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WIRTSCHAFT
Presseaussendung vom 15.09.2015

Reges Wirtschaftsleben auf dem einstigen Quelle-Areal an der Industriezeile

FAB und Werk 2 von KEBA größte Nutzer

Als Zentrum für Berufliche Integration des Vereins zur Förderung von Arbeit- und Beschäftigung FAB sowie zweiter Standort des Linzer Automationsspezialisten KEBA und einer Reihe kleinerer Unternehmen erlebte das einstige Quelle-Areal an der Industriezeile in den vergangen Jahren eine Renaissance. Den Anstoß für die erfolgreiche Nachnutzung der Gebäude des 2009 insolvent gewordenen Versandhändlers gab im Herbst 2010 der FAB. Der Verein erwarb das Areal mit 52.000 Quadratmetern Netto-Nutzfläche für die Konzentration seiner Linzer Aktivitäten an einem zentralen Standort. Heute nutzt der FAB etwa 22.000 Quadratmeter für sein Zentrum für Berufliche Integration. Zirka 15.000 Quadratmeter sind unter anderen an das BFI und das BBRZ, an die AK (Ersatzquartier während des Jägermayrhof-Umbaus) und an Privatfirmen vermietet. Private Investoren erwarben annähernd 14.000 Quadratmeter. Diese Fläche beherbergt seit Jänner 2013 unter anderem das Werk 2 des Linzer Automationsspezialisten KEBA. Im heurigen Herbst erweitert das Hochtechnologieunternehmen seine Produktionsfläche von 6.000 auf etwa 10.000 Quadratmeter. „Dank der Initiative des FAB entwickelte sich der einstige Quelle-Komplex zu einem vitalen Zentrum für berufliche Weiterbildung und soziale Integration sowie privatwirtschaftliche Aktivitäten. Der markante Turm mit dem FAB-Logo signalisiert, dass hier engagierte Arbeit für neue berufliche Perspektiven geleistet wird“, betont Bürgermeister Klaus Luger.

FAB-Aktivitäten unter einem Dach vereint

Der Verein zur Förderung von Arbeit und Beschäftigung (FAB) begann 1966 mit der Geschützten Werkstätte in Linz seine Aktivitäten. Die Organisation entwickelte sich zu einem der bundesweit führenden Spezialisten für die Arbeitsintegration von Menschen mit sozialen und/oder körperlichen Beeinträchtigungen. Seinen AuftraggeberInnen wie dem Arbeitsmarktservice und dem SozialministeriumService bietet der FAB erfolgsorientierte Komplettlösungen von der Berufsdiagnostik über die Ausbildung bis hin zur Beschäftigung in Trainings- und Dauerarbeitsplätzen.

Bis zur Übersiedlung an die Industriezeile waren die Organisationseinheiten des FAB Linz und Umgebung  auf verschiedene Standorte verstreut. Das einstige Quelle-Areal bot erstmals die Gelegenheit, alle Einheiten unter einem Dach zu vereinen. Verbesserte Arbeitsbedingungen in den Werkstätten, optimale logistische Voraussetzungen, verkürzte Kommunikationswege und Mietkosteneinsparungen sprachen für diese Entscheidung. Die schrittweise Adaptierung des Gebäudes erfolgte in den Jahren 2010 bis 2012. Etwa 250 MitarbeiterInnen des FAB arbeiten im Zentrum für Berufliche Integration (ZBI). Es dient über die Sparte FAB Organos auch als Weiterbildungseinrichtung für die oberösterreichischen FAB-MitarbeiterInnen und andere im Sozialbereich aktive Organisationen.

250 Arbeitsplätze für Menschen mit Beeinträchtigungen

In den Werkstätten von FAB Pro.Work arbeiten im ZBI etwa 250 Menschen mit Beeinträchtigungen. Sie sind in der Metallverarbeitung, der Lackiererei, der Verpackungsabteilung und der Druckerei tätig. Ziel der Berufspraxis ist die Vorbereitung auf den ersten Arbeitsmarkt. MitarbeiterInnen von Pro.Work erleichtern den Start in den Betrieben durch eine kontinuierliche Begleitung.

Etwa 200 TransitmitarbeiterInnen kommen am Morgen in das ZBI, um kurz darauf zu diversen Baustellen und Dienstleistungskunden zu fahren. Die FAB Sozialbetriebe beschäftigen und schulen im Auftrag des Arbeitsmarktservice Arbeit suchende Menschen. Sie sollen in der Folge wieder eine reguläre Beschäftigung finden. Auch Sozialökonomische Betriebe wie das Restaurant des Linzer Neuen Rathauses managt dieser Zweig des FAB.

Im Rahmen eines speziellen Projekts lernen derzeit 24 Jugendliche mit Beeinträchtigungen die Arbeit mit dem PC kennen. Sie erledigen auch Aufträge in den Bereichen Dokumenten- und Videodigitalisierung.

Zu den herausragenden Zielgruppen des FAB zählen auch BezieherInnen von Mindestsicherung. Dieser Personenkreis erhält Beratung und Unterstützung für den beruflichen Wiedereinstieg.

Ideale räumliche Verhältnisse für das Werk 2 von KEBA

Der stark expandierende Linzer Automationsspezialist KEBA fand im einstigen Quelle-Gebäude ideale räumliche Verhältnisse für sein Werk 2. Die Fertigung von Bank- und Paketautomaten erfordert große Flächen, die im Sinne eines optimalen Montageflusses auf einer Ebene liegen sollen. Um mehr als eine halbe Million Euro adaptierte KEBA eine etwa 6.000 Quadratmeter große Fläche. Seit Anfang 2013 stellen dort zirka 60 MitarbeiterInnen die innovativen Automaten sowie Stromtankstellen her. Im heurigen Herbst wächst die gemietete Produktionsfläche um 4.000 Quadratmeter auf 10.000 Quadratmeter. Damit bieten sich für KEBA optimale Voraussetzungen für ein weiteres Wachstum.

Industriehalle Firma KEBA
Der Automationsspezialist KEBA baut sein Werk 2 im heurigen Herbst auf 10.000 Quadratmeter Betriebsfläche aus. (Foto: KEBA)

Weitere Nutzer von der Teppichreinigungsfirma bis zum Kampfsportstudio

Einige tausend Quadratmeter haben der FAB und eine Privatfirma an mehrere kleinere Firmen vermietet. Ein Sanitärgroßhandel  zählt ebenso zu diesem Nutzerkreis wie eine Teppichreinigungsfirma, ein Anbieter von Fruchtsaftpressen, ein Night-Club und ein Kampfsportstudio. Etwa 3.000 Quadratmeter Büro- und Lagerfläche hat der FAB derzeit zu vermieten.

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Bürgermeister Klaus Luger, FAB-Geschäftsführer Dr. Christoph Jungwirth und dem Aufsichtsratsvorsitzenden der BBRZ GRUPPE Dr. Josef Peischer zum Thema „Renaissance des früheren Linzer Quelle-Standorts Industriezeile“)


 

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