraueneinrichtungen und Frauenorganisationen, mit der Universität, mit PolitikerInnen sowohl in Oberösterreich als auch bundesweit.

Weitere Gesprächspartnerin: Mag.a Jutta Reisinger (Frauenbeauftragte der Stadt Linz)

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Frauenstadträtin Mag.a Eva Schobesberger zum Thema „20Jahre Frauenbüro der Stadt Linz“)

KONTAKT

Magistrat der Landeshauptstadt Linz
Hauptstraße 1-5
4041 Linz

Tel: +43 732 7070 0
Fax: +43 732 7070 54 2110
E-Mail: info@mag.linz.at

weitere Informationen:


Newsletter / RSS

Immer gut informiert mit den aktuellen Newslettern und den RSS-Newsfeeds der Stadt Linz.

Newsletter abonnieren.
Weitere Newsletter der Stadt Linz.
RSS - Presseaussendungen.
RSS – Was ist das eigentlich? (neues Fenster).