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Frau mit Kindern, Foto: Schwarzl
SOZIALES
Presseaussendung vom 28.09.2017

Bis zu 4.800 Wohnungen für Ebelsberg und Pichling

+100 Plätze in Krabbelstuben, +600 in Kindergärten, +550 in Volksschulen, +420 in Horten, +90 in Neuer Mittelschule

Die Stadtteile Ebelsberg und Pichling bieten die größten Flächen für den Bau neuer Wohnungen in Linz. In Ebelsberg könnten nach aktuellen Planungen auf dem ehemaligen Kasernenareal und angrenzenden Gründen bis zu 3.400 Wohnungen entstehen. In Pichling bieten Areale an der Schwaigaustraße, der Auhirschgasse, der Traundorfer- und Moosfelderstraße Bauplätze für maximal 1.400 Wohnungen. Mit der Bautätigkeit muss auch die Entwicklung der sozialen Infrastruktur Schritt halten. Zur Lebensqualität der BewohnerInnen werden neue Krabbelstuben-, Kindergarten- und Hortangebote sowie zusätzliche Volksschulklassen beitragen. Für die Planung der neuen Einrichtungen gilt es fundierte statistische Grundlagen zu erstellen. Die Abteilung Stadtforschung erarbeitete daher eine Zukunftsschau, die vom Schuljahr 2016/2017 ausgeht und bis in das Jahr 2037 reicht.

Die Ergebnisse kurz gefasst: Der Bedarf an Krabbelstubenplätzen klettert bei voller Umsetzung der Wohnbaupläne auf zusätzlich 100. Zudem werden weitere 600 Kindergartenplätze sowie 24 Volksschulklassen für zirka 550 Kinder benötigt. Der Hortbedarf steigt um mehr als 420 Plätze an. Das Bildungsangebot der Neuen Mittelschule muss höchstens um vier Klassen für zirka 90 SchülerInnen ausgebaut werden.

„Mit der Bedarfsprognose der Stadtforschung haben wir die Weichen für einen gezielten Ausbau der Sozial-Infrastruktur in den Stadtteilen Ebelsberg und Pichling gestellt. Dadurch können wir den künftigen Bewohnerinnen und Bewohnern der geplanten neuen Siedlungen von Anfang an gute Betreuungsmöglichkeiten für ihre Kinder bieten“, blickt Bürgermeister Klaus Luger mit Optimismus in die Zukunft. Die reinen Baukosten schätzt Luger mit 70 bis 80 Millionen Euro.

„Linz hat oberösterreichweit die Vorreiterrolle im Bereich der Kinderbetreuung. Mit dem Ausbau der Einrichtungen im Linzer Süden schaffen wir auch in Neubaugebieten optimale Bedingungen für Eltern und ihre Kinder. In der Familienstadt Linz hat dies höchste Priorität“, betont Vizebürgermeisterin Sozialreferentin Karin Hörzing.

Prognosen für 1.400 und 4.800 neue Wohnungen

Für das Minimalszenario bildet die Fertigstellung von 1.400 Wohnungen in Pichling in den Jahren 2019 bis 2023 die Ausgangsbasis. Dieses Bauvolumen verteilt sich auf 640 Wohnungen an der Schwaigaustraße (Wohnungsgesellschaften GIWOG, WAG und Neue Heimat), 310 Wohnungen an der Moosfelderstraße (230 Wohnungen der LAWOG und 80 Wohnungen der WPJ Immobilien GmbH), 200 Wohnungen an der Traundorfer- und Neufelderstraße (WAG und Neue Heimat) sowie 200 GWG-Wohnungen an der Auhirschgasse.

Das Maximalszenario (4.800 Wohnungen) berücksichtigt zusätzlich 3.400 Wohnungen: 3.000 Wohnungen auf dem früheren Areal der Kaserne Ebelsberg (erwartete Fertigstellung in fünf gleich großen Etappen zwischen 2022 und 2026) sowie 400 Wohnungen auf benachbarten Gründen (Fertigstellung voraussichtlich 2026/2027).

Bis zu zehn neue Krabbelstubengruppen

Der Bedarf an zusätzlichen Krabbelstubenplätzen steigt im Falle der Errichtung von nur 1.400 Wohnungen von einer Gruppe im Bildungsjahr 2019/2020 auf drei Gruppen 2022/2023 (strichlierte Linie). Im Maximalszenario mit 4.800 Wohnungen beträgt der Spitzenbedarf zehn Gruppen im Schuljahr 2026/2027.

27 zusätzliche Kindergartengruppen als höchster Bedarf

Im Minimalszenario beginnt der Bedarf an zusätzlichen Kindergartengruppen 2020/2021 bei zwei Gruppen und überschreitet 2024/2025 mit neun Gruppen den Zenit. Das Maximalszenario für 4.800 Wohnungen bedeutet einen steilen Anstieg der Bedarfskurve auf bis zu 27 zusätzliche Gruppen im Schuljahr 2027/2028.

Spitzenbedarf von sechs bis 19 neuen Hortgruppen

Für die Berechnung des Hortbedarfes berücksichtigten die StadtforscherInnen die Erweiterung des Hortes Hauderweg um eine Gruppe ab dem Bildungsjahr 2019/2020. Daher dient dieses Jahr als Ausgangsbasis. Im Minimalszenario müssen zwischen einer (2020/2021) und sechs neue Gruppen (ab 2026/2027) geschaffen werden. Bei voller Wohnbauleistung steigt der Bedarf ab 2027/2028 auf 19 Gruppen.

Volksschule: Klassengröße beeinflusst den Bedarf stark

Wie viele neue Volksschulklassen geschaffen werden müssen, hängt wesentlich von der durchschnittlichen Klassengröße ab. Bei 21 SchülerInnen – das entspricht der beobachteten Situation im Schuljahr 2016/2017 – muss im Minimalszenario bereits für das Bildungsjahr 2020/2021 eine zusätzliche Klasse entstehen. 2028/29 wäre dann mit zwölf Klassen die Bedarfsspitze erreicht. Im Maximalszenario scheinen für 2028/2029 sogar 32 Klassen auf.

Wenn 23 Kinder pro Klasse unterrichtet werden, sind im Minimalszenario höchstens sieben (ab 2025/2026) und im Maximalszenario 24 zusätzliche Klassen (ab 2027/2028) erforderlich.

Maximal vier zusätzliche Klassen für die Neue Mittelschule

Für die Neue Mittelschule erwarten die StadtforscherInnen nur im Maximalszenario einen geringen zusätzlichen Bedarf von einer (ab 2023/2024) bis vier Klassen (ab 2028/2029).

Kinderbetreuungs- und Pflichtschulangebot in Ebelsberg und Pichling

In den Stadtteilen Ebelsberg und Pichling bieten derzeit fünf Krabbelstuben zehn Gruppen. Sieben städtische und zwei private Kindergärten betreuen junge LinzerInnen in 37 Gruppen. Vier Horte mit 30 Gruppen entlasten ebenfalls die Familien wesentlich. In vier Volksschulen und einer Neuen Mittelschule werden die Kinder in 59 Klassen unterrichtet.

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Bürgermeister Klaus Luger, Sozialreferentin Vizebürgermeisterin Karin Hörzing und Mag. Dietmar Bartl, Direktor des Geschäftsbereiches BürgerInnen-Angelegenheiten und Stadtforschung zum Thema „Bedarfsprognose der Stadtforschung für den Ausbau der Sozial-Infrastruktur in den Stadtteilen Ebelsberg und Pichling“)

Informationsunterlage (PDF, 854 kB) (neues Fenster).

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