Seitenanfang

DE   EN   IT   FR   ES   CZ   | SCHRIFT: A    A+   A++ | KONTRAST +| Österreichische Gebärdensprache
Stadt Linz - Presse
Stadt Linz - Startseite
 » Jänner 2017 »  »  »  » Presse-Archiv » Presse »  » Startseite
Sujet meinlinz.at
POLITIK/VERWALTUNG
Presseaussendung vom 26.01.2017

Gutes Zeugnis für Online-Ideenplattform meinlinz.at

JKU-Studie untersuchte UserInnen-Nutzungsverhalten

Nach nur zwei Durchgängen hat sich der neue digitale Draht zu den Linzerinnen und Linzern bereits etabliert. Das ist das zentrale Ergebnis einer aktuellen Studie des Instituts für Public und Nonprofit Management der Linzer Johannes Kepler Universität. Im September des vergangenen Jahres hat die Stadt Linz gemeinsam mit den Expertinnen und Experten der JKU die MeinLinz-Fangemeinde eingeladen, an einer Onlinebefragung zu Motivation und Nutzungsgewohnheiten teilzunehmen.

„Die Ergebnisse zeigen uns klar, dass wir mit dem neuen Tool am rich-tigen Weg sind. Damit erfüllen wir den Wunsch vieler Menschen heutzutage, stärker an der Gestaltung der Zukunft ihrer Stadt mitwirken zu wollen“, freut sich Bürgermeister Klaus Luger. „Aus wissenschaftlicher Sicht ist meinlinz.at im deutschsprachigen Raum ein Leuchtturmprojekt und daher ein interessantes Forschungsobjekt. Es freut uns als Univer-sität umso mehr, dass Linz hier quasi vor unserer Haustüre eine Vorreiterrolle in Sachen Partizipation einnimmt“, erklärt Institutsleiter Prof. Dennis Hilgers.

MeinLinz weckt ForscherInnen-Interesse

Das Interesse des Instituts für Public und Nonprofit Management (pnp) an der österreichweit einzigartigen Online-Beteiligungsplattform war im vergangenen Jahr durch die Medienberichterstattung geweckt worden. Das führte in weiterer Folge zu einer Kooperation mit der Stadt Linz – mit dem Ziel, der Motivation und dem Nutzungsverhalten der UserInnen auf den Grund zu gehen. Das Ergebnis ist eine von Univ.-Ass.in Lisa Schmidthuber MSc MSSc verfasste Studie, die dem städtischen Engagement in Sachen BürgerInnen-Beteiligung ein sehr gutes Zeugnis ausstellt.

Dafür wurden am 6. September 2016 insgesamt 1.168 auf der Ideenplattform registrierte UserInnen von der Stadt Linz und pnp-ExpertInnen zur Teilnahme eingeladen. Gefragt war ihre Meinung zu den beiden großen Themen „Hafen“ und „Freiräume“, die bisher auf www.meinlinz.at zur Diskussion standen. Für ihr Feedback hatten sie bis 16. Oktober Zeit.

Letztendlich haben 169 UserInnen bei der Umfrage mitgemacht, was einer Rücklaufquote von 14,5 Prozent entspricht.

Linzer, männlich, 35, sucht…

…Möglichkeit der Mitgestaltung. Laut Studie ist der Prototyp des MeinLinz-Fans männlich und 30 bis 39 Jahre alt. Er ist entweder Urfahraner oder wohnt im Linzer Süden – und das schon 30 bis 40 Jahre lang. Der typische User hat Matura oder sogar einen Universitäts- oder Hochschulabschluss und auf jeden Fall Interesse, an weiteren meinlinz.at-Runden teilzunehmen.

Generell kann ihm großes Interesse an den Aktivitäten der Stadt Linz attestiert werden. Denn gefragt, wie er von der Online-Plattform erfahren hat, lautete die Antwort: über die städtischen Informationskanäle (linz.at, Stadtmagazin Lebendiges Linz, Social Media).

Der typische User hält es grundsätzlich für wichtig und sinnvoll, diese Chance der Mitgestaltung zu nutzen. Er verspricht sich dadurch auch einen besseren Infofluss zwischen Magistrat und BürgerInnen beziehungsweise, dass er mehr über seine Heimatstadt erfährt. Ebenso einen intensiveren Diskussionsprozess unter den StadtbewohnerInnen.

Interessiert, engagiert und stolz auf Linz

Die Gelegenheit zum Mitmachen nutzt der klassische User, indem er ein- bis dreimal monatlich auf der Plattform vorbeischaut. Pro Thema bringt er eine Idee ein. Er beschäftigt sich bis zu drei Stunden mit dem Verfassen des eigenen Vorschlags sowie dem Lesen, Kommentieren und Bewerten anderer Ideen. 

Seiner Ansicht nach führte seine Teilnahme dazu, dass er nicht nur stolz darauf ist, Linzer zu sein, sondern dass sich auch die Lebensqualität in der Stadt verbessert hat.

Detail-Ergebnisse der Studie

+ „Weil es wichtig ist“
Das war die Hauptantwort auf die Frage nach der Motivation, bei meinlinz.at mitzumachen. Die UserInnen gaben weiters an, dass die Teilnahme ihren Wertvorstellungen entsprechen würde. Den meisten würde die Beteiligung zudem persönlich etwas bedeuten.

+ klar im Vorteil
Mitmachen bringt laut den Befragten vor allem folgende Vorteile: einen Ideenaustausch mit anderen BürgerInnen, die Adressierung eines Problems sowie die Eingebundenheit in die Entscheidungsfindung. Darüber hinaus haben sie das Gefühl, etwas Sinnvolles gemacht zu haben. Sehr positiv gesehen wird auch, dass sie mehr über die Stadt erfahren.

+ intensiv genutzte „Freiräume“
Wie intensiv die Plattform genutzt wird, zeigen die von 73 Befragungs-TeilnehmerInnen zum Thema „Freiräume“ gelieferten Daten. Im Diskussionszeitraum von Ende Juni bis Ende August 2016 statteten die meisten von ihnen (34 Prozent) der Ideenplattform ein- bis dreimal monatlich einen Besuch ab. 21 Prozent haben sie mehrmals pro Woche aufgerufen und drei Prozent sogar mehrmals täglich.

44 Prozent der Befragten haben eine Idee eingebracht, 28 Prozent platzierten zwei bis drei Vorschläge. Zwölf Prozent konnten mit vier bis zehn Ideen aufwarten. Die Engagiertesten (4 Prozent) hatten noch mehr Anregungen zum Thema Freiräume.

+ Verbesserter Dialog und Gestaltungsmöglichkeit 
Für 90 Prozent der zu den „Freiräumen“ Antwortenden bewirkt die Plattform eine Intensivierung der Diskussion unter BürgerInnen. Der Nutzen des Portals liegt für jeweils 88 Prozent in der Möglichkeit, die Stadt mitzugestalten beziehungsweise in der besseren Interaktion zwischen Magistrat und BürgerInnen.

Tabelle: Nutzen von www.meinlinz.at

Für knapp 70 Prozent dient die Plattform der Verbesserung der demokrati-schen Entscheidungsfindung. Und für mehr als die Hälfte (54 Prozent) führt diese Form der BürgerInnenbeteiligung auch zu mehr Zufriedenheit mit dem Magistrat.

+ Fortsetzung erwünscht
88 Prozent der Befragungs-TeilnehmerInnen interessieren sich für eine nächste Runde von meinlinz.at, 79 Prozent wollen erneut mit dabei sein.

+ Was die UserInnen sonst noch sagen wollten…
Die TeilnehmerInnen der Umfrage hatten auch noch Gelegenheit, Statements zu MeinLinz abzugeben. Dazu ein paar Beispiele:
„MeinLinz ist super toll gelöst & benutzerfreundlich“
„Freue mich auf die Umsetzung vieler Ideen – auf das kommt es nämlich an!“
„MeinLinz sollte nicht nur temporär sein.“
„Wenn wir hier ernst genommen werden, ist das eine Idealform der Zusam-menarbeit zwischen Politik und Volk, demokratisch eben.“

+ Demografische Daten
Von den 169 TeilnehmerInnen der Online-Befragung sind 61 Prozent männlich, 31 Prozent weiblich. Acht Prozent machten keine Angabe zum Geschlecht. Die Hälfte der Befragten ist der Altersgruppe der 30- bis 50-Jährigen zuzurechnen.

125 der Befragten (74 Prozent) haben ihren Lebensmittelpunkt und damit den Hauptwohnsitz in Linz, allerdings ist etwas mehr als die Hälfte nicht hier aufgewachsen. 78 Prozent leben seit mindestens zehn Jahren in Linz. 82 Prozent bezeichnen es als sehr oder eher wahrscheinlich, in zehn Jahren noch immer hier zu wohnen.

Die TeilnehmerInnen weisen ein hohes Bildungsniveau auf: Mehr als die Hälfte hat eine höhere Schule, die Universität oder eine (Fach-)Hochschule absolviert.

Bildungsstand:

Tortengrafik: Bildungsstand der UserInnen

70 Prozent sind berufstätig, zirka 50 Prozent unselbstständig erwerbstätig.

Erwerbsstatus:

Wie geht’s weiter?

Die Erkenntnisse aus der Umfrage will Dr. Jürgen Tröbinger, Direktor des städtischen Geschäftsbereiches Kommunikation und Marketing, auf jeden Fall für die Weiterentwicklung der BürgerInnen-Beteiligungsplattform nutzen: „Die Studie bestätigt, dass wir auf unsere starken Kommunikationskanäle bauen können. Dazu zählen www.linz.at, die städtischen Social-Media-Angebote und das Stadtmagazin Lebendiges Linz. Wir werden sie künftig noch intensiver für die Information der UserInnen über aktuelle Themen von meinlinz.at einsetzen. Damit wollen wir unser Community-Management verbessern. In diesem Sinne sind auch „Offline“-Veranstaltungen für die MeinLinz-Fan-Gemeinde in Planung.“

Eines ist jetzt schon sicher: Bevor die nächste Runde von MeinLinz startet, steht im Mai ein wichtiger Termin auf dem Programm: die Präsentation der Vorzeige-Online-BürgerInnenbeteiligung bei einem der renommiertesten Verwaltungsmodernisierungs-Kongresses im deutschsprachigen Raum.

MeinLinz zu Gast in Berlin

Die laut ExpertInnen im gesamten deutschsprachigen Raum einzigartige Linzer Online-Ideenplattform wird  am 9. und 10. Mai 2017 beim Kongress „Digitaler Staat“ in Berlin vor den Vorhang geholt. Bei der Veranstaltung sind Best-Practice-Beispiele und  neue Studien, unter anderem aus dem Bereich  „Digitale Verwaltung“, gefragt. Daher wurden Dr. Jürgen Tröbinger und Univ.-Prof. Dr. Dennis Hilgers ausgewählt, dem  Fachpublikum MeinLinz vorzustellen und die wichtigsten Erkenntnisse aus der JKU-Studie zu präsentieren.

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Bürgermeister Klaus Luger, Univ.-Prof. Dr. Dennis Hilgers und Dr. Jürgen Tröbinger, Direktor des Geschäftsbereiches Kommunikation und Marketing, über die Ergebnisse der JKU-Studie zur Online-Beteiligungsplattform www.meinlinz.at)

Weitere GesprächspartnerIn:
Stephanie Hager, MA, Abt. Onlineservices, Kommunikation und Marketing

www.meinlinz.at

Informationsunterlage (PDF, 222 kB) (neues Fenster).

Kontakt:
Dr. Jürgen Tröbinger
Tel.: +43 732 7070 1340

Zum Betrachten von PDF-Dokumenten benötigen Sie einen PDF-Reader:

Die Stadt Linz fördert im Rahmen der Open Commons Region Linz den Einsatz von freier, anbieterunabhängiger Software. Freie PDF-Reader für Ihr Betriebssystem finden Sie auf der Seite pdfreaders.org (neues Fenster), einem Angebot der Free Software Foundation Europe. Sie können auch den PDF-Reader von Adobe verwenden.

pdfreader.org - Freie PDF-Reader (neues Fenster)     PDF-Reader von Adobe (neues Fenster)


KONTAKT

Magistrat der Landeshauptstadt Linz
Hauptstraße 1-5
4041 Linz

Tel: +43 732 7070 0
Fax: +43 732 7070 54 2110
E-Mail: info@mag.linz.at

weitere Informationen:


Newsletter / RSS

Immer gut informiert mit den aktuellen Newslettern und den RSS-Newsfeeds der Stadt Linz.