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STADTPLANUNG/BAU
Presseaussendung vom 18.09.2014

Wettbewerb für neue Donaubrücke ist entschieden (Foto)

Acht international anerkannte Architekturteams beteiligt

Am Mittwoch, 17. September 2014, hat eine 14-köpfige Jury darüber entschieden, wie die Lösung für eine neue Donaubrücke in Linz aussehen soll. Die anonymisierten Einreichungen von acht renommierten und auf Brückenbau spezialisierten Architektur- und Ingenieurbüros, die aus einem europaweit ausgeschriebenen Realisierungswettbewerb hervorgegangen sind, standen zur Wahl. Insgesamt haben sich 24 Teams an der Ideenfindung beteiligt. 

Die Jury hat sich großer Mehrheit für das Projekt  der Teilnehmergemeinschaft Marc Mimram Ingénierie SA und Marc Mimram Architecte aus Paris ausgesprochen. „Die Bildhaftigkeit der neuen Brücke hat das Potential eines neuen Stadtsignets“, so die Jury.

Beim Siegerprojekt handelt es sich um eine moderne Stahlstruktur, welche die Bedeutung der Stahlindustrie für die Stadt Linz widerspiegelt. Das Projekt besticht durch seine Leichtigkeit sowie die reizvolle spannungsreiche neue Auffassung einer Zügelgurtkonstruktion. Die geplante Beleuchtung des Bauwerks verstärkt die Plastizität bei Nacht. 

„Das Ergebnis des Wettbewerbs überzeugt mich voll und ganz. Ich bin zuversichtlich, dass diese Brückenlösung auch bei den Linzerinnen und Linzern Gefallen finden wird. Wir brauchen die neue Brücke wie einen Bissen Brot für die neue Straßenbahnlinie, für die FußgängerInnen, für die RadfahrerInnen und den PKW-Verkehr“, zeigt sich Bürgermeister Klaus Luger vom Siegerprojekt begeistert.     

„Mit der Auswahl des Siegerprojekts haben wir einen wichtigen Meilenstein für eine sichere und dem Verkehrsaufkommen entsprechende neue Donauüberquerung erreicht. Jetzt gilt es, dieses Ergebnis möglichst bald umzusetzen, damit auch die 2. Schienenachse realisiert werden kann“, so Verkehrsreferentin Vizebürgermeisterin Karin Hörzing.

EU-weiter nicht offener Wettbewerb

Im Jänner 2014 hat der Linzer Gemeinderat die Durchführung eines ArchitektInnen- und Ingenieurswettbewerbes in Form eines EU-weiten Wettbewerbsverfahrens zum Neubau der Eisenbahnbrücke mehrheitlich beschlossen. Insgesamt bewarben sich 24 Architekten- und Ziviltechnikerbüros, darunter sieben rein ausländische Teams. Im Mai 2014 wurden acht Planungsteams (TeilnehmerInnen-Gemeinschaften) ausgewählt, die konkrete Realisierungsideen erarbeiten sollten.

Gefordert war die Planung einer leistungsstarken Querung für den Öffentlichen Verkehr und den Individualverkehr. Ebenso soll mit dem neuen Bauwerk ein städtebaulicher Akzent gesetzt werden. Die neue Brücke soll Platz für FußgängerInnen und RadfahrerInnen, für je zwei Richtungsfahrbahnen für den Individualverkehr und Busse sowie für den Schienenverkehr (2. Schienenachse, Regiotram) bieten. Gerade die 2. Schienenachse ist das Zukunftsprojekt für den Öffentlichen Verkehr in Linz.

Acht Planungsteams ausgewählt

Insgesamt haben sich 24 Architektur- und Ziviltechnikerbüros für die europaweit ausgeschriebene Projektierung beworben, von denen acht international anerkannte und renommierte Teams in einer Vorauswahl zu Detailplanungen eingeladen worden sind. 

 Internationale Architekten-Teilnehmergemeinschaften beim Brückenwettbewerb für „Neue Linzer Donaubrücke“
 Team A - Schimetta Consult - Ziviltechniker GmbH , Österrreich
- Leonhardt  Andrä und Partner VBI AG, Deutschland
- Dissing + Weitling architecture, Dänemark
 Team B - Knippers Helbig GmbH, Deutschland
- Krebs und Kiefer  BI GmbH, Deutschland
- Van Berkel en Bos U.N. Studio B.V. ,Niederlande
 Team C - VCE Vienna Consulting Engineers ZT GmbH, Österreich
- FCP  Fritsch, Chiari & Partner  ZT GmbH, Österreich
- Quist Wintermans Architekten, Niederlande
 Team D - Marc Mimram Ingénierie SA - Marc Mimram Architecte, Frankreich
 Team E - SSF Ingenieure AG, ISP ZT GmbH, Deutschland
- ISP ZT GmbH, Österreich
- Knight Architects, England
 Team F - Ingenieure Öhlinger + Partner ZT GesmbH, Österreich
- Ponting Consulting Engineers, Slowenien
- Zeininger Architekten, Österreich
 Team G - Schüßler-Plan Ingenieurgesellschaft mbH, Deutschland
- Dietmar Feichtinger Architectes SARL, Frankreich
 Team H - BIG - Bjarke Ingels Group, Dänemark
- Flint & Neill Limited, England
(Subunternehmer : Archinauten – Linzer Architekturbüro)

(Weitere Details zu den Architekturteams im Anhang)

Ihre Entwürfe für eine neue Donaubrücke, die allen Anforderungen gerecht wird,  wurden von jeweils sieben Fach-  und SachpreisrichterInnen in der Jurysitzung am 17. September begutachtet. Nach der Vorprüfung waren folgende wesentliche Kriterien bei der Entscheidungsfindung für die Jurysitzung ausschlaggebend:

  • Funktionelle und statisch-konstruktive Kriterien
  • Architektonische Kriterien
  • Wirtschaftliche Kriterien
  • Städtebauliche Kriterien

Jury Ergebnis: Französischer Projektentwurf  des Architekturbüros Marc Mimram Ingénierie SA und Marc Mimram Architecte gewinnt Wettbewerb

Nacht-Ansicht der neuen Donaubrücke

Am 17. September 2014 hat sich die Jury, bestehend aus den FachpreisrichterInnen DI Heinz Lang, DI Rudolf Wernly, DI Albert Wimmer, DIin  Mirjana Markovic, DI Erich Haider, DI Werner Sonnleitner und DI Gunther Amesberger sowie die SachpreisrichterInnen Bürgermeister Klaus Luger, Vizebürgermeisterin Karin Hörzing, Stadträtin Mag.a Eva Schobersberger, Gemeinderat Werner Pfeffer, DI Martin Wögerer (Land OÖ.), DI Stefan Holzer (Land OÖ.), DI Rudolf Kolbe mehrheitlich für das Projekt der französischen Teilnehmergemeinschaft Marc Mimram Ingénierie SA und Marc Mimram Architecte aus Paris entschieden:

Für die Jury wesentlich ist, dass es sich bei der vorgeschlagenen Konstruktion um eine moderne Stahlstruktur handelt, welche die Bedeutung der Stahlindustrie für die Stadt Linz widerspiegelt.“ (Auszug aus dem Erläuterungsbericht)

Das Projekt besticht durch seine Leichtigkeit – das Bogenmotiv stellt sich als subtile Transformation einer „echten Bogenbrücke“ dar. Durch den Einsatz von gebogenen Zuggliedern wird das Prinzip der Zügelgurtkonstruktion verfremdet. Die dadurch gewollt erzeugte leichte Irritation führt zu einer reizvollen und spannungsreichen neuen Auffassung einer Zügelgurtkonstruktion.

Das Bogenmotiv wird als konische Doppelform aufgelöst umgesetzt. Die rhythmische Ergänzung dieser Form erfolgt durch leicht gevoutete Untergurtbleche. Die so generierte Großform prägt sich signifikant ein, die plastische Durchformung wird durch die perspektivische Verkürzung aus der Sicht der PassantInnen verstärkt.
Gewürdigt wird auch, den der Ansatz an Fluss- und Uferlandschaft durch die Wahl einer möglichst leichten Konstruktion so wenig wie möglich beeinträchtigen zu wollen, dabei wird der archetypische Dreierrhythmus gekonnt eingesetzt.

Durch die plastische Ausbildung der Tragwerksuntersichten wird eine attraktive Perspektive aus der Sicht der am Donauufer Flanierenden angeboten und trägt somit zu einem attraktiven Gesamterlebnis bei.

Die eingesetzte Beleuchtung des Bauwerks verstärkt die Plastizität in der Nachtwirkung.

Die Bildhaftigkeit der neuen Brücke hat das Potential eines neuen Stadtsignets.

Infos zum Wettbewerbssieger

Marc Mimram Ingénierie SA /Marc Mimram Architecte: Französisches, international tätiges Ingenieur– und Architekturbüro mit Sitz in Paris; Beispiele für bisherige Brückenplanungen: Feng Hua Bridge, Tianjin, China / Leopold Sedar Senghor Bridge, Nantes, France / Bridge over the Meuse River, Chooz, France
Bei der Planung der neuen Donaubrücke wurde der Wettbewerbssieger vom Linzer Ziviltechnikbüro KMP GmbH als lokalem Partner unterstützt. Im Fall einer Beauftragung wird die Zusammenarbeit fortgesetzt. Damit iat gewährleistet, dass die in Österreich üblichen Standards zur Anwendung kommen.  

Veröffentlichung ist honorarfrei, Bildnachweis/Fotocredit: Marc Mimram Architecte

Weitere Auszeichnungen

Der 2. Platz mit einem Preisgeld von 25.000 Euro fiel auf die Teilnehmer-Gemeinschaft Ingenieure Öhlinger+Partner ZT GesmbH, Ponting Consulting Engenieers und Zeininger Architekten.

Den 3. Rang beim Linzer Brückenwettbewerb, mit dem Preisgeld von 20.000 Euro, erreichte die Gruppe VCE Vienna Consulting Engeneers ZT GmbH, FCP Fritsch, Chiari&Partner ZT GmbH sowie Quist Wintermans Architekten.

Der mit 15.000 Euro dotierte Anerkennungspreis für den 4. Platz beim Linzer Brückenwettbewerb ging an die Teilnehmer-Gemeinschaft bestehend aus SSF Ingenieure AG, ISP ZT GmbH und Knights Architects.

Kostenobergrenze 60 Millionen Euro

Als Richtwert wurden für die Herstellungskosten im Rahmen des Wettbewerbs 60 Millionen Euro  inkl. Umsatzsteuer angegeben. Die Abbruchkosten für den Bestand sind darin nicht enthalten.

Diese Summe ergibt sich daraus, dass in der Szenarienuntersuchung  StahlVerbundBau Consulting GmbH (Univ.-Prof. DI. Dr. Josef Fink) die Kosten für die Errichtung der vorgeschlagenen Solitärbrücke mit ca. 57 Millionen Euro geschätzt wurden. Nach Abzug der Abbruchkosten und der Engineeringleistungen ergeben sich Herstellungskosten von ca. 50,5 Mio. Euro auf Preisbasis 2012. Unter Berücksichtigung der zwischenzeitlich eingetretenen Preissteigerungen und zur Ermöglichung eines gestalterischen Spielraumes wurde nun die Kostenobergrenze der Herstellungskosten mit 60 Millionen Euro inkl. USt. definiert. Damit konnte auch sichergestellt werden, dass im Wettbewerb nur budgetär umsetzbare Projekte eingereicht wurden.

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz „Wettbewerbsergebnis für Neue Donaubrücke Linz“ von Bürgermeister Klaus Luger, Verkehrsreferentin Vizebürgermeisterin Karin Hörzing, Juryvorsitzenden Architekt DI Heinz Lang und dem stellvertretenden Juryvorsitzenden Dipl.-Ing. Rudolf Wernly)

Anhang Architekturteams (PDF, 248 kB) (neues Fenster).

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