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KULTUR
Presseaussendung vom 30.08.2013

Archäologische Forschungen auf der Keplerwiese (Foto)

Vizebürgermeister Dr. Watzl besuchte Grabungen am Schlossberg

Unter idealen Wetterbedingungen konnte die heurige Ausgrabungskampagne auf der Keplerwiese am Schlossberg wieder erfolgreich durchgeführt werden.

Vizebürgermeister Dr. Erich Watzl besuchte heute Freitag, 30. August vormittags die Ausgrabungsstätte, um sich ein Bild von den neuesten Funden beziehungsweise Erkenntnissen zu machen. „Die Erforschung urgeschichtlicher Siedlungen in und um Linz bringt jährlich erstaunliche Ergebnisse zu Tage. Ein wichtiger Grund, dass dieses Projekt auch weiterhin fortgesetzt wird“, weist der Linzer Kulturreferent auf die wertvolle Arbeit zur geschichtlichen Entwicklung unserer Stadt hin.

Ziel der Ausgrabungskampagne war die Untersuchung des im vergangenen Jahr freigelegten Rundbaus samt Mauerwerk, die eine völlig neue Wende erbrachte. Anders als bislang angenommen, steht das rundturmartige Bauwerk aus teils massiven Granitsteinen nicht mit dem napoleonzeitlichen Schanzwerk in Verbindung, das nach langwierigen Untersuchungen exakt lokalisiert werden konnte. Es ist eindeutig älter. Da das Mauerwerk in mehrere Meter Tiefe reicht, konnte es nicht vollständig erforscht werden. Ob es sich beim Bauwerk um einen Eiskeller, der er in einem Plan aus der Zeit um 1800 vermerkt steht, handelt, ist noch ungewiss. Sobald die Ausgrabung die notwendige Tiefe erreicht hat, setzt die „kriminalistische“ Detailarbeit der Fachleute ein.

Einfacher war die Erforschung des antiken Lentia des 1. und 4. Jahrhunderts nach Christi. Die Fundamente von Holzbauten zeichneten sich im gelben Löss genau ab. Die Reste spätantiker Wohnobjekte des 4. / 5. Jahrhunderts nach Christi dienten im frühen Mittelalter als Gräberfeld. Ein völlig unversehrtes Kindergrab und das eines Erwachsenen konnten von den TeilnehmerInnen der heurigen Ausgrabung, die sie im Rahmen ihrer Studien absolvierten, minutiös dokumentiert werden. Das reichhaltige Fundmaterial wird in den kommenden Monaten in der Archäologischen Studiensammlung gereinigt, restauriert und analysiert.

Mittlerweile seit 15 Jahren begibt sich jeweils im August ein Team aus WissenschaftlerInnen, StudentInnen der Universitäten Graz und Wien sowie archäologisch interessierten freiwilligen MitarbeiterInnen auf Spurensuche nach dem mittelalterlichen Linz. Unter bewährter Projektleitung des Linzer Stadtarchäologen Univ.-Prof. Dr. Erwin M. Ruprechtsberger (Nordico) und Univ.-Prof. Otto H. Urban (Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität Wien) hat auch die heurige Forschungskampagne wieder neue Aspekte der Stadtgeschichte ergeben.

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