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Lehrling und Ausbildner
BILDUNG
Presseaussendung vom 02.10.2017

Bürgermeister Luger betont soziale Verantwortung der Stadt für die forcierte Lehrlingsausbildung

Unternehmensgruppe Stadt Linz bildet bereits jetzt die zweitmeisten Lehrlinge aus

In Oberösterreich werden insgesamt etwa 23.000 Lehrlinge in 5.600 Lehrbetrieben ausgebildet. Davon lernen mehr als 4.600 in einem der 850 Lehrbetriebe in Linz. In diesen werden somit ca. 20 Prozent der oberösterreichischen Lehrlinge ausgebildet. Aus diesem hohen Ausmaß lässt sich auch die Zugkraft der oberösterreichischen Landeshauptstadt als Wirtschaftsmotor ermessen. Mit 37 Prozent ist zudem der Anteil weiblicher Lehrlinge in Linz höher als im Rest Oberösterreichs (32 Prozent).

Ein „Motor“ bei der Lehrlingsausbildung in Linz ist die Unternehmensgruppe Stadt Linz (UGL), die den Magistrat und die städtischen Unternehmen umfasst. Die UGL bildet mit mehr als 300 Personen in Linz die zweitmeisten Lehrlinge aus. Lediglich die weltweit aktive voestalpine stellt in der Landeshauptstadt mit 440 noch mehr Lehrlingsstellen zur Verfügung. Selbst ein Konzern wie die ÖBB (mit aktuell 206 Lehrlingen) wird auf den dritten Platz verwiesen.

„Wir möchten im Rahmen unserer Möglichkeiten der sozialen Verantwortung in der Berufsausbildung noch stärker als bisher gerecht werden. Eine wesentliche Rolle für die Lehrlingsausbildung und die Jugendbeschäftigung spielt die Unternehmensgruppe der Stadt Linz“, betont Bürgermeister Klaus Luger.

„Bei der Lehrlingsausbildung geht die Unternehmensgruppe Stadt Linz vorbildhaft voran. Seit Jahren warnt die Wirtschaft vor einem FacharbeiterInnenmangel und wirbt um qualifizierte Arbeitskräfte, die gut bezahlt und meist krisensicher sind. Wir stärken somit auch das wirtschaftliche Fundament unserer Stadt“, erläutert die Linzer Personalreferentin Stadträtin Regina Fechter die sozialen und ökonomischen Beweggründe für die Lehrlingseinstellungen seitens der Unternehmensgruppe Stadt Linz.

Lehrstellen haben Potenzial: Ausbildungsoffensive mit 309 Lehrplätzen in der Unternehmensgruppe Stadt Linz

Im Herbst 2017 nahm die Unternehmensgruppe Stadt Linz (UGL) 88 neue Lehrlinge auf. Alleine im Magistrat der Landeshauptstadt beginnen heuer 49 Lehrlinge ihre Ausbildung. Insgesamt bildet die UGL seit September 309 junge Menschen aus.

Bürgermeister Klaus Luger ortet in der Entwicklung am Lehrstellenmarkt eine zukunftsträchtige Perspektive für junge Menschen: „Auch die Linzer Betriebe werden sich in Zukunft um Lehrlinge bemühen müssen. Ich hoffe, die Attraktivität der Lehre wird damit wieder an Bedeutung gewinnen, da ich hier Potenzial sowohl für junge Menschen als auch für Betriebe sehe“.

Auf den Magistrat und die städtischen Unternehmen verteilen sich die neuen Lehrstellen wie folgt:

Magistrat Linz: 49 neue Lehrplätze

Mit September 2017 begannen 49 junge Menschen in zwölf verschiedenen Berufen ihre Ausbildung im Magistrat.

Im Magistrat werden seit September 2017 insgesamt 186 Lehrlinge in 24 Berufen von über 120 AusbildnerInnen ausgebildet. 75 Lehrlinge haben einen erhöhten Förderbedarf, 37 davon absolvieren eine verlängerte Lehrzeit bzw. Teilqualifizierung.

LINZ AG: 23 neue Lehrplätze in 5 Berufen

Die LINZ AG nahm mit Herbst 2017 23 Lehrlinge in 6 verschiedenen Berufen auf.

Seniorenzentren: Neun neue Lehrplätze

Die Seniorenzentren Linz bilden seit Herbst 2017 insgesamt 26 Lehrlinge in 5 verschiedenen Berufen aus.

Übrige Unternehmensgruppe mit 7 neuen Lehrstellen

GWG, Ars Electronica, Design Center und LIVA bilden aktuell 15 Lehrlinge aus. Davon sind 7 neu.

Magistrat – Ausbildung mit sozialer Verantwortung

Der Magistrat der Stadt Linz hat in den vergangenen zehn Jahren etwa 750 Jugendliche ausgebildet. Damit zählt er zu den größten Lehrstellenanbietern der Landeshauptstadt. Der Schwerpunkt liegt auf der Ausbildung möglichst vieler Jugendlicher und nicht auf dem städtischen Eigenbedarf. Deshalb werden seit dem Jahr 2005 keine Lehrlinge nach Ausbildungsende und gesetzlicher Behaltefrist in den Magistrat übernommen.

Zwei Drittel der Ausbildungsplätze für Jugendliche mit erhöhtem Betreuungsbedarf

Mit Herbst 2017 werden etwa 190 Lehrlinge in 24 verschiedenen Berufen ausgebildet. 75 dieser Ausbildungsplätze stehen für Jugendliche mit erhöhtem Betreuungsbedarf zur Verfügung. Speziell konzipierte Förder- und Unterstützungsmaßnahmen garantieren eine positive Berufsausbildung und ermöglichen den AbsolventInnen einen gelungenen Start ins Berufsleben.

Förderunterricht für alle Lehrlinge

Zur Unterstützung der Lehrlinge wird auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt, ein- bis zweimal wöchentlich Förderunterricht in Kleingruppen oder eine intensive Lernbegleitung während des Berufsschulbesuches organisiert. Diese Betreuung erfolgt durch MitarbeiterInnen der Lehrlingsausbildung, durch die Volkshochschule Linz sowie durch ein Nachhilfeinstitut. Sie ermöglicht auch Jugendlichen mit Lern- und Konzentrationsschwächen den positiven Abschluss der Berufsschule. „Damit geben wir jenen Jugendlichen eine Chance, die Schwierigkeiten bei ihrer Ausbildung haben“, betont Bürgermeister Luger.

Spezial-Förderung bei Lernschwächen

Von den 75 Lehrlingen mit Förderbedarf erhalten 37 eine verlängerte Ausbildung bzw. Teilqualifizierung. Dafür stehen zwei Varianten zur Verfügung:

Verlängerte Lehrzeit

Die für den Lehrberuf festgesetzte Lehrzeit kann um ein Jahr, in Ausnahmefällen um bis zu zwei Jahren verlängert werden, sofern dies für die Erreichung der Lehrabschlussprüfung notwendig ist.

Erwerb einer Teilqualifizierung

Die Dauer dieser Ausbildung kann zwischen einem und drei Jahren betragen und wird mit einer Abschlussprüfung beendet.

Beide Lehrverhältnisse können bei guten Leistungen jederzeit wieder in ein reguläres Lehrmodell umgewandelt werden.

Präventive Betreuungsmaßnahmen

Als fixer Bestandteil der Lehrlingsausbildung sind verschiedenste Präventivmaßnahmen in die Ausbildung integriert, die Jugendliche auf die Gefahren in puncto Drogen und Suchtmitteln hinweisen. Sie werden auch im Umgang mit Finanzen, Internetfallen und in persönlichen Belangen unterstützt. 

Zusatzqualifikationen fördern individuelle Karriere

Um ihre Fähigkeiten auszubauen, haben alle Lehrlinge des Magistrats die Möglichkeit, Praktika in verschiedenen Partnerbetrieben der Stadt Linz zu absolvieren. Zusätzlich können sie sich in unterschiedlichen Seminaren Zusatzqualifikationen (Konfliktmanagement, verschiedenen Seminare im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung, Fremdsprachen-Kenntnisse - internationale Praktika in Irland, Schottland, England, Belgien, Italien und Malta) aneignen. 670 Mal haben die Lehrlinge im Ausbildungsjahr 2016 / 2017 diese Angebote genutzt.

Seit 2011 gibt es auch die Möglichkeit, eine „Lehre mit Matura“ zu absolvieren und damit neben der Lehrzeit auch die Berechtigung für ein Studium zu erlangen. 29 Lehrlinge nutzten dieses Angebot im vergangenen Ausbildungsjahr.

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz mit Bürgermeister Klaus Luger und Stadträtin Regina Fechter zum Thema „Lehrlingsausbildung der Unternehmensgruppe Stadt Linz“)

Informationsunterlage (PDF, 256 kB) (neues Fenster).

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