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KOMMUNALES
Presseaussendung vom 31.10.2017

Runder Tisch zum Thema illegale Bettlerlager

Stadt Linz und Grundeigentümer erarbeiten Maßnahmenkatalog

Illegale Bettlerlager sind in Linz ein ständig wiederkehrendes Problem. Der Thematik haben sich am Montag, 30. Oktober 2017, Vertreter von Stadt Linz, Ordnungsdienst und Polizei sowie der betroffenen Grundeigentümer bei einem Runden Tisch angenommen. Das Treffen kam auf Initiative des Linzer Sicherheitsreferenten Vizebürgermeister Detlef Wimmer zustande. Ziel war es, gemeinsam Maßnahmen zur Eindämmung der Situation zu erarbeiten beziehungsweise langfristig ein Überhandnehmen zu verhindern.

Die Teilnehmer kamen bei der Besprechung zu folgendem Ergebnis: Der städtische Erhebungsdienst wird künftig die zentrale Koordination übernehmen. Die ASFINAG, ÖBB und das Land OÖ haben zugestimmt, dass der Erhebungsdienst die illegalen Camps auf ihren Grundstücken eigenständig räumen kann. Sie werden auch dafür Sorge tragen, dass der entstandene Müll so rasch wie möglich entsorgt wird. Zudem werden bauliche Maßnahmen zur Absperrung der betroffenen Flächen überlegt. Auch sollen die Grundstücksgrenzen markiert werden. Zudem wird der Ordnungsdienst der Stadt Linz bei seinen Rundgängen regelmäßig Nachschau halten. Der städtische Geschäftsbereich Stadtgrün und Straßenbetreuung lässt vom Umweltanwalt prüfen, ob das Unterholz entfernt werden kann. 

 „Nur mit vereinten Kräften ist es möglich, gegen die illegalen Bettlerlager vorzugehen und die Probleme in den Griff zu bekommen. Da viele Grundstücke genutzt werden, die nicht in Besitz der Stadt Linz sind, kann eine engere Zusammenarbeit die Effizienz steigern“, ist Sicherheitsreferent Vizebürgermeister Detlef Wimmer überzeugt.

Heuer bereits 23 illegale Camps geräumt

Seit zirka fünf Jahren registriert der städtische Erhebungsdienst vermehrt Gruppierungen, die zum Betteln nach Linz kommen und während ihres Aufenthalts in illegalen Zeltlagern hausen. Heuer wurden bereits 23 illegale Camps geräumt. Dabei wurden 241 Personen angetroffen und zum Weiterziehen aufgefordert. Betroffene Bereiche sind vor allem der Chemie-Kreisverkehr, die Aigengutstraße, die Saxingerstraße, die Schachermayrstraße im Bereich der A7-Abfahrten Industriezeile, der  ÖBB-Bahnhof „Hafen“ und der Boschweg. Ebenso die Wankmüllerhofstraße und die Oberfeldstraße, jeweils bei der Auf- und Abfahrt der A7 und der Unterführung. Heuer wurden bereits 23 illegale Camps geräumt, dabei wurden 241 Personen angetroffen und weggewiesen. „Nur konsequentes Vorgehen kann in Linz einen dauerhaften Erfolg gegen illegale Zeltlager bringen. In diesem Bereich arbeitet der städtische Erhebungsdienst sehr gut mit der Polizei zusammen“, sagt Sicherheitsreferent Wimmer. 

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