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Rendering des Neubaus Liebigstraße: Karl und Bremhorst Architekten
SOZIALES
Presseaussendung vom 17.10.2017

Altersgerechtes Wohnen in Linz

Bereits 24 Standorte in ganz Linz realisiert

So viel Betreuung wie notwendig, so viel Selbstständigkeit wie möglich – unter diesem Gesichtspunkt wurden in Linz an 24 Standorten bisher 626 altersgerechte Wohnungen errichtet. Altersgerecht bedeutet im Besonderen, dass die Wohnanlagen barrierefrei und speziell auf die Bedürfnisse älterer Menschen ausgerichtet sind.

Vom Land . wird die Errichtung altersgerechter Wohnanlagen nach einem Baustopp bzw. nach der Novellierung der Wohnbauförderung seit 2013 wieder entsprechend gefördert, so dass in Linz die Zahl der fertig gestellten altersgerechten Wohnungen von 486 im vergangenen Jahr um 140 (bzw. 29 Prozent oder fast ein Drittel) auf aktuell 626 angewachsen ist. Weitere 44 Wohneinheiten werden bis zum Frühjahr 2018 fertig gestellt.

„Damit ist die ältere Generation in Linz gut versorgt. Es werden Wohnformen für SeniorInnen in Linz angeboten, die ein Höchstmaß an Selbstständigkeit der BewohnerInnen zulassen und gleichzeitig Sicherheit und Betreuung im Bedarfsfall garantieren“, umreißt SeniorInnenreferentin Vizebürgermeisterin Karin Hörzing die wesentlichsten Vorteile dieser Wohnform. „Der Ausbau des altersgerechten Wohnens war und ist auch ein wesentliches Ziel des Linzer Sozialprogramms“.

Die Errichtung von altersgerechten Wohnungen in Linz erfolgte bzw. erfolgt vor allem an möglichst zentralen Standorten, bei denen eine gewisse Nähe zu Pflegestützpunkten und Hilfseinrichtungen bzw. auch zu NahversorgerInnen gegeben ist. Auch eine gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel ist für die Standortwahl wichtig.

„Die über die Stadt gleichmäßig verteilten Standorte, die Bauweise sowie die Ausstattung der altersgerechten Wohnungen orientieren sich an den Bedürfnissen der älteren Menschen. Sie bieten eine attraktive und leistbare Ergänzung zu den SeniorInnenzentren“, sieht Vizebürgermeisterin Karin Hörzing in dieser Wohnform eine wichtige Alternative zu stationären Einrichtungen.

Vielfältige Vorteile des altersgerechten Wohnens

Die „ältere Generation“ von heute ist – nicht zuletzt durch die steigende Lebenserwartung – in vielen Belangen mobiler als in den vergangenen Jahrzehnten. Die Unterbringung in stationären Einrichtungen erfolgt heute viel später als in früheren Jahren, die SeniorInnen sind zudem oft bis ins hohe Alter mobil und imstande, den Haushalt noch selbst zu führen.

Sie sollten jedoch die Sicherheit haben, dass im Notfall Pflegedienste zur Stelle sind. Genau in diesem Bereich setzt das Angebot für altersgerechtes Wohnen an.

Die Vorteile des altersgerechten Wohnens lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Man verbleibt meist im gewohnten Umfeld bzw. Stadtviertel; bestehende soziale Kontakte gehen nicht verloren
  • Man lebt in einer eigenen Wohnung – die Privatsphäre bleibt gewahrt.
  • Die Selbstbestimmtheit bleibt erhalten
  • Aktive Lebensgestaltung: selbstständige, sinnerfüllte Tagesgestaltung und eigenständige Lebensführung
  • Unterstützung und Betreuung für individuelle Bedürfnisse
  • Pflege im Bedarfsfall: Zusammenarbeit mit örtlichen mobilen Diensten
  • Altersgerechtes Wohnen bietet Sicherheit und ist zudem schon allein auf Grund der überschaubaren Wohnungsgrößen kostengünstig und somit gut leistbar
  • Es besteht die Möglichkeit der Tagesbetreuung

Altersgerechtes Wohnen – eine WinWin-Situation

„Von entsprechende Angeboten profitieren beide: die SeniorInnen selbst und die öffentliche Hand. Die SeniorInnen können länger selbstständig und barrierefrei leben und erhalten ein zielgerichtetes unterstützendes Angebot. Damit wird die Notwendigkeit eines stationären Aufenthaltes hinausgezögert. Dies entspricht den Wünschen der älteren Generation und bedeutet gleichzeitig geringere Aufwendungen der öffentlichen Hand“, betrachtet Vizebürgermeisterin Hörzing das Angebot in sozialer Hinsicht und auch aus volkswirtschaftlichem Blickwinkel.

Sieben AnbieterInnen mobiler Dienste

In den altersgerechten Wohnungen werden mobile Dienste durch die Volkshilfe, die Caritas, den Arbeiter-Samariterbund, das Rote Kreuz, das Oberösterreichische Hilfswerk, die Evangelische Diakonie und den Verein Miteinander angeboten.

Beratung durch „Kompass“

Die Beratung über die zur Verfügung stehenden Standorte und die laufenden Projekte des Altersgerechten Wohnens in Linz erfolgt im Rahmen von Informationen über regionale Hilfsangebote (wie Mobile Betreuung und Hilfe, Beratung und bei Bedarf Anmeldung für Linzer SeniorInnenheime, Clubs Aktiv etc.) hauptsächlich über die Linzer Sozialberatung Kompass mit ihren vier Außenstellen (Nord, Ost, Süd und Auwiesen). Kompass informiert auch über alle AnbieterInnen des Altersgerechten Wohnens (Wohnbauträger, Caritas, Kreuzschwestern, Diakoniewerk,…) und Hilfsorganisationen für mobile Dienste.

Auch die Broschüre „Linz für SeniorInnen“, die im BürgerInnen-Service und in den Stadtbibliotheken erhältlich ist, listet alle Standorte und AnbieterInnen mit Kontaktadressen auf.

Altersgerechtes Wohnen auf einen Blick

Das Angebot an altersgerechtem Wohnen wurde seit dem Jahr 2000 (Ebelsberg/Sennweg) kontinuierlich ausgebaut, ist nun flächendeckend und umfasst bereits 24 Standorte in allen Stadtteilen.

Bedarfs- und Entwicklungsplan erfüllt

Der Bedarfs- und Entwicklungsplan des Landes sah für Linz insgesamt 615 altersgerechte Wohneinheiten vor. Mit den kürzlich fertig gestellten Neubauten hat sich diese Zahl auf 626 erhöht. Die vorgegebene Wohnungsanzahl wurde damit weit übertroffen.

Kürzlich fertig gestellte Projekte

Altersgerechtes Wohnen Muldenstraße – 50 Wohnungen

Nach dem Baubeginn im Februar 2015 wurde am 25. April 2017 das Altersgerechte Wohnen der GWG an der Muldenstraße nach eineinhalb Jahren Bauzeit eröffnet.


Das Altersgerechte Wohnen an der Muldenstraße wurde im April dieses Jahres eröffnet. Foto: Stadt Linz

Mit Investitionen von 6,2 Millionen Euro wurden hier 50 moderne etwa 50 Quadratmeter große Wohnungen für SeniorInnen errichtet. Der Neubau erfolgte nach Plänen des Architekten DI Gernot Hertl. Zusätzlich wurde im Erdgeschoss ein Stützpunkt des Arbeiter-Samariterbundes für bis zu 30 MitarbeiterInnen eingerichtet. Die schnell erreichbare Hilfe des Samariterbundes im Haus steht den BewohnerInnen bei Bedarf jederzeit zur Verfügung.

Im Vorfeld wurde am Areal des bestehenden SeniorInnenzentrums an der Muldenstraße im Frühjahr 2014 ein ehemaliges, nicht mehr sanierbares Wohnheim der Seniorenzentren Linz GmbH abgerissen.

Kolping Stadtoase – 39 Wohnungen

Seit Herbst 2015 errichtete die „Neue Heimat“ im Auftrag der Kolping-Familie Linz im Bereich Gesellenhausstraße/Auerspergstraße ein fünfgeschossiges Wohnprojekt mit 39 Wohnungen für ältere Menschen. Die Eröffnung erfolgte am 27. Juni 2017. Die Wohnungen sind 48 bis 72 Quadratmeter groß. Angeboten werden ein gemeinsamer Mittagstisch im Kolping-Restaurant, Wohnungspflege durch hauseigenes Reinigungspersonal oder Rufhilfe, bei Bedarf auch individuelle Pflege- und Betreuungsleistungen.


Stadtoase Linz – im Juni 2017 fertig gestellt. Foto: Kolpingfamilie

Altersgerechtes Wohnen an der Liebigstraße – 51 Wohnungen

Mitte März 2016 erfolgte nördlich des neuen SeniorInnenzentrums der Baubeginn für 51 altersgerechte Wohnungen der GWG an der Liebigstraße. Bereits am 14. November 2014 fiel mit der Auswahl des Siegerprojekts der Karl und Bremhorst Architekten ZT GmbH (Wien) die Entscheidung im vorangegangenen Wettbewerb. Die bauliche Fertigstellung des mit 5,3 Millionen Euro veranschlagten Projekts erfolgte am 12. Oktober 2017.

Das Baugelände mit einer Fläche von 3.140 Quadratmetern befindet sich nördlich des Neubaus des SeniorInnenzentrums Liebigstraße. Im Bedarfsfall stehen durch die unmittelbare Nähe zum SeniorInnenzentrum für die BewohnerInnen soziale Hilfsangebote bereit.


Rendering des Neubaus Liebigstraße: Karl und Bremhorst Architekten

Es erfolgte eine fünfgeschossige Bebauung mit zwei Baukörpern zuzüglich einer Tiefgarage. Es wurden zu 80 Prozent Wohnungsgrößen von ca. 50 Quadratmetern und zu 20 Prozent Wohnungsgrößen von ca. 60 Quadratmetern realisiert. Die Wohnungen sind zudem mit Loggien bzw. Balkonen sowie im Erdgeschoss mit Terrassen ausgestattet. Die Erschließung des Areals erfolgt über eine nordseitig gelegene Stichstraße.

Zwischen dem SeniorInnenzentrum und den neuen Häusern entstand eine intime, gut nutzbare Vorplatzsituation für das altersgerechte Wohnen. Ein Gemeinschaftsgarten fungiert für die Wohnungen in den oberen Stockwerken als wohnungsnaher Grünraum zum Erholen, Tratschen und „Garteln“.

Laufendes Projekt:

Altersgerechtes Wohnen Grüne Mitte – 44 Wohnungen

Im Rahmen des Projekts „Quartier 21“ der Baureform Wohnstätte werden nach Plänen der „archinauten“ 102 Mietwohnungen, davon 44 altersgerechte Wohnungen, errichtet. Der Baubeginn erfolgte im Jänner 2015, die Fertigstellung wird für Ende April/Anfang Mai 2018 erwartet. Das Bauvorhaben bildet den Schlussstein der baulichen Entwicklung am ehemaligen Linzer Frachtenbahnhof – der neuen „Grünen Mitte Linz“. Die bestehende bzw. sich in Bau befindliche Blockrandbebauung wird im Südosten des Areals ergänzt bzw. geschlossen.


Quartier 21, Rendering: archinauten

Die Portal- und Fensterkonstruktionen mit hochwärmegedämmten Verglasungen sichern den BewohnerInnen geringe Betriebskosten. Die Energiebilanz des Gebäudes wird durch Einsatz einer kontrollierten Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung in den Wohnungen optimiert. Alle Wohnungen haben eine gute Belichtung und Orientierung. Die Eckwohnungen zeichnen sich durch ihre besondere Wohnqualität aus.

Die altersgerechten Wohnungen sind im 7-geschossigen Riegel des Blockrandes geplant. Die Wohnungsgrößen betragen 46 bis 63 Quadratmeter.

Aus Schallschutzgründen sind die Wohnungen ausschließlich als Laubengangtypen zur Grünen Mitte hin orientiert. Begrünungsmaßnahmen im Inneren und außerhalb des Gebäudes sorgen für hohe Wohnumfeldqualität.

Geplantes Projekt

Aktuell plant etwa das Krankenhaus der Elisabethinen an der Elisabethstraße einen zirka 50 Meter und an der Harrachstraße etwa 20 Meter langen Eckkomplex. Das Bauwerk mit vier Obergeschossen und ausgebautem Dachgeschoss soll 36 altersgerechte Wohnungen mit fixer Betreuung und darüber hinaus ein Tageszentrum für Betreuungsbedürftige, Wohnungen für Studierende sowie einen Betriebskindergarten des Krankenhauses beherbergen. Der diesbezügliche Entwurf des Architekturbüros Arkade wurde im Juli dieses Jahres vom Gestaltungsbeirat genehmigt. Das Projekt befindet sich in der Einreichungsphase.

Die Stadt Linz wird entsprechend dem Bedarf auch künftig großen Wert auf den Ausbau des altersgerechten Wohnens in den Stadtteilen legen, sei es bei der Standortkonzeption, sei es im Rahmen von Projekten zur Stadtentwicklung.

„Derzeit sind wir mit dem aktuellen Stand von 626 altersgerechten Wohnungen sehr gut aufgestellt. Dort wo es möglich ist, soll auch weiterhin das bereits bestehende Angebot in den Stadtteilen in Kooperation mit potenziellen Anbieterinnen erweitert bzw. verdichtet werden“, informiert Vizebürgermeisterin Karin Hörzing.

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von SeniorInnenreferentin Vizebürgermeisterin Karin Hörzing zum Thema „Altersgerechtes Wohnen in Linz“)

Informationsunterlage (PDF, 638 kB) (neues Fenster).

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