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meinlinz.at
KOMMUNALES
Presseaussendung vom 19.10.2017

www.meinlinz.at: Zwei Runden Online-Beteiligung liefern Ideenschatz

Vorschläge umgesetzt oder in Planungen aufgenommen

Bereits zwei Mal hatten die Linzerinnen und Linzer Gelegenheit, sich mit ihren Ideen aktiv an der Stadtentwicklung zu beteiligen. Möglich macht dies die Online-Plattform www.meinlinz.at, auf der regelmäßig wichtige Zukunftsprojekte zur Diskussion gestellt werden. Bisher waren Ideen zum „Hafen“ und zu „Freiräumen“ gefragt. Interessierte Menschen haben sich mit wachsender Begeisterung Gedanken dazu gemacht. Mit dem Erfolg, dass so einiges in aktuelle Planungen einbezogen beziehungsweise auch schon umgesetzt werden konnte.

„Die Entwicklung einer Stadt lebt von den Ideen ihrer Bewohnerinnen und Bewohner. www.meinlinz.at sorgt für ‚frischen Wind‘ in der Lebensstadt Linz. Die eingebrachten Ideen fließen in konkrete Projekte ein. Ein Paradebeispiel dafür ist die Hafencity Linz mit geplanten Freizeit- und Verkaufsflächen in den Dachbereichen“, erklärt Bürgermeister Klaus Luger. „Diese Form der Online-Beteiligung hat sich bereits nach zwei Durchgängen sehr gut bewährt. Wir werden uns daher auch künftig auf diese Weise mit wichtigen Weichenstellungen für die Stadt auseinandersetzen. Die Ergebnisse werden als zusätzliche Entscheidungshilfe herangezogen. Nur so viel sei verraten: Wir wollen noch heuer mit einem neuen Thema starten“, sagt Luger.

Gelungener Auftakt für den Hafen: 140 Ideen, 780 TeilnehmerInnen

Der Auftakt, für den die Linzerinnen und Linzer zur Ideenfindung eingeladen wurden, galt dem „Hafen“. In der Zeit von 27. Mai bis 31. Juli 2015 haben 776 registrierte Personen insgesamt 140 Ideen eingebracht. Das Spektrum umfasste sechs Kategorien: Wirtschaft & Arbeit, Kultur & Events, Mobilität & Infrastruktur, Sport & Freizeit, Wohnen & Leben und Sonstige Ideen. Die Vorschläge reichten von der Einrichtung von so genannten Popup-Shops über mietbare Verkaufsflächen für wechselnde Unternehmen bis hin zu Anregungen für verbesserte Freizeitmöglichkeiten, Sport, Gastro und Kreativ-Wirtschaft im Osten der Stadt.

Die besten Inputs fanden im Projekt „Neuland“ der LINZ AG Eingang. Im Rahmen dieses Entwicklungsprogramms für den Linzer Hafen standen zwei Workshops am Programm, zu denen auch die kreativsten Köpfe eingeladen waren. Dabei wurden die Vorschläge gemeinsam diskutiert. Eine Chance für die Umsetzung bietet sich vor allem auf den Dachbereichen einer geplanten Spezialkühlhalle. Sie soll auf der Verlandungsfläche beim Hafenbecken 2 entstehen. Darauf könnten Verkaufsflächen mit flexiblen Nutzungsmöglichkeiten eingerichtet werden, wie etwa Pop-Up Shops, eine Markthalle oder ein Restposten-Markt. Eine Überdachung für einen witterungsunabhängigen Betrieb wäre hier auch möglich.

Hafenprojekt "Neuland"

Konkret geht es bei den Hallendächern um einen frei bespielbaren Bereich in Größe von 8.000 bis 10.000 Quadratmetern. Zum Vergleich: Der Linzer Hauptplatz ist etwa 13.000 Quadratmeter groß.

Eine Idee ist besonders positiv bewertet worden: Ein kleinerer Bereich der Fläche soll höher als der Rest der Hallendächer ausgeführt werden. Dadurch würde sich die Möglichkeit für eine Landmark mit Aussichtsplattform ergeben. Bei der Diskussion ging die eindeutige Tendenz in Richtung der Schaffung von Attraktionen, die nur an dieser Stelle einen besonderen Reiz ausüben und Interessierte speziell anziehen sollen. An der endgültigen Nutzung wird noch gearbeitet.

Darüber hinaus verfolgte die Stadt gemeinsam mit der LINZ AG mehrere Monate lang das Projekt „Trinkwasserbrunnen Laufstrecke Winterhafen“. Rechtliche aber auch hygienische Gründe sprachen gegen eine Umsetzung der Idee: Die notwendige Verlegung einer etwa 100 Meter langen Stichleitung über Privatgrund war leider nicht möglich. Darüber hinaus wäre das Wasser für die Sportfans in den Rohren nicht lange frisch geblieben.

Zweites Projekt „Freiräume“: 230 Ideen, 1.170 TeilnehmerInnen

Im Sommer 2016 ging meinlinz.at in die zweite Runde. Von 29. Juni bis 31. August 2016 war die Plattform zum Thema „Freiräume“ offen für neue Ideen. Userinnen und User hatten dabei die Gelegenheit, ihren idealen Freiraum zu gestalten. Ob auf der Straße, in öffentlichen Gebäuden oder auf Plätzen, am Wasser, in der Luft oder virtuell – es waren Vorschläge für eine offene Stadt gefragt.

Verglichen mit dem Thema Hafen stieg die Beteiligung deutlich an: Nach 776 im ersten „Durchgang“, waren bei den Freiräumen bereits 1.168 „helle Köpfe“ registriert. Sie konnten Anregungen und Wünsche zu sechs verschiedenen Kategorien deponieren: „Parks & Plätze“, „Straßen & Wege“, „Gebäude & Räume“, „Flüsse & Seen“, „Dächer & Darüber“ sowie „Online & Digital“. Insgesamt gingen 230 verschiedenen Ideen ein.

Bei vielen umsetzungswürdigen Anregungen kann allerdings die Stadt nicht darauf Einfluss nehmen, ob sie in Planungen einbezogen beziehungsweise realisiert werden. Vielmehr sind dafür großteils private Initiativen notwendig.

Zündende Ideen für den öffentlichen Raum

Ideen für städtische Planungen und Aktivitäten haben sich vor allem für die öffentlichen Bereiche ergeben. Hier einige Beispiele:

Parks & Plätze: „Abkühlung der gepflasterten Plätze im Sommer“ durch Sonnensegel als Schattenspender, zusätzliche Begrünung und beschattete Sitzgelegenheiten; mehr Trinkwasserbrunnen; eine Stranddusche für Alt-Urfahr
Straßen & Wege: „Konsumort Landstraße als Ort zum Verweilen“ durch Sitzgelegenheiten entlang der Landstraße

Einiges konnte rasch und unbürokratisch von der Stadt Linz realisiert werden. Dazu zählen eine Dusche für den Strand in Alt-Urfahr samt Streetfoodtruck und der Fitnesspark im Donaupark. Ebenso mehr Trinkwasserspender, die sogar über eine eigene Webapp abrufbar sind. (Trinkwasserbrunnen in Linz)

Weitere Anregungen werden – je nach Aufgabenbereich und Möglichkeiten – in die Planungen der städtischen Geschäftsbereiche Gebäudemanagement und Tiefbau (GMT) sowie Stadtgrün und Straßenbetreuung (SGS) aufgenommen.

Ein attraktiver Vorschlag ging übrigens im Bereich Flüsse & Seen unter dem Titel „LINZERWELLE – der Surfspot in der Donau-Stadt-Linz“ ein. Die Idee einer so genannten stehenden Welle nahe dem Kleinwasserkraftwerk Traunwehr im Süden der Stadt orientiert sich am Beispiel der Münchner Eisbachwelle. Die LINZ AG als Anlagen-Betreiberin hat gemeinsam mit den Ideengeberinnen die technischen und rechtlichen Umsetzungsmöglichkeiten ausgelotet. Nach einer genauen Prüfung stellte sich jedoch heraus, dass das Projekt aus Sicherheitsgründen nicht realisierbar ist.

Privatinitiative gesucht

Weitere ausgezeichnete Ideen, wie etwa verstärkte Dachbegrünung und Photovoltaik auf Privathäusern, die Begrünung von Fassaden in der Innenstadt oder der Wunsch nach mehr Clubs und Gastronomie in Linz können nur privat(wirtschaftliche) Initiativen umsetzen. Zu manchen Freiraum-Ideen existieren bereits konkrete Pläne. Die Planetenseilbahn ist ein Beispiel dafür.

Gutes Zeugnis für „Mein Linz“

Dass sich der „digitale Draht“ zwischen Linzer-Fans und Stadt nach nur zwei Durchgängen bereits etabliert hat, zeigte Anfang des Jahres eine Studie des Instituts für Public und Nonprofit Management der Linzer Johannes Kepler Universität. Sie stellt der Online-Ideenplattform in Sachen Akzeptanz und Identifikation ein gutes Zeugnis aus. „Die Untersuchung hat bestätigt, dass wir mit diesem Tool am richtigen Weg sind. Viele Menschen haben den Wunsch, sich stärker an der Entwicklung ihrer Stadt zu beteiligen. Mit ‚Mein Linz‘ geben wir ihnen Gelegenheit dazu“, erklärt Dr. Jürgen Tröbinger, Direktor des Geschäftsbereiches Kommunikation und Marketing. Sein Team bereitet bereits die nächste Online-Diskussion vor. Das ist auch ganz im Sinn der Befragten der Studie: 88 Prozent von ihnen interessieren sich für eine Fortsetzung von „Mein Linz“ und 79 Prozent wollen erneut mit dabei sein.

Best-Practice-Beispiel in Berlin und Wien

Auch außerhalb Österreichs hat die städtische Ideenplattform www.meinlinz.at Interesse geweckt. Die österreichweit einzigartige Linzer Online-Beteiligung wurde im Mai beim Kongress „Digitaler Staat" in Berlin vor den Vorhang geholt. Bei der Veranstaltung wurden Best-Practice-Beispiele und neue Studien vorgestellt, unter anderem aus dem Bereich „Digitale Verwaltung". Das Linzer Projekt fand dabei große Beachtung. Dr. Jürgen Tröbinger präsentierte dem Fachpublikum aus Wissenschaft und Verwaltung „Mein Linz“ und die bisher gewonnenen Erkenntnisse. Diese möchte er auch für die Weiterentwicklung der Online-Plattform nutzen: „Die Ergebnisse zeigen, dass wir mit www.meinlinz.at einen weiteren starken Kommunikationskanal haben. Dazu zählen www.linz.at, die städtischen Social-Media-Angebote und das Stadtmagazin „Lebendiges Linz“. Wir werden diese Medien künftig noch intensiver für die Information der Userinnen und User über aktuelle Themen von meinlinz.at einsetzen. Damit können wir auch unser Community-Management verbessern.“ In diesem Sinne sind auch „Offline“-Veranstaltungen für die „Mein Linz“-Fan-Gemeinde angedacht. Das Bundeskanzleramt hat übrigens im Frühsommer des Jahres www.meinlinz.at in die „Best Practice Datenbank“ des Verwaltungspreises aufgenommen.

www.meinlinz.at

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Bürgermeister Klaus Luger zum Thema „Online-Beteiligungsplattform meinlinz.at – Bilanz und Ausblick“)

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