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STADTPLANUNG/BAU
Presseaussendung vom 06.08.2013

Flächenwidmungsplan Linz Nr. 4 und Örtliches Entwicklungskonzept Linz Nr. 2 rechtswirksam

Heute am 6. August 2013 wird der überarbeitete Flächenwidmungsplan Linz Nr. 4 mit dem Örtlichen Entwicklungskonzept Linz Nr. 2 rechtswirksam. Der Plan wurde am 23. Mai 2013 vom Linzer Gemeinderat einstimmig beschlossen. Mit Bescheid vom 15. Juli 2013 hat das Land Oberösterreich den Flächenwidmungsplan Linz Nr. 4 mit dem Örtlichen Entwicklungskonzept Linz Nr. 2 aufsichtsbehördlich genehmigt.

Den Linzer Bürgerinnen und Bürgern steht nun der neue Flächenwidmungsplan als Bebauungsgrundlage zur Verfügung, der die möglichen Nutzungen von Grundstücken durch die Widmungen Bauland, Grünland und Verkehrsflächen festlegt.

Im Internet

Der Flächenwidmungsplan und das Örtliche Entwicklungskonzept sind für die Bürgerinnen und Bürger ab heute im Internet auf der Homepage der Stadt Linz unter www.linz.at/leben/stadtentwicklung.asp in der Rubrik Stadtplanung abrufbar.

Der Flächenwidmungsplan und der Funktionsplan des Örtlichen Entwicklungskonzeptes können unter webgis.linz.at/rpweb/ aufgerufen werden.

Info im Neuen Rathaus

In den Flächenwidmungsplan und in das Örtliche Entwicklungskonzept kann auch, wie bisher schon, im Neuen Rathaus im Anlagen- und Bauservice Center oder in der Stadtplanung während der Kundendienstzeiten Einsicht genommen werden.

Öffnungszeiten des Anlagen- und Bauservice Center: Montag und Donnerstag 7 – 12.30 Uhr und 13.30 – 16 Uhr; Dienstag und Mittwoch 7 – 13.30 Uhr; Freitag 7 – 14 Uhr.

1. Ausgangslage

Alle zehn Jahre muss der Flächenwidmungsplan nach dem OÖ. Raumordnungsgesetz grundlegend überprüft werden. Der Flächenwidmungsplan besteht aus dem Flächenwidmungsteil und dem Örtlichen Entwicklungskonzept (ÖEK). Längerfristig strategische Entwicklungsüberlegungen legt das ÖEK fest, konkrete Widmungen erfolgen im Flächenwidmungsplan.

Seit dem letzten Gesamtbeschluss 2003 wurden 34 Einzeländerungen des Örtlichen Entwicklungskonzeptes genehmigt und eingearbeitet. Dieser aktuelle Stand wurde nun grundlegend  überprüft und überarbeitet. Daraus entstand das Örtliche Entwicklungskonzept Linz Nr. 2.

Der seit 2001/2003 rechtswirksame Flächenwidmungsplan wurde bis 2013 durch 162 Flächenwidmungsplan-Einzeländerungen geändert. Dieser aktuelle Stand des Flächenwidmungsplans wurde grundlegend überprüft und überarbeitet. Daraus wurde nun der Flächenwidmungsplan Linz Nr. 4.

Neue Planzeichenverordnung besser fürs Internet

Das Örtliche Entwicklungskonzept (ÖEK) Linz Nr. 2 wurde zum ersten Mal in digitaler Form auf Grundlage der neuen Planzeichenverordnung des Landes OÖ. erstellt. Der Flächenwidmungsplan wurde technisch auf die neue digitale Datenschnittstelle des Landes OÖ. abgestimmt. Die durchgehende Digitalisierung von ÖEK und Flächenwidmungsplan ermöglichte es, diese in sehr guter Qualität ins Internet zu stellen und so den BürgerInnen zugänglich zu machen.

2. Verfahren zur Neuauflage des Örtlichen Entwicklungskonzepts und des Flächenwidmungsplans

Das Verfahren zur Überarbeitung von ÖEK und Flächenwidmungsplan wurde im Juli 2010 – mit der Aufforderung an die BürgerInnen, ihre Interessen bekannt zu geben – begonnen. 124 Interessen wurden registriert.

Im Jahr 2011 wurden das Örtliche Entwicklungskonzept und der Flächenwidmungsplan im Planungsausschuss überarbeitet. Im Februar 2012 erfolgte das Planungsträgerverfahren, bei dem die öffentlichen Stellen und die Leitungsträger ihre Stellungnahmen (35) zum Planentwurf abgaben.

Im Juni 2012 wurde der Planentwurf sechs Wochen öffentlich aufgelegt. Von den BürgerInnen wurden 557 Einwendungen abgegeben (davon 286 zum Westring). Aus den Einwendungen der öffentlichen Planauflage folgten rund 105 Änderungen des Flächenwidmungsplans.

Insgesamt gab es rund 750 Einwendungen und Stellungnahmen, aus denen rund 330 Änderungen des ÖEK und des Flächenwidmungsplans folgten. Dies beinhaltet auch die amtswegigen Änderungen.

In 25 Sitzungen des Planungsausschusses wurden das Örtliche Entwicklungskonzept und der Flächenwidmungsplan erstellt und die Anregungen und Einwendungen der BürgerInnen behandelt.

Am 23. Mai 2013 wurde der Flächenwidmungsplan mit dem Örtlichen Entwicklungskonzept von allen Fraktionen im Gemeinderat beschlossen. Die Grüne Fraktion stimmte in zwei Punkten dagegen (Westring und A7 Abfahrt Dornach-Auhof).

Nach dem Gemeinderatsbeschluss wurde der Plan dem Land OÖ zur aufsichtsbehördlichen Genehmigung vorgelegt. Mit Bescheid vom 15. Juli 2013 hat das Land Oberösterreich den Flächenwidmungsplan Linz Nr. 4 mit dem Örtlichen Entwicklungskonzept Linz Nr. 2 aufsichtsbehördlich genehmigt.

Der Plan wird heute am 6. August 2013 rechtswirksam.

3. Flächenbilanz des neuen Flächenwidmungsplans alt - neu

* inkl. Wald und Schutz und Regulierungswasserbauten
** Die ersichtlich gemachten Funk- oder Sendestationen sind als Bauland/Sondergebiet oder als Grünland/Land- und Forstwirtschaft, Ödland gewidmet.

4. Bauland
4.1. Wohngebiete
A) Örtliches Entwicklungskonzept - Wohngebiete

Ziel im Örtlichen Entwicklungskonzept ist die Sicherung eines ausreichenden Angebotes an Baulandflächen für bis zu 8.500 Wohnungen in den nächsten 10 Jahren. Auf den Erweiterungs- und Umnutzungsflächen des ÖEK (162 ha) und den Baulandreserven des Flächenwidmungsplans (165 ha) besteht ein rein theoretisches Potential von ca. 19.000 Wohnungen, wobei 8.500 Wohnungen auf die Erweiterungs- und Umnutzungsflächen des ÖEK und 10.500 Wohnungen auf die Baulandreserven des Flächenwidmungsplans entfallen. Realistisch ist dieses Potential nicht, da die Flächen nur begrenzt zur Verfügung stehen. Berücksichtigt man die eingeschränkte Verfügbarkeit von Flächen, so kommt man auf ein Potential von ca. 8.000 Wohnungen auf den vorhandenen Flächen (ohne Nachverdichtung), die in den nächsten Jahren gebaut werden könnten.

Gegenüber dem rechtswirksamen Flächenwidmungsplan mit dem ÖEK Linz Nr. 1 ergeben sich zum Flächenwidmungsplan Linz Nr. 4 mit dem ÖEK Linz Nr. 2 folgende Änderungen für Wohnbauflächen.

Die weitaus größten Stadterweiterungsflächen gemäß ÖEK liegen in Pichling mit 67 ha (75 % aller Stadterweiterungsflächen in Linz). Hier kommt es zu einem Zuwachs um 15 ha. Dies ist auf die große Siedlungserweiterungsfläche für Wohnen zwischen der Schwaigaustraße und der Westbahn zurückzuführen. Im übrigen Stadtgebiet erhöhten sich die Stadterweiterungsflächen des ÖEK von 11 ha auf 24 ha (+ 13 ha). Die größte Stadterweiterungsfläche außerhalb Pichlings stellen die Flächen nördlich der Kaserne Ebelsberg dar (insgesamt 16 ha von 24 ha Stadterweiterungsflächen im übrigen Stadtgebiet).

Weiterhin von besonderer Bedeutung ist der Stadtumbau. Die Umnutzungsflächen im ÖEK vergrößerten sich um 32 ha auf 71 ha (+ 39 ha). Die wichtigsten sind die Kaserne Ebelsberg mit 17 ha und weitere Flächen im Makartviertel (rd. 19 ha, ohne „grüne Mitte Linz“).

B) Flächenwidmungsplan – Wohngebiete

Das Ausmaß der gewidmeten Wohngebiete mit rund 1.677 ha bleibt im Flächenwidmungsplan Linz Nr. 4 gleich dem rechtswirksamen Flächenwidmungsplan. Die Änderungen bei den Wohngebieten (Zu- und Abgänge) heben sich auf. Die größten Neuwidmungen von Wohngebiet erfolgen in Kleinwörth (1,4 ha), in der Knabenseminarstraße (1,1 ha) und zwischen Freistädter Straße und Katzbachweg (0,9 ha).

4.2. Kerngebiete

A) Örtliches Entwicklungskonzept – Kerngebiet

Das Örtliche Entwicklungskonzept legt die Zentrenstruktur fest mit dem Stadtzentrum, den Stadtteilzentren, den lokalen Zentren und den Zentrumsachsen. Die wesentliche Änderung des ÖEK Linz Nr. 2 gegenüber dem ÖEK Linz Nr. 1 ist die Erweiterung des Stadtzentrums. Die Erweiterung erfolgt entlang der geplanten 2. Schienenachse und besteht somit aus Teilgebieten im Makartviertel, den ehemaligen ÖBB Werkstätten, östlich der Gruberstraße und im Osten des Urfahraner Stadtzentrums.

Fortführung der Umnutzung/des Stadtumbaus von betrieblicher Funktion in Mischfunktion oder Zentrumsfunktion im Makartviertel (19 ha) mit den Teilflächen:
Brau Union Gelände, ÖBB - Heizhausstraße, Winklerbahnhof, Anzengruberstraße, Raimundstraße/Raiffeisen Leasing, Lastenstraße/St. Barbara Gottesacker-Stiftung, Beinkofer West.

Umnutzung der ehemaligen ÖBB Werkstätten entlang der Wiener Straße (ca. 3,8 ha):

Es soll eine Stärkung der Wiener Straße im Anschluss an die Landstraße, eine bessere Nutzung von zentral gelegenen, durch den öffentlichen Verkehr gut erschlossenen Flächen und eine verbesserte Erreichbarkeit des Bahnhofs forciert werden. Die Ansiedlung von Geschäftsnutzungen entlang der Wiener Straße ist ebenfalls ein Ziel.

Erweiterung des Linzer Stadtzentrums östlich der Gruberstraße

Das Stadtzentrum soll nach Osten erweitert werden. Es bestehen bereits zahlreiche zentrale Einrichtungen.

Ziel ist eine urbane Nutzungsmischung und Wohnen mit städtischer Verdichtung. Dies ist vor allem auf bisher gewerblich genutzten Flächen möglich. Eine derartige Entwicklung findet bereits statt, etwa im Bereich Semmelweisstraße/Garnisonstraße (FH) und wird durch die Errichtung der 2. Schienenachse weiter unterstützt. Dadurch soll eine Erweiterung des Stadtzentrums über die Gruberstraße hinaus nach Osten bis zum Schlachthof (außer Betriebsbaugebiet in der Petzoldstraße), zwischen Derfflingerstraße und Prinz-Eugen-Straße bis zur A7, im Süden bis in den Bereich Liebigstraße gelingen.

Wesentliche Umnutzungsflächen in Zentrumsfunktion sind der Schlachthof (3,6 ha) und die ÖBB-Rail-Cargo (1,6 ha) sowie Nestle Flächen (1,8 ha) südlich der Franckstraße.

Erweiterung der Urfahraner Stadtzentrums nach Osten entlang der 2. Schienenachse

Im Urfahraner Teil des Stadtzentrums entstehen seit längerer Zeit Versorgungs- und Dienstleistungsnutzungen östlich des historischen Zentrums.  Analog zur Entwicklung südlich der Donau soll entlang der 2. Schienenachse die Ausweitung des Stadtzentrums durch die Festlegung im ÖEK ermöglicht werden (Ermöglichung von Kerngebiets-, Geschäftsgebiets- und Sonderwidmungen).

B) Flächenwidmungsplan – Kerngebiet

Im Flächenwidmungsplan Linz Nr. 4 kommt es zu einer Erhöhung der als Bauland/Kerngebiet gewidmeten Flächen um 8 ha auf 291 ha. Die größten Umwidmungen in Kerngebiet erfolgen auf dem Gelände der ÖBB-Werkstätten an der Wiener Straße (3,8 ha), im Bereich des ehemaligen Winklerbahnhofs (2,6 ha) und beim Baublock Gruberstraße/Huemerstraße (ehem. SBL, 1,8 ha).

4.3. Geschäftsgebiete
A) Örtliches Entwicklungskonzept - Geschäftsgebiete

Größere Geschäftsgebiete sind nach Maßgabe von Standortprüfungen in den Zentren des Örtlichen Entwicklungskonzeptes denkbar, bedürfen aber im Einzelfall eines Raumordnungsprogrammes des Landes OÖ. Bei der im ÖEK ausgewiesenen Handelsfunktion für den großflächigen Einzelhandel außerhalb der Zentren kommt es zu keinen Erweiterungen über den derzeitigen Bestand hinaus.

B) Flächenwidmungsplan – Geschäftsgebiete

Es gibt keine Neuwidmung eines Gebietes für Geschäftsbauten mit mehr als 1.500 Quadratmetern Gesamtverkaufsfläche. Die Umwidmungen in Geschäftsgebiete ermöglichen drei bestehenden Nahversorgern den Um- und Ausbau zu modernen, zeitgemäßen Nahversorgern mit maximalen Verkaufsflächen von 800 Quadratmetern oder 950 Quadratmetern. Bei der ehemaligen Lederfabrik wird der Ausbau eines Fachmarktes auf bis zu 1.500 Quadratmetern Gesamtverkaufsfläche im Rahmen einer Mischnutzung ermöglicht.

4.4. Betriebliche Flächen
A) Örtliches Entwicklungskonzept – Betriebliche Flächen
a) Ziel: Sicherung des geschlossenen Industriegebietes

Die Erhaltung des geschlossenen Industriegebietes vermindert Nutzungskonflikte und sichert die Entwicklungsmöglichkeiten der Industrie.

Die angrenzenden Betriebsbaugebiets-Widmungen und andere als Puffer zum Industriegebiet geeigneten Widmungen (z.B. Verkehrsflächen, Gewässer, Grünzüge) sollen zum Schutz der Entwicklungsmöglichkeiten der Industrie beibehalten werden. Dies ist besonders wichtig für die notwendigen Abstände zu Seveso II-Anlagen.

Die Industriegebietsflächen bleiben im ÖEK in ihrem Ausmaß erhalten (590 ha). Im bisherigen ÖEK Linz Nr. 1 war noch die Umnutzung von 70 ha Industriegebiet in Betriebliche Nutzung entlang der Stahlstraße, der Gaisbergerstraße und der Lunzerstraße geplant. Diese Umnutzungsflächen sind im ÖEK Linz Nr. 2 nicht mehr vorgesehen.

b) Ziel: Bereitstellung von verfügbarem Betriebsbaugebiet

Betriebliche Erweiterungsflächen neu

  • B1 Pichling:
    Im ÖEK wird eine Siedlungserweiterungsfläche mit Betriebsfunktion entlang der B1 in Pichling festgelegt (14 ha). Zurzeit wird ein Erschließungskonzept erarbeitet, auf dessen Basis die Umwidmung von Grünland in Betriebsbaugebiet erfolgen kann.
  • Bahnhof Kleinmünchen:
    Auf dem Gelände des ehemaligen Bahnhofs Kleinmünchen wird die betriebliche Funktion auf 1,3 ha neu festgelegt. In der Nähe des Wohngebiets wird die betriebliche Mischfunktion („umweltfreundliche Klein- und Mittelbetriebe“) auf 1 ha Fläche festgelegt.

Umnutzung in betriebliche Funktion

Im Sinne der Weiterentwicklung bestehender Betriebsbaugebiete wird bei den bestehenden Betrieben im Betriebspark Franzosenhausweg nördlich der Winetzhammerstraße und entlang der A7 statt der Mischfunktion MF eine betriebliche Funktion BF festgelegt (11 ha). Statt des eingeschränkten gemischten Baugebietes kann ein Betriebsbaugebiet gewidmet werden, um die betrieblichen Entwicklungsmöglichkeiten zu unterstützen. Ein Mindestabstand von 100 Metern zu Wohngebieten bleibt immer gewahrt.

Zählt man die betrieblichen Erweiterungsflächen und die Umnutzungsflächen (Zu- und Abgänge) des ÖEK zusammen, so ergibt sich ein Plus von 8 ha.

B) Flächenwidmungsplan - Betriebliche Flächen
Industriegebiet

Die Industriegebietsflächen bleiben in ihrem Ausmaß erhalten (589 ha im Flächenwidmungsplan Linz Nr. 4 gegenüber 590 ha im rechtswirksamen Flächenwidmungsplan).

Betriebsbaugebiet

Die als Betriebsbaugebiet gewidmete Fläche erhöht sich von 467 ha um 5 ha auf 472 ha im Flächenwidmungsplan Linz Nr. 4. Eine nennenswerte Neuwidmung von Betriebsbaugebiet erfolgt beim ehemaligen Bahnhof Kleinmünchen (1,3 ha), wobei noch 1 ha eingeschränktes gemischtes Baugebiet dazukommt.

Im Betriebsbaugebiet sind rund 25 ha Baulandreserven vorhanden. Die größten Betriebsbaugebietsreserven sind die zugeschütteten Hafenbecken im Stadthafen (7,5 ha), die Betriebsbaugebietsreserven der Energie AG in Linz Wegscheid an der Salzburger Straße (5,2 ha) und die Betriebsbaugebietsreserven der VOEST Alpine außerhalb des Werksgeländes an der Gaisbergerstraße (4,2 ha). Im Südpark bestehen noch 4,9 ha Baulandreserven im Betriebsbaugebiet.

Eingeschränktes gemischtes Baugebiet

Das eingeschränkte gemischte Baugebiet MB erhöht sich um 3 ha von 145 ha auf 148 ha. Im MB bestehen 21 ha Baulandreserven.

4.5. Gemischte Baugebiete
A) Örtliches Entwicklungskonzept – Gemischtes Baugebiet

Die Gebiete mit Mischfunktion sind Standorte für Klein- und Mittelbetriebe sowie Wohnanlagen. Räumliche Schwerpunkte der Mischfunktion lassen sich kaum erkennen. Zählt man die Erweiterungsflächen und die Umnutzungsflächen (Zu- und Abgänge) der Mischfunktion des ÖEK zusammen, so ergibt sich ein Minus von 12,5 ha. (+20 ha – 32,5 ha):

Zugänge zur Mischfunktion

Erweiterungsflächen (bisher Grünland):
Nördlich Westbahn in Pichling (nördlich Seiderstraße): 2,7 ha von landwirtschaftlicher Funktion in Mischfunktion
Umnutzungsflächen:
Brau Union Gelände (Poschacher Straße – Heizhausstraße): 9 ha Umnutzungsfläche von betrieblicher Funktion in Mischfunktion
Südlich Hafenstraße: 4,4 ha von betrieblicher Funktion in Mischfunktion
Schlachthof (östlich Holzstraße): 3,6 ha von betrieblicher Funktion in Mischfunktion
Insgesamt: +20 ha

Abgänge von der Mischfunktion
Binderlandweg: 8 ha von Mischfunktion in Wohnfunktion
Reslweg, Boschweg: 5 ha von Mischfunktion in Betriebliche Funktion
Grillparzerstraße: 4,3 ha von Mischfunktion in Zentrumsfunktion
Winklerbahnhof (nördlich Raimundstraße): 3 ha von Mischfunktion in Zentrumsfunktion
Anzengruberstraße: 2,5 ha von betrieblicher Mischfunktion in Zentrumsfunktion
Stroblmühle (Marktmühlgasse): 2 ha von Mischfunktion in Wohnfunktion
Zentrum Neue Welt (Wiener Straße – Kremplstraße): 1,7 ha von Mischfunktion in Zentrumsfunktion
Raimundstraße/ Makartstraße: 1,7 ha von betrieblicher Mischfunktion in Zentrumsfunktion
Moosfelderstraße (Christ Lacke): 1,5 ha von Mischfunktion in Wohnfunktion
Holzstraße (WIGOF): 1,4 ha von Mischfunktion in Zentrumsfunktion
Gürtelstraße/Lastenstraße: 0,8 ha von Mischfunktion in Zentrumsfunktion
Rilkestraße/ Hamerlingstraße (Beinkofer-West): 0,7 ha von betrieblicher Mischfunktion in Zentrumsfunktion
Insgesamt: -32,5 ha

B) Flächenwidmungsplan - Gemischtes Baugebiet

Das gemischte Baugebiet M verringert sich um 4 ha von 150 ha auf 146 ha. Im gemischten Baugebiet bestehen 18 ha Baulandreserven. Diese sind über das gesamte Stadtgebiet verstreut, meist kleinere Flächen.

Die größten Einzelflächen sind in der Stadtmitte: Poschacherstraße: 2,4 ha (Bebauung weit fortgeschritten); Liebigstraße: 1,4 ha (Bebauung geplant); Nördlich der Prinz Eugen Straße, hinter der FH: 0,5 ha (Bebauung geplant).

Ein räumlicher Schwerpunkt besteht sonst noch im Linzer Südwesten: Binderlandweg: 1,8 ha (Bebauung teilweise geplant); Neubauzeile/Mayrhoferstraße: 1,5 ha (Bebauung teilweise geplant)

4.6. Sondergebiete des Baulandes
A) Örtliches Entwicklungskonzept – Sondergebiet des Baulandes

Eine wesentliche neue Festlegung im ÖEK ist die Aufnahme von fünf neuen Standorten für Seniorenzentren:

  • Kremsmünsterer Straße (Ebelsberg)
  • Dauphinestraße (Kleinmünchen)
  • Liebigstraße (Franckviertel)
  • Kapuzinerstraße/Hopfengasse (Stadtzentrum)
  • Leonfeldner Straße (Urfahr).

An der Altenberger Straße erfolgt eine Erweiterung der Sonderfunktion - Universität für eine universitäts- und forschungsbezogene Nutzung östlich des Johannes-Kepler-Heimes (0,6 ha).

Beim Petrinum wird auf 3,1 ha eine Umnutzungsfläche für die Sonderfunktion Schule anstatt einer Wohnfunktion festgelegt. Es sind dies teils die zur Schu-le gehörenden Sportflächen, teils landwirtschaftlich genutzte Flächen.

B) Flächenwidmungsplan - Sondergebiete des Baulandes

Die Sondergebiete des Baulandes SO erhöhen sich um 4 ha von 351 ha auf 355 ha. In den Sondergebieten bestehen 13 ha Baulandreserven. Die größten Flächenzuwächse gibt es beim Petrinum (3,1 ha von Wohngebiet in Sondergebiet - Schule) und in der Paul-Hahn-Straße (1,2 ha Wald in Sondergebiet - Schule). In der Wankmüllerhofstraße kommt es zu Abgängen (1 ha von Sondergebiet - Altersheim und 1,5 ha von SO - Tourismus in eingeschränktes gemischtes Baugebiet).

5. Grünland
A) Örtliches Entwicklungskonzept - Grünlandkonzept

Im Grünlandkonzept des Örtlichen Entwicklungskonzepts werden die grundlegenden Ziele und Festlegungen zur Entwicklung des Grünlands im Stadtgebiet getroffen. Es betrifft die Themen Naturschutz und Stadtökologie, Land- und Forstwirtschaft, Wasserwirtschaft, Landschaftsgliederung, Grün- und Erholungsflächen, Sport- und Spielplätze, Kleingärten und die Durchgrünung im Bauland.

Wesentliches Ziel ist die Sicherung des Grüngürtels und der großen, stadtgliedernden Grünzüge:

  • der Urfahraner Grüngürtel
  • Donautal
  • Römerberg, Freinberg, Froschberg
  • Grünzug Bergern - Wasserwald
  • Traun-Donau-Auen
  • stadtumgebender Grüngürtel im Süden (Wambach - Mönchgraben - Schiltenberg - Pichlinger See).

Im ÖEK-Grünlandkonzept ist daher ein Grünraumsystem mit Funktionszuweisungen für Grünflächen festgelegt, wie landschaftliche Vorrangzonen für Naherholung, Ökologie, Wasserschutz und Landschaftsbild, Grünzügen, Grünkeilen und übergeordneten sowie kleinräumigen Grünverbindungen. Die Grünflächen sind gegenüber dem Bauland durch Siedlungsgrenzen gesichert.

Um die für die Stadtentwicklung notwendigen Flächen sicherzustellen, werden im ÖEK-Baulandkonzept Siedlungserweiterungsflächen auf Flächen festgelegt, die bisher Grünland waren. Die insgesamt 105 ha Siedlungserweiterungsflächen stellen die längerfristig absehbare Grünraumreduktion im Stadtgebiet dar (rund ein Prozent des Stadtgebietes). Die Siedlungserweiterungsflächen liegen so, dass die Linzer Grüngürtel im Norden und im Süden nicht beeinträchtigt werden.

Die Bewahrung und Revitalisierung eines naturnahen Gewässernetzes, die Erhaltung der ökologisch wertvollen Übergangszone Land-Wasser sowie des Gehölzbestandes und das Freihalten der Uferzonen sind wesentliche Ziele. In diesem Sinne werden entlang der größeren Gewässer (Donau und Traun) landschaftliche Vorrangzonen (Ökologie, Naherholung) oder Grünzüge festgelegt. Entlang der kleineren Gewässer werden übergeordnete oder kleinräumige Grünverbindungen und Grünzüge bestimmt.

Weiters werden im ÖEK die Erholungsflächen (wie Parkanlagen, Spielplätze oder Sportflächen) und Sonderfunktionen (Dauerkleingärten, Erwerbsgärtnereien und Friedhöfe) festgelegt.

B) Flächenwidmungsplan – Grünland

Die Summe der Grünlandflächen einschließlich der Waldflächen, der Gewässer und der Schutz- und Regulierungswasserbauten verringert sich um rund 6 ha, von 5.054 ha im rechtswirksamen Flächenwidmungsplan auf 5.048 ha im Flächenwidmungsplan Linz Nr. 4. Rund die Hälfte (52,6 Prozent) des Linz Stadtgebietes ist Grünland.

Grünland – Erholungsflächen (+ 75 ha)

Die gewidmeten Erholungsflächen vergrößern sich um 75 ha, von 436 ha beim rechtswirksamen Flächenwidmungsplan auf 511 ha beim Flächenwidmungsplan Linz Nr. 4. Dies ist auf die Erstwidmung bisher nicht gewidmeter Waldflächen (66 ha) und von Schutz- und Regulierungswasserbauten zurückzuführen. Es sind dies große Teile der Waldflächen im Wasserwald, im Hummelhofwald und im Freinberg-Park, die als Erholungsfläche Parkanlage gewidmet werden. Als Erholungsflächen wurden auch die Schutz- und Regulierungswasserbauten im Donaupark und am südlichen Donauufer bis zum Winterhafen gewidmet. Wesentlicher Neuzugang in der Widmung Erholungsfläche ist der Erholungspark Bindermichl (6,5 ha).

Grünland – land- und forstwirtschaftliche Nutzung

Das Grünland mit land- und forstwirtschaftlicher Nutzung, das sind vor allem die für die Land- und Forstwirtschaft bestimmten Flächen, Ödland (ohne Gewässer) und die Grünflächen mit einer besonderen Widmung (meist Grünzug), erhöht sich um 1,5 ha, von 3.775 ha im rechtswirksamen Flächenwidmungsplan auf 3.776,5 ha im Flächenwidmungsplan Linz Nr. 4.

Grünland – Sonstige Nutzungen

Die bestehenden sonstigen Widmungen im Grünland, wie Friedhöfe (28 ha), Schießstätten (1,4 ha) oder Sonderausweisungen für Funkanlagen (0,04 ha) bleiben in ihrem Flächenausmaß gleich. Flächenzuwächse gibt es bei den gewidmeten Dauerkleingärten (+ 4,5 ha auf 105 ha), Flächenrückgänge bei den Erwerbsgärtnereien (-2 ha auf 10 ha).

Grünland – Gewässer

Die Fläche der Gewässer erhöht sich um 8 ha von 608 ha im rechtswirksamen Flächenwidmungsplan auf 616 ha im Flächenwidmungsplan Nr. 4. Die Zuwächse resultieren aus Änderungen der Gewässerabgrenzungen. Vor allem durch die erstmalige Widmung ufernaher Schutz- und Regulierungswasserbauten als „Gewässer, festgelegte Widmung: Grünland/Land- und Forstwirtschaft, Ödland“ kommt es zu diesem Flächenzuwachs. In geringerem Ausmaß sind auch Änderungen des öffentlichen Wassergutes oder im tatsächlichen Verlauf von Fließgewässern für die Änderung der Gewässerabgrenzung verantwortlich.

6. Verkehr
6.1. Geplante 2. Schienenachse für Linz
A) Örtliches Entwicklungskonzept

Im ÖEK-Funktionsplan ist die 2. Schienenachse als „Straßenbahnlinie geplant (Lageveränderung möglich)“ dargestellt. Das Örtliche Entwicklungskonzept wird durch die Erweiterung des Stadtzentrums nördlich und südlich der Donau nach Osten entlang der 2. Schienenachse an dieses zentrale öffentliche Verkehrsprojekt angepasst.

B) Flächenwidmungsplan

Im Sinne einer Flächensicherung für die 2. Schienenachse wird im Umfeld der Eisenbahnbrücke das vom Gemeinderat bereits beschlossene Neuplanungsgebiet Nr. 11/2 in den Flächenwidmungsplan Linz Nr. 4 übernommen (Widmung von Verkehrsfläche/fließender Verkehr). Weitere Umwidmungen für die 2. Schienenachse erfolgen derzeit nicht.

6.2. Linzer Autobahn A26 - Westring
A) Örtliches Entwicklungskonzept

Das Projekt „Linzer Autobahn A26“ (Westring) wird im Funktionsplan als „Bundesautobahn einschließlich Auf- und Abfahrtsrampen (vereinfachte Darstellung - Lageveränderung möglich)“ einschließlich der Donaubrücke dargestellt.

Die oberirdischen Flächen, die unmittelbar betroffen sind (Waldeggstraße, Tunnelportale), werden als Umnutzungsflächen festgelegt.  

B) Flächenwidmungsplan

Die Tunnelportale der 4. Donaubrücke, nördlich der Donau (0,45 ha) in der Urfahrwänd und südlich der Donau in der Turmleiten (0,45 ha) werden als Verkehrsfläche/fließender Verkehr gewidmet.

Die Grundstücke der abzutragenden Gebäude südöstlich der Waldeggstraße bis zur Westbrücke werden als Verkehrsfläche/fließender Verkehr gewidmet (1,6 ha).

6.3. Verkehrsflächen im Flächenwidmungsplan

Die gewidmeten Verkehrsflächen verringern sich um 4,5 ha, von 743 ha im rechtswirksamen Flächenwidmungsplan auf 738,5 ha im Flächenwidmungsplan Linz Nr. 4. Dies ist auf die Rückgänge der Bahnflächen zurückzuführen, die die Zunahmen bei den Verkehrsflächen für den fließenden Verkehr übertreffen.

Verkehrsflächen/fließender Verkehr

Die gewidmeten Verkehrsflächen für den fließenden Verkehr erhöhen sich um 7,5 ha, von 475 ha im rechtswirksamen Flächenwidmungsplan auf 482,5 ha im Flächenwidmungsplan Linz Nr. 4.

Wesentliche Zugänge sind die Übernahme des Neuplanungsgebietes Eisenbahnbrücke (3,2 ha) in den Flächenwidmungsplan und im Zusammenhang mit dem Westring die Umwidmung südlich der Waldeggstraße zwischen Westbrücke und Bahnhof in Verkehrsfläche/fließender Verkehr (1,0 ha) und die Widmung der Tunnelportale der 4. Donaubrücke (0,9 ha).

Bahnflächen

Die Bahnflächen mit der festgelegten Widmung Verkehrsflächen für den fließenden Verkehr verringern sich um 12 ha, von 241 ha im rechtswirksamen Flächenwidmungsplan auf 229 ha im Flächenwidmungsplan Linz Nr. 4. Wesentliche Abgänge von Bahnflächen betreffen an der Wiener Straße die ÖBB Werkstätten (3,5 ha) und das Gelände des ehemaligen Bahnhofs Kleinmünchen (2,3 ha).

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Planungsreferent Bürgermeister Franz Dobusch zum Thema „Rechtswirksamkeit des überarbeiteten Flächenwidmungsplanes Linz Nr. 4 mit dem Örtlichen Entwicklungskonzept Linz Nr. 2“)

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Fax: +43 732 7070 54 2110
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