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Personengruppe
INTEGRATION
Presseaussendung vom 19.10.2017

Neue Wege bei städtischer Integrationsarbeit

Für ein gutes Zusammenleben in Linz

Menschen aus über 150 Nationen leben in Linz. Dass das Zusammenleben in dieser bunten Welt harmonisch verläuft, hat viele Gründe. Einer davon ist sicherlich die Tatsache, dass sich die Stadt Linz seit langem speziell mit den Chancen und Herausforderungen von Migration befasst. Seit 1991 gibt es ein eigenes Integrationsbüro in der Stadt. 2003 wurde ein Integrationsressort in der Stadtregierung geschaffen. 2010 schnürte der Gemeinderat ein eigenes Integrationsmaßnahmenpaket, und auch im 2011 verabschiedeten Sozialprogramm der Stadt ist diesem Thema breiter Raum gewidmet. Die gute Zusammenarbeit im Migrations- und Integrationsbeirat (MIB) runden die sehr gute Ausgangslage für eine erfolgreiche städtische Integrationsarbeit ab.

„Ich freue mich sehr, als Integrationsreferentin an einer der zentralen Zukunftsfragen unserer Stadt arbeiten zu dürfen: wie gestalten wir unser Zusammenleben in Linz, damit alle hier in ihrer Heimatstadt glücklich und zufrieden miteinander leben können“, fasst Stadträtin Regina Fechter eine ihrer neuen Aufgaben zusammen.

In drei Schritten will sie die Integrationsarbeit in der Stadt auf die künftigen Herausforderungen ausrichten.

  • Schritt 1: Aufeinander zugehen: Bereits begonnen hat die Kontaktoffensive zu den zahlreichen MigrantInnenvereinen in Linz. „Die Linzerinnen und Linzer mit Wurzeln in anderen Nationen sind nach wie vor sehr gut in ihren jeweiligen Kulturvereinen organisiert. Der gute Kontakt und die Zusammenarbeit mit diesen Vereinen sind ein Erfolgsgeheimnis für die bisherige positive Bilanz der städtischen Integrationsarbeit“, meint Stadträtin Fechter.

  • Schritt 2: Miteinander Bilanz ziehen: Das städtische Maßnahmenpaket Integration ist mittlerweile sieben Jahre alt. Viele der Maßnahmen wurden umgesetzt, andere haben sich mit der Zeit verändert. „Ich möchte gemeinsam mit dem Migrations- und Integrationsbeirat Fortschritte und Wirkungen unseres Pakets evaluieren“, so Fechter. Der Beirat bleibt für die Integrationsreferentin zentraler Ansprechpartner in Fragen der Integration: „Hier erreichen wir zugleich die VertreterInnen der wesentlichsten MigrantInnengruppen und der unterschiedlichen politischen Gruppierungen in der Stadtpolitik“, betont Stadträtin Regina Fechter.

  • Schritt 3: Gemeinsam auf das Zusammenleben in Linz konzentrieren: „Unsere Aufgabe ist es, sich zuallererst auf die Bedürfnisse und Interessen der in Linz lebenden Menschen zu kümmern, egal, woher sie letztendlich abstammen“, ist Regina Fechter überzeugt. „Wir können die Probleme in anderen Regionen dieser Erde nicht in Linz lösen, und die Konflikte aus diesen Teilen der Welt haben hier ebenfalls keinen Platz.“ Darum möchte Fechter so rasch wie möglich „Linz-Schwerpunkte“ in der Integrationspolitik der Stadt festlegen. „Das können inhaltliche Jahresschwerpunkte sein, die wir mit den Vereinen gemeinsam thematisieren wollen, aber auch konkrete Maßnahmen, die sich aus der Bilanz des Integrationsmaßnahmenpakets ableiten“, erörtert Stadträtin Regina Fechter.

Linz ist ganz schön bunt

Menschen aus 153 Nationen leben aktuell in Linz. Mit 1.1.2017 hatten rund 44.700 Menschen aus anderen Ländern in Linz ihren Hauptwohnsitz. Die größte Gruppe stammt dabei aus Bosnien-Herzegowina, gefolgt von Rumänien und der Türkei. Bereits an vierte Stelle rangieren die Deutschen:

„Viele dieser Menschen sind in Kulturvereinen organisiert, in denen die Traditionen der Herkunftsländer gepflegt werden, und die einen wesentlichen Beitrag zur Integration ihrer Mitglieder in Linz leisten“, erklärt Integrationsstadträtin Regina Fechter. „So wie ein Baum ohne Wurzeln nicht versetzt werden kann, ist die Kultur- und Traditionspflege für Menschen wichtig, damit sie an neuen Orten heimisch werden können.“ Darum ist der Dialog und die Zusammenarbeit mit diesen Vereinen für die Integrationsreferentin unabdingbar. „In einer ersten, bereits begonnenen Kontaktoffensive geht es mir vor allem darum, Verbesserungspotentiale für die Integrationsarbeit auszuloten. Mich interessiert, was aus Sicht der etablierten MigrantInnen notwendig ist, um Integration von Neuzuwanderern nachhaltiger fördern und stärker einfordern zu können“, so Regina Fechter. „Fördern, fordern und gegenseitiger Respekt – das sind die Leitlinien der städtischen Integrationsarbeit, die ich verfestigen möchte.“ 

Bilanz über das Integrationsmaßnahmenpaket 2010

Neun Kapitel und insgesamt 23 Maßnahmen umfasst das 2010 vom Linzer Gemeinderat geschnürte Integrationsmaßnahmenpaket der Stadt Linz. Im Mittelpunkt stehen Lern- und Bildungsaktivitäten, ein besonderer Schwerpunkt liegt in der verstärkten Sprachförderung in den Kinderbetreuungseinrichtungen. „540 Stunden an Sprachförderung stehen jedem Kind mit Sprachdefiziten innerhalb von drei Jahren im Kindergarten zur Verfügung“, erläutert die Integrationsreferentin von Linz, Stadträtin Regina Fechter.

Mit diesem Angebot hat die Stadt eine Vorreiterrolle übernommen.

Das „Linzer Maßnahmenpaket Integration“ im Überblick

  • Für eine intensivere Sprachförderung
  • Für eine stärkere Lernförderung
  • Für eine bessere Bildungspartnerschaft
  • Für eine bessere Nachbarschaft
  • Für eine verstärkte Anerkennung der MigrantInnen-Kultur
  • Für zusätzliche Sportanlagen
  • Für den Abbau von Barrieren im Gesundheitswesen
  • Für klare Orientierungsangebote für Jugendliche
  • Für eine interkulturelle Öffnung der Verwaltung

„Seit 2010 hat sich viel getan, für mich ist daher jetzt der richtige Zeitpunkt, über dieses Maßnahmenpaket gemeinsam Bilanz zu ziehen“, richtet Stadträtin Regina Fechter eine Einladung an den Migrations- und Integrationsbeirat. Jene Maßnahmen aus dem Paket, die umgesetzt wurden, sollen gemeinsam evaluiert werden. „Bei jenen, die nicht oder unvollständig zur Umsetzung gelangt sind, gilt es die Ursachen für diese Entwicklung zu analysieren und zu diskutieren“, meint Fechter. Vieles hat sich im Lauf der Zeit vielleicht als unnötig oder unrichtig herausgestellt, dafür wird möglicherweise anderes als damals nicht erforderlich, heute aber zeitgemäß und notwendig erkannt. „Der Beirat ist für mich das richtige Gremium, diese Bilanz zu beraten. Denn dort sind nicht nur die wichtigsten MigrantInnen-Gruppierungen repräsentiert, sondern auch die gewählten politischen Fraktionen vertreten“, betont Stadträtin Regina Fechter.

Neue Linz-Schwerpunkte setzen – keine „Allerweltspolitik“

Auf Basis der Erfordernisse, die sich aus der Kontaktoffensive und der Bilanz über das Integrationsmaßnahmenpaket ergeben, möchte Stadträtin Regina Fechter einen neuen Ansatz in der Integrationsarbeit implementieren. „Wurzeln und Traditionen sind eine, Förder- und Begleitmaßnahmen eine weitere Säule der bisherigen Integrationspolitik in der Stadt“, so Regina Fechter. Die Vielfalt der Menschen erfordert ein breites, buntes Bündel an Angeboten, die den Menschen helfen, hier anzukommen. „Wenn wir Linz als Heimat- und Lebensstadt noch besser verankern möchten, braucht es zusätzlich einen Fokus, der das Zusammenleben hier vor Ort betrifft“, ist die neue Integrationsreferentin Regina Fechter überzeugt.

Internationale Ausrichtung der Stadt…

„Linz ist eine offene und international ausgerichtete Stadt“, meint Fechter. Deshalb ist es richtig und wichtig, dass die Menschen die Möglichkeit haben, sich über globale Trends sowie wirtschaftliche, gesellschaftliche und politische Entwicklungen in anderen Ländern zu informieren. „Das gilt umso mehr, wenn sie oder ihre Familien aus diesen Ländern stammen“, ist Stadträtin Fechter überzeugt. Über das Internet, das dank der Hotspot-Initiative der Stadt für jeden zugänglich ist, sowie durch diverse Bildungs- und Informationsangebote, etwa im Wissensturm oder bei den Vereinen, ist die Möglichkeit der Weltoffenheit für alle LinzerInnen gewährleistet.

…ist nicht Hauptaufgabe der Integrationsarbeit

Der Fokus der Linzer Integrationspolitik ist ein anderer: „Unsere gemeinsame Aufgabe ist es, die aktuellen Herausforderungen und Perspektiven in unserer Stadt in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu rücken“, meint Fechter. Darum wird es wichtig sein, die von der Stadt gesetzten Maßnahmen sowie die von ihr unterstützten Angebote an diesem Fokus auszurichten: „Ab 2018 möchte ich daher miteinander Jahresschwerpunkte definieren, die die Basis für die gemeinsamen bzw. mitgetragenen Aktivitäten bilden“, beschreibt Integrationsstadträtin Regina Fechter abschließend ihr drittes Vorhaben.

(Informationsunterlage zur Pressekonferenz von Integrationsreferentin Stadträtin Regina Fechter zum Thema „Ansätze zur neuen Integrationsoffensive der Stadt Linz“)

Informationsunterlage (PDF, 231 kB) (neues Fenster).

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