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Presseaussendung vom 15.04.2014

Stadt Linz für Begegnungszonen ausgezeichnet

Aktuelle und neue Akzente zur Förderung sanfter Mobilitätsformen

Linz hat am 18. Oktober 2013 die Charta für das Gehen unterzeichnet. „Mit Begegnungszonen, der Förderung des Radverkehrs und Schwerpunkten bei der Verkehrssicherheit setzt Linz wesentliche Akzente, die den Grundsätzen und Zielen der ,Sanften Mobilität‘ entsprechen“, unterstreicht Verkehrsreferentin Vizebürgermeisterin Karin Hörzing.

Diese Bestrebungen zur Förderung der sanften Mobilität werden und wurden gewürdigt: Am Donnerstag, 10. April 2014 wurde die Stadt Linz im Linzer Landhaus von „Walkspace.at – der Österreichische Verein für FußgängerInnen“ mit dem Walk Space Award, dem Preis für die Best Practice im Bereich der sanften Mobilität im Jahr 2013 ausgezeichnet. Die Preisverleihung wurde  mit dem Konzept der bereits realisierten und noch geplanten Begegnungszonen in Linz begründet.

Für den Walk Space Award wählte eine Fachjury das beste Projekt aus 10 Einreichungen von Gemeinden, Vereinen und Organisationen aus der Kategorie „Qualitätsvolle, nachhaltige Geh-Infrastruktur im Siedlungsbereich" aus.

Auch bei der bundesweiten Preisverleihung im Herbst 2013 konnte Linz mit diesem Konzept bereits punkten und den 6. Platz belegen. 

Charta des Gehens und Bekenntnis zur sanften Mobilität

Angesichts der zunehmenden Mobilitätsbedürfnisse der Menschen hat sich die Stadt Linz intensiv mit den Anforderungen an eine nachhaltige Verkehrspolitik auseinandergesetzt. Wesentlicher Bestandteil der städtischen Verkehrspolitik sind Strategien und Maßnahmen, die den Anteil der als nachhaltig, umweltschonend, sozial verträglich und unfallarm geltenden Fortbewegungsarten weiter erhöhen. Linz verfolgt bereits seit geraumer Zeit diese Strategie zum Ausbau der so genannten „sanften Mobilität“:

Der Linzer Gemeinderat hat unter anderem vor rund einem halben Jahr in der Sitzung am 17. Oktober 2013 den Beitritt zur „Charta für das Gehen“ einstimmig beschlossen. Am Tag darauf erfolgte durch Verkehrsreferentin Karin Hörzing im Rahmen der VII. Österreichischen Fachkonferenz für FußgängerInnen im Wissensturm die feierliche Vertragsunterzeichnung dieser Charta.

„Die Interessen und Bedürfnisse der FußgängerInnen in der Linzer Verkehrspolitik sind bereits bisher stets berücksichtigt worden. So wurden in den vergangenen Jahren Oberflächenparkplätze reduziert und gleichzeitig viel Geld in die Neugestaltung und Attraktivierung der öffentlichen Plätze und Wege investiert“, unterstreicht Verkehrsreferentin Hörzing ein eindeutiges Bekenntnis der Linzer Verkehrsplanung zur Förderung sanfter Mobilitätsformen.

„Ganz wesentlich dabei ist die führende Position der Stadt Linz bei der Einführung von Begegnungszonen, die ein gleichberechtigtes Miteinander auf öffentlichen Verkehrsflächen ermöglichen“, führt Vizebürgermeisterin Karin Hörzing weiter aus. Für diese Aktivitäten wurde Linz nun von den Fachleuten ausgezeichnet.

„Es ist nicht nur Zeit, nach der Aufnahme der ,Begegnungszone‘ in die StVO im April 2013 – also vor rund einem Jahr – eine vorläufige Bilanz zu ziehen, sondern auch in die Zukunft zu blicken. Mit dem im Linzer Gemeinderat bereits am 8. März 2012 beschlossenen Standortkonzept für die Ausweitung von Begegnungszonen in den Linzer Stadtteilen hat Linz die besten Voraussetzungen für die Fortsetzung ihrer bisherigen Vorreiterrolle bei der Förderung der ,Shared Space‘ im Speziellen und bei der sanften Mobilität im Allgemeinen“, sagt Hörzing.

Begegnungszonen auf Probe seit 2009

Linz gehörte bei den Begegnungszonen zu den „Pionieren“: Bereits Anfang 2009 wurden in der Klosterstraße und in der Herrenstraße so genannte Mischverkehrsflächen als „Begegnungszonen auf Probe“ eingerichtet.

Die bisher größte Begegnungszone entstand im Vorjahr in der südlichen Landstraße im Bereich zwischen der Bismarckstraße und dem Musiktheater. Die Landstraße wurde dafür von der Stadt Linz mit Kosten von 5,3 Millionen Euro adaptiert. Die Erfahrungen der Wirtschaft mit der 13.500 Quadratmeter großen neu entstandenen Flaniermeile waren positiv. Die Frequenz der FußgängerInnen und potentiellen KundInnen ist seit dem Frühjahr 2013 in diesem Bereich deutlich angestiegen.

In der Klosterstraße und der Herrenstraße wurden die „Begegnungszonen auf Probe“ entsprechend der StVO beschildert, eine weitere Begegnungszone wurde in der  Rathausgasse eingerichtet. In diesen Bereichen waren die baulichen Voraussetzungen für ein gleichberechtigtes Miteinander von FußgängerInnen, RadfahrerInnen und AutofahrerInnen bereits gegeben.

Schilderwald gelichtet

Der „Schilderwald“ wurde durch die neue einheitliche Kennzeichnung beträchtlich gelichtet, das Nebeneinander von Verkehrsschildern für Geschwindigkeitsbeschränkungen, FußgängerInnenzone Anfang/Ende, etc. gehört der Vergangenheit  an.

„Die Begegnungszonen in Linz fanden im ersten Jahr, seit dieser Begriff auch in der StVO definiert ist, eine durchwegs positive Resonanz. FußgängerInnen, RadfahrerInnen und AutolenkerInnen begegnen sich in diesen Zonen auf gleicher Augenhöhe und die VerkehrsteilnehmerInnen nehmen dadurch mehr Rücksicht aufeinander“, umreißt Vizebürgermeisterin Karin Hörzing die bisherigen Erfahrungen der Stadt Linz mit dem Prinzip des Shared Space. 

„Begegnung in der Begegnungszone“

Erstmalig am Freitag, 18. April ab 13 Uhr wird Verkehrsreferentin Vizebürgermeisterin Karin Hörzing die Gelegenheit nützen, die persönliche „Begegnung in den Begegnungszonen“ zu suchen und mit den PassantInnen Erfahrungen und Wünsche im Zusammenhang mit der „sanften Mobilität“ auszutauschen.

Weitere Standorte für Begegnungszonen in den Stadtteilen

Einzigartig ist auch das Konzept der Stadt Linz für die Ausweitung von Begegnungszonen in den Stadtteilen. Es war neben den bestehenden Zonen maßgeblich für die Verleihung des Walk Space Award ausschlaggebend. Das am 8. März 2012 vom Linzer Gemeinderat beschlossene Konzept sieht zusätzlich zu den bereits bestehenden vier Zonen insgesamt 26 zusätzliche Standorte in den Stadtteilen vor, wobei 18 im Bereich Linz Mitte liegen. Sechs Standorte liegen im Bereich Linz-Süd und zwei in Urfahr.

Realisierung mit BürgerInnenbeteiligung

Die Stadt Linz plant dabei die Förderung der sanften Mobilität vorausschauend für einen relativ langen Zeitraum: Die konzeptiv vorgeschlagenen Standorte sollen in die mittel- und langfristige Planung für das Straßenbauprogramm aufgenommen werden und die Realisierung soll mit BürgerInnenbeteiligung erfolgen. Die Umsetzung richtet sich natürlich auch nach der Dotierung des Straßenbaubudgets.

Bei der Umsetzung sollen auch externe ExpertInnen miteinbezogen werden. Auch Vorschläge angrenzender Wohnbauträger, die detaillierte Untersuchung der jeweiligen Straßenzustände, Verkehrszählungen und Geschwindigkeitsmessungen sollen berücksichtigt werden.

Kriterien bei der Standortfestlegung

Der Untersuchung der Straßenräume als mögliche Begegnungszonen lagen folgende weitere Kriterien zu Grunde:

Zum einen sollten diese Bereiche eine zentrale Funktion besitzen und möglichst häufig von FußgängerInnen, RadfahrerInnen und ebenso von motorisierten VerkehrsteilnehmerInnen frequentiert werden. Zum anderen sollten sie Begegnungsmöglichkeiten aufweisen und auch mit einer Straßenmöblierung (zum Beispiel Aufstellung von Sitzbänken, Einrichtung von Schanigärten etc.) aufwarten können. Ein besonderer Stellenwert kommt jedenfalls der Erhöhung der Verkehrssicherheit zu.

Weiters sollte eine entsprechende Akzeptanz seitens der Wohnbevölkerung gegeben sein. Der Umbauzeitpunkt bzw. die Initiative zur Einreichung einer Begegnungszone sollte zeitlich mit notwendigen Sanierungsmaßnahmen oder – wie dies zum Beispiel im Bereich der Landstraße der Fall war – mit entsprechendem städtebaulichen Erneuerungsbedarf zusammenfallen.

Besonders im Hinblick auf die prognostizierte Verringerung des Durchzugs-verkehrs nach der Fertigstellung der Westumfahrung sind die neuen Begegnungszonen von Bedeutung.

Aber nicht nur bei den Begegnungszonen erfüllt die Stadt Linz von sich die Grundsätze der Charta des Gehens. Linz unterstützt die sanfte Mobilität in jeder Hinsicht:
Mit etwa 24 Prozent hat die Stadt unter vergleichbaren Kommunen den nachweislich höchsten Anteil des Öffentlichen Verkehrs am gesamten Verkehrsaufkommen. Auch das Radwegenetz ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich verbessert und ausgebaut worden, sodass mittlerweile jeder vierte Straßenkilometer in Linz den RadfahrerInnen gehört.

Der  Radverkehrsanteil ist seit der jüngsten Verkehrszählung beträchtlich gestiegen. Mit einem Anteil von 7,2 Prozent ist zwar noch Luft nach oben, 2001 wurden aber nur 5,3 Prozent aller Wege in Linz mit dem Fahrrad zurückgelegt: „Wesentlich ist der Gesamtanteil der sanften Mobilitätsarten, den wir im Auge haben müssen“, erklärt dazu Verkehrsreferentin Vizebürgermeisterin Karin Hörzing. Und in diesem Bereich liegt Linz weit über dem Durchschnitt in Oberösterreich und Österreich: „Sanfte Mobilität macht in Oberösterreich weniger als ein Drittel aus, österreichweit nur 40 Prozent. In Linz liegt der Anteil konstant bei mehr als 50 Prozent“, so Karin Hörzing. Dabei liegt Linz sowohl beim ÖV als auch beim Radfahren deutlich über den Landes- und Bundeswerten. 

Radwegenetz fast verdoppelt

Wenn man sich die Entwicklung seit 1988 ansieht, ist das städtische Radwegenetz im Vergleich mit den Bundes-, Landes- und Gemeindestraßen überproportional ausgebaut worden. Einem Ausbau des Radwegenetzes um 62 Prozent (von 80 auf 145,5 Kilometer) steht ein Ausbau der Stadtstraßen um 16 Prozent (von 530,7 Kilometer auf 613 Kilometer) gegenüber.

Den RadfahrerInnen gehört bereits jetzt rund ein Viertel des städtischen Straßen- und Wegenetzes.

Radwegelückenschluss-Programm

Im Rahmen eines Radwegelückenschluss-Programms wurden seit dem Jahr 2005 von der Stadt Linz knapp acht Kilometer an Radweglücken geschlossen. Für weitere 6 Kilometer finden konkrete Planungsarbeiten statt. In Abhängigkeit von zukünftigen Verfahren und Baumaßnahmen sollen in den nächsten drei bis fünf Jahren sukzessive zusätzlich ca. drei Kilometer Radwegelücken geschlossen werden. In Kürze sollen die Arbeiten für einen weiteren Radweglückenschluss an der Friedhofstraße anlaufen. Dabei ist mit Kosten von 140.000 Euro geplant, den südseitigen Gehsteig zu einem kombinierten Geh- und Radweg zwischen Anzengruberstraße und Dinghoferstraße auszubauen.

Sonstige Ausbauprojekte für RadfahrerInnen im heurigen Jahr betreffen die Errichtung eines Radwegs nahe der ehemaligen Tabakfabrik zwischen der  Ludlgasse und der Unteren Donaulände,  die Verbreiterung des bestehenden Einrichtungsradweges an der Breitwiesergutstraße zu einem Zweirichtungsradweg und die Adaptierung des Radweges zwischen Kraußstraße und Richard-Wagner-Straße.

Mehr Verkehrssicherheit für RadfahrerInnen

Darüber hinaus investiert die Stadt alljährlich beträchtliche Summen in die Erhöhung der Verkehrssicherheit für RadfahrerInnen. Um eine potentielle Gefahrenstelle für stadteinwärts fahrende RadfahrerInnen zu entschärfen, wurde beispielsweise im Vorjahr der Kreuzungsbereich Herrenstraße / Rudigierstraße in Linz umgebaut. Dabei wurde die im Kreuzungsbereich Herrenstraße / Rudigierstraße gelegene Verkehrsinsel entfernt und durch zwei aufeinander folgende Mittelinseln ersetzt. Die RadfahrerInnen von Süden kommend werden an der ersten Verkehrsinsel links vorbeigeleitet und am Ende dieser wieder östlich entlang der Herrenstraße stadteinwärts geführt. Im Abschnittsbereich der neu geschaffenen Mittelinseln wurde der westseitige Gehsteig entlang des Domvorplatzes so verschwenkt, dass wieder eine Fahrspur für den stadtauswärts führenden Individualverkehr vorhanden ist.

Linz fährt Rad

Linz setzt auch auf die Förderung des Radverkehrs durch bewusstseinsbildende Aktivitäten wie die seit Ende März laufende Aktion „Linz fährt Rad“, die bis 31. Oktober 2014 MitarbeiterInnen der Unternehmensgruppe Stadt Linz und aus Linzer Spitälern und Firmen zur verstärkten Nutzung des Fahrrads bewegen soll.

9.600 Radabstellplätze - davon mehr als die Hälfte auf öffentlichem Gut

In der jüngsten Vergangenheit wurden auf Initiative der Stadt Linz auch vermehrt neue Radständer im gesamten Linzer Stadtgebiet aufgestellt. Insgesamt stehen für die Linzer RadfahrerInnen bereits rund 9.600 Radabstellplätze zur Verfügung.

Eine Erhebung der Radabstellplätze vor eineinhalb Jahren hat ergeben, dass  rund 5.000 davon auf öffentlichem Gut durch Tiefbau Linz aufgestellt sind und weitere rund 4.600 „private“ bzw. „nichtstädtische“ Radabstellplätze im Umfeld von Schulen, Krankenhäusern und anderen öffentlichen Einrichtungen zu finden sind.

Die Aufstellung von Fahrradständern durch Tiefbau Linz erfolgt in Absprache mit der Bevölkerung und auf Grund von AnrainerInnenwünschen.

So wurden zum Beispiel in jüngster Zeit Vorschläge für Radständer an der Mozartstraße beim Eingang zum Atrium, am Hauptplatz beim Hotel Wolfinger, beim Passage City Center, beim SolarCity-Spar-Markt, beim Barbara-Friedhof an der Dinghoferstraße, bei der Fadingerstraße beim Eingang zur Telekom, bei der Herz-Jesu-Kirche und beim Krankenhaus der Elisabethinen berücksichtigt.

„Städtische“ Fahrradständer sind diebstahlssicherer

Auch eine Einteilung nach Diebstahlssicherheit wurde bei dieser Erhebung vorgenommen, wobei sich herausgestellt hat, dass mehr als zwei Drittel der Radabstellplätze von Tiefbau Linz, nämlich 3.300 von rund 5.000 über sehr gute Möglichkeiten zur diebstahlssicheren Befestigung verfügen, während bei den übrigen privaten bzw. „nichtstädtischen“ Standorten „nur“ 1.000 Stellplätze über gute Möglichkeiten zum Diebstahlschutz verfügen und bei den verbleibenden 3.600 dieser Stellplätze großteils nur die Möglichkeit besteht, das Rad mit einem Schloss an der Felge zu sichern.

Daraus lässt sich erkennen, dass die von der Stadt aufgestellten Radständer bzw. installierten Radabstellplätze fast durchwegs modernster Bauart sind. In der Tat wurden von der Stadt Linz seit 2007 nur mehr Spitzenmodelle („Kappa“, „Beta“ und „Padera“) verwendet, die der neuesten Generation angehören.

Neue Aktion zur Beseitigung von Fahrradleichen

Im heurigen Jahr wird auch eine spezielle Aktion auf Initiative von Vizebürgermeisterin Karin Hörzing von Tiefbau Linz zur Beseitigung von Fahrradleichen im Stadtgebiet gestartet. Immer wieder werden ausgediente Drahtesel – meistens bei Radabstellanlagen – von ihren BesitzerInnen einfach abgestellt und auf Dauer stehengelassen, wobei auch die bestehenden Radabstellplätze von anderen VerkehrsteilnehmerInnen nicht mehr genützt werden können. Fast die Hälfte der Fahrradwracks wird erfahrungsgemäß in der Innenstadt abgestellt, gefolgt von Urfahr und der SolarCity sowie vereinzelt in den anderen Stadtteilen. Im Regelfall werden die Standorte durch MitarbeiterInnen der Stadt, zum Beispiel die „Viertelkehrer“ der Straßenreinigung oder von AnrainerInnnen (meistens beim Bürgerservice) gemeldet.

An allen Fahrrädern sollen nun Schleifen angebracht werden mit dem Vermerk, die Schleife zu entfernen, wenn das Fahrrad noch in Gebrauch ist. Ist dies nach einem Monat nicht erfolgt, werden die Fahrräder vom Tiefbau Linz abgeholt.

Die „Fahrradleichen“ werden nach dem Abtransport für einige Wochen in der Straßenmeisterei Mitte von Tiefbau Linz „zwischengelagert“, für den Fall, dass sich einer der BesitzerInnen der herrenlosen Drahtesel doch noch meldet. Anschließend werden sie je nach Zustand dem Fahrradzentrum der Arbeitsloseninitiative B 7 zur weiteren Verwertung übergeben oder verschrottet. Gerade für ältere Modelle sind auf diesem Weg Originalersatzteile für Reparaturen durch die FahrradmechanikerInnen von B 7 kostengünstig zu beschaffen.

„In der Innenstadt wird das Stadtbild oft durch unschön anzusehende Fahrradwracks beeinträchtigt – ein Bild, das durch diese Aktion von Tiefbau Linz der Vergangenheit angehören sollte. Gleichzeitig verstellen diese Wracks wertvolle Abstellflächen“, hält Verkehrsreferentin Vizebürgermeisterin Karin Hörzing zur neuen Aktion fest.

Mehr Verkehrssicherheit für FußgängerInnen

Im Einklang mit den Zielen der Förderung der sanften Mobilität stehen besonders auch Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit.  Das vom Linzer Gemeinderat am 7. März 2013  beschlossene Linzer Verkehrssicherheitsprogramm strebt eine gleichmäßige Miteinbeziehung aller Gruppen von VerkehrsteilnehmerInnen und aller Arten und Formen der Mobilität (FußgängerInnen, RadfahrerInnen, Kfz-LenkerInnen) in Maßnahmen, Schulungs- und Aufklärungsprogramme an.

Ein aktueller Schwerpunkt dabei ist die Verbesserung der Verkehrssicherheit für Fußgängerinnen. Neue Ampelanlagen etwa in der Innenstadt (Kreuzung Lederergasse/Holzstraße), Schutzwege (Raimundstraße / Grillparzerstraße), bessere Beleuchtungsmaßnahmen (etwa im Kreuzungsbereich Rohrmayrstraße / Dauphinestraße) und Fahrbahnteiler tragen zum Schutz der FußgängerInnen bei. Weitere neue Schutzwege entstanden in der Schmiedegasse / Gstöttenhofstraße nördlich des Lentia Hochhauses, in dem eine Schule untergebracht ist sowie im Bereich des Andreas-Hofer-Platzes. Zwei neue FußgängerInnenübergänge und zwei Fahrbahnteiler verbessern die Verkehrssicherheit für PassantInnen auch an der Hagenstraße in Urfahr.

Eine weitere Maßnahme zur Verbesserung der Sicherheit ist die Einfärbung von Schutzwegen mit einem roten Rahmen. Der verbesserte Kontrast und die auffällige Farbe am Boden tragen zur besseren Erkennbarkeit für die VerkehrsteilnehmerInnen bei. Der Schutzweg ist dadurch schon aus weiter Entfernung sichtbar. Immer mehr städtische Schutzwege, speziell bei Schulwegen, werden so sicherer gemacht. Derzeit gibt es rund 20 dieser bunten „Zebrastreifen“.

Weiters wurden bestehende Tempo-30-Zonen ausgeweitet, was neben der Verbesserung der Lebensqualität auch zu mehr Verkehrssicherheit in Wohngebieten beiträgt. Im Herbst des vergangenen Jahres wurde beispielsweise die 30 km/h-Zone Kleinmünchen in Auwiesen erweitert.

Blau-Weiß-gestreifte reflektierende Poller an Schutzwegen ohne Lichtsignalanlagen

Auf Grund eines von der Stadtplanung entwickelten neuen Konzepts sollen nun Schutzwege, die über keine Lichtsignalanlagen verfügen, zusätzlich abgesichert werden.
Dies geschieht durch die Schaffung von Aufstellflächen bzw. vorgezogenen Gehsteigen, das vierfache Aufstellen der Tafeln „Kennzeichnung eines Schutzweges“ sowie mit blau-weiß gestreiften reflektierenden Pollern.  Aktuell wurden Schutzwege im Bereich Fadingerstraße / Museumstraße, zwei FußgängerInnenübergänge an der Stockhofstraße in den Kreuzungsbereichen mit der Gärtnerstraße und der Tegethoffstraße, im Süden der Leonfeldner Straße an der Kreuzung mit der Schwarzstraße und an der Altenberger Straße in dieses „Sicherungsprogramm“ mit einbezogen. Ein weiteres Projekt soll in Urfahr an der Hohen Straße nahe der Windflach realisiert werden.
Das Umrüsten dieser Schutzwege erspart in vielen Fällen der Aufstellung teurer Lichtsignalanlagen. Die einheitliche blau-weiße Farbe der Poller soll zudem den Wiedererkennungswert für die AutofahrerInnen steigern.

„Gerade dem Schutz der FußgängerInnen, die zu den schwächsten VerkehrsteilnehmerInnen zählen, muss unser besonderes Augenmerk gelten“, betont Vizebürgermeisterin Karin Hörzing in diesem Zusammenhang.

Weitere wesentliche Zielsetzung für den Ausbau der sanften Mobilität:
Ausbau des öffentlichen Verkehrs

Die Linz Linien verfügen dank der kürzlich abgeschlossenen Erneuerung des Fuhrparks (Gesamtinvestition: 221 Millionen Euro) über den modernsten Fuhrpark Europas. „Die attraktivsten und umweltfreundlichen Gasbusse und Obusse nützen uns aber nichts, wenn sie im Stau stehen“, meint Karin Hörzing. Daher werden von den Linz Linien weitere Möglichkeiten der Bus-Beschleunigung gesucht und geprüft. Ein zentrales Thema ist natürlich auch die zweite Schienenachse für Linz, die den Osten der Stadt an das Straßenbahnnetz anbinden und die Linien 1, 2 und 3 entlasten soll.

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Verkehrsreferentin Vizebürgermeisterin Karin Hörzing zum Thema „Akzente zur Förderung sanfter Mobilitätsformen in Linz“)

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