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KOMMUNALES
Presseaussendung vom 28.03.2017

Linz setzt Maßnahmen gegen Drogenmissbrauch

Suchtprävention und weiterführende Behandlung im Mittelpunkt

Als Beitrag zur Entschärfung der Drogenproblematik in Linz setzt die Stadt auf Suchtprävention. Das Bekenntnis zu verstärkten Aktivitäten in diesem Bereich ist auch in den Gesundheitszielen der Stadt Linz festgehalten. Gesundheitsreferent Vizebürgermeister Detlef Wimmer baut die bestehenden Schwerpunkte weiter aus: In diesem Sinne beteiligt sich nun der Geschäftsbereich Gesundheit und Sport gemeinsam mit dem Institut Suchtprävention an einem international erfolgversprechenden Drogenpräventionsprojekt unter dem Namen FRED – er steht für „Frühintervention bei erstauffälligen Drogenkonsumenten“ – soll dabei das Abgleiten von ErstkonsumentInnen in die Drogenszene verhindert werden. Dafür ist es wichtig, dass sie die Beratung der Amtsärzte und -ärztinnen der Stadt Linz annehmen und sich bei Bedarf in eine weiterführende Behandlung begeben. Hier wird vorwiegend an die Drogenberatungsstelle „Point“ verwiesen. In vielen Fällen wird das Angebot jedoch nicht dauerhaft wahrgenommen. Und genau hier setzt FRED an.

Im Zuge des Projektes soll die Beratungsintensität der 2016 von der Stadt Linz an Point verwiesenen Fälle anonymisiert überprüft werden. Durch den mittels FRED-Netzwerk vorliegenden Zugang zu Daten und Erfahrungen anderer europäischer Länder gilt es dann Möglichkeiten zu finden, um die Betroffenen längerfristig in der Beratung beziehungsweise Therapie zu halten.

„Jährlich werden in Linz zirka 350 Personen, davon etwa 100 Minderjährige, aufgrund von Drogenkonsum amtsärztlich vorgeladen. Durch ein frühes Eingreifen können viele von ihnen wieder auf den richtigen Weg gebracht werden. Daher unterstützen wir diese vielversprechende Präventionsmaßnahme mit 5.000 Euro aus dem Gesundheitsressort der Stadt Linz“, sagt Gesundheitsreferent Vizebürgermeister Detlef Wimmer. Erste Ergebnisse beziehungsweise Vorschläge sollen bereits Mitte des Jahres vorliegen.

Eine weiteres wesentliches Hilfsangebot für Drogenkranke sind Substitutionsprogramme mit einem möglichst niederschwelligen Zugang. Sie können in Linz bei Point am Neuromed-Campus des Kepler Universitätsklinikums und aktuell bei nur vier niedergelassenen Ärzten und Ärztinnen in Anspruch genommen werden. „Eine Verstärkung der Kapazitäten in diesem Bereich ist nicht nur wünschenswert, sondern dringend erforderlich. Daher wurde die OÖGKK mittels einer im Gemeinderat einstimmigen beschlossenen Resolution ersucht, bei den Verhandlungen mit der Ärztekammer die Substitutionsbehandlung außerhalb der Primärversorgungszentren zu thematisieren. Ziel ist es,  damit eine Versorgung im gesamten niedergelassenen Bereich zu ermöglichen“,  unterstreicht Wimmer sein Anliegen.

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