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IRIS 2017 Umweltpreis der Stadt Linz
UMWELT
Presseaussendung vom 07.07.2017

Linzer Umweltpreis IRIS ehrt kreative Umweltleistungen (Foto)

Zehnte Verleihung im Alten Rathaus

Zum zehnten Mal wurde der Linzer Umweltpreis IRIS am Donnerstag, 6. Juli im Alten Rathaus verliehen. Dabei sind erneut besonders kreative Leistungen im Umweltbereich ausgezeichnet worden.

„Die IRIS soll unseren Blick auf effektiven Umweltschutz schärfen. Dementsprechend waren Projekte gefragt, die unsere Umwelt und unsere Lebensqualität nachhaltig verbessern. Es ist erfreulich, dass sich so viele Menschen in dieser Sache engagieren. Entsprechend innovativ und qualitätsvoll waren auch die eingereichten Beiträge“, sagt Umweltstadträtin Mag.a Eva Schobesberger zum Umweltpreis der Stadt Linz.

Für den städtischen Umweltpreis sind 36 Einreichungen eingegangen. Davon 21 in der Kategorie Einzelpersonen, Vereine und Organisationen, neun Einreichungen in der Kategorie SchülerInnen und Jugendliche und sechs Einreichungen in der Kategorie Betriebe und Institutionen. Eine Fachjury hat in den drei Kategorien jeweils drei PreisträgerInnen ausgewählt. Die GewinnerInnen des städtischen Umweltpreises 2017 sind:  

Kategorie SchülerInnen und Jugendliche:

  • die Berufsschule Linz 10 mit dem Projekt „EaThink“  
  • Florian Fürst und Florian Königsmair vom Linzer Technikum mit ihrer Diplomarbeit „Entwicklung und Umsetzung eines Energiemonitoring- und -managementsystems im Betriebsgebäude der Andritz Hydro“ 
  • die Neue Mittelschule 26 mit dem „Klassenzimmer im Grünen“. 

Sie erhielten je eine Urkunde und ein Preisgeld von je 800 Euro.

Kategorie Einzelpersonen, Vereine und Organisationen:

  • Der Hauptpreis, dotiert mit 2.500 Euro, ging an die LinzerBiene mit ihrem Projekt zur Erhaltung der Stadtimkerei. Zudem wurde ihre Arbeit mit der IRIS-Statue – gestaltet von em. o. Univ.-Prof. Helmuth Gsöllpointner und gesponsert von der voestalpine – gewürdigt.
  • Ein weiterer Preisträger ist das FRANCK Kistl, ein Nachbarschaftsverein für Ernährungssouveränität. Der Verein erhielt für sein Projekt „FRANCK Kistl – eine Lebensmittelkooperative belebt gemeinsam mit der Nachbarschaft das Franckviertel“ ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro.
  • Das Projekt „Gartenparadies Maderleithen“ von Hans Peneder, Eva Pühringer und ihren fleißigen MitgärtnerInnen wurde ebenfalls mit 500 Euro prämiert.

Kategorie Betriebe und Institutionen:

Der Hauptpreis – die IRIS-Statue – wurde an die Rubble Master HMH GmbH für ihr Projekt „Rubble Master leistet umweltrelevante Nachhaltigkeit von der Versorgungskette bis zum After-Sales-Management“ verliehen. Geehrt wurden weiters der Fahrradsalon GerRad für die Auslieferung der Biokiste per Lastenrad sowie Xiling natürlich.mode.bewusst für „Ökologische Kleidung“.


Die SiegerInnen-Projekte im Detail:

 

Berufsschule Linz 10: SOKO BS 8: EaThink

Mit „EaThink“ wurde zunächst das Bewusstsein für die Herkunft und Verwendung von Kräutern und Gewürzen geweckt. Die Bäcker-, Konditoren- und Fleischerlehrlinge erfuhren, wo und unter welchen Bedingungen diese hergestellt werden, die Landschaftsgärtnerlehrlinge, wofür diese verwendet werden können.

Um den Bezug zu den Pflanzen zu intensivieren und zu zeigen, dass auch mit heimischen oder zumindest bei uns kultivierten Kräutern und Gewürzen sehr viele Speisen verbessert werden können, entstand dann das Projekt mit den eigenen Hochbeeten im Schulhof der Berufsschule Linz 10. Dabei konnten die SchülerInnen jeder Berufsgruppe ihr spezielles Wissen und Können einbringen und sich mit den anderen austauschen.

Da die Kräuter und Gewürze über viele Jahre gepflegt und verwendet werden sollen, wird das Projekt EaThink auch noch weitere SchülerInnen beeinflussen und die Lehrkräfte zur Zusammenarbeit führen. Es soll noch lange zeigen, dass selbstgezogene Pflanzen die Umwelt schonen, das Kleinklima verbessern, geschmacklich hervorragend sind und dazu dekorativ wirken.

Florian Fürst und Florian Königsmair vom Linzer Technikum: Entwicklung und Umsetzung eines Energiemonitoring- und managementsystems im Betriebsgebäude der Andritz Hydro

Die Diplomarbeit der beiden HTL-Maturanten beschäftigt sich damit, ein Energiemanagementsystem im Betriebsgebäude 49 der Andritz Hydro (Standort Linz) zu entwickeln. Das bedeutet, dass mit entsprechenden Sensoren und Messgeräten alle Energieflüsse, die im Betriebsgebäude vorkommen, gemessen werden. Die entsprechenden Sensoren liefern die Messergebnisse an einen Energieserver, der die gesamten Messdaten zwischenspeichert. Vom Miniserver aus werden anschließend die Messwerte in eine Datenbank ausgelagert. Von der Datenbank ausgehend ist das Unternehmen Andritz Hydro GmbH in der Lage, die Messergebnisse zu analysieren und aus den gewonnenen Erkenntnissen Energieeffizienzmaßnahmen zu treffen. Diese sollen gezielt erhöhte Energieverbräuche im Betriebsgebäude senken und somit die Energieeffizienz steigern. Zusätzlich trägt dieses Energiemonitoring- und –managementsystem zur Umwelt- und Ressourcenschonung bei und steigert die Wettbewerbsfähigkeit der Andritz Hydro maßgebend.

Durch effiziente Energienutzung trägt dieses Projekt dazu bei, die zur Verfügung stehenden Ressourcen optimal zu nutzen und dem Trend der Energieverschwendung entgegenzuwirken.

Neue Mittelschule 26: Klassenzimmer im Grünen

Warum nicht Lernen im Freien? Diesen Gedanken verfolgen die SchülerInnen und Lehrkräfte der NMS26 seit 2015 in einer eigenen Unverbindlichen Übung namens "Naturforscher" sowie im Unterricht mehrerer Fächer. Sie bemühen sich um die Gestaltung des Schulgartens als Lernraum und um den Erhalt der oberösterreichischen Naturvielfalt.

Unter ihrer Obhut wächst der Garten zu einer grünen Oase in der Stadt heran. Begonnen wurde mit einfachen Blumenbeeten. Die NaturforscherInnen legten wenig später eine Kräuterspirale und ein Gemüsebeet an und bauten gemeinsam mit den SchülerInnen im Werkunterricht ein Hochbeet. Die erfolgreiche Ernte wurde im Unterricht für Ernährung und Haushalt zu schmackhaften Speisen verarbeitet.

Weiters wurden für den Leseunterricht und die Nachmittagsbetreuung zwei Sitzgruppen aus Holz aufgestellt. Im kommenden Schuljahr sollen sie durch selbst angefertigte Sitzgelegenheiten ergänzt werden. Die SchülerInnen der Nachmittagsbetreuung bemalten eine Betonwand zum Thema "Save the nature".

Zum Erhalt der Schmetterlinge wurden diverse Büsche und Bäume gepflanzt. Beim Anlegen von zwei Hecken erfuhren die SchülerInnen, welche Tiere darin leben und Schutz suchen. Aus selbst geernteten Beeren wurde Marmelade eingekocht und verkauft. Der Erlös kam einer Volksschule in Ghana zu Gute.

Für ihr Klassenzimmer im Freien haben die Schüler und Schülerinnen noch viele Pläne: Insektenhotels, ein Komposter aus Holz, eine Rabatte für die Rosenhecke und vieles mehr sollen entstehen.

LinzerBiene – Ein Projekt zur Erhaltung der Stadtimkerei

Alles begann 2012 mit der Idee, eine Plattform für Menschen und Bienen, für eine moderne, urbane Imkerei in Linz zu schaffen… und genau das hat die LinzerBiene gemacht. Neben Fachvorträgen über den hohen ökologischen Wert der fleißigen Immen bietet die LinzerBiene an die Jahreszeiten angepasste, praxisorientierte Imker-Kurse in Kooperation mit der VHS Linz an. Hier befindet sich übrigens auch der erste öffentlich zugängliche Schleuderraum Oberösterreichs, initiiert durch das Team der LinzerBiene. Auch die Imker von morgen sind der LinzerBiene ein großes Anliegen, daher gibt sie ihr Wissen gerne weiter und arbeitet mit Schulklassen, Horten und an der KinderUni Linz und Hagenberg.

Inseln der Vielfalt in urbanen Räumen zu schaffen ist ein zentraler Bestandteil dieses Projekts. Daher bemüht sich die LinzerBiene um Blühflächen für Schmetterlinge und Wildbienen, denn Natur kennt keine Grenzen, besonders nicht in der durchaus grünen Stadt Linz.

FRANCK Kistl: Eine Lebensmittelkooperative belebt gemeinsam mit der Nachbarschaft das Franckviertel

Von Feld und Garten direkt ins Franckviertel – die Foodcoop FRANCK Kistl kümmert sich um eine breitere Zugänglichkeit von regionalen, biologischen Lebensmitteln in der Stadt Linz.

Die Lebensmittel werden wöchentlich direkt bei umliegenden ProduzentInnen und Bauern bestellt und direkt im Franckviertel, im Vereinslokal des FRANCK Kistls, von den Mitgliedern abgeholt. Es gibt keine Preisaufschläge, der Zwischenhandel (Transport, Verpackung, Werbung, Marketing, Vertrieb) entfällt. So können auch KonsumentInnen mit kleiner Brieftasche preiswert bio-faire Lebensmittel einkaufen; die Solidarität mit Menschen, die weniger privilegiert sind, ist dem Verein ein wichtiges Anliegen.

Die „Franckistas“ arbeiten ehrenamtlich. Sie wollen nicht nur den Einkauf gemeinsam organisieren, sondern auch die Nachbarschaft miteinander vernetzen. Neben der Lebensmittelbestellung liegen die Schwerpunkte in der interkulturellen und intergenerationellen Netzwerkarbeit und der Wissensvermittlung rund um die Themen Ernährungssouveränität und nachhaltiger Lebensstil: Stadtteilfrühstücke, Kochworkshops, Nähworkshops, Kleidertausch-Kaffee, Volxküche, Workshops zum Bau von Fahrradanhängern….

Hans Peneder und Eva Pühringer: Gartenparadies Maderleithen – Erhalt und Pflege einer alten Streuobstwiese und Schaffung von Kleinbiotopen

Am nördlichen Stadtrand von Linz liegt auf 350-400 m Höhe unterhalb eines alten Bauernhofes eine knapp ein Hektar große landwirtschaftliche Nutzfläche. Als die EinreicherInnen dieses Hanggrundstück erwarben, war es mit Fichten "umzäunt" und der alte Baumbestand der Streuobstwiese schon seit vielen Jahren sich selbst überlassen worden (keine Pflege/Rückschnitt, keine Neupflanzungen). Lediglich das Gras wurde von weidenden Pferden kurz gehalten.

Seit 2004 wird die alte Streuobstwiese von einer Gruppe EnthusiastInnen betreut und allmählich wieder in ein Gartenparadies umgewandelt. Die Fichtenumzäunung wurde großteils entfernt, der alte Baumbestand gesichtet und dokumentiert, Auslichtungs- und Rückschnitte zur Verlängerung der Lebensdauer vorgenommen, Bäume, Sträucher sowie Rebstöcke in den Lücken neu gepflanzt und auch einige Gemüsebeete (teilweise von Altholzwällen umgeben) angelegt.

Besondere Kleinbiotope für Schlangen und Amphibien, Vögel, Insekten usw. wurden durch Anlage von Stein- und Altholzhaufen, Trockensteinmauern, Stehenlassen von abgestorbenen Bäumen (natürliche Nist- und Bruthöhlen) und etlicher „wilder Ecken" geschaffen.

Rubble Master HMH GmbH: Rubble Master leistet umweltrelevante Nachhaltigkeit von der Versorgungskette bis zum After-Sales-Management

Soziales, umweltrelevantes und wirtschaftliches Bewusstsein bestimmt das Handeln von Rubble Master - Nachhaltigkeit wird gelebt.

RM Compact Crusher ermöglichen die zweckmäßige Verwertung von Bauschutt und Naturstein direkt vor Ort. Vor 25 Jahren hat Gerald Hanisch einen Markt kreiert: Recycling vor Ort! Durch den Einsatz unseres Produktes fallen Materialtransporte von und zu Baustellen sowie Deponieplätzen weg. Verschiedenste Materialien von Resten aus der Ziegelproduktion über Asphalt- oder Betonabbruch bis Bauschuttrestmassen können so einer gezielten Wiederverwertung in Form hochwertiger Baustoffe zugeführt werden und natürliche Ressourcen werden geschont.

Geringe Verschleißkosten der Maschinen (optimiert durch RM GO! SMART Technologie) sowie Lärm- und Staubschutz durch das innovative RM Enviro-Konzept erhöhen zudem erheblich die Akzeptanz der Umgebung mittels geringstmöglicher Umweltbelastung.

Einen weiteren nachhaltigen und ökologischen Beitrag leistet das Gebäude: Das Büro ist Passivhausstandard, die Produktionshalle Niedrigenergiestandard. Es wurde unter anderem für die Dachbegrünung als auch für den Fußboden recyceltes Material verwendet. Die Betriebskosten konnten so um 20% gesenkt werden.

Fahrradsalon GerRad: Die Biokiste per Lastenrad

Seit Mai 2016 liefern die Fahrradboten vom Fahrradsalon GerRad bei jeder Witterung und in jeder Jahreszeit in Kooperation mit dem Biohof Achleitner aus Eferding die Biokiste frei Haus im Raum Linz aus. Mit einem Lastenrad mit einer Nutzlast von 200 Kilogramm sind sie Boten fünf Tage die Woche unterwegs und bewegen pro Woche etwa 850 Kilogramm bei ca. 100 Kilometern zurückgelegtem Weg. Zurzeit ist an manchen Tagen trotzdem noch der Lieferwagen in Linz anzutreffen, da mit einem Lastenrad die Nachfrage nach der Biokiste nicht bedienen werden kann. Aber es ist angedacht, die Radflotte zu erweitern und die Zustellung auf der letzten Meile ganz ökologisch zu gestalten.

Mit dem Projekt „Lastenrad“ will der Fahrradsalon GerRad vor allem ein Stück Lebensqualität ins verkehrsgeplagte Linz zurückbringen. Den Lärm reduzieren, die Umwelt schützen, mehr Platz schaffen (ein Fahrrad mehr ist ein Auto weniger), aber auch das Bewusstsein in der Bevölkerung wecken, dass man meist auf das Auto verzichten kann – fast alles, was man im Privatbereich benötigt, ist damit transportabel.

Xiling natürlich.mode.bewusst: Ökologische Kleidung

Die Einreicherin bietet seit 33 Jahren in ihrem Geschäft Kleidung für LinzerInnen an, die sich gesund und bewusst anziehen wollen. Die Ware ist ökologisch und bio-fair produziert bzw. gehandelt. Das Sortiment ist breit gefächert. Es umfasst Wohlfühlkleidung für den Alltag, aber auch Outfits für besondere Anlässe. Textilien für den therapeutischen Bereich sowie erstklassige Sportfunktionswäsche, in Deutschland produziert, ergänzen das Angebot.

Zusammensetzung der Fachjury:

  • DI Martin Sonnleitner / Geschäftsbereich Planung, Technik und Umwelt der Stadt Linz 
  • Ing. Johann Prammer / voestalpine
  • Christian Schrenk, B.A. / Mediensalon
  • a. Univ.-Prof. Dr. Heinz Karl Prammer / Institut für Umweltwirtschaft, JKU 
  • Mag.a Gerlinde Larndorfer-Armbruster / Klimabündnis 
  • Michaela Wimplinger / Ars Electronica Futurelab 
  • Dr. Friedrich Schwarz / Botanischer Garten und Naturkundliche Station der Stadt Linz
  • Wolfgang Esterl / Geschäftsbereich Kultur und Bildung der Stadt Linz 
  • Mag. Daniel Wolf / Geschäftsbereich Kommunikation und Marketing der Stadt Linz

Umweltpreis IRIS 2017 

 

Kontakt:
Doris Sinwel
Tel.: +43 732 7070 3972

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Link auf größeres Bild (neues Fenster): Personengruppe Stadträtin Mag.a Eva Schobesberger zeichnete am Abend des 6. Juli 2017 die SiegerInnen des Linzer Umweltpreises aus. Die „IRIS“ wurde heuer zum zehnten Mal vergeben.  Druckdatei (neues Fenster): 20170707ddruck.jpg
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